Filmkritik: Doctor Strange

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Der arrogante Neurochirurg Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) kann sich aufgrund seines Jobs alles leisten, was er sich wünscht, doch eines Tages verliert er durch einen Unfall die Fähigkeiten seiner Hände. Niemand kann seine Hände wieder so weit heilen, dass er weiterarbeiten kann, also sucht er nach Alternativen. Dabei stößt er in Nepal im geheimen Kloster Kamar-Taj auf die Älteste (Tilda Swinton), die ihn in die geheimen Mysterien der Energiemanipulation, Teleportation und der Astralprojektion führt. Dabei entdeckt er, dass er sich in einen Kampf zwischen Gut und Böse eingemischt und neue Widersacher gewonnen hat, welche die Weltherrschaft an sich reißen wollen…

Spannende und hervorragende Spezialeffekte, die einen Cumberbatch dabei zeigen, wie er durch endlose Dimensionen geschleudert wird, versüßen das Kinoabenteuer zusehends, doch die Enttäuschung wächst mit jeder Minute, die vergeht. Während der Film in der ersten halben Stunde ebenso mit hervorragenden und gelungen Storyaufbau aufwartet, in dem überhaupt die Möglichkeiten der Astralprojektion und Teleportation mithilfe geistiger Fähigkeiten verkündet und als geheimes Tempelwissen dargestellt werden, sein Geist aus dem Körper herausgeschleudert und in ferne Dimensionen katapultiert wird, so entwickelt sich danach der Film mit rasendem Tempo zu einem unrealistischen Sammelsurium an verdrehten Darstellungen solcher interessanten Möglichkeiten und befremdlichen Spezialeffekten höchster Übertriebenheit. Wer nur kurz an die Existenz der Astralprojektion oder der Teleportation geglaubt haben mag, wird nun davon ausgehen, dass man einen übertriebenen Zauber mit viel Herumgefuchtele ausführen muss, damit überhaupt etwas passiert.

Kleine Gags wie mit dem geheimnisvollen Zettel, der Strange zugeschoben wird, auf dem Shamballa steht und ein Wink auf die Hohlwelt und den Dalai Lama darstellt, und sich dann als WiFi-Passwort entpuppt, lockern die hektische Atmosphäre ein wenig aber bei weitem nicht genügend auf.

Fazit: Nur am Anfang stark. 6 von 10 Sternen
Regie und Drehbuch: C. Robert Cargill und Jon Spaihts
Mit: Benedict Cumberbatch, Chiwetel Ejiofor, Mads Mikkelsen
Land: USA, 2016, ca. 112 min.
Genre: Mystery
FSK: ab 12 Jahre
Ähnliche Filme: Airbender
Trailer: Video
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6 Antworten für “Filmkritik: Doctor Strange”

  1. Samuel sagt:

    Seh ich auch absolut so!
    Der Trailer war “irreführend”. Hätte mich aber auch gewundert wenn das Thema spirituelle Entwicklung von so großen Filmmacher unterstützt geworden wäre.

  2. Florian sagt:

    Hallo Jonathan,

    Oh man, und ich wollte jetzt schon wild fuchtelnd durchs Dorf laufen und einen auf Bibi Blocksberg machen:-)Hex Hex

    LG Flow

  3. Albert sagt:

    @ Florian

    Hallo Flori!
    Da brauchst Du beim joggen eine blonde Perücke und wild fuchteln mit den Händen.
    So in etwa:
    http://blog.eventim.de/wp-content/uploads/2015/05/bibi-blocksberg-tickets-2015-2.jpg
    Das würde Deine Mitbewohner im Dorf bestimmt verzaubern, oder? Ha,Ha,Ha…Florian…

    LG Albert

  4. Marco sagt:

    @Samuel – Ich kann deine nur Meinung teilen. Anstonst toller Beitrag. Bitte so weiter machen :)

  5. Johnny sagt:

    Hm, dann warte ich eben weiter auf den Film, bei dem ich so geflasht bin wie bei “The Matrix”. Die Trailer zeigen immer einen komplett anderen Film…

  6. Maxi sagt:

    Toller Film :) !

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