Die andere Seite: Industriespionage (Inception)

Ich saß mit zwei Männern an einem runden Holztisch aus dunkler Eiche. Die Sessel waren aus farblich passendem Leder und äußerst bequem. Meine Schuhe standen auf dem weichesten Flokati-Teppich, den ich jemals gespürt hatte.

“Wir benötigen eine ganz bestimmte Information, die sich in einer Bibliothek dieser Firma hier befindet”, erklärte er und legte einige Fotos auf den Tisch. “Diese Information befindet sich in einem ganz bestimmten Buch. Sie brauchen nur dort eindringen, das Buch ausfindig machen, die Information extrahieren und zu uns bringen. Damit wäre ihr Auftrag erledigt und die vereinbarte Summe würde an Sie übergeben werden. Natürlich in bar, damit es nicht zurück zu verfolgen ist…”

Wir nickten, auch wenn ich überhaupt noch keine Ahnung davon besaß, wie wir an diese Information herankommen sollten. Diese Firma bestand aus mehreren Tochterfirmen. Jede von ihnen konnte theoretisch eine Bibliothek besitzen, einen Raum mit Büchern. Erst einmal mussten wir die richtige Firma ausfindig machen und dann unauffällig hineingelangen.

“Diese Firma besitzt also recht viele Firmen”, er legte noch ein Foto des erwähnten Buches auf den Tisch. “Es ist auch nahezu niemandem bekannt, was sich hinter dieser, dieser und der Firma hier verbirgt. Sie hat so viele Ableger, dass man sich manchmal fragen muss, ob sämtliche Firmen nicht letzten Endes aus einer Firma kommen”, erklärte der Auftraggeber.

Er lehnte sich zurück und schaute ins Leere, während er weiter sprach: “Bitte bleiben Sie diskret und Sie sind sich sicherlich darüber im Klaren, falls Sie erwischt werden, streiten wir jeden Kontakt zu Ihnen ab. Wir müssen in dieser Angelegenheit absolut unberührt bleiben. Ich hoffe, Sie besitzen dafür Verständnis.”

“Wir werden äußerste Diskretion bewahren und Ihnen die notwendige Information in Kürze überreichen”, versicherten wir ihm.

“Bitte denken Sie daran, mit dieser Firma stimmt etwas nicht. Außerdem hat sie Möglichkeiten, die nicht jede besitzt.”

Mit diesen Worten schlossen wir diese kleine Konferenz ab und wir machten uns an die Arbeit…

Kurze Zeit später trafen wir uns mit einigen Leuten vor der Hauptfirma, über die wir gesprochen hatten. Ich konnte Esther, Vivian, Kristina, Juli und noch einen mir unbekannten Mann erkennen, die gekommen waren, um ihre Unterstützung anzubieten.

“In dieser Firma befindet sich eine ganz bestimmte Information, die wir finden müssen,” erklärte ich. “Wir gehen hinein und versuchen ganz unauffällig, Hinweise auf sämtliche Bibliotheken zu bekommen, die diese Firma in ihren Tochterfirmen unterhält. Mehr Informationen sind erst einmal nicht notwendig. In zwei Stunden treffen wir uns wieder. Und denkt dran: Keinen Augenkontakt!”

Danach strömten wir ins Gebäude. Der Zugang war sehr einfach, da die Türen für Publikum und Kunden stets geöffnet waren. Nach und nach verteilten wir uns in dem Gebäude, ohne aufzufallen. Aufmerksam und vorsichtig suchte jeder nach einem Hinweis, wo sich die erwähnte Bibliothek befinden könnte.

Eine Stunde später:

“Ich habe hier etwas, das müsst ihr euch unbedingt anschauen!”, erklärte Esther telepathisch, die vermutlich etwas Interessantes entdeckt hatte. Dass sich gerade das Recherche-As melden würde, hatte mich nicht sonderlich gewundert.

Wir trafen uns ihren Angaben zufolge in einem Raum, der von einem Gang im obersten Stockwerk abging. Als ich den Raum betrat, fiel mir gegenüber der Tür nur eine seltsame Tür auf, die man im Gegensatz zu allen anderen zu den Seiten öffnen konnte. Sie sah ein wenig aus wie die Türen auf dem Raumschiff Enterprise. Neben dieser Tür befand sich ein kleiner Kasten mit einem handgroßen Display.

“Der Raum soll meinen Informationen nach Zugang zu einem anderen Raum ermöglichen, der die Bibliothek beinhaltet”, erklärte Esther.

Sie hielt uns noch Prospekte hin, in denen sich noch brauchbare Informationen befinden konnten. Wir durchsuchten sie. Doch lange hatte ich daran keinen Spaß, mich interessierte vielmehr diese Tür! Ich untersuchte die kleine Schaltbedienung neben der Tür. Der Display zeigte gerade eine Tochterfirma an, der Name stand sogar darunter und man konnte einen Raum erkennen – wahrscheinlich war es ein Raum innerhalb dieser Firma. Links und rechts gab es einen Pfeil, mit dem man scrollen konnte. Natürlich betätigte ich den Pfeil und jedes Mal, wenn ich ihn betätigte, piepte es kurz und es wurde auf einem Bild der Name einer anderen Firma sichtbar, das wiederum einen anderen Raum innerhalb der Firma anzeigte. Ich zählte acht Firmen mit jeweils einem dazugehörigen Raum.

“Ich habe einen Hinweis gefunden!”, rief Kristina. Sie grinste breit. “Hier ist eine Bibliothek abgebildet.”

Esther schaute auf ein Foto mit der Bibliothek. Sie nannte den Namen der Firma und schlug gleich nach, wo sie sich befand: “Das sind so 60 Minuten, bis wir da wären, würde ich vermuten.”

Wir nickten und indes suchte ich in dem Display nach dem Namen der Firma.

“Ich glaube”, sagte ich, “dass wir schneller da sein werden… Voilà!”

Dann öffnete sich die Tür und wir schauten in einen anderen Raum hinein.

“Und was ist das für ein Raum?”, fragte Juli.

“Das ist die Firma mit der Bibliothek.”

“Das kann doch nicht sein! Die ist eine Stunde von hier entfernt!”, meinte Esther erstaunt. “Werde ich jetzt teleportiert oder gebeamt, wenn ich dort hindurchgehe oder wie funktioniert das?”

“Ich habe keine Ahnung”, antwortete ich. “Wahrscheinlich wurde durch irgendeine Technologie mittels eines Portals oder irgendeiner Wurmlochtechnologie eine direkte Raumverbindung zwischen zwei Räumen hergestellt. So kann man hier über dieses Display den gewünschten Raum in einer Firma anwählen, dann diesen Knopf drücken und das Portal wird erzeugt. Das ist absolut genial!”

“Genial? Das ist absolut praktisch!”, rief Juli und stiefelte auch schon durch die Tür.

Sie verschwand nicht, auch gab es kein Teleporter-Geräusch oder sonst was, es sah völlig normal aus, wie sie dort stand. Als würde sie nur in einem Nebenraum stehen, der einfach mit diesem Raum mit einer Tür verbunden war.

“Da kann man mal wieder sehen, was die oberen Zehntausend uns kleinen Leuten aus dem Volk alles vorenthalten!”, erklärte Juli.

“Nun denn, dann lasset uns die Bibliothek betreten und das Buch finden…”, sagte ich und wir gingen gemeinsam durch die Tür.

Als wir durch die Tür gegangen waren, schloss sie sich automatisch. Hier befand sich auf der anderen Seite der Tür keins dieser Displays. Da dies hier ein mehr oder minder öffentlicher Raum war, konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass diese Portale nur in eine Richtung führten und man den Rückweg über eine andere Tür finden musste.

“Wir sind hier im Erdgeschoss, wie es aussieht. Das ist wirklich verrückt! Gerade eben in einem Gebäude im obersten Stockwerk und nun in einem anderen ganz unten und alles, was wir getan haben, ist durch eine einzige Tür zu gehen. Das ist wie in Matrix mit den Backdoors!”, erklärte Kristina begeistert.

Wir verteilten uns systematisch in dem Gebäude. Die Bibliothek war ziemlich schnell gefunden. Sie erinnerte mich sehr an einen Buchladen. Alles war sehr offen gehalten, massig Regale und Hinweisschilder. Es gab sogar einige Stände, an denen Personen standen und ein neues Buch vorstellten. Es erinnerte mich ein wenig an eine Miniaturversion der Buchmesse. Ich zählte vier dieser Stände.

Ich ging durch die Gänge mit den Buchregalen und suchte nach dem Buch, aber konnte es nicht finden. Doch Minuten später kam eine telepathische Information herein: “Jonathan, wir haben, was wir suchen. Lass uns verschwinden.”

Wenige Augenblicke später waren wir aus dem Gebäude heraus. Ich kann mich an weitere Szenen nicht erinnern, aber ich weiß noch, dass wir später abermals mit dem Auftraggeber an dem runden Eichentisch saßen und er uns erklärte, dass wir in Kürze 100.000 Euro erhalten würden.

Nachdem ich aus diesem Traum aufgewacht war, fiel mir sofort der markante Punkt in dem Traum auf, nämlich das interessante Portal, das uns einfach von einem Raum zum anderen befördern konnte, auch wenn diese weit voneinander in unterschiedlichen Gebäuden existierten. Dieses Element deutet wieder auf meine verstärkte Arbeit mit meiner Zirbeldrüse (3. Auge) hin. Auch habe ich noch einige andere interessante Erfahrungen in Verbindung mit der Zirbeldrüse erlebt, aber von denen berichte ich ein nächsten Mal.

 

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Matrixblogger

Author: Matrixblogger

Der Matrixblogger ist Autor, Bewusstseinsforscher, Berater und Blogger, hat bislang neun Bücher veröffentlicht und ist bekannt aus Fernsehen, Radio, Interviews, Vorträge, Literaturwettbewerben, Workshops und vielen anderen Aktivitäten. Seine Interessen gelten der Bewusstseinserweiterung, außerkörperliche Erfahrungen, luzides Träumen, die Dissoziation, die Matrix und die Aktivierung der Zirbeldrüse.

7 Kommentare zu “Die andere Seite: Industriespionage (Inception)

  1. Im Traum braucht man kein Geld. Wenn man im Traum Aufträge für Geld annimmt, steckt fast immer eine Manipulation oder ein Manipulationsversuch dahinter. Davon kann ich Lieder singen, bin schon in viele solcher Traumfallen reingefallen wo ich Leute für Geld ausgetrixt habe und umgekehrt waren mir Söldner hinterher die unbewusst im Traum waren und dachten den dicken Reibach zu machen, in dem sie mir schaden.

    Das sollte sich jeder verinnerlichen.

  2. Hallo Mila,
    danke für Deinen Kommentar.
    Das mit der sinnlosen Bezahlung hat mich nach dem Aufwachen auch sehr gewundert. Da hast Du schon Recht, mit dem was Du sagst. Wenn man Geld oder Gold im Traum bekommt oder zu bekommen meint, ist es auf jeden Fall sehr auffällig. Genau wie wenn jemand stirbt in einem Traum, das ist ebenso auffällig, da ja niemand wirklich sterben kann oder wenn jemand im Traum verfolgt wird. Sobald man im Traum luzide wird, ist man unangreifbar. Ich bin schon oft im Traum verfolgt worden oder es gab Auseinandersetzungen, aber als ich dann luzide wurde, dachte ich: “Oh man, warum hast Du Dich wieder so verkohlen lassen!” ;-)
    Insbesondere auf der Trainingsebene, und das ist eben genau die Ebene, die ich hier unter der Rubrik “Die andere Seite” führe, ist eben zur Ausbildung der persönlichen Bewusstheit konzipiert worden. Durch diese Ebene muss jeder erfolgreich hindurchkommen – fast alle Menschen brauchen dafür viele Leben, bis sie dieses Training abgeschlossen haben!
    Liebe Grüße, Jonathan

  3. Hallo Jonathan! Hmm… Du sagst ja, wenn man im Traum luzide wird, dass es sich um reele parallele Realitäten handelt, die physisch sind, so wie im Alltag. So hab ich´s zumindest verstanden. Wenn dem so ist, dann ist es doch ganz logisch, dass es “dort” auch Geld und Gold gibt, oder?

    Und könnte es nicht sein, dass wenn man NICHT luzide wird, man manchmal trotzdem in einer parallelen physischen Realität ist?

    Und wenn man luzide wird, dann ist es doch auch nicht IMMER eine parallele physische Realität, oder?

    Lieben Gruß

    Luis

  4. Hallo Louis,
    danke für Deinen Kommentar.
    Das ist richtig. Es gibt auch physische Ebenen, auf denen hat dann das Geld natürlich wieder seinen Sinn. :-) Doch eben auf der Trainingsebene nicht.
    Liebe Grüße, Jonathan

  5. Danke, dass heisst also, Du hast von Anfang an gewusst, dass es die Trainingsebene war? WIE weißt Du sowas, woran erkennst Du es?

    Und: vielleicht gehörte ja gerade DAS (Geld) zum Training. ;-)

  6. Hallo Louis,
    nein, in dem Moment wusste ich es mal nicht, dass ich auf der Trainingsebene war. Darum hat es mich mit dem Geld auch erst im Nachhinein gewundert, danach wurde mir sofort klar, auf welcher Ebene ich gewesen war.
    Liebe Grüße, Jonathan

  7. Hallo Jonathan,

    lieben Dank für Deine Antwort, das mit dem Tod und der Verfolgung im Traum ist auf jeden Fall auch einleuchtend.

    Hi Louis,

    nur weil man auf anderen Ebenen auch körperlich present ist, heißt das nicht gleich automatisch, dass dort ein ähnlich matrialistisches System besteht wie hier bei uns. Habe schon Ebenen physisch besucht, in denen zB Essen gegen Brennholz oder gegen Dienstleistungen oder Sonstiges getauscht wurde.

    Liebe Grüße an euch
    mila

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