Ein Haus im Osten: Die Heilertanne (Teil 14)

Spukhaus‘Ein Haus im Osten’ ist eine Rubrik, in der ich von meinem kürzlichen Umzug nach Ostdeutschland irgendwo in der Pampa, zwischen Leipzig und Zeitz jenseits der Zivilisation, vom Landleben, meinen Erlebnissen in der Umgebung sowie von seltsamen, magischen und spannenden Erfahrungen berichte.

Nun ist es mittlerweile ein halbes Jahr her, als ich in dieses Haus gezogen bin. Anfang hatte ich die Wahl besessen, ob ich ein großes Haus mit kleinem Garten oder lieber ein kleines Haus mit großen Garten hätte und hatte mich dann doch für letzteres entschieden. Wie auch immer man sich entscheidet, irgendwie fehlt einem stets der andere Aspekt des Ganzen. Doch ich genieße die Zeit, insbesondere jetzt, wo der Sommer ins Land einkehrt, im Garten zu sitzen, den gepflanzten Blumen zuzuschauen, wie sie neugierig ihre Köpfe aus der Erde stecken, im ungeschorenen Gras zu liegen oder gelegentlich an den frischen Erdbeeren zu naschen, die jetzt schon teilweise reif geworden sind und man einfach nur pflücken und in den Mund stecken kann.

Ebenso erstaunlich finde ich die Ameisen, die in meinen Augen unfassbar präzise Tunnelbauer sind. Sie haben sich manche der Erdbeeren vorgenommen und mathematisch exakte, kreisrunde Löcher in sie hineingebohrt, um es als Futter in ihr Tunnelheim zu schleppen. Einfach erstaunlich, wie gekonnt sie dabei vorgegangen sind.

Die Weinranken am Haus, was sicherlich auch eine amüsante Geschichte ist, wenn man sich an Teil 13 dieser Reihe erinnert, wachsen wie verrückt! Der Weinbauer hatte mir aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung prophezeit, dass die Reben zwar wachsen würden, aber niemals Trauben kommen werden, wenn man sie nicht mit Gift vollspritzt. Er hatte mir ja mehrere Liter angeboten, aber ich hatte dankend abgelehnt. Nun musste ich feststellen, dass meine paar Reben doppelt so schnell wachsen wie seine und sogar schon kleine, winzige Trauben zu erkennen sind. Die Weinblätter sind richtig riesig geworden und danken es mir aus ganzen Herzen, dass ich sie vor dem Gift bewahrt habe. Manches Blatt lugt bereits neugierig ins Fenster. Wie auch immer, ich erfreue mich an den Ranken – auch wenn ich gelegentlich noch Bedenken habe, was mit ihnen geschieht, wenn das Haus gestrichen wird. Ich werde natürlich mein Bestes geben, dass sie diese Wandlung irgendwie überstehen werden.

Dann habe ich kürzlich eine Höhle entdeckt. Sie war ein wenig abseits des Elfenpfades, den ich in einem anderen Teil erwähnte, und bin natürlich neugierig geworden. Der Eingang (s. Foto) ist kaum 1,20 Meter hoch und ich müsste mich schon tief bücken…

Höhle Goseck

Nach fünf Metern konnte ich mich aber schon recht weit aufrichten und musste nur noch den Kopf etwas einziehen. Leider hatte ich keine Lampe dabei, um das dort mehr ausleuchteten, aber ich konnte schon ein ganzes Stück weit hineinlaufen. Dann tauchte eine Weggabelung auf. Ich lief dann erst einmal nach links und stieß dann auf ein geschlossenes Gitter. Also lief ich wieder zurück und ging rechts herum. Dort reichte irgendwann das Licht meines Smartphones nicht mehr aus und es war stockduster um mich her. Da bin ich dann wieder zurückgegangen und habe meine kleine Erkundung vorerst abgebrochen.

Ich denke nicht, dass die Höhle noch viel weiter hineinführt, dafür ist sie einfach zu öffentlich und der Felsen zu klein, aber ein klein wenig abenteuerlich war es auf jeden Fall.

Im Weiteren habe ich mal ein Foto von der Heilertanne gemacht, die ich in meinem Traum “gesehen” habe und dachte mir, dass ich meinen interessierten Lesern dieses nicht vorenthalten möchte…

Heilertanne, Selbstheilung

Ja, ich weiß, ein pompöses Foto, aber ich kann versichern, das kommt nicht annähernd an das heran, was ich in meinem Traum gesehen habe.

