Traumnacht: Grüße vom Astral-Tramper

Traumnacht Nachtträume

In der Meditation bin ich eingeschlafen. Doch kurze Zeit später kam ich durch ein seltsames Gefühl wieder zu mir. Ich war direkt in meinem 2. Körper gelandet! Ich lag noch in meinem Bett im vertrauten Schlafzimmer. Jemand berührte mich vorn an der Schulter, grabbelte dort herum und kitzelte mich. Es war eine kleine Hand, fast wie die eines Kindes, jedoch mit längeren Fingern… Das konnte nur einer sein: Der Astral-Tramper! Verflixt! Er war immer noch da!

Ein Astral-Tramper ist ein Wesen der unteren Astralebene, das sich einen Spaß daraus macht, auf den Rücken eines Astralreisenden zu springen und  mitzureisen (s. Beitrag Astral-Tramper). Dies kommt bei einem Astralreisenden äußerst selten vor, aber sonderlich verwunderlich war es nicht, dass ich mir diese Erfahrung gern frei Haus liefern wollte. Wie es aussah, war er immer noch da. Er hing eben an mir, hatte ich den Eindruck.

Diese Erkenntnis beförderte mich jedenfalls erst einmal wieder zurück in den physischen Körper. Ich schlug die Augen auf und das Gefühl seiner Hand an meiner Schulter war verschwunden. Man kann ihn eben nur auf der Astralebene fühlen. Die Stille der Nacht umhüllte mich, während ich in meinem Bett lag und überlegte, was ich denn nun tun könne. Ihm einstweilen mit dem Flammenwerfer einzuheizen hatte es offensichtlich nicht gebracht… Dann erwachte mein Kämpfergeist und ich meinte zu ihm: Oh warte, jetzt gehts dir an den Kragen!

Ich entspannte mich und wendete die Dissoziation an. Die beste Technik, um alles erreichen zu können, was man sich wünscht. Mein Wunsch war es dieses Mal, mich von meinem Körper zu lösen und den Astral-Tramper loszuwerden. Diesen Wunsch hielt ich in meinem Geist fest und dissoziierte… Nach vielleicht zehn Minuten stand ich außerkörperlich in meinem Schlafzimmer. Zuerst jagte ich durch die Zimmerdecke, das Dach hinaus in den Himmel. Ich hoffte, dass ihn das vielleicht schon abgeworfen haben könnte. Doch um ganz sicher zu gehen, musste ich mir noch etwas anderes überlegen. Ich brauchte dazu eine passende Mauer oder Wand!

Kurze Zeit später gelangte ich in ein mir fremdes Wohnviertel. Dort traf ich auf Zoe, eine treue Workshopteilnehmerin, die mich freudig begrüßte.

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“Schön, dass du hier bist”, begrüßte sie mich. “Was machen wir nun?”

“Wie wäre es, wenn wir uns nun um den Astral-Tramper kümmern?”

“Ach, Herr Vesselmann, der Astralsurfer!”, entgegnete sie. “Gut, lass es uns versuchen. Das hört sich nach Spaß an….”

Ich erklärte ihr, was ich plante und wir suchten daraufhin gemeinsam eine dicke und sehr massive Wand. Sie war mit dem Problem des Astral-Trampers durch meine Berichte vertraut und hatte ihn gelegentlich Astralsurfer genannt – auch ein sehr passender Begriff, wie ich finde. Eine andere Freundin betitelte ihn einmal als Klettermännchen, das war eine schöne und amüsante Bezeichnung, die der Sache den notwendigen Humor verlieh. Eigentlich war es eine gruselige Vorstellung, dass man auf seinen Astralreisen einen Mitflieger auf dem Rücksitz hatte.

Wir gingen also gemeinsam in den Keller eines der Gebäude in diesem Wohnviertel. Während sie neben mir stand und zuschaute, plante ich, ganz langsam durch die Wand zu gehen, um den Astral-Tramper los zu werden. Diesen Tipp hatte ich von Robert Bruce in seinem Buch “Astral Dynamics” erhalten.

So legte ich meine Handflächen, meinen Kopf und meinen Oberkörper gegen die Wand. Ganz langsam versuchte ich, in die Wand einzudringen. Zuerst ging es nicht, aber wenige Sekunden später gab die Wand nach und mein Körper drückte sich langsam ins Innere der Wand. So ging ich Zentimeter für Zentimeter hindurch. Sie fühlte sich an wie dickes, schwabbeliges Gel. Irgendwann war ich nur noch von Mauersteinen umgeben, alles war Schwarz und ich konnte nichts mehr wahrnehmen. Plötzlich fragte ich mich, ob ich denn hier überhaupt atmen konnte, musste aber im gleichen Moment lachen! Als wenn man im 2. Körper atmen müsste! Also nahm ich einen tiefen Atemzug und lachte darüber, dass ich Steine atmen konnte. In solchen Situationen kann man immer wieder erkennen, dass die Überzeugungen aus dem Alltag durchaus in solche Zustände verschleppt werden können, obwohl sie überhaupt keine Gültigkeit mehr besitzen. Dann ging ich langsam weiter… Deutlich spürte ich, wie etwas auf meinem Rücken versuchte, sich gegen den zähflüssigen Druck der Wand aufzubäumen…

Das ganze Procedere dauerte vielleicht einige Minuten, bis ich schlussendlich auf der anderen Seite der Wand wieder herauskam. Ich hoffte, dass dies ausgereicht hatte, um den Astral-Tramper losgeworden zu sein…

(Weiter mit Teil 2 geht es in Kürze…)

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