Hy-Brazil (Teil 1)

Dies ist eine Fortsetzung von “Der UFO-Code“. Es geht mir hierbei um die mysteriösen Koordinaten, die von der Sonde ausgesandt wurden:

52″ 09′ 42.532 N – 13″ 13′ 12.69 W

Diese Koordinaten beziehen sich auf die Insel Hy-Brazil, die bis Ende des 19. Jahrhunderts völlig legitim auf jeder Seekarte verzeichnet war. Was hat es mit dieser Insel auf sich? Genau darum geht es in diesem Eintrag…

Bei den weiten und nur schwer schätzbaren Entfernungen, die mit den Schiffen zurückgelegt wurden, befanden sich Seekarten meist nur ziemlich grob in den Köpfen der Kapitäne. So ging man auch von der geheimnisvollen Insel aus, dass sie irgendwo zwischen England und Brasilien liegen müsse, dennoch näher an Brasilien. Doch dies entsprach nicht den Tatsachen, sondern sie ist nicht weit von Westirland entfernt. Für die Irländer bedeutet Hy-Brazil aber auch Ort des Friedens und der Harmonie.

Heutzutage gehört diese Insel zu den Phantominseln, d.h. Inseln, die es einmal gegeben haben soll und dann doch wieder spurlos verschwanden. Ähnliche Bezüge findet man zu der Insel Avalon aus der berühmten Artussage. Sie soll sich westlich von Britanien befunden haben und in manchen esoterischen Kreisen wird davon ausgegangen, dass hier ein Bezug zu Atlantis besteht. Doch meiner Ansicht nach sind dies zwei völlig verschiedene Inseln (gewesen). Es könnte maximal ein Bezug zwischen Hy-Brazil und Avalon hergestellt werden, wenn überhaupt.

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Zutritte zu Avalon sollen es der Zahl zwei gegebenen haben. Einen über Wasser, mithilfe einer Bootes, und der zweite über die Abtei von Glastonbury – welche auf einem Kraftort steht. Sobald Nebel aufkam, wurde dies von den Einheimischen als Omen gedeutet, dass jemand dieses Tor passieren möchte. Zugang zu Avalon fanden einst nur Elfen, Feen und langhaarige Krieger mit einer gehörigen Portion Intuition und fremder Hilfe. Gelungen ist es bisher nur der einen oder anderen Person aus alten Legenden. Den meisten Hinweisen zufolge befand sich Avalon jedoch sehr nah an der Küste Englands und in anderen Bezügen wieder als Insel auf einem großen See. Hy-Brazil hingegen lag jedoch etwas weiter außerhalb vor der Westküste Irlands.  Demzufolge kann davon ausgegangen werden, dass es wiederum zwei unterschiedliche Inseln gewesen sind.

Hy-Brazil galt als eine sich tarnende Insel, die von den Bewohnern beliebig ein- und ausgeschaltet werden konnte. Technisch ebenso ein Rätsel wie mystisch, dennoch erklärt es erst einmal theoretisch, aus welchem Grund die Insel ab einem gewissen Zeitraum nicht mehr auf den Seekarten zu finden war. Heutzutage ist es schwierig, tatsächliche Fakten aus einstigen Legenden über diese Insel herauszufinden, da manche Rollenspiele dieses Wissen aufgriffen und für ihre Spiele verwendeten. Jedenfalls soll auch Kolumbus von der Existenz dieser Insel berichtet haben. Seinerzeit wurde behauptet, dass diese Insel von den Tuatha Dé Danann besiedelt worden war, dem ältesten und gleichzeitig adligem Elfenvolk. Sie werden als sehr groß und schlank beschrieben und lehnen Kontakte zu den Menschen in der Regel völlig ab. Während sie in alten Sagen noch mit Menschen zusammenarbeiteten, so ist dieser Zustand heutzutage nicht mehr gegeben. Weder die Menschen besaßen ab einem bestimmten Zeitpunkt kein Interesse mehr, sich näher mit diesem Volk auseinanderzusetzen, noch dieses Volk selbst.

In keltischen Legenden wird besagt, dass sich alle sieben Jahre automatisch die Tarnung dieser Insel deaktiviert und man einen ganzen Tag lang Zugang zu ihr besäße. Jedoch ist dieser Zeitpunkt unbekannt und somit besitzt man eine geringe Chance, sich exakt an diesem Tag auf die Suche zu begeben und den Zugang ad hoc zu entdecken. Trotz dieses für Verzweiflung sorgenden Umstandes gibt es Berichte von Seefahrern, die sogar diese Insel betreten haben. Einer von ihnen, der Seebär Roderick O’Flaherty, behauptet sich im Jahre 1872 auf dieser Insel aufgehalten zu haben. Seinen Aussagen zufolge sei die Insel ziemlich rund und besäße mehrere Städte und einen Fluss, der sich von Ost nach West durch die Insel zöge. Der Standort dieser Insel befände sich südwestlich von Galway Bay.

Roderick sagte aus, dass es dort goldene Türme und Hausdächer gegeben haben soll mit vornehmen Volk und gesunden Tieren. Ein ständiger Nebel habe die Insel umgeben und es wart nicht einfach, sie beim Vorbeisegeln gleich zu erkennen.

Ein weiterer Kapitän namens John Nisbet, aus Irland, behauptete, sich einen ganzen Tag auf dieser Insel aufgehalten zu haben. Seine Beschreibungen von der Insel sind mit denen von O’Flaherty zu vergleichen. Er berichtete, dass er mit seiner Crew in einen dichten Nebel gelangt sei und im Anschluss die Insel Hybrazil auftauchte. Auf der Insel gelandet, trafen sie auf einen alten Mann, der sie großzügig mit Silber und Gold beschenkte. Als Kapitän Nisbet wieder nach Hause fuhr, wurde kurz darauf ein weiteres Schiff ausgesandt, speziell um diese Insel zu besuchen. Der Kapität war dieses Mal Alexander Johnson, ein Mann ohne Furcht und Tadel. Auch er kam in den Genuss, diese Insel vorzufinden. Somit ist die Aussage, dass sie sich nur alle sieben Jahre zeige, nahezu hinfällig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nach der reichen Beschenkung Nisbets sieben lange Jahre gewartet wurde, bis das nächste Schiff auslief. Johnson bestätigte jede Aussage, die Nisbet bereits geliefert hatte.

Inspiriert von dieser geheimnisvollen Insel, machte sich im Jahre 1872 auch der Autor T. J. Westropp mit Familie und einigen seiner besten Freunde auf den Seeweg, um sie zu finden. Kurzfristig erblickten sie die Insel und nahmen voller Freude Kurs, aber nach einigen Minuten verschwand sie spurlos vor ihren Augen. Die Reise blieb erfolglos und sie kehrten frustriert zurück. Seit diesem Zeitpunkt an zeigte sich die Insel nie wieder den Augen eines Menschen.

Forscher und Archäologen sind danach immer wieder zu den Koordinaten dieser Insel gefahren, in der Hoffnung, einmal diese Insel zu erblicken. Auch sie blieben erfolglos. Doch entdeckten sie dort eindeutige Hinweise auf die einstige Existenz einer Insel. Ausschließlich Saint Barrind und Brendan, ebenfalls zwei tüchtigte Forscher, konnten zwar keine Insel vorfinden, aber einen Strand umgeben von Nebel. Sie liefen ununterbrochen an diesem Strand entlang und nach Stunden kamen sie wieder an dem Punkt heraus, von dem sie losgegangen waren. Sie waren sinnlos im Kreis gelaufen, ohne einen Zugang zur Insel gefunden zu haben.

Es gab auch nach 1872, nachdem sich der enthusiastische Autor auf die Suche nach Hy-Brazil gemacht hatte, mehrere Expeditionen zu dieser sagenumwobenen Insel. Selbst Greenpeace, ja genau die, schaukelten an den Koordinaten vorbei, doch sie konnten keine Insel finden. Was ihnen jedoch aufgefallen ist und für Erstaunen gesorgt hat: Viele der mittelatlantischen Kuppen (unterseeische Berge) sind nach Orten aus der Trilogie “Herr der Ringe” benannt worden. Es ist unbekannt, wer sich diese Mühe gemacht hat, aber Namen wie Rohan Seamount, Gondor Seamount, Fangorn Bank, Edoras Bank, Eriador Seamount, Lorien Knoll und Isengard Ridge sind da ziemlich bezeichnend. Überhaupt wird ja dem Autor Tolkien nachgesagt, seine Inspiration zu seinem Werk erhielt er aus luziden Träumen, einer entfernten Traumwelt, die es wirklich geben soll bzw. der eine gewisse objektive Existenz zukommt und Träumer diese durchaus aufsuchen können. Mir persönlich ist es bisher nicht gelungen, in diese Welt einzutauchen, aber habe von einigen gehört, denen es gelungen ist. In einem Bericht wurde mir mitgeteilt, dass er in diese Welt eingetaucht und er dort ein Krieger gewesen wäre – der jedoch mit größtem Schrecken erkennen musste, dass er die ganze Zeit geschlafen hatte und nun endlich in seine wahre Realität zurückgekehrt war! In diesem langen Schlaf habe er sich in einer äußerst langweiligen Realität befunden – so konnte er erkennen – womit er keine andere Welt meinte als unsere Alltagsrealität. Nachdem er wieder in der altbekannten Alltagsrealität erwachte, sprang er wie von Sinnen auf und schrie: “Ich will wieder zurück in meine wirkliche Welt! Ich will zurück!!”

Weiter in Hy-Brazil Teil 2.

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Quellen:
“Brasil and the Legendary Islands of the North Atlantic” T. J. Westropp
Greenpeace Trip
Foto: Wikipedia

5 Kommentare zu “Hy-Brazil (Teil 1)

  1. Moin Moin !

    Diese ganze Geschichte mit dem Nebel und den Portalen..bzw dann irgendwo eintreten zu können, erinnert mich ans Bermuda Dreieck. Auch dort gibt es derart Berichte. Nebel, irgendetwas erscheint…ist dann wieder verschwunden und dergleichen. Macht mich jetzt grad etwas stutzig. Scheint ein globales Phänomen zu sein ! Bin gespannt was da noch auf uns zukommt ;o) Erstaunte Grüsse SOBO

  2. Hallo Sobo,
    danke für Deinen Kommentar. Da kann ich nur zustimmen, ich bin auch noch neugierig, was da noch auf uns zukommt. :-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  3. Henericus, dann lass uns doch bitte etwas detaillierter an deinem Wissen teilhaben…

    “Luzide Träume” bedeutet übrigens nur, mit “wachem” Bewusstsein seine Träume zu erleben und steuern zu können. Die Wahrnehmung soll sich dabei absolut wie in der realen Welt anfühlen. Da man seinen Traum selbst “kontrolliert”, handelt es sich dabei um eine völlig individuelle Erfahrung.

    Wenn man von “objektiver Existenz” spricht, die von verschiedenen Personen aufgesucht und gleich erlebt wird, klingt das eher nach esoterischer OOBE (Out-of-body-experience), also Besuch in einer anderen Dimension o.Ä.

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