Auch schön sind immer wieder die kleinen Fotos, die ich so unterwegs schieße. Dann halte ich einfach kurz mit dem Auto an, egal, ob ich gerade auf der Hauptstraße stehe oder nicht, und schieße ein Foto. Man muss ja bedenken, dass die Hauptstraßen hier auf dem Land nicht so häufig genutzt werden…

Landleben Haus im Osten

Park Gera

Windräder Zeitz

Und last but not least bin ich natürlich noch der zuvor erwähnten Einladung eines “Krieger-Paares” gefolgt. Ich nenne sie deshalb jetzt einmal so, weil die beiden sich teilweise an den Lehren von Carlos Castaneda orientieren, aber natürlich auch ihren eigenen Weg mit Herz gehen. Sie lesen bereits seit Anbeginn meines Blogs heimlich mit und weil ich seit kurzen nicht allzu weit von ihnen entfernt wohne, wollten sie mich doch unbedingt kennenlernen und wurde direkt eingeladen, einmal vorbeizukommen.

Die beiden, ich nenne sie jetzt spontan und der Einfachheit halber mal Nikita und Elias*. Sie leben in völliger Abgeschiedenheit auf dem Land – nicht einfach zu finden, aber nach dem zweiten Anlauf und einer handgezeichneten Karte hatte ich ihr kleines paradiesisches Versteck entdecken können. Sie hausen dort mit Hunden, Katzen, Hühnern und anderem Getier. Paradiesisch sage ich deshalb, weil es sich wirklich so verhält. Sie leben an diesem Ort nahezu unerreichbar, umgeben von schöner, unberührter Natur und vielen Tieren, mit starkem Interesse an der spirituellen Selbstentwicklung und Bewusstseinserweiterung.

Als ich dort ankam, fiel mir erst einmal eine hübsche Ruine auf, die völlig zugewachsen war und für jeden Filmregisseur eine bezaubernde Kulisse abgegeben hätte. Das Haus, in dem die beiden leben, ist schon älter und besitzt mehrere Etagen. Allein der emotionale Ausdruck, den dieses Haus ausstrahlt, enthält einen gewissen Traumcharakter. Man fühlt, dass dort interessante und starke Energien herrschen, als würden sich dort Alltag und Traumwelt treffen und einen Übergang erschaffen wollen. Kurzum: Ein richtiges Hexenhaus, wenn man so möchte. Dies liegt mitunter auch daran, dass der Besitzer, nach Castanedas Kriterien, ein Träumer ist. Ein solcher neigt zuweilen dazu, auch eine gewisse traumähnliche Atmosphäre aufzubauen, an Orten, an denen er sich häufiger aufhält bzw. zu seinem Heim erklärt hat. Auch viele seltsame Gegenstände, die dort zu erblicken sind, unterstreichen nicht minder diesen Eindruck. Viele Tierfedern, kleine aztekische, indianische und schamanistische Figuren sowie Utensilien aller Art, Unmengen an Kerzen und Lämpchen neben praktischen und einfachsten Gegenständen verschiedenster Form. Dies ist natürlich nicht einfach zu beschreiben, wenn man nicht einmal selbst vor Ort gewesen ist, aber ich kann versichern, ich fühlte mich dort gleich wohl.

Es dauerte nicht lang, um feststellen zu können, dass viele Gemeinsamkeiten, ähnliche Erfahrungen und Erkenntnisse erlebt wurden und so konnte man sich stundenlang austauschen und die Zeit verging im Flug. Interessant empfand ich auch den Moment unserer Unterhaltung, als ich mich plötzlich an einen jahrealten Traum erinnerte, in welchem ich zwei langhaarigen Personen begegnete, die ich darin gelegentlich besucht hatte und im Hinblick auf meinen Alltag absolut nicht identifizieren konnte. Sie besaßen Hunde und lebten fast einsiedlerisch im Wald. Ich hatte sie dort offensichtlich gelegentlich besucht und uns zusammen auf den Boden gesetzt. Wir versuchten uns gegenseitig zu “sehen” und schauten daraufhin unsere Auren an. Einer dieser Traumpersonen sah der Person verblüffend ähnlich, der ich nun in diesem Haus gegenüber saß und die zweite Person hatte ich leider nicht mehr so im Fokus, glaubte jedoch, es mit einem Mann zu tun zu haben, der ebenfalls langes Haar trug, und um einiges jünger war. Falls dies jedoch kein Mann gewesen war, sondern eine Frau, dann würde dies zumindest schon einmal im Vergleich zur erlebten Begegnung mit den beiden im Alltag durchaus passen – doch dies allein war letztendlich nicht das ausschlaggebende Indiz. Denn als wir in diesem Traum im Wald gesessen hatten, schauten wir uns, wie bereits erwähnt, unsere Auren an und Elias konnte in der meinigen all die Personen kranzförmig um meinen Kopf herum erkennen, mit denen ich einmal in sehr engen bzw. intimen Kontakt gestanden hatte. Wir hatten daraufhin viel zu lachen, als sie das sahen und ich versuchte dann auch mein Glück, es bei ihnen zu “sehen”. Jedenfalls war es eine sehr lustige Traumbegegnung.

