Archiv: Der Käfig (Pilotfilm Raumschiff Enterprise)

“(Traum-)Archiv” ist immer ein Traum oder ein bewusstseinserweiterndes Erlebnis, das ich vor vielen Jahren erlebte und einen bleibenden Eindruck in mir hinterlassen hat. Aus dem Grund gedenke ich ihnen hiermit noch einmal, so geraten diese interessanten Träume und Erlebnisse nicht in Vergessenheit und die Leser können auch an meinen Erfolgen zu jener Zeit nachträglich teilhaben.

Es war am 26. Oktober 1993, mittlerweile also genau zwanzig Jahre her, als ich mit einer Freundin vor dem Fernseher saß. Gespannt warteten wir auf den Beginn des Films. In Hollywood hatte nämlich das Filmstudio, dass einst die Serie “Raumschiff Enterprise” gedreht hat, eine spektakuläre Entdeckung gemacht: Sie haben nach 30 Jahren den Pilotfilm zu dieser hervorragenden Serie wiedergefunden, der noch nie zuvor ausgestrahlt wurde. Er galt als unauffindbar, geradezu verschollen. In dem Pilotfilm, mit dem bereits verdächtigen Titel “Der Käfig” spielte eine ganz andere Crew mit. Bis auf Mr. Spock, bestand die Mannschaft aus völlig anderen Schauspielern. Für mich und meine Zirbeldrüse waren bereits in der ersten Szene klar, dass dieser Film aus der Ursprungsrealität kam, in der ich einst gelebt hatte. Aus dem Grund musste ich diesen Film unbedingt sehen…

Was bedeutet denn Ursprungsrealität überhaupt? Jeder Mensch ist ein Schöpfer und er trägt den Funken des Alleinigen Schöpfers in sich und verfügt ebenso, noch rudimentär, über diese Gabe. Darum erschafft er unterbewusst ständig alternative Realitäten, die er daraufhin betritt. Auf diese Weise begibt er sich in immer neu erschaffene Realitäten, die der Realität zuvor sehr gleicht, aber dann doch andere Verläufe nimmt. Der Wechsel fällt einem aufgrund der Tatsache, dass man seine Erinnerungen an seine Vergangenheit mitnimmt, nicht unbedingt auf. Die Wechsel sind teilweise derart minutiös, dass geringe Veränderungen in der Gegenwart nicht auffallen. Selbst wenn plötzlich eine Pflanze im Zimmer steht, die vor dem Realitätswechsel nicht vorhanden war, wird augenblicklich die Erinnerung an die Existenz der Pflanze nachträglich eingesetzt. Manchmal fallen einem solche Veränderungen auf, aber das Umfeld wird natürlich die Pflanze als lange existent erklären, denn der Einzige, der sich hier verändert hat, ist man selbst. Somit werden andere Personen im Raum natürlich aufrichtig sein, denn sie kennen diese Pflanze.

Diese Wechsel sind ziemlich schwer zu beschreiben und doch so einfach zu begreifen, falls man einen solchen Wechsel einmal bewusst miterlebt. Als Beispiel kann ich dazu anbringen: Wenn man sich in einem Kino mit zehn möglichen Kinos befindet und sich einen Film anschaut und daraufhin das Kino wechselt, werden die Besucher in Kino 2 natürlich eine andere Filmvergangenheit besitzen als derjenige, der von Kino 1 in Kino 2 kam. Sie werden zurecht behaupten, dass alle Elemente des Films tatsächlich zu sehen waren und dass die Elemente, von denen man spricht, nicht vorgekommen sind – denn man selbst ist es nur, der das Kino gewechselt hat. Nun stelle man sich weiter vor, dass in jedem der Kinos ein ähnlicher Film läuft, vielleicht eine Serie, Episode 1 in Kino 1 und Episode 2 in Kino 2 usw. Wechselt man nun von Kino 1 in Kino 10 ist der Sprung verständlicherweise etwas größer, denn innerhalb der neun Episoden, die mittlerweile abgespielt wurden, kann sich im Leben der Hauptdarsteller bereits einiges geändert haben, gerechnet von der Inneneinrichtung bis zur Kleidung und Frisur usw. Bei einem solchen Episodensprung würde man also über bestimmte Informationen nicht mehr verfügen, immerhin hat man mindestens acht davon ausgelassen. Für die anderen Kinobesucher in Kino 10 jedoch, davon kann man ausgehen, befinden sich auch nur jene, die alle vorherigen neun Episoden gesehen haben. Somit schauen sie einen verdutzt an, wenn man Dinge hinterfragt, die in den Episoden zuvor vorgekommen waren und man sie trotzdem nicht weiß. Für sie erscheint es dann, als hätte man Amnesie oder eine andere Form des Gedächtnisverlustes erlitten.

