Fragen & Antworten: Wahrnehmungskonditionen brechen

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‘Fragen und Antworten’ ist eine Unterrubrik, um Fragen zu stellen, die man gern beantwortet haben möchte. Diese Fragen können zu all den Themen gehören, die es in Form von Rubriken auf meinem Blog gibt.

Frage:

Es wird doch gesagt und verhält sich ja auch so, dass wir durch Eltern, Schule und Gesellschaft von Kindheit an dazu angehalten werden, nur dass zu sehen oder wahrzunehmen, was wir mit den Sinnen erfassen können. Wir verlernen also die multidimensionale Wahrnehmung. Aber wie macht man diesen Prozess wieder rückgängig? Was braucht es denn noch, um seine Wahrnehmung zu erweitern? Oder muss man dazu immer in einem besonderen Bewusstseinszustand sein, wie z.B. im hypnagogen Zustand?

Antwort:

Eltern und Schule haben uns die kontinuierliche bzw. lineare Zeitwahrnehmung gelehrt, so, wie es auch ihnen gelehrt wurde. Aus dem Grund streitet man sich noch heute, wer zuerst existiert hat: Die Henne oder das Ei. Eltern und Schule dienen als Lehrer für die physische Realität. Kinder befinden sich bis zur Pubertät in einem veränderten Bewusstseinszustand, im Vergleich zu Erwachsenen, der sie dazu bringt, leichter beeinflussbar zu sein. In dieser Zeit sind sie äußerst lernfähig, aufnahmebereit und prägbar. So lernen sie auch ziemlich schnell das Prinzip von Ursache und Wirkung. Dies bewirkt, dass wir sämtliche Erfahrungen auf der physischen Realitätsebene nach einem ganz bestimmten Muster ordnen und die Welt auch so wahrnehmen. Wir nehmen wahr, wie wir morgens aufstehen und Frühstücken. Nach dem Aufstehen gibt es für gewöhnlich kein Abendessen oder wir nehmen wahr, dass wir zuerst einen Führerschein machen und dann ein eigenes Auto fahren oder wir arbeiten und erhalten daraufhin unseren Lohn. Dieses Wahrnehmungsmuster auferlegt uns eine Wahrnehmungsreihenfolge, das wir als linear oder als alltägliche Zeitspur betiteln können.

Der hypnagoge Zustand ist primär ein Sprungbrett, um bewusster bestimmte Bewusstseinszustände, die Traumwelt oder Astralwelt zu erreichen. Um jedoch diese Zeitspur zu beeinflussen, muss man erst einmal trainieren, das lineare Wahrnehmungsmuster derart zu beeinflussen, dass es nonlineare Wahrnehmungen durchlässt. Das Träumen ist eine Möglichkeit, um das zu erreichen sowie diverse Bewusstseinsspiele, die man anwenden kann und den linearen Zeitablauf unterminieren. Dazu kann man sich beispielsweise vorstellen, dass gerade Sommer ist, obwohl es sich gerade um einen kalten Frühlingstag handelt oder man stellt sich vor, dass jetzt gerade gestern ist und morgen heute sein wird. Halt alles, was den linearen Zeitablauf irritiert und sein starres Muster ein wenig lockert. Der Fantasie ist dahingehend keine Grenzen gesetzt und man kann sich die interessantesten und spaßigsten Bewusstseinsspiele überlegen.

Dies wäre der Anfang, um zu seiner multidimensionalen Wahrnehmung zurückzukehren. Die Vorteile sind offensichtlich: Man kann nicht nur erlernen, unterschiedliche Realitäten wahrzunehmen, sondern man kann auch zukünftige sehen und entsprechend handeln, um die besseren Realitäten anzuvisieren. Dieser Vorteil birgt aber so endlos viele Möglichkeiten in sich, dass man die Tiefe dieser Möglichkeiten nicht gleich erkennt. Jede Realität, die man anwählt, ist stets die bewusste bzw. unterbewusste und vor allem eigene Wahl. Wie viel schöner wäre es, wenn man bewusst mögliche zukünftige Realitäten anziehen könnte, die einem lieber wären als das, was man ansonsten ständig erlebt? Die multidimensionale Wahrnehmung beinhaltet genau diese faszinierende Möglichkeit.

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4 Kommentare zu “Fragen & Antworten: Wahrnehmungskonditionen brechen

  1. Hallo, Jonathan

    Auf die Idee muss man wirklich erst mal kommen, sich vorzustellen, dass jetzt gestern wäre o.ä. Aber ich spüre schon beim ersten Versuch, dass sich innerlich etwas lockert. Die Abläufe kommen einem nicht mehr so festgelegt vor, und ein Gefühl von Freiheit stellt sich ein.
    Sehr aufschlussreich finde ich auch Deine Aussage, dass wir gelernt haben, unsere Wahrnehmungen bzw. physischen Erfahrungen nach Mustern zu ordnen. Anscheinend geht das so in Fleisch und Blut über, dass wir diese Ordnung für naturgegeben halten und unseren Anteil daran vergessen.
    Aber es reicht nicht, das alles theoretisch verstanden zu haben, man kann die Denkgewohnheiten nur durch entgegengesetzte Übungen ändern.

    LG, Uwe

  2. Hallo Uwe,
    das ist schön zu hören, dass es gleich so gut bei Dir anschlägt. :-)
    Du hast es erfasst, die Theorie allein reicht leider nicht aus, um etwas zu ändern. Man muss die Veränderung erfahren.
    Liebe Grüße, Jonathan

  3. Hi Jonathan, interessante Theorie…

    Ich hab dazu mal eine andere Frage
    Kann man seine visualisierungskraft wieder verstärken ?
    Denn selbst wenn ich intensiv an Dinge denke halten diese in bildlicher Form bei geschl. Augen nur vielleicht eine halbe Sekunde an..

    Wie kann ich die Visualisierungskraft deiner Meinung nach wieder trainieren und erhöhen ?
    Was ist dazu notwendig ?

    Ich Bitte dich um Entschuldigung um diesen kleinen Offtopic :/

    Aber die Frage brennte mir schon seit längerem auf der Seele.
    Lg FreeMind

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