Als ich den beiden von diesem Traum innerhalb der Alltagswelt bei meinem Besuch bei ihnen berichtete, erklärte Elias mir, dass er einmal ein Bild gemalt hatte, das genau so aussah, wie ich das Ergebnis des “Sehens” aus diesem Traum beschrieben hatte: Es war ein abgebildeter Mensch darauf zu sehen, der von einer sichtbaren Aura umgeben war und sich viele Köpfe kranzförmig um den Kopf herum gruppiert hatten. Ein beachtlicher “Zufall” wenn man einmal näher darüber nachdenkt. Die Welt der Träume ist eben unergründlich und vor alledem zeitunabhängig. Da können präkognitive Elemente durchaus einmal auftauchen, die sich Tage, Monate, Jahre oder erst Jahrzehnte später innerhalb der Alltagswelt zeigen. An dieser Stelle warf Elias auch gleich ein: “Siehst du, Nikki, ich habe dir ja gesagt: Ich kann dir das Träumen nicht beibringen, aber es wird ein Lehrer kommen, der dich darin ausbilden wird. Es war nur eine Frage der Zeit und nun ist er gekommen. Ich bin eben kein Mensch, der so gut mit Worten kann, ich mache vieles einfach aus meiner Intuition und meinem Gefühl heraus.”

Elias und ich haben uns auch gleich gut verstanden und befanden uns schnell auf der gleichen Wellenlänge. An ihm fiel mir gleich auf, dass er, trotz seines Pirscherwissens, was mir gleich auffällig entgegensprang, mich in keinster Weise anpirschte. Normalerweise, wenn ich es mit Leuten zu tun habe, pirschen sie oftmals auf irgendeinen Selbstzweck hin, sodass es dann zu einer Art Spiel wird, in dem es darum geht, wer das größte Stück vom Kuchen erwischt. Dies nahm ich bei ihm überhaupt nicht wahr und empfand dies allein schon als sehr entspannend.

Da dort Unmengen an Beete, Töpfe und zahllose, selbst hochgezogene Kräuter zur Selbstversorgung zu entdecken waren, kam es natürlich dazu, dass ich reich mit Samenkörnern aller Art beschenkt wurde. Die beiden sind auch ein sehr natürliches Gespann, die die Natur nur allzu gern unberührt lassen.

Mein Besuch hat bei den beiden ebenfalls seine Wirkung hinterlassen. Während Elias in eine direkte Kommunikation mit meinen Doppelgänger ging, erlebte Nikki ein deutlich vernehmbares Knacken und Pochen an ihrer Zirbeldrüse, während wir miteinander sprachen. Die Kommunikation verlief somit gleichzeitig auf zwei Ebenen und man spürte deutlich, dass hier einiges im Hintergrund ablief, von dem nicht alles bewusst zu erfassen war. Elias musste sich danach erst einmal hinlegen, um sich wieder energetisch zu sortieren, weil doch vieles in Aufruhr geraten war. Diese teilweise paranormalen Begebenheiten zeigten mir auch, dass die beiden bereits viel energetische Arbeit an sich verrichtet haben und ihrer Umwelt gegenüber sehr feinfühlig sind. Nicht jeder öffnet sich wahrnehmungs- und bewusstseinstechnisch gleich so, dass dementsprechende energetische Wirkungen registriert werden. Die meisten Menschen sind ziemlich “dicht” und energetische Wirkungen huschen an ihnen vorbei, wie ein unsichtbarer Dieb in der Nacht.

Jedenfalls habe ich schnell erkennen können, dass es sich bei dieser Begegnung nicht um die letzte gehandelt haben sollte und diese keineswegs zufällig war. Da hatte sich ganz offensichtlich der “Geist” eingemischt und die Puppen auf dem Spielfeld derart verschoben, dass es zu dieser Begegnung einfach kommen musste. Dies bedeutet auch, künftig immer wieder mal dort vorbeizuschauen – worauf ich mich sehr freue.

Nachdem die beiden, gefolgt von einer Schar an Tieren, mir eine exklusive Hausbesichtigung gaben, zeigten sie mir eine in dem Haus vorbereitete, separate Wohnung, die sie im ersten Stock hergerichtet hatten.

“Wenn du einmal für ein paar Monate untertauchen möchtest, Jonathan, dann kannst du jederzeit herkommen und hier wohnen”, erklärten mir die beiden. Ein wundervolles und großzügiges Angebot, wenn man einmal bedenkt, dass man sich zum ersten Mal getroffen hatte. Man weiß jedoch darüber hinaus, dass dieses Treffen in Wirklichkeit sicherlich nicht das erste gewesen ist und auf der “anderen Seite” wesentlich mehr Begegnungen stattgefunden hatten, als man vielleicht annehmen mag.

Natürlich ist noch viel mehr am Tage dieser ersten Begegnung geschehen, aber ich möchte auch nicht gleich alles im Vornherein verraten. Und aus diesem Grunde, wird mit der Zeit gewiss vieles angesprochen werden, was mit dieser sonderbaren Begegnung zu tun hat…

.

(* Immerhin möchte ich nicht, dass die beiden irgendwie zurückverfolgt werden können. Man muss ja bedenken, dass man heutzutage sehr schnell aufgespürt werden kann, wenn man nur einen Kommentar irgendwo im Internet hinterlässt. IP-Adressen können erfasst und schon einmal im Vorfeld sehr leicht auf den Wohnort zurückgeführt werden. Dazu braucht man kein großes Internetwissen. Bei so kleinen Käffern, die es hier überall in der Gegend gibt, ist das weitere Aufspüren ein Kinderspiel. Aus diesem Grund mache ich auch ungern genauere Ortsangaben oder liefere Eckdaten wie bürgerliche Namen oder andere personelle Daten. Ich bitte also um Verständnis und dies zu entschuldigen)

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4 Antworten für “Ein Haus im Osten: Die Heilertanne (Teil 14)”

  1. Ingeborg sagt:

    Wow, Jonathan!
    Wir leben wahrlich in einer 2. Renaissance!

    Arbeitet zusammen und gründet eine neue Wissenschaft, z.B. die Wissenschaft vom multidimensionalen Menschen (MDM) oder Super Dimensional Being (SDB) oder, oder, oder.
    Was Euch gut gefällt und schön und zukunftsweisend klingt.

    Ad Astra!
    Ingeborg

  2. Albert sagt:

    @Ingeborg

    …oder die Wissenschaft vom Harmonischen Menschen. Klingt auch nicht schlecht, oder?

    Jonathan, mir scheint es so: das Sachsenland, obwohl so viel geschädigt, hat seinen uralten Zauber nicht verlieren können. Bilder und Berichte kommen und bestätigen es immer wieder. Sie ale zeigen uns die unvergängliche Schönheit der Harmonie in der Natur.

  3. Moritz Löwenhonig sagt:

    Hallo Albert,
    Ich schätze deine Kommentare sehr.
    Doch hier hast du einen eigentümlichen Blick auf das Ganze, den ich gern näher erläutern bekäme.
    du schreibst; geschädigtes Sachsenland, das hinterlässt den Eindruck in den anderen Ländern wäre die Welt, sprich die Natur im Einklang mit sich selbst.
    Siehst du das so, Weshalb die Betonung auf Sachsenland?
    Noch ne Frage die mich sehr interessiert, Wie definierst du “harmonischer Mensch”, Was verstehst du darunter, wie stellst du dir einen Harmonischen Menschen vor?

    Grüßli Moritz

  4. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Ingeborg,
    danke für Deinen Kommentar.
    Das ist eine gute Idee und ich habe auch schon darüber nachgedacht, eine Art Institut zu gründen, das eben hilft, Menschen auf paranormale Weise auszubilden und auch Forschungsprojekte durchführt. Werde darüber auch bei Gelegenheit einen Text verfassen. :-)
    Liebe Grüße, Jonathan

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