Gehirn auf LSD: Mikrodosierung im Selbstversuch, Tag 1 (Teil 6)

LSD Microdosierung

Zur Erinnerung: Die Mikrodosierung ist die Verabreichung von LSD in einer so geringen Menge, dass sie das alltägliche Bewusstsein kaum beeinflusst und man weiterhin seinen Routinen und Arbeiten nachgehen kann. Es geht bei der Mikrodosierung nicht darum, zu “trippen” bzw. die Kontrolle zu verlieren oder sich auffällig anders zu verhalten.

Wie viel nimmt man bei der Mikrodosierung? Eine Mikrodosis ist viel geringer als man vielleicht denkt. Auch sorgt diese minimale Dosis dafür, dass die Persönlichkeit in keiner Weise auffällig verändert wird. Doch kommen wir zu meinem eigenen Forschungsbericht, in der ich selbst zum Versuchskaninchen wurde…

Mikrodosis:
10-20 mcg LSD oder 0,2-0,5 Gramm Psilocybin-Pilze

Zeitraum:
Mindestens 10 Wochen, höchstens 12 Monate, alle 3-4 Tage

“Jemand, der eine so geringe Dosis zu sich nimmt, ist der Alltagswelt gegenüber ein klein bisschen besser als normalerweise. Bis zum heutigen Tage habe ich nicht eine einzige Nachricht erhalten, in der eine so geringe Dosis irgendwelche sozialen Probleme, persönlichen Ausbrüche oder irgendeine Form an Problemen am Arbeitsplatz ausgelöst hätte.”
(Dr. James Fadiman, Autor des Buches “Psychedelics Explorer’s Guide” und bekannter Forscher psychedelischer Substanzen)

Bericht 1:

Testperson: Selbsttest
Datum: 22. Juli 2017

Uhrzeit: 18.30 Uhr
Ort: Straßencafè, Innenstadt
Mikrodosis: ca. 15 mcg LSD
Zeitraum: 10 Wochen (Woche 1)

Wetter: Sonnig, 24 Grad

Heute nahm ich die erste Mikrodosis von ca. 15 mcg ein. Genau so, wie es geplant war und von Dr. James Fadiman vorgeschlagen wird. Da ich solchen Substanzen gegenüber ziemlich schnell und empfindlich reagiere, hat mir diese Menge für den Anfang ausgereicht. Ich bin natürlich extra in ein Land geflogen, in der die Einnahme von geringen Dosen an LSD nicht illegal ist. Außerdem hatte ich absichtlich diesen Tag in etwa genau so verlebt, wie den vorherigen, um somit einen direkten Vergleich zu besitzen, wie sie sich durch die Einnahme der Mikrodosis nun voneinander unterscheiden werden. Somit hatte ich zwei gleiche Tage hintereinander gelebt, während der erste Tag in meinem normalen Alltagszustand stattgefunden hatte und der zweite Tag unter dem Einfluss der Substanz. Dieser Vergleich war meines Erachtens dann besser zu beurteilen und einzuschätzen.

Nach bereits 20 Minuten bemerkte ich die erste Reaktion. Meine Atmung beschleunigte sich, ebenso mein Herzschlag. Nicht sehr stark, aber schon zu ca. 30%. Danach bemerkte ich, dass sich meine Konzentration verschärfte und ich mich wesentlich besser auf etwas Beliebiges fokussieren konnte. Auch besaß ich ganz kurz den Eindruck, als würde sich etwas in mir ganz unauffällig und seicht verlagern und plötzlich stieg in mir ein gutes konstruktives Selbstbewusstsein hoch. Ich besaß das sichere Gefühl, als könnte ich alles erreichen, was immer ich mir wünschte. Ich musste es einfach nur Wollen und dann würde ich es auch schaffen. Ich spürte ebenso, dass sich mein Fokus geweitet hatte und ich viel mehr als sonst wahrnehmen konnte. Da ich mich gerade noch in der Stadt befand, und mit einer so schnellen Wirkung nicht gerechnet hatte, erhob ich mich und lief durch die Menge, um mich in eine ruhigere Umgebung zu begeben.

Während ich durch die Innenstadt lief, spürte ich, dass sich mein Körper viel leichter und beweglicher fühlte. Mir war, als könnte ich jetzt noch problemlos zehn weitere Kilometer laufen, ohne außer Atem zu geraten oder später über schmerzende Füße zu lamentieren. Teilweise fühlte ich mich, als hätte sich mein Körpergewicht um das Zehnfache verringert, das eine physische Leichtigkeit vermittelte. Auch machte sich eine gewisse Gelassenheit in mir breit.

