Suche nach Erleuchtung: Endlich… (Teil 15)

suche nach erleuchtung

In den Wahrscheinlichkeitsfraktalen angekommen landete ich wieder in diesem seltsamen Raum, den ich bereits zuvor beschrieb. In diesem Raum kann man nur stehen und schauen. Es gibt links eine Tür, die ich aber nicht nutzen kann bzw. auch nicht brauche, doch es kann wer hereinkommen. Die Tür öffnete sich und es kam die Frau hinein, die ich bereits kennengelernt und mir einmal ein Angebot unterbreitet hatte.

Sie stellte sich mir gegenüber und begrüßte mich: “Ich bin glücklich, dich hier wieder zu treffen.”

“So ganz gewollt war es gar nicht”, erwiderte ich. “Ich bin hier mehr oder minder zufällig gelandet.”

Sie lächelte: “Lass uns auf anderes konzentrieren. Hast du vielleicht Fragen?”

“Ja, ich habe hier und da mal Menschen getroffen, die mir den Eindruck machten, als würden sie sich gegen das Lernsystem Planet Erde aufbäumen und sich weigern.”

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“Das ist richtig. Es gibt einige, die sich dagegen wehren.”

“Hat es denn einen Sinn? Funktioniert es? Gibt es vielleicht irgendwelche Cheats, um diese Lernaufgaben viel schneller zu erledigen als es im Standardprogramm enthalten ist?”, fragte ich. Ich spielte damit auf den Umstand an, dass man mit Cheats den normalen Verlauf eines Computerspiels manipulieren kann, um beispielsweise viel mehr Geld oder Unsterblichkeit zu erhalten, damit man das Spiel viel schneller und leichter schafft.

“Nein, es gibt keine Cheats. Jeder, der diesem Lernprogreamm zugestimmt hat, wusste worauf er sich einließ. Nicht einer von euch ist zufällig hier, sondern er hat sich auf einer höheren Ebene dazu entschieden. Dieses Programm, das ihr hier durchläuft, ist sehr wichtig für die Ganzheit des Selbst. Ihr könntet schneller sein, das ist richtig, aber es gibt keine Mogeltricks. Wenn ihr dieses Programm nicht absolviert, müsst ihr hier bleiben. Ihr erhaltet dann keinen Zugriff auf eure Erinnerungen mehr, die eure wahren Erinnerungen betreffen, und alles bleibt wie es in eurer Gegenwart gerade ist. Ihr werden jeden Morgen aufstehen und abends wieder ins Bett gehen. Leben für Leben. Erst wenn ihr die Herausforderungen gelöst habt, könnt ihr die Reinkarnationstour beenden und zu eurer Ganzheit zurückkehren bzw. in ihr erwachen oder noch besser: Dann könnt ihr dort aufwachen, wo ihr wirklich seid”, meinte sie.

“Keine Cheats…? Gut, das wird nicht jeden erfreuen”, meinte ich scherzhaft. “Es gibt sicherlich einige, die behaupten könnten, dass das Programm schlecht ist. Vielleicht so wie es in dem Film Die Matrix dargestellt wird.”

“Wenn das Programm schlecht gewesen wäre, hätten sie niemals zugestimmt. Alles, was ihr hier erlebt, jeder Gedanke, jedes Gefühl, wird euch irgendwann zugute kommen. Das Lernprogramm ist höchst anpassungsfähig und es ist außerdem sehr flexibel. Ihr könnt lernen, eure Umgebung effektiver und genauer zu manipulieren. Sei es psychokinetisch oder sonstwie, oder eben das Programm so beeinflussen, dass eure Wünsche schneller erfüllt werden. Die Rahmenbedingungen sind zwar gesetzt, aber wenn ihr lieber ein schönes Leben führen wollt als ein schlechtes, dann steht euch das offen. Es ändert nichts an dem Programm an sich. Ihr könnt es so oder so absolvieren.”

“Denkst du denn, dass ich auch meine Erleuchtung besser gestalten kann als ich es bisher getan habe?”, fragte ich, um mich wieder daran zu erinnern, warum ich ständig ins Labyrinth reise.

“Gut, dass du fragst. Ich bin gekommen, um dir bei Deiner Erleuchtung zu helfen. Wir haben eine Menge zu tun…”

Ich schaute sie erfreut an und schon flogen wir gemeinsam aus dem Raum hinaus und in das Labyrinth. Der Ort, in dem all meine Lebenserfahrungen anzutreffen sind inklusive der Möglichkeiten, die ich nie genutzt hatte und sich mittlerweile selbständig weiterentwickelt hatten. Dann flog sie mit mir bestimmte Momente bzw. Sequenzen aus meiner Vergangenheit ab.

“Wir nehmen diese Erfahrung mit und auch diese…” flüsterte sie und jagte mit mir zur nächsten Szene aus meiner Vergangenheit. “Und schau mal hier! Das muss auch mit. Diese darf auch nicht fehlen…”

Irgendwie konnte sie die ganzen Erfahrungen sammeln und in einen gesonderten Raum regelrecht zusammenlegen. Immer mehr sammelten wir gemeinsam ein. Nach einiger Zeit hatten wir einen Haufen an Lebensmomenten eingesammelt und sie lagen nun vor mir und waberten vor sich hin.

“Nun schau mal hier und dort…”, forderte sie mich auf und ich erkannte, dass sie mir tatsächlich dabei geholfen hatte, alles optimal vorzubereiten, damit ich für die Erleuchtung bereit war…

“Jetzt haben wir es! Mach dich bereit!”, fügte sie hinzu und schaute auf die Masse der Lebenserfahrungen…

“Ich bin auf Go!”, entgegnete ich und musste wieder mal an den hervorragenden Film Contact denken, in dem Jodie Foster in einer Kapsel saß und darauf wartete, in ein Wurmloch geschleudert zu werden.

Plötzlich schaute sie mich an und meinte ganz unvermittelt: “Nein, eine Sache haben wir noch vergessen!”

Ich schaute sie ebenfalls an: “Was denn? Es ist doch alles da! Oder nicht?”

“Nein, eine einzige kleine Sache fehlt noch…”, wiederholte sie und schaute mir direkt in die Augen und lächelte.

Es schien mir ganz so, als glaubte sie, dass ich genau wüsste, wovon sie sprach…

Dann kehrte ich zurück in mein Schlafzimmer… Verdammt! Was hatte sie nur gemeint? Was fehlt denn noch für eine Kleinigkeit? Was hatte ich vergessen? Es war doch alles bereit… Was mag nur gefehlt haben?

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10 Kommentare zu “Suche nach Erleuchtung: Endlich… (Teil 15)

  1. Nana, wer wird denn fluchen? ;)
    Der Bericht wirkt auf mich, der die Labyrinthwelt leider nicht so offenbart wird, sehr bizarr.
    Keine Ahnung, aber denkst du denn, sie kann dich gewissermaßen mit dem Zauberstab berühren und Jonathan ist auf Stufe 2?
    Ich denke, das, was fehlt, must du selbst finden. Sieht ja fast so aus, als wäre es eine Erkenntnis, die sich innerhalb der eingesammelten Erfahrungen befindet. Wenn du diese Erfahrungen im Bewusstsein hast, würde ich an deiner Stelle darin suchen.

    Weiter spannend…
    Danke!
    Momo

  2. Hallo, Jonathan
    Deine Begleiterin hat Dir einige Erfahrungen aus Deinem Leben gezeigt. Kannst Du Dich erinnern,was diesen Erfahrungen gemeinsam war oder was das Besondere daran war?
    Und zweitens, was könnte dieses Kleine, was fehlt, anderes gewesen sein als dieser jetzige Moment, in dem Du mir ihr warst und in dem sie Dir in die Augen geschaut hast. Eine Erfahrung aus der Vergangenheit scheidet ja wohl aus, sonst würdest Du ja nicht mehr nach Erleuchtung suchen. Insofern hat Dich vielleicht etwas gehindert, diesen Moment vollständig bewusst zu erfahren.

    Wie Momo schon sagte, es bleibt spannend :-)
    Liebe Grüsse

  3. hallo Jonathan,

    freut mich das du der frau wieder begegnet bist.
    sie sagte ja,wir haben eine menge zu tun.vieleicht war damit nicht nur das ganze einsammeln der lebensmomente gemeint.vieleicht wollte sie dir irgentetwas zeigen was der vorbereitung dient und sie wollte dir die sache zeigen oder finden die dir noch fehlt.hört sich jetzt irgentwie komisch an.auf jedenfall bin ich schon sehr gespannt was sie dir als nächstes zeigt.mir kommt es auch so vor als wenn sie sehr zurückhaltend ist.erst als du eine frage nach erleuchtung gestellt hast,sagte sie gut das du fragst und sagte das sie gekommen ist um dir bei deiner erleuchtung zu helfen.ansonsten hätte sie es wohl sein lassen.wenn ich mir das nochmal überlege hattest du ja gefragt,denkst du denn,das ich auch meine erleuchtung besser gestalten kann als ich es bisher getan habe?vieleicht waren die ganzen eingesammelten lebensmomente die antwort auf deine frage.sie wollte dir zeigen was du besser oder schneller machen könntest.die einzige sache die dann noch fehlen würde,wäre die erkenntnis bei betrachtung der lebensmomente,was du besser machen könntest.
    sind nur so ein paar gedanken von mir,die mir aufkommen wenn ich mir dein erlebnis durchlese ohne dabei gewesen zu sein.also bitte nachsicht wenn ich völlig daneben liege.

    liebe grüße,
    marco

  4. Lieber Jonathan,

    welch ein wunderbares Erlebnis und danke wiederum, dass du uns daran teilhaben lässt, aber… ;-)
    “Plötzlich schaute sie mich an und meinte ganz unvermittelt: “Nein, eine Sache haben wir noch vergessen!”

    Du weißt Jonathan, was fehlen könnte! Es ist vielleicht noch nicht soweit, dass du für dich alleine in allen Fraktalen herumsegelst. Wäre auch zu leicht, oder hast du nicht laut „hier“ gerufen, als dir schwierige Aufgaben für dieses Leben angeboten wurden? Du wolltest doch schnell weiterkommen, oder? Im Yoga sagt man „über die Stufen über die wir fallen, werden wir uns erheben“ Eventuell ist es gerade eine schwierige Aufgabe, die dich frei macht?

    Im Teil 12, Regeln II sagt der alte Mann auf deine Frage wie lange es noch bis zu deiner Erleuchtung dauert:

    Wenn du in deinem jetzigen Leben Spielebene 1 löst und Ebene 2 betrittst, dann kannst du davon ausgehen, dass es für dich keine Bedeutung mehr haben wird, was aus den anderen wird. Du gehst dann deine Wege. Vielleicht wirst du helfen, vielleicht aber auch für immer an die entferntesten Orte verschwinden, die sich ein Mensch vorstellen kann.“

    Und als die geheimnisvolle „Erkenntnis-Führerin“ kam, sagte sie auf deine Frage: “Wer ich bin? Ich bin eine Art Führerin. Ich habe dich gerufen, um dir Optionen aufzuzeigen.”

    Du aber wolltest lieber „den schweren Weg wählen”
    “Das ist mir bekannt”, antwortete sie, “Aus dem Grund bin ich nun hier. Ich bin eine Führerin, eine, die dir ein Angebot machen möchte…” und sie machte dir den Vorschlag andere zu ihr zu bringen, anderen zu helfen auch Erkenntnis zu erreichen. “Es geht um mein Wissen, das ich dir anbieten kann. Meine Kenntnisse“, so sagte sie „ über die Realitäten, die euch Menschen fremd sind. Ich bin damit vertraut und wenn du dir die Mühe machst, weitere Menschen zu mir zu führen, werde ich ihnen alles zeigen, was sie wissen möchten.“
    “Gut, das ist ein nettes Angebot. Ich werde darüber nachdenken…”
    Eine sehr schwere Aufgabe. Du wolltest es dir überlegen. Deine Antwort steht noch aus.
    Einige von uns, die aus deinen Berichten schon viel erfahren und lernen konnten, warten sehr gespannt darauf wie du dich entscheidest, ich auch!
    Liebe Grüße Peter

  5. Hallo Momo,
    ja, es ist sehr deutlich geworden, dass sie meinte, dass noch etwas von meiner Seite aus fehlt. Das ist richtig. Es kam mir auch wieder so vor, als sei es nur eine Kleinigkeit. Es war auch keine Erfahrung innerhalb der Erfahrungen, die wir angesammelt hatten, sondern es waren sie alle zusammen; wie die Teile eines Puzzles das versuchte, ein ganzes Bild zu ergeben.
    Liebe Grüße, Jonathan

