Traumnacht: Quad fahren!

Ich saß in einem Quad und bretterte wie wild durch den Park. Die Menschen sprangen zur Seite und flüchteten sich in Deckung. Dicht hinter mir befanden sich zwei weitere Quads. Sie verfolgten mich und wollten mich unbedingt einholen. Das Ziel des Quadfahrens war jetzt nicht zu gewinnen oder jemanden zu jagen, sondern einfach nur, um tüchtig Spaß zu haben. Die Blumenbeete waren mittlerweile kaputt, tiefe Reifenspuren auf den Wiesen und umgestoßene griechische Säulen lagen am Boden. Es gibt halt einige Ecken im Traumuniversum oder psychischen Cyberspace, die man als Spielplätze bezeichnen kann und dort kann man sich tabulos und ohne Probleme kräftig austoben. So wie in einem Computerspiel, indem man mal ein Haus in die Luft sprengt oder sich von einem Wasserfall wirft, nur, um nachzusehen, ob sich dahinter ein geheimer Zugang befindet, aber dabei den Tod findet. Dann wird eben der Spielstand neu geladen und weiter geht es. Freiheit steht dort an erster Stelle und nicht Regel und Moral.

Das macht schon Spaß, wenn man in einem Traum einen Quad findet oder ihn sich gar herbeizaubert, sich reinsetzt und dann mal so richtig wild durch die Gegend fährt. Einen Unterschied zum Quadfahren in der physischen Realität besteht insofern, dass man sich nicht dreckig macht, einem nicht schlecht wird, wegen der vielen Schlaglöcher im Gelände oder anderer Hindernisse, und man braucht weder einen Führerschein noch Rücksicht auf Omas und Kinder nehmen. So brettert man durch die Stadt über Bürgersteige, Autos und veranstaltet Verfolgungsfahrten mit anderen Traumpersönlichkeiten, die einem begegnen. Die Wahrnehmungsqualität ist dabei nicht viel anders als die, die man in der physischen Realität besitzt.

Während ich also mit dem Quad das Fleckchen Traumuniversum unsicher machte, fragte ich mich, was denn wohl mein Voice-Recorder in dieser Nacht bereits so alles aufgenommen hat. Als ich dann heute Morgen breit grinsend erwachte, erinnerte ich mich noch sehr lebhaft an die verrückte Fahrt in dem Quad. Dann richtete ich mich in meinem Bett auf und entdeckte auf dem Voice-Recorder tatsächlich ein paar Träume, die ich in der Nacht offensichtlich in den Raum gesprochen hatte. Wunderwerk der Technik! Wenn man z.B. “Achtung” in den Raum ruft, muss man jetzt nicht denken, dass er nur das halbe Wort aufzeichnen würde, weil er erst anspringt, wenn er eine Stimme vernimmt. Nein, er scheint eine Funktion zu besitzen, die das ganze Wort ohne Lücken aufzeichnen kann. Es ist, als würde er in seiner Standby-Funktion immer die letzte Sekunde, die vergangen ist, sicherheitshalber aufzeichnen und diese nutzen, falls wirklich eine Stimmenaktivierung erfolgt. Somit ist jeder Satz lückenlos aufgezeichnet. Für einen Träumer besitzt das einen unschätzbaren Wert.

Aufgrund des VRs konnte ich auch ganz klar erinnern, dass ich nachts Besuch hatte! Vermutlich wäre er mir andernfalls entgangen. Denn durch die Traumaufzeichnung konnte ich mich wieder daran erinnern. Ich träumte, dass ich mit mehreren Leuten an einem Tisch saß. Wir waren bestimmt 20 Personen. Einige waren prominent, andere kannte ich flüchtig aus meinem Leben. Ich saß mit ihnen an einem großen Konferenztisch und wir diskutierten über irgendetwas. Als dann der nächste sprechen sollte, wurde die ganze Situation irreal. Entgegen unseren Erwartungen sprang der Sprecher auf und verhielt sich so als wäre er besessen oder wurde von jemand anderen kontrolliert. Er rief irgendwelche kaum verständlichen Sachen in den Raum oder machte seltsame Bewegungen mit seinem Körper. Danach setzte er sich wieder als sei nichts vorgefallen. Wir schauten uns irritiert an und versuchten seine Äußerungen verstehen, aber dann kam schon der nächste dran und wollte etwas sagen. Doch dieser sprang ebenfalls auf und schmiss sich auf den Tisch. Er räumte dabei Telefone und Mappen von dem großen Tisch und dann sprang ein anderer Mann auf und packte den Mann und warf ihn im hohen Bogen durch den Raum. Laut krachend landete er in einem Regal.

Dann erwachte ich und registrierte ganz deutlich eine Persönlichkeit in meiner Nähe. Sie stand unweit von meinem Bett, vielleicht in zwei Metern Entfernung. Ich konnte sie ganz deutlich mit meinem inneren Scanner wahrnehmen. Es handelte sich um eine Frau. Ihre Anwesenheit musste meinen Traum irgendwie beeinflusst haben. Ich hatte den Eindruck, dass sie sich inmeinen Traum hatte einklinken wolle, um mich in den außerkörperlichen Zustand zu bewegen. Das drückte sich in dem Traum eben so aus als würde meine Umgebung gegen meine Erwartungen fremdbestimmt. Das empfand ich als einen interessanten Effekt.

Gehirnkicker-frequenzen-meditation-binaurale-beats
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1 kommentiert zu “Traumnacht: Quad fahren!

  1. Das macht richtig Laune auch das mal zu testen! Ich hab nur in einer Schule mal alles verwüstet. That was really funny!

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