Traumnacht: Arenakampf in Japan

Traumnacht” ist eine Reihe, in der ich mich bewusst darauf konzentriere, einen luziden Traum oder eine außerkörperliche Erfahrung zu erleben bzw. in der ich von einem interessanten oder außergewöhnlichen Traum berichte.

Mit einer seichten Seitwärtsbewegung jagte ich in einen anderen Traum. Dort befand ich mich in einem wunderschönen Garten. Er war intensiv bearbeitet und gezüchtet worden und allein auf der Anordnung und Sammlung der Pflanzen wurde mir deutlich, dass ich mich in einem japanischen Garten oder sogar direkt in Japan befand. Eine Weile lief ich durch diesen traumhaften Garten und erkundete die Wege, wohin sie führten und inwieweit sie ausuferten. Vielleicht war bereits eine halbe Stunde oder länger vergangen, als ich bei der Berührung einer Pflanze erkannte, dass ich träumte…

Sie war so bezaubernd und anmutig mit ihrer lila Blüte und dem kunstvoll geformten Stiel. Der Traum gewann nun an einer unglaublichen Klarheit und ich konnte jedes Detail haargenau wahrnehmen. Ich war luzide, wie man so schön sagt, befand mich also von nun an nicht mehr innerhalb eines Trübtraumes, sondern in einem Klartraum. Dann trat ein Mann hinter mir in Erscheinung.

“Komm, es ist so weit”, meinte er zu mir.

Nun konnte ich ihn ansehen. Er war asiatischen Aussehens, sehr korpulent und trug einen langen Mantel. Sein Gesicht war hager und knöchern mit schwarzem Haar. Er wirkte wie ein Mann, der durch ausgiebiges Martial Arts seinen Körper durchtrainiert hatte.

Ich wollte unauffällig bleiben und ihn nicht danach fragen, wohin es nun gehen sollte und folgte ihm. Wir verließen den Garten und kurze Zeit später betraten wir den Hintereingang eines großen Gebäudes. Im Hintergrund hörte ich lautes Geschrei und Gerufe, als würde draußen ein großer Kampf stattfinden, dem ein Publikum eifrig zurief.

Wir gingen in eine Art Trainingsraum, in dem zwei weitere Personen waren, ein Mann und eine Frau. Wir begrüßten uns. Sie schienen zu meinem Team zu gehören, die allesamt hervorragend in diversen Kampfkünsten ausgebildet waren. Sie trugen messerscharfe Schwerter bei sich, Dolche, Morgensterne und andere Waffen. Ich kam mir vor wie in einem dieser B-Movies mit Van-Dammè, in denen man in einer Arena Zweikämpfe auszuführen hat, um einen letztendlichen Sieger zu ermitteln.

“Dein Kampf wird nach meinem stattfinden. Es gibt insgesamt 20 Kämpfer. Das Team, das übrig bleibt, hat gewonnen. Du bist also gleich dran!”, erklärte mir der Mann noch einmal.

Ich stand auf und ging nebenan in einen Raum mit mehreren Monitoren. Anderes Mobiliar war nicht in diesem Raum vorhanden, sondern nur an die 10 Monitore, auf denen man den aktuellen Kampf aus verschiedenen Perspektiven und andere Räume im Gebäude beobachten konnte.

“Siehst du diese Frau dort?”, meinte die Frau aus meinem Team.

Ich nickte. Die Frau, auf die sie zeigte, besaß eine interessante Waffe. Es war eine lange Kette, an der ein zweischneidiges Beil befestigt war. In dem Augenblick konnte ich sie mir sogar in einem Kampf mit mir vorstellen. Sie würde die Kette und somit das Beil umherwirbeln lassen und dies mit einer enormen Geschwindigkeit, die ich wohl kaum mitverfolgen konnte. Vermutlich würde das Beil schneller in meinem Schädel stecken, als ich die erste Bewegung machen konnte. Immerhin besaß ich keinerlei Zugriff auf die Kampfkunst, die das Selbst beherrschte, das ich gerade übernommen hatte. Somit war ich ein Greenhorn, das nicht wusste, wie man sich bewegte oder auswich und Schläge kontern konnte. Trotz der Tatsache, dass der Kampf für mich im Vornherein verloren war, weil ich ganz einfach nicht die erforderlichen Fähigkeiten des Kämpfens besaß, aber ich war hellwach im Traum und dies schenkte mir Fähigkeiten, von denen die Kämpfer nichts ahnen konnten. So beschloss ich dennoch an diesem Kampf teilzunehmen und meiner Gegnerin einen gehörigen Schrecken einjagen, sobald sie zuschlagen und ihr rasantes, blutbeflecktes Beil in der Luft verharren und in ihren Händen einfrieren würde.

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