  6. Hallo Peter,
    danke für Deine Verknüpfungen.
    Persönlich habe ich vermutlich unterbewusst schon Ja zu ihr gesagt, denn die letzte Begegnung zeigt doch, dass sie mir hilft. Ihr scheint es auch gleichgültig zu sein, ob ich nun jemanden zu ihr führe oder nicht. In einer Begegnung vor einigen Tagen, die ich hier nicht ins Traumtagebuch geschrieben habe, weil es nur um persönliche Dinge ging, gab sie mir einige Tipps und Hinweise für Esther, die sich demnächst auf eine physische, aber spirituelle Reise begibt.
    Liebe Grüße, Jonathan

  7. Hallo Uwe,
    nein, ich kann mich leider kaum an die ganzen Erfahrungen erinnern, die wir zusammengetragen haben. Es waren auch sehr viele, sicherlich mehrere hundert. Als ich irgendwann den Überblick verlor, habe ich mir auch nicht mehr die Mühe gemacht, diese gesammelten Erinnerungen aus meiner Vergangenheit zu erinnern. Ich bin froh, dass ich die anderen Elemente gut erinnern konnte.
    Wenn ich Teil 15 aus der Erfahrungsreihe durch meinen Kopf gehen lasse, dann habe ich mehrmals von dem alten Mann und der Frau die Botschaft erhalten, dass wirklich nur ein Fingerschnippen fehlt. Ich glaube, genau das wollte mir die Frau auch deutlich machen.
    Liebe Grüße, Jonathan

  8. Hallo Jonathan und all ihr lieben Gleichgesinnten,

    ich hatte gerade spontan den Gedanken, dass es wohl auch eine entscheidende Rolle spielt, ob man wirklich innerlich bereit ist zu gehen. Denn es ist leicht gesagt, (auch wenn es stimmt) man habe genug Erfahrung aller möglichen Fassetten des Lebens gesammelt, es reicht.
    Aber ist es wirklich so? Bin ich gleichgültig gegenüber allen Menschen und Geschehnissen geworden? Gleichgültig nicht negativ besetzt, sondern als neutrales, wertfreies Ansehen von allen Dingen, ist hier gemeint – mit ausgewogenen Emotionen. Will ich wirklich nichts mehr hier erleben, niemandem unbedingt helfen usw.? Wir können da wohl unserem “Spieler” nichts vormachen.
    Wenn ich jetzt versuche mich selbst in dieser Hinsicht so objektiv wie möglich einzuschätzen, dann merke ich, dass ich erhebliche Anhaftungen an das Leben hier auf Erden habe und dass ich immer noch helfen will und auch noch gerade diese wundersame Zeit jetzt erleben will. So könnte ich ja wirklich nicht einfach auf eine andere Stufe springen und alles hinter mir lassen. Da hilft mir auch der Wunsch zur Stufe 2 nicht, da es eben nicht mein einziger, alles andere neutrali-sierende Wunsch ist.
    Wer ist frei von Allem? Wenn es ihn gibt, so braucht derjenige wahrscheinlich wirklich nur mit dem Finger schnippen und gehen.
    Wo kein Spiel mehr ist, verbinden sich dann Spieler und kleine Ichs automatisch zur Ganzheit?
    Liebe Grüße
    Momo, Level 1

  9. Hallo Momo,
    innerlich bereit muss man schon sein, da hast Du völlig Recht. Ansonsten bringt es nicht viel, wenn der Wille dazu nicht vorhanden ist.
    Anhaftungen haben wir alle hier auf Erden, solange wir ein Ego haben. Und der alleinige Wunsch Level 2 zu erreichen, ist dann wirklich nicht ausreichend. Darum kann ich mir schon vorstellen, dass die Ganzheit alles miteinander vereint, Spieler, die alternativen Selbste und das Traumselbst.
    Liebe Grüße, Jonathan

  10. Hallo Jonathan!

    Mit den Menschen die sich weigern meinst du nicht die die nach innen gehen, sondern die weigern sich irgendeiner Richtung zu folgen? Man muss sich für eine Richtung entscheiden, sonst dreht man sich ewig im Kreis.

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