Dies nur einmal als ein Gleichnis, um verständlich zu machen, dass unser Leben ebenfalls eine Aneinanderreihung von sehr viele Episoden darstellt und jeden Morgen, wenn wir aufwachen, beginnt die nächste Episode. Wir leben also in einer Daily-Soap. Sicherlich mit einer genialen Grafik und einem ganz vorzüglichem 3D-Chip, aber es ist und bleibt eine Daily-Soap, eine Seifenoper. Das Erleben dieser Realitäten setzt über unsere unterbewusste Schöpferkraft voraus, dass wir nicht nur an jedem Morgen, sondern auch in bestimmten Alltagssituationen von einer alternativ erschaffenen Realität in die nächste wechseln. Die einstige Ursprungsrealität ist uns somit verständlicherweise abhanden gekommen. Die Rückkehr in diese erste Realität würde uns als den Schöpfer erkennen lassen, der wir sind. Das ist nur allzu logisch, denn der Erste hat ja ein anderes Selbst erschaffen, welches sich von da an auch als erschaffen fühlte und nicht unbedingt als Schöpfer.

Mit dieser meiner Analogie im Hinterkopf möchte ich nun wieder zum Thema “Der Käfig” kommen und davon berichten, wie meine Zirbeldrüse bzw. mein inneres Auge darauf reagiert hat, als der Film startete. Ich schaute mir den Film mit Vivian an, einer langjährigen Freundin.

Als die ersten Bilder eingespielt wurden, man erinnere sich dabei an die Anfangssequenz (s. Opening), in der das Raumschiff gezeigt wurde und durch das All flog, folgte bereits der erste Zirbeldrüsen-Flash und zeigte mir, dass dieser Film aus der Ursprungsrealität kam. Vivian reagierte recht ähnlich darauf und es fiel ihr ebenso auf, dass dieser Pilotfilm nicht in unserer Realität aufgenommen wurde. Das Verschwinden des Films war für mich völlig plausibel. Er musste einfach verschwinden, weil er nicht in unsere Realität gehört hatte. Warum er jedoch nun plötzlich wieder in unserer Realität erschien, konnte ich nicht erkennen. Ich vermutete, dass es ein Lehrstück für mich sein sollte – und jedem, der es als ein solches akzeptieren konnte.

Im Laufe des Pilotfilms kamen so viele Symbole und Gleichnisse vor, dass ich einen Flash und eine Gänsehaut nach der anderen erfuhr. Um diesen Artikel nicht allzu lang zu gestalten, werde ich nur auf die Kernsymbole eingehen. Zur Story:

