Träume aufzeichnen!

Es ist morgens. Man setzt sich mit einem heißen Kaffee an den Computer und wirft einen Blick ins Email-Postfach… und gleich im Anschluss lässt man neugierig die aufgezeichneten Träume der letzten Nacht abspielen! Wo sind wir nur wieder in der Nacht gewesen und was haben wir die ganze Zeit über bloß getrieben? Hat man von seinem Chef oder seinem Partner geträumt? Von den Eltern oder einer neuen Liebe? Die meisten Menschen erinnern sich ohne jedes Training kaum an ihre Träume. Sind wir demnach nicht alle Alzheimer-Patienten unseres eigenen Schlafes, dem Bruder des Todes? Wir fallen in einen entspannten Zustand und nach einem Blackout von bis zu acht Stunden erwacht man, meistens, ohne sich großartig an die Ereignisse in der Nacht zu erinnern. Dies kann jedoch bald ein Ende haben!

Vielleicht ist es bald tatsächlich möglich, Träume aufzuzeichnen! Immerhin werden die Bilder aus dem Träumen fragmentarisch im Gehirn wahrgenommen und manchmal sogar abgespeichert. Interessanterweise scheinen die Forscher Shinji Nishimoto und Professor Dr. Jack Gallant von der University of California in Berkeley dieser Möglichkeit nun ein Schritt näher gekommen zu sein. Es wurden verschiedene Testpersonen an ein Kernspintomograph namens “fMRI” angeschlossen , das in diesem Fall die Hirnaktivität beim Anschauen von Kino-Trailern erfasste und den Blutfluss im Hirn abbildete, und dieses wurde wiederum mit einem lernfähigen Computerprogramm gekoppelt. Die damit aufgezeichneten Bilder sind für die ersten Versuchsreihen erstaunlich gut geworden (s. Bild) und demonstrieren nicht nur, sondern veranschaulichen auch zukünftige Möglichkeiten.

Es wäre bestimmt interessant, einmal seine Träume am anderen Tag auf seinem Monitor anschauen zu können, an die man sich vielleicht normalerweise nicht einmal hätte erinnern können! Welche seltsamen Erlebnisse mögen in den eigenen Träumen erfahren worden sein? Erkennen wir vielleicht Menschen, die uns irgendwann in der Vergangenheit begegnet sind oder sogar noch in der Zukunft begegnen werden? Was träumt sich unser Partner die ganze Nacht zurecht? Und wäre es vielleicht nicht sogar möglich, nicht nur im Unterbewusstsein eines Menschen zu lesen, so leicht, wie man sich einen Film anschaut, sondern man könnte diesen sogar therapieren oder heilen, weil Elemente sichtbar gemacht werden könnten, die selbst dem Betroffenden nicht bewusst gewesen waren?

Man darf also gespannt sein, wie sich die Forschungen auf diesem Gebiet fortsetzen werden. Das Regal für die DVD-Sammlung kann vielleicht schon bald um einige Bretter erweitert werden, damit die eigene persönliche Traumsammlung darin Platz finden kann…

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Quellen:
Video 1
Video 2
grenzwissenschaft-aktuell.de
berkeley.edu
University of California – Berkeley

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Author: Matrixblogger

Der Matrixblogger ist Autor, Bewusstseinsforscher, Berater und Blogger, hat bislang neun Bücher veröffentlicht und ist bekannt aus Fernsehen, Radio, Interviews, Vorträge, Literaturwettbewerben, Workshops und vielen anderen Aktivitäten. Seine Interessen gelten der Bewusstseinserweiterung, außerkörperliche Erfahrungen, luzides Träumen, die Dissoziation, die Matrix und die Aktivierung der Zirbeldrüse.

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