Fragen und Antworten: Reisen wir jede Nacht astral?

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‘Fragen und Antworten’ ist eine Unterrubrik, um Fragen zu stellen, die man gern beantwortet haben möchte. Diese können zu all den Themen gehören, die es in Form von Rubriken auf meinem Blog gibt. Wer eine Frage vorliegen hat, bitte an mich stellen und kurz angeben, ob man namentlich erwähnt werden möchte. Es ist auch möglich, die Frage einfach als Kommentar unten hineinzuschreiben.

Frage:

“Hallo Jonathan! Du hast gesagt, dass wir nachts trotzdem außerkörperlich reisen, auch wenn wir uns nicht dran erinnern. Wenn das so ist, was machen wir denn in der Nacht die ganze Zeit und wie ist das möglich?” (fragt Thomas)

Antwort:

Der Mensch besitzt zwei Persönlichkeiten, das Alltagsselbst und das Traumselbst – um es vereinfacht auszudrücken. Beide Selbste wechseln sich aneinander ab, d.h. eines schläft und eines träumt. Die Erlebnisse eines jeden Selbstes treten fragmentarisch im Bewusstsein des anderen auf. Eine bewusste außerkörperliche Erfahrung (AKE) wäre es also, wenn man möglichst eine komplette Sequenz erinnert bzw. im Bewusstsein des Traumselbstes erfährt. Man muss dabei bedenken, dass die Bewusstseine beider Selbste identitätstechnisch nicht different sind, sondern die Übergänge fließend und nur schwer bestimmbar, d.h. man weiß nicht immer, wo genau der Übergang oder die Grenze ist. Diese fließenden Übergänge können darum für leichte Verwirrung sorgen. Wenn das Alltagsselbst die Notwendigkeit versteht, seinen Astralkörper auszubilden, dies bedeutet in dem Kontext das Gefährt des Traumselbstes, dann erweitert es sein Bewusstsein, um möglichst viele Begebenheiten einer solchen Erfahrung außerhalb des Körpers mitzuerleben. Aus dem Grund kann eine außerkörperliche Erfahrung auch nicht immer so nahtlos ablaufen, es gibt Wahrnehmungsbrüche und Aussetzer, selbst Wechsel in eine andere Ebene, System oder alternative Realität sind möglich, ohne, dass es einem auffällt.

Diese schnellen oder abrupten Wechsel spiegeln die Flexibilität des Traumselbstes wider, falls man es im Vergleich zum starren Bewusstseinsfokus des Alltagsselbstes betrachtet. Eine für das Alltagsselbst bewusste außerkörperliche Erfahrung bedeutet also, dass es an den nächtlichen Erlebnissen des Traumselbstes teilnimmt und aus seiner Perspektive Aktionen und Situationen miterleben kann. Natürlich besitzt das Traumselbst eine wesentlich weitergreifende Wahrnehmung und Erlebnisreichweite. Das starre Bewusstsein des Alltagsselbstes ist dies nicht gewohnt und somit erscheinen ihm die Erlebnisse des Traumselbstes manchmal verwirrend, unzusammenhängend oder bruchstückhaft.

Doch aus der Perspektive des Traumselbstes sind es vollkommen gültige und kontinuierliche Erfahrungen mit Beständigkeit und Stabilität, so stabil und kontinuierlich wie für das Alltagsselbst der Alltag. Dass das Alltagsselbst dies nicht so erfährt, ist sein Problem und Ergebnis mangelnder Übung. Die vom Alltagsselbst wahrgenommene Instabilität oder der Eindruck, es mit einer minderwertigen oder unterentwickelten Qualität oder fragmentarische Sequenzen zu tun zu haben oder mit einem Unterbewusstsein, dass sich seiner selbst nicht bewusst ist, ist eine völlig egoistische Einschätzung, die aus dem Mangel eigenen Verständnisses und Könnens resultiert.

Somit ist nun vielleicht einfacher zu begreifen, warum es möglich ist, in der Nacht andauernde und lange außerkörperliche Erfahrungen zu erleben, ohne bewusst etwas davon mitzubekommen. Das Traumselbst erwacht, sobald das Alltagsselbst einschläft. So erlebt das Traumselbst in seiner ihm vertrauten Realität auch seine persönlichen Abenteuer, findet seine eigenen Freunde und besitzt Lieblingsplätze, die es gern immer wieder aufsucht. Es setzt sich mit den Besuchen anderer Welten auseinander oder hat Begegnungen mit Wesen unterschiedlichster Art.

 

11 Kommentare zu “Fragen und Antworten: Reisen wir jede Nacht astral?

  1. Hallo Jonathan, genauso sehe ich das auch. Als ich noch weniger (besser eher nichts) davon verstand, fanden die zufälligen luziden Traumerlebnisse (turiya) vorzugsweise an Äquinoktien statt.

    Ich habe dann eine Bestätigung in der antiken Mithraslehre gefunden:
    Der Aufstieg zu dem Ewigen, zu den Fixsternen, geschieht nach der Mithraslehre über die Planeten. Sie bewegen sich und tragen die Seele zu dem ewigen Fixsternhimmel hinauf. Eine besondere Rolle spielt dabei die Sonne, auch sie wird als Planet angesehen. In ihrem Gang durch das Jahr schneidet sie zweimal den Himmelsäquator, zur Tag- und Nachtgleiche im März und im September. Diese Schnittpunkte sind gleichsam die Umsteigestationen der Seele in die Fixsternwelt. Deshalb wurden zu diesen beiden Zeitpunkten auch die Hauptfeste des Mithraskultes gefeiert.

    Überhaupt wussten wohl die meisten Menschen in der Antike über all das gut Bescheid. Man denke nur an Nero. Wahrscheinlich der begabteste römische Kaiser. Zum ersten mal gut dargestellt in National Geographic 2009 How Nero saved Rome.
    Auch die gotischen Architekten die mit ihren Kathedralen den astralen Buchenhain in unsere 3D Welt umgesetzt haben, wussten das. s. Wolf-Dieter Storl (33:40 min in dem Video http://www.youtube.com/watch?v=H5HvZq6spwI) Höchst interessant!!!! Das ganze Video dreht sich auch um das Thema Deiner Antwort.

    Mit anderen Worten: die westliche Welt ist mit Beginn der Industrialisierung buchstäblich verblödet. Aber jetzt wendet sich das Blatt wieder!

    Super blog, Jonas. Mach weiter so.
    Zur Haussuche: wie wär’s mit Meißen oder Weimar?

  2. Ich habe auch mal ne Frage und zwar hattest Du unter anderem für Astralreisen zur Unterstützung ein Magnetkissen empfohlen. Ich habe von jemand anderem noch einen Hinweis, daß man alle Metallteile ( Schmuck etc.) entfernen soll und wenn möglich leicht bekleidet.
    In der Zirbeldrüse gibt es ja magnetische Kristalle, aber erreiche ich mit dem Magnetkissen nicht das Gegenteil?

    Was genau hat das alles auf sich?

  3. Hallo Anja,
    das Magnetkissen unterstützt das Träumen, nicht unbedingt das Astralreisen. Außerdem ist das Magnetkissen ja außerhalb des Körpers und liegt nicht nach oben hin an.
    Schmuck und Metalle am Körper, den man noch nicht lange trägt, hat eine niedrigere Frequenz und kann darum eine Loslösung erschweren. Wenn man bereits jahrelang den Schmuck trägt, passt sich die Frequenz an.
    Liebe Grüße, Jonathan

  4. Hallo Ingeborg,
    danke für Deinen Kommentar.
    Über die Tag- und Nachtgleiche habe ich diesbezüglich noch nicht darüber nachgedacht, aber ich sehe schon einen möglichen Zusammenhang zu Sternen- bzw. Planetenkonstellationen. Und danke für das Video, da schaue ich mal rein.
    Meißen sagt mir jetzt nichts, aber in Weimar war ich schon mal und fand es sehr schön dort.
    Liebe Grüße, Jonathan

  5. Hallo Jonathan,
    kennst du Mindmachines?
    Und was hältst du von so einer Maschine.
    Sind sie hilfreich für Astralreisen?

    Gruß Isi

  6. Hallo Jonathan
    In letzter Zeit ist es mir immer wider gelungen den wechsel vom Alltagsselbst in das Traumselbst bewusst mit zu erleben. Dabei ist mir dann klar geworden das der Alltag ja eigentlich auch nur ein traum ist, der von dem Traumselsbst geträumt wird, und das man eigentlich nur die Realitätsebenen ständig wechselt. Verhält es sich denn tatsächlich so?

    Gruß Torben

  7. Hallo Jonathan,

    sehr spannend.
    Wie kann man denn dann die Träume erklären, die aus “Tagesresten” bestehen (glaube Freud hat das so genannt). Also Träume, in denen Dinge vorkommen, die man am Tag vorher erlebt hat. Sind das auch Erlebnisse des Traumselbst? Beeinflussen also meine Tageserlebnisse die Erlebnisse des Traumselbstes?

    Viele Grüße

  8. Ich danke dir für die schnelle Antwort, das ist alles sehr aufregend aber vieles kann ich nun besser verstehen. Vielen Dank

    Gruß Torben

  9. Hallo Isi,
    ja, Mindmachines kenne ich. Habe auch hier eine und sie sind sehr hilfreich, um bestimmte Zustände etwas zu erleichtern. Eher luzides Träumen oder meditative Zustände als Astralreisen würde ich sagen.
    Liebe Grüße, Jonathan

  10. Hallo Sabrina,
    die “Tagesreste” sind vielmehr alternative Möglichkeiten anderer existierender Selbste in Paralleluniversen. Und richtig, beide Selbste beeinflussen einander.
    Liebe Grüße, Jonathan

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