Der Captain Christopher Pike erhält nach einem schweren Kampf und hohen Verlusten noch einen Notruf vom Planeten Talos IV. Dieser Notruf kommt von einem Raumschiff, das seit 18 Jahren als vermisst galt und auf Talos IV abgestürzt war. Pike reagiert auf den Notruf und fliegt dort hin, um den Sachverhalt zu prüfen. Als sie dort ankommen, finden sie die Crew in hervorragender Verfassung wieder. Sie haben es sich in den vielen Jahren sehr gut eingerichtet und überlebt. Eine der dort lebenden Personen, eine Frau namens Vina, die erst nach dem Absturz dort geboren wurde, macht sich an Pike heran und will ihm etwas zeigen. Plötzlich verschwindet Vina, mit ihr die einst abgestürzte Crew und im nächsten Augenblick kommen zwei Talosianer aus einem Lift heraus. Sie sind Außerirdische mit sehr hohen Köpfen und Meister der Telepathie und Illusion. Sie entführen Pike und nehmen ihn mit in ihr Höhlensystem. Mr. Spock und ein paar andere Crewmitglieder von der Enterprise versuchen die Lifttür zu knacken, versagen jedoch und können einfach nicht in das unterirdische Gewölbe eindringen.

Als Pike zu sich kommt, findet er sich in einem Käfigsystem wieder, in dem sich mitunter unterschiedliche Lebensformen von etwaigen Planeten aufhalten. Für ihn wirkt das wie ein riesiger unterirdischer Zoo. Die Talosianer bevorzugen weniger Gespräche mit Pike, sondern mehr Interesse an psychologischen Experimenten. Sie wollen herausfinden, wie er in bestimmten Situationen reagiert. So beeinflussen sie ihn telepathisch derart intensiv, sodass er glaubt, er befände sich mit Vina in einer bedrohlichen Situation, in der er sie vor einem Ungeheuer beschützen müsse.

Auf der Enterprise hingegen wird deutlich, dass die Talosianer überlegende Wesenheiten sind, die einem selbst über enorme Entfernungen jede Realität vorgaukeln können, die sie wünschen. Von daher waren auch die Überlebenden der Crew nur eine Illusion von ihnen gewesen, um den Captain zu entführen. Während die Mannschaft also versucht, den Lift zu knacken, erfährt Pike weitere Illusionen. Die Talosianer suggerieren ihm schöne Erlebnisse mit Vina beim Picknick oder in anderen Situationen angenehmer Art, um auch in solchen Momenten zu schauen, wie er reagiert. Pike erkennt mit der Zeit die Schwächen der Talosianer und kann einen von ihnen überwältigen und sich befreien. Die Mannschaft von der Enterprise muss derzeit feststellen, dass sie den Zugang zum Lift längst geknackt haben, dass nur die Talosianer ihnen suggeriert hatten, sie besäßen wirkungslose Waffen. Zum Ende werden die Talosianer überwältigt und erklären, dass sie dem Untergang geweiht sind und Vina, so stellt sich heraus, einst tatsächlich bei dem abgestürzten Raumschiff Teil der Mannschaft gewesen ist und den Absturz überlebt hat, ist dabei jedoch völlig entstellt worden und freute sich über die Illusionen der Talosianer, weil sie darin wieder schön sein konnte. Vina wollte aus diesen Gründen den Planeten nicht verlassen.

Die Crew möchte den Talosianern helfen und schlagen ihnen vor, ein Abbild von Captain Pike zu erzeugen, um dieses bei Vina zu lassen, damit sie über einen Partner verfüge. Der richtige Captain geht zurück an Bord der Enterprise. Doch dieser Umstand ist noch etwas verwirrender, denn 16 Episoden später kommt der ganze Verlauf dieses Pilotfilms in der Episode “Talos IV” abermals vor und Mr. Spock möchte Captain Pike zu diesem Planeten zurückbringen, weil dieser durch einen schweren Unfall völlig gelähmt war. Pike wollte zurück zu den Talosianern, um dort die Illusion zu erhalten, dass er wieder gesund und geheilt sei.

Dies zum Pilotfilm und zu Episode 16, die die Handlung des Pilotfilmes noch einmal aufgriff und wiederverwendete. Als Episode 16 im TV ausgestrahlt wurde, