Enter the Void & Being Erica

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Filmtipps veröffentliche, die die gegenwärtigen Filme betrifft, welche mit Träumen, außerkörperlichen Erfahrungen, Zeitreisen und anderen PSI-Fähigkeiten zu tun haben.

Besonders aufgefallen ist mir, dass nun die DVD/Blue-Ray des interessanten Filmes “Enter the Void” frisch erschienen ist. Dieser Streifen ist erst ab 18 Jahre – und nicht zu Unrecht – da er schon ein wenig verstörend wirken kann, aber nichtsdestotrotz ein sehr interessanter und empfehlenswerter Film ist! Er wartet sogleich mit stolzen 152 Minuten auf und beschreibt das Leben eines kleinen Dealers in Tokio, der Geld spart, um seine geliebte Schwester nachreisen zu lassen. Hier werden nicht nur Tod und Leben, sondern auch die Momente nach dem Tod ausführlich dargestellt. Etwas ganz Besonderes ist die experimentelle Perspektive in dem Film, die nämlich direkt aus der Sicht des Hauptdarstellers inklusive seiner ständigen Augenaufschläge dargestellt wird. Dieser Effekt hat den Zweck, den Zuschauer noch stärker mit der Hauptperson identifizieren zu lassen; was bestimmt zu den verstörenden Effekten für den Zuschauer beiträgt. Das ist ein absolut empfehlenswerter Film, nicht weil er unbedingt so spannend wäre, sondern er demonstriert eine neue Filmweise sowie auch die dramatische Entwicklung eines Studenten mit vertrauter Alltagsnähe in Verbindung mit der anderen Welt…

Im Weiteren kann ich noch die neue Serie “Being Erica” empfehlen, die gerade erst mit ihrer ersten Folge begonnen hat und im Free-TV auf ZDF Neo zu sehen ist. Erica Strange hatte ihr ganzes Leben lang einfach nur Pech. Während ihre besten Freunde bereits einen festen Partner und ein geregeltes Einkommen errungen haben, irrt Erica noch herum und kommt zu keinen Ergebnissen. Ihr Alltag ist vermurkst und nichts will ihr gelingen. Es ist ihr peinlich, als Loser vor den Freunden dazustehen und geht in ihrer Not zu einem Therapeuten namens Dr. Tom. Dieser ist jedoch in seiner Vorgehensweise sehr unkonventionell und seine Methoden ebenso. So bietet er ihr doch tatsächlich die Möglichkeit an, sie solle in ihre Vergangenheit zu reisen, um die misslungenen Geschehnisse zu verändern, damit ihr gegenwärtiges Leben ausgeglichen und positiver gestaltet wird. Während Erica mit ihrer verpeilten Art die vergangenen Geschehnisse halbherzig zu verändern sucht, imponiert der Therapeut mit seinen Ansichten und psychologischen Tipps auf eine kreative und innovative Art und Weise. Für mich eine gelungene Serie, die mich schon in der ersten Folge angesprochen hat und sicherlich ein guter Einstiegsfilm für Menschen ist, die planen, ihre eigene Realität aktiv zu erschaffen. Erica hat sogar einen eigenen Blog, englischsprachig, indem sie einige Häppchen, in Form lockerer Tagebucheinträge, zu ihrer Serie als Auftakt serviert. Die deutschsprachige Serie läuft seit Donnerstag dem 6. Januar um 21 Uhr und die Wiederholung ist sonntags um 19.30 Uhr zu sehen. Jede Woche gibt es eine neue Folge zu den gleichen Uhrzeiten und Tagen.

Enter the Void ist HIER erhältlich!

8 Kommentare zu “Enter the Void & Being Erica

  1. Hallo Jonathan,
    ich hab gerade rechtzeitig hier gelesen um heute “Being Erica” anzuschauen. Hat mir gut gefallen, vielen Dank für den Tipp! :-)
    Liebe Grüsse, Christine

  2. Hallo Christine,
    freut mich, dass Dir die Sendung gefallen hat. Ich habe sie mir gerade ebenfalls angeschaut. Überhaupt finde ich die Frage interessant: Was geschieht mit einem Menschen, der sein Gedächtnis verliert? Wenn wir die Summe unserer Entscheidungen sind, dann müsste sich folglich diese Summe aufheben, wenn wir die Erinnerung an unsere Entscheidungen vergessen haben. Wir würden dann den allen Menschen in einem ganz anderen Licht betrachten. Wir würden sie nicht mehr voller Voreingenommenheit anschauen, sondern als seien sie neu in unserem Leben. Bernhard Shaw sagte einmal sehr treffend: “Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie passten auch heute noch.”
    Liebe Grüße, Jonathan

  3. Hallo Jonathan,
    ich hab mir in der Zwischenzeit noch die erste Folge angeschaut. Es ist wirklich gut gemacht – tiefsinnig und amüsant zugleich. Wenn man sich an seine Entscheidungen nicht erinnern kann, dann begegnet man den Menschen und Situationen zwar immer neu, aber man lernt doch auch nichts dazu… Vielleicht wiederholt man dann ständig die gleichen Erfahrungen? Wobei man das oft auch mit Erinnerung tut. ;-)
    Es ist wohl die richtige Mischung zwischen “aus Erfahrung lernen” und “immer wieder neu Maß nehmen”.
    Liebe Grüsse, Christine

  4. Hallo Christine,
    das ist leider richtig. Man lernt dadurch nicht unbedingt dazu, aber man hat eine neue Chance, es dann dieses Mal zu lernen. Bestimmte Erfahrungen machen wir immer wieder, darum besteht der Alltag auch aus vielen Routinen. Die Lernerfahrung besteht darin, sich selbst zu erkennen, nicht die anderen.
    Liebe Grüße, Jonathan

  5. hmm, das bardo wird gut dargestellt. Die einzelnen Farben der Tage und das durch Sehnsucht der Emotion Abgleiten ins Rad der Wiedergeburt. Der nichtlineare Zeitverlauf, das Puzzelhafte Zusammenmischen einzelner Momente, schon gut umgesetzt.
    Mr. Nobody ist besser. Die Geschichte habe ich in “Finger weg von diesem Buch” gefunden. Dort wird von einem Jungen berichtet, der sich wegdrehte als der Engel des Vergessens ihn kuessen wollte. Wie im Film so hat er Zugriff auf andere Realitaetspotentiale.
    Wie der Lehrer meinte. Es konzentrieren sich gewisse Entscheidungswege in markanten Punkten. Freier Willen ist zu 99.x % Illusion, deswegen, begrenzter Horizont, Konditionierung, sich gehen lassen – fuehren zu unausweichlichen Wahrscheinlichkeiten.

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