Filmkritik: Red Lights

Die Psychologin Margaret (Sigourney Weaver) und ihr Assistent und Physiker Tom (Cillian Murphy) erforschen seit geraumer Zeit die paranormalen Aktivitäten bei esoterischen Show-Medien in den USA. Jede einzelne ihrer Untersuchungen haben stets zum Ergebnis geführt, dass es nur ein Trick war, mit denen die Medien ihre Zuschauer ausgetrickst hatten. Doch dann begegnen sie Simon Silver (Robert de’Niro), einem älteren blinden Mann, der beschwört, dass er diese Kräfte tatsächlich besäße. Bisher hatte Margaret jedoch für alles eine rationale Erklärung finden können, wie jene für schwebende Tische oder telepathische Verbindungen, und hat sich zum Ziel gesetzt, den Meister aller Meister mit regelrechter Verbissenheit zu überführen…

Die besten und hervorragendsten Labortests konnten Silver jedoch nicht überführen, aber Margaret und ihr Assistent sind weiterhin felsenfest überzeugt, dass er mit falschen Karten spielt. Daraufhin geschehen seltsame Explosionen um sie herum, die mit keinem Trick gerechtfertigt werden können. Silver behauptet, dass diese zerstörerischen Kräfte durch ihn selbst austreten würden und verängstigt das Forscherteam. Doch wozu sendete Silver Drohungen und Schläger aus, um das Team zu vertreiben? Ein unterhaltsames Rätselraten, das auch der Regisseur M. Night Shyamalan zum Besten hätte geben können…

De’Niro chauffiert den Zuschauer mit gekonnter Schauspielkunst direkt in einen Zwiespalt, inwiefern solche übersinnlichen Fähigkeiten tatsächlich existent sein können oder nicht. Die Atmosphäre wirkt etwas altbacken, mit trister Umgebung, und versetzt einen teilweise in die Zeit der 90er. Dabei ging der Regisseur Rodrigo Cortèz sehr klassisch und standardisiert vor und versucht gleichzeitig, der Show-Magie gänzlich den Boden zu entziehen und die Werte auf andere Umfelder zu verlagern. Dabei zeigt er subtil auf und weist hin, dass ein professionelles Wissenschaftsteam nicht ins Show-Business gehen sollte, um nach dem Kuckucksei zu suchen, nur, um nachher behaupten zu können, solcherlei Kräfte wären durchweg Taschenspielertricks.

Eine sehr interessante Story, in der die Parapsychologie der Naturwissenschaft gnadenlos gegenübergestellt wird, um am Ende für beide Seiten ein zufriedenstellendes Happyend herauskommt – zumindest teilweise. Gelungen hierbei ist die Eleganz, mit der der Zuschauer aufs Glatteis geführt und in eine falsche Richtung gelockt wird.

(Regisseur: Rodrigo Cortèz, Kanada/Spanien, 2012, 119 Minuten)

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3 Kommentare zu “Filmkritik: Red Lights

  1. ich hab das jetzt hier einfach so hingepostet..hat nichts mit dem artikel zu tuen…
    nimms raus, wenn du willst..wollte das nur mal sagen..

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