Traumnacht: Der dem Tode trotzende… (Teil 1)

Traumnacht” ist eine Reihe, in der ich mich bewusst darauf konzentriere, einen luziden Traum oder eine außerkörperliche Erfahrung zu erleben bzw. in der ich von einem interessanten oder außergewöhnlichen Traum berichte.

Nach einer Weile der Dissoziation wechselte ich plötzlich in meinen zweiten Körper. Dabei musste ich feststellen, dass ich mich nur phasenverschoben hatte, aber ich nicht den gewohnten Meter über meinen Körper schwebte. Ich lag sozusagen noch in meinem Körper, konnte ihn nicht mehr fühlen, aber war nur wenige Zentimeter versetzt. Dann versuchte ich, mich aus dem Bett zu rollen. Irgendwann funktionierte es und ich stand aufrecht und einsatzbereit im Zimmer. Plötzlich wurde ich von etwas angefallen! Es sprang unverfroren auf meinen Rücken und kratzte mich!

Es versuchte, sich an meinem Rücken festzuhalten, als würde es Angst haben, abzurutschen. Dies schmerzte nicht, aber es war ein unangenehmes Gefühl. Ich drehte mich um und erkannte den Kater des Hauses. Ich war gegenwärtig bei Elias und Nikita und übernachtete dort. Deren Kater schien mit mir spielen zu wollen und war deshalb auf meinen Rücken gesprungen.

Nachdem ich ihn mir dann gegriffen hatte, setzte ich ihn behutsam auf dem Boden ab. Ich fragte mich, ob er mich nur nicht erkannt hatte oder weshalb war er plötzlich so leidenschaftlich geworden. Normalerweise hatte er immer die Ruhe weg.

Der Kater lief daraufhin geisterhaft und elegant durch die Tür hindurch auf den Flur. Ich hingegen hatte mich heute Nacht von meinem Körper gelöst, weil ich meine Workshopteilnehmer aus ihren physischen Körper herausziehen wollte. Doch, so schlussfolgerte ich, würden sicherlich noch einige Minuten Freiraum vorhanden sein, um einen kleinen Abstecher zu wagen. Also versetzte ich mich in den passiven Modus und überließ meinem Unterbewusstsein spontan die Führung. Es war hochintelligent, bewusst und würde sicherlich genauestens wissen, was nun spannend und interessant für mich wäre…

Alles um mich herum wurde plötzlich dunkel! Ich versuchte krampfhaft, etwas in der Schwärze zu erkennen. Nach kurzer Zeit erkannte ich ein Gesicht in der Dunkelheit. Ich konzentrierte mich, damit ich es in dem diffusen Licht besser identifizieren konnte… Das Gesicht kam mir äußerst vertraut vor! Das Gesicht war nämlich mein eigenes! Nun begriff ich, dass ich offensichtlich vor einem Spiegel oder dergleichen stand. Jede Bewegung, die ich vollführte, wurde von meinem Spiegelbild nachgeahmt.

Dann fixierte ich mein Spiegelbild, blickte mir selbst tief in die Augen, um zu sehen, was daraufhin geschehen würde… Kurz darauf veränderte sich mein Gesicht und es verwandelte sich partiell. Nun verstand ich, dass der Spiegel mir meine vergangenen Leben zeigen wollte. Interessiert schaute ich weiter hinein…

Nun verwandelte sich der Spiegel in ein Fenster, das in meine vergangenen Leben blicken ließ. Das Spiegelbild äffte mich nicht mehr nach, sondern ich konnte mein vergangenes Leben beobachten. Ich sah, wie dieses vergangene Selbst eine Straße entlang ging. Ich muss zugeben, ich war erstaunt, denn mein jetziges Aussehen war diesem vergangenen Reinkarnationsselbst ziemlich ähnlich. Mein Kinn war etwas ausgeprägter, vielleicht länger und markanter, meine Haare waren sehr dunkel, sprich dunkelbraun bis vielleicht schwarz, aber Figur, Augen, Nase, Wangen, Stirn und sogar die Haarlänge waren meinem jetzigen Aussehen verblüffend ähnlich. In dem Augenblick begriff ich, dass wir uns nicht großartig verändern, wenn wir ein neues Leben beginnen, d.h. neu inkarnieren. Unser Aussehen, das wir für das neue Leben wählen, erinnert stets irgendwie an das vorherige. Kurz musste ich an ein Zitat aus dem Film “Jupiter Ascending” denken: “Sobald die exakt gleichen Gene in derselben Reihenfolge auftauchen, könnte man dies Reinkarnation nennen.”

Ich beobachtete ein weiteres Leben, das noch weiter zurückführte. Auch dort konnte ich Parallelen in meinem Aussehen erkennen. Man wechselt also das Aussehen nicht umfassend, im Gegenteil, das neue Leben basiert in Aussehen, Fähigkeiten, Interessen und Talenten ziemlich dem vorherigen.

Dann brach ich die interessante Spiegelsitzung ab und konzentrierte mich auf den ersten Workshopteilnehmer…

Am Montag unterhielt ich mich mit einer Freundin:

“Ich habe von dir geträumt!”, meinte sie zu mir. “Wir sind uns begegnet und du hast mir von deinen anderen Leben berichtet…”

(Teil 2 folgt in Kürze)

 

 

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4 Antworten für “Traumnacht: Der dem Tode trotzende… (Teil 1)”

  1. Cora sagt:

    Sehr interessant. Aber inkarniert man nicht auch in unterschiedlichen Geschlechtern? Mal als Mann und mal als Frau? Wäre interessant wie sich das dann im Aussehen bemerkbar macht.

  2. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Cora,
    ja, richtig. Mal als Mann und mal als Frau. :-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  3. Phil sagt:

    Hallo Jonathan,
    etwas Ähnliches habe ich mir auch schonmal gedacht nachdem ich immer wieder Träume habe, welche ich als Erinnerungen vergangener Leben verstanden habe. Interessen und Fähigkeiten waren sich ziemlich ähnlich und auch die Einstellungen gegenüber gewisser Dinge. Jedoch bestand der wesentlichste Unterschied darin, dass ich weiser und souveräner war.
    Ich denke aber auch, dass es Seelen gibt die sich stets eine völlig neue Form suchen, vielleicht um Erfahrungen zu sammeln oder so. Aus dieser Überzeugung heraus folgerte ich, dass Seelen die die Form.und Fähigkeiten beibehalten, durch unterschiedliche Zeitalter hindurch das gleiche Ziel verfolgen.

    Kann mich allerdings auch irren.

    Liebe Grüße Phil

  4. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Phil,
    danke für Deinen Kommentar.
    Das sehe ich sehr ähnlich. Generell ist es eher so gedacht, durch das Vergessen es dem Gehirn und dem daraufhin entstehenden Selbst neue Verknüpfungen und Möglichkeiten zu bieten. Die meisten Menschen fahren sich ja während ihres Lebens irgendwie fest. Durch die Reinkarnation haben sie die Möglichkeit, einfach neu anzufangen.
    Liebe Grüße, Jonathan

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