Als ich später einem Freund begegnete, fiel mir auf, dass ich mich geistig besser als vorher mit ihm verbinden und kommunizieren konnte und mir gelang es, einen schnellen Zugang zu der Person zu erhalten. Auch wirkte alles wesentlich unbeschwerter und lockerer. Kreative Ideen und Gedankengänge stiegen in mir auf und ich bin überzeugt, dass, aufgrund einer angestiegenen positiven Grundstimmung, Sorgengedanken aller Art schnell in den Hintergrund treten. Auch erscheint einem die ganze Welt umher leichter und lockerer zu managen. Unruhe verschwindet und man besitzt den Eindruck, als würde sich alles von allein ergeben und dies in einem konstruktiven Sinn. Ich machte mir kaum Gedanken und besaß das Gefühl, als wäre es unnötig zu denken, da es nicht viel an der gegenwärtigen Situation ändert, sondern es besser ist, zu handeln und das Leben zu genießen und einfach dem Fluss zu folgen.

Zur Nacht hin war die ganze innere Stimmung gleichbleibend positiv, vor allem auch auf eine angenehme Art amüsant. Nicht einen Moment besaß ich den Eindruck, als wäre ich berauscht oder persönlich verändert. Von Ängsten oder psychischer Labilität keine Spur.

Im Bett schloss ich die Augen und ich spürte, dass ich mich noch immer sehr gut konzentrieren konnte. Erstaunlicherweise fiel mir auf, dass ich mich plötzlich sehr gut an angenehme Szenen aus meiner Vergangenheit erinnern konnte. Viele Szenen, die ich längst vergessen hatte, stiegen wieder auf und teilweise sogar überraschend detailliert.

Am zweiten Tag prüfte ich natürlich die Nachwirkungen. Ich muss sagen, es gab keinerlei Beschwerden oder Nebenwirkungen. Ich fühlte mich ruhig und gelassen. Außerdem konnte ich an dieser Stelle noch einmal den vorherigen Tag Revue passieren lassen und auch diesen vergleichen. Es hatte sich nichts verändert, ich besaß nur eine positive und gute Erinnerung an den Vortag. Auch im weiteren Verlauf des Tages spürte ich keinerlei Nebenwirkungen.

Natürlich ist dies nur der Eindruck meines ersten Tages. Ich werde innerhalb des Experimentzeitraumes von insgesamt 70 Tagen sicherlich noch zu weiteren Ergebnissen kommen, die ich zum Abschluss dann präsentieren werde.

Weitere Teile: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

~.~

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Quellen:
– “The Psychedelic Explorer’s Guide: Safe, Therapeutic and Sacred Journeys”, Dr. James Fadiman, Kapitel 15
– “Aktive Gehirnscans auf LSD”, https://www.matrixblogger.de/das-gehirn-auf-lsd-teil-1
https://www.matrixblogger.de/das-gehirn-auf-lsd-mikrodosis-lsd-teil-2
https://www.matrixblogger.de/das-gehirn-auf-lsd-mikrodosis-psilocybin-teil-3
https://www.matrixblogger.de/gehirn-auf-lsd-vom-homo-sapiens-zum-homo-superior-teil-4
https://www.matrixblogger.de/gehirn-auf-lsd-die-zirbeldruese-und-lsd-teil-5
– “The Revolutionary Way of using Psychedelics”, www.HighExistence.com
– “How LSD Microdosing became the hot new Businsess Trip”, Rolling Stone
– “A Brief History of Microdosing”, Vice, www.Motherboard.Vice.com
– “Multidisciplinary Association of Psychedelic Studies” MAPS, www.Maps.org
– “Benefits of Microdosing with LSD and Psilocybin Mushroom”, www.Reset.me
– “Microdosing”, TheThirdWave.com

Diese Informationen dienen nur zu Informationszwecken. Die meisten Substanzen, die für die Mikrodosierung eingesetzt werden, sind LSD oder Psilocybin. Beide Substanzen verstoßen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Falls Sie sich dazu entscheiden, Mikrodosierung auszuprobieren, informieren Sie sich zu den gesetzlichen und gesundheitlichen Risiken. Bitte nicht beginnen während der Arbeit, dem Autofahren oder in der Schule.

WARNUNG: Der Matrixblog dient lediglich der Aufklärung im Themenbereich bewusstseinserweiternder Substanzen und der verständlichen Darstellung diverser Fehlverhalte zu diesem Thema. In keinster Weise sollen solche Substanzen verherrlicht oder zum Konsum animiert werden. Das Ziel ist es, durch Aufklärung möglicher Risiken bei Konsumenten und Interessierten einzudämmen und eine allgemeine Wissensbasis zum differenzierten Meinungsaustausch zu schaffen. Für eine differenzierte Meinung genügt es nicht, sich bei nur einer Quelle zu informieren. Drogen jeder Art sind gefährlich, legal wie illegal. Verwendung/Anwendung nach (EC) No 1924/2006 European Food Safety Authority (EFSA).
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11 Antworten für “Gehirn auf LSD: Mikrodosierung im Selbstversuch, Tag 1 (Teil 6)”

  1. Philipp sagt:

    Hallo Jonathan,

    Toll das du das Experiment gestartet hast!
    Wie oft nimmst du die 15 mcg? Alle drei Tage einmal?

    Bei LSD tritt ab dem 2. Tag Einnahme in Folge ein starker Gewöhnungseffekt auf. Deshalb macht es keinen Sinn es jeden Tag einzunehmen.

    Liebe Grüße

  2. Hallo Philipp,
    danke für deinen Kommentar.
    Ja, das weiß ich natürlich schon. Die Einnahme erfolg an jedem 3. und dann am 4. Tag abwechselnd, damit der Körper Zeit hat, es abzubauen. :-) Also Sonntag, Mittwoch, Sonntag, um ein Beispiel zu nennen.
    Liebe Grüße, Jonathan
    P.S. Aber in meiner persönlichen Forschung haben sich andere Werte ergeben, die ich dann bald veröffentliche zum Thema. :-)

  3. Sebastian sagt:

    Hallo Jonathan, danke für die stets interessante Beiträge!

    Du hast mal in einem Beitrag von Pilzen erwähnt, die ein ähnliches Wirkstoff wie LSD aufweisen.

    Meine Frage: Hast du diese bereits ausprobiert? Wenn ja, ein Kommentar dazu wäre gut.

    Danke!

    Gruß Sebastian

  4. Hallo Sebastian,
    danke für Deinen Kommentar.
    Korrekt, das wären die so genannten Psilocybin-Pilze.
    Liebe Grüße, Jonathan

  5. Daniel sagt:

    Hallo Jonathan,
    ich bin auf deiner Seite und Kanal schon seit einigen Wochen.
    Wie ging’s denn weiter mit deinem Selbsttest?
    Auf Teil 7 bin ich schon sehr gespannt.
    Gruss,
    Daniel

  6. Hallo Daniel,
    danke für Deinen Kommentar.
    Der Selbsttest ist noch aktiv. Ich teste jetzt nur mehrere Sitzungen nacheinander, da sich viele der Punkte auch wiederholen.
    Liebe Grüße, Jonathan

  7. Leandra sagt:

    Hallo Jonathan,

    würde auch gerne mit Mikrodosen arbeiten. Allerdings wäre mir Ayahuasca lieber. Würdest du das für dich selbst auch in Erwägung ziehen?
    Weißt du ob man die Chacruna und Caapi auch in Pulverform in Kapseln gefüllt einnehmen könnte?

    Liebe Grüße

  8. Hallo Leandra,
    danke für Deinen Kommentar.
    Mit Ayahuasca muss auch erst einmal dafür die Bereitschaft bestehen, monatelang die Diät einzuhalten. Außerdem dürfte es sich schwierig gestalten mit der Haltbarkeit des Gebräus. Aber wo ein Wille ist… ;)
    LSD hingegen ist wie eine alte Bekannte für mich, da ich bei meinem ersten und auch letzten Makroversuch gleich 1600 mcg absolut reines LSD zu mir genommen hatte und ein halbes Jahr lang die Wirkung davon spüren durfte. So gesehen entsprach dies genau genommen einer Dauerreise von 540 Trips in Folge. ;) Doch dies ist eine andere Geschichte und soll ein anderes mal erzählt werden.
    Mit Chacruna und Caapi habe ich bislang keine Erfahrungen gemacht. Ich bin auch kein großer Freund vom breiten Feld der Substanzen und rate natürlich davon ab. ;) Ich denke, man sollte einmal eine Makrodosis zu sich nehmen und ist dann eigentlch voll im Bilde, dass es kaum weitere Substanzen erfordert.
    Liebe Grüße, Jonathan

  9. Leandra sagt:

    Hallo Jonathan,
    danke für deine Antwort:)
    Die MAO Diät mache ich sowieso,das wäre nicht das Problem. Und, ach ja von LSD hatte ich auch schon Besuch mit bleibendem Eindruck…
    Frage mich eben, ob DMT in so kleinen Mengen überhaupt Sinn macht, ob man die beiden Pflanzen unbedingt kochen muss?

  10. Champisi sagt:

    Hallo Matrixblogger, dein Selbstversuch ist sehr spannend, will mir das gerne auch in den Alltag integrieren. Wie ist es nun weiter gegangen mit deinem Selbstversuch? Es sind bald 2 Monate um seit deinem letzten Eintrag?
    Und du weisst schon dass die oft zitierte 10% nutzung des Gehirns ein Mythos ist und schon lange bewiesen wurde dass sogar im Schlaf mehr Hirnkapaziät genutzt wird.

  11. Hallo Champisi,
    vielen Dank für Deinen Kommentar.
    Dass im Schlaf wesentlich mehr Gehirnaktivität vorherrscht, ist bekannt. Im Wachzustand mag es zwar gelegentlich mehr als 10% geben, aber bewusst wird nicht mehr genutzt. Wenn man sich die Hirnscans anschaut, sieht man den Unterschied zwischen Normalzustand und dem auf LSD äußerst deutlich.
    Liebe Grüße, Jonathan

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