Traumnacht: Golems

ake, außerkörperlich, außerkörperliche erfahrung, golem, jonathan dilas, klartraum, traumtagebuch, träumeIch hatte gestern überraschenderweise bis 20.30 Uhr geschlafen, als ich mich zuvor um ca. 17 Uhr hingelegt hatte. Das wollte ich nutzen, um spätestens um 1 Uhr wiederum zu Bett zu gehen, um eine optimale Bedingung zu schaffen, damit mir eine Loslösung vom physischen Körper gelingen würde.

Nach vielleicht einer halben Stunde konnte ich mit einem neuen Trick, den ich entdeckt habe, in meinen zweiten Körper wechseln. Trotzalledem musste ich mich wieder abrollen, um aus dem Bett zu kommen. Dann stand ich neben meinem Bett und ging daraufhin auf die Schlafzimmertür zu. Als ich durch die Tür ging, befand ich mich plötzlich in einem mir fremden Haus. Ich hatte mal wieder den Standort gewechselt, ohne es großartig beabsichtigt zu haben. Doch, so dachte ich mir, war ich neugierig, an welchen Ort mein höheres Selbst mich mal wieder verfrachtet hatte.

Ich betrat ein mir fremdes Wohnzimmer. Dort saß ein alter Freund von mir auf einer Couch und schaute sich etwas im Fernsehen an, während er an sich herumspielte. Also räusperte ich einmal und er drehte sich zu mir um. Er erschrak ziemlich.

“Was… wie bist du denn hier reingekommen? Du lebst doch jetzt in Freiburg und tauchst mitten in der Nacht plötzlich in meinem Wohnzimmer auf?”

“Ich dachte, ich komme dich mal besuchen…”, entgegnete ich lachend.

Kein Wunder, dass er irritiert war, denn wir wohnten sicherlich mehrere hundert Kilometer voneinander entfernt. Überraschenderweise konnte er mich jedoch wahrnehmen. Ich war im nächsten Moment verunsichert, ob ich mich hier sichtbar machen konnte, wenn ich es wollte, oder ob er ebenfalls in seinem zweiten Körper war, ohne dass es ihm bewusst ist. Wir flachsten dann ein wenig miteinander herum und er war noch immer geschockt, dass ich so einfach in seinem Wohnzimmer aufgetaucht war.

“Am besten machen wir den Astraltest!”, schlug ich vor.

“Wie soll der denn aussehen?”

Ich ging mit ihm zu einer der Zimmertüren. Wir bauten uns vor ihr auf und ich meinte: “Wir können an dieser Tür feststellen, in welchem Körper wir uns gerade befinden…”

Dann griff ich durch die Tür und meine Hand drang butterweich in sie ein, aber als ich sie wieder herauszog, zog sich die Hand ein wenig.

“Siehst du, ich kann mich definitiv nicht in meinem physischen Körper befinden, sondern ich bin im zweiten Körper. Jetzt bist du dran!”

Er griff mit seiner Hand ebenfalls durch die Tür und sie ließ sich ebenso nur schwer wieder herausziehen. Somit kam er zum gleichen Ergebnis.

“Ach, du bist ein Golem”, meinte ich grinsend.

“Ein Golem? Was bedeutet das?”, fragte er im Gegenzug.

“So nenne ich Menschen, die in ihrem zweiten Körper das tun, was sie auch in ihrem physischen Körper gerne machen, ohne, dass sie sich dessen bewusst sind. Sie sind also unbewusste Reisende… Na ja, Reisende ist vielleicht übertrieben…”

“Ach so, ich verstehe! Ich habe auf der Couch gesessen und ferngesehen, aber ich habe diese Tätigkeit in meinem zweiten Körper ausgeführt und dachte, ich wäre im physischen.”

“Richtig, so ist es!”

“Dann liege ich gerade im Bett und schlafe?”

Ich nickte.

“Werde ich mich denn morgen daran erinnern, wenn ich aufwache?”, fragte er.

“Nein, aller Wahrscheinlichkeit nicht…”

“Schade…”, entgegnete er. “Das ist eine so spannende Erfahrung und ich werde sie wieder vergessen…”

“Das ist bei allen Golems so. Sie gehen in der Nacht zu Orten, an denen sie auch tagsüber gern sind und machen das, was sie eben so den ganzen Tag tun”, erklärte ich ihm.

Plötzlich hörten wir Stimmen im Flur. Jemand war durch die Haustür gekommen. Gemeinsam gingen wir nachsehen. Wir entdeckten dort eine Frau und einen Mann. Die Frau trug einen Hosenanzug und der Mann einen blauen Overall.

“Wir sind gekommen, um die Heizung abzulesen und um uns ein paar Dinge zu kümmern, die Sie letzte Woche am Telefon beanstandet hatten”, erklärte die Frau.

“Wieso können die uns wahrnehmen?”, fragte er.

Dann schauten wir uns daraufhin an und mussten laut loslachen…

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