Traumnacht: Wir sind alle tot

Heute Nacht habe ich mich durch ein wenig Konzentration plötzlich in einen mir recht unbekannten Bewusstseinszustand verschieben können. In diesem Zustand veränderte sich meine ganze Empfindung. Ich konnte meinen Körper kaum fühlen und meine flauschige Bettwäsche und das warme, bequeme Bettlaken verwandelten sich plötzlich in extreme Kratzwäsche. Es kam mir fast so vor, als läge ich auf Schmirgelpapier. Die Bettwäsche schabte regelrecht an meiner Haut und fühlte sich sandtrocken und kratzig an. Es schien fast so, als wäre ich jemand anderes, der meine Bettwäsche bei weitem nicht als angemessen empfand und ablehnte…Dann störten mich meine Haare auf der linken Seite. Es kam mir vor, als hingen sie mir im Gesicht und kratzten ebenfalls unangenehm. Ich nahm meine Haare und strich sie nach hinten. Dabei musste ich feststellen, dass sich meine ansonsten weichen Haare plötzlich anfühlten, als seien sie staubtrocken und sehr strohig. Sofort schoss die Assoziation in mein Bewusstsein, dass meine Haare sich anfühlten wie die eines Toten! Das fühlte sich schon ziemlich schaurig an. Als ich mich aufgedeckt hatte, weil ich die Bettwäsche aus erwähnten Gründen nicht mehr unbedingt fühlen mochte, entspannte ich mich immer mehr und spürte, wie ich mich von ganz allein aufrichtete, obwohl ich recht flach in dem Bett lag. Ich saß und lag zur gleichen Zeit. Meine Augen waren geschlossen. Dann dehnte sich der “innere Raum” in mir aus und bekam eine erfüllende und ansprechende Weite, in der ich mich völlig ausbreiten konnte. Ich kam mir für einige Momente vor, als schwebte ich durch mein Schlafgemach und ich genoss eine angenehme Gedankenstille.

In dieser Gedankenstille erkannte ich mich selbst als eine Erinnerung. Es war, als ob ich bereits vor vielen Jahren gestorben war und es selbst nur noch nicht mitbekommen hatte. Wie die Erinnerung eines weit entfernten Ichs, das für mich außerhalb der Reichweite liegt, lebe ich ein bereits gelebtes Leben.

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2 Kommentare zu “Traumnacht: Wir sind alle tot

  1. Du hast natürlich Recht, dass solche Erfahrungen von bewusstseinserweiternden Substanzen, wie z.B. Ayahuasca, ausgelöst werden können, doch da muss ich Dich in meinem Fall leider enttäuschen. Im Falle von solchen Substanzen, die Du vermutlich ansprichst, wäre die Erfahrung weitaus länger ausgefallen (6-8 Std.). Diese Erfahrung hier hat kaum ein paar Minuten gedauert. Solche Erfahrungen mache ich schon seit vielen Jahren mittels Meditation. Das bedeutet aber natürlich jetzt nicht, dass ich hie und da nicht mal die eine oder andere Substanz schon mal getestet hätte in all den Jahren. Der Unterschied zwischen Meditation und Hilfsmitteln in Form von Substanzen sind Kontrolle, die man über sein Erlebnis hat sowie die Geschwindigkeit zur Herbeiführung solcher Erlebnisse, ansonsten sind die Ergebnisse recht ähnlich.

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