Traumnacht: Der gezackte Außerirdische

Traumnacht” ist eine Reihe, in der ich mich bewusst darauf konzentriere, einen luziden Traum oder eine außerkörperliche Erfahrung zu erleben bzw. in der ich von einem interessanten oder außergewöhnlichen Traum berichte.

Endlich lag ich im Bett. Ich war den ganzen Tag unterwegs gewesen und genoss die Möglichkeit, jetzt ein Stündchen auszuruhen. Doch ich war überhaupt nicht müde, also beschloss ich, ein wenig zu meditieren. Vielleicht eine Meditations-CD? Ich setzte meinen Kopfhörer auf und scrollte durch die Liste meines MP3-Players, während ich es mir schon in meinem Bett ziemlich gemütlich gemacht hatte. Was höre ich mir denn jetzt an? Ah, da hatte ich etwas gefunden. Ich startete die Meditationsmusik und ab ging es auch schon. Die Töne brachten mich schnell in einen entspannten Zustand. Einige Minuten später fühlte ich meinen Körper kaum noch und hörte mich nur noch atmen…

Plötzlich hörte ich ein gewaltiges Trampeln. Ich sah deutlich Sand, der weit hinaufgewirbelt wurde. Ich bewegte mich als Beobachter durch die Szene und fragte mich, woher dieses Trampeln denn kam. Dann sah ich riesige Elefanten. Es waren mehrere in einer Reihe. Ihre graue, ledernde Haut war zum Greifen nahe. Ich befand mich auf Höhe der Beine und sah ihre riesigen Füße. Bumm! Bumm! Wie Trommeln kamen mir ihre stampfenden Füße vor, wenn sie sich tief im Sand vergruben. Vielleicht befand ich mich in Afrika oder in Indien. Ich konnte es in dem Moment nicht einschätzen. Hoch oben auf den Elefanten saßen Menschen in Aufbauten, die wie Sattel wirkten. Sie trugen Lanzen, spähend und bereit, geworfen zu werden. Die Elefanten bewegten sich in Reih und Glied nebeneinander her, als wollten sie in einer Reihe eine gut verteidigte Stellung erstürmen. Doch dann verschwand das laute Getöse und Trampeln und es war plötzlich still. Dunkelheit. Dann erkannte ich etwas, das sich aus der Dunkelheit schälte. Es war ein seltsames Wesen. Die Beine waren sehr kurz und dick, die Knie sehr spitz und nach außen gedreht. Die Füße wirkten ebenfalls sehr spitz wie die Schuhe Aladdins. Das Becken und der Oberkörper schienen eins zu sein und sicherlich doppelt so lang wie die Beine. Nicht schön anzusehen war, dass er überhaupt keine Haut besaß! Ich entdeckte nur Muskeln, Sehnen und Fleisch. Einen Hals erkannte ich nicht, aber dafür einen sehr großen Kopf. Von seinem Kopf gingen sehr spitze Zacken aus, die beinahe wie eine Dornenkrone oder einer dieser Polar-Bastelsterne wirkte. Auf diesen Zacken befanden sich kleine Augen, die neugierig in meine Richtung blickten. Sofort erkannte ich ihn wieder. Es war der gezackte Außerirdische, den ich im letzten Jahr in einer Shakti-Sitzung kennengelernt hatte. Er stand dort einfach nur in der Dunkelheit und schaute und schaute.

Dann verschwand der Außerirdische auch schon wieder und ich öffnete die Augen. Er war in seiner Erscheinung völlig weit entfernt von einem Grey, also diese kleinen, grauen Männchen mit den großen Köpfen. Wer immer er ist. Ich bin gespannt, wenn er bald wieder einmal auftaucht.

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3 Kommentare zu “Traumnacht: Der gezackte Außerirdische

  1. Hallo Jonathan,
    das scheint ein sehr freundlicher “Geselle” zu sein, so fühlt es sich zumindest an, was wohl in ihm vorgeht,wenn er dich ansieht. Dass er wieder auftaucht ist sicher nur eine Frage der “Zeit”.

    >Nicht schön anzusehen war, dass er überhaupt keine Haut besaß! Ich entdeckte nur Muskeln, Sehnen und Fleisch.<
    Versuche mir vorzustellen wie das aussieht. Beim Lesen tauchen, wie immer, Bilder auf, in meiner Vorstellung umgibt dieses Wesen eine Art fast unsichtbarer Hülle, mag aber gut sein, dass ich da etwas hinein interpretiere.

    Liebe Grüße
    Maureen

  2. In mir wird eher der “Beschützerinstikt” angesprochen und durch “wie DER bechrieben wird” irgendwie noch verstärkt. Er hat doch sicher einen Namen und ist auf seine Weise sehr liebenswert. “Der” klingt so, als ob er Nichts wert ist.
    Versteh mich bitte nich falsch, Rosi, dies ist keine Wertung deines Kommentares oder deiner Person, einfach nur ein Gefühl, welches sich in mir breit macht.
    Liebe Grüße
    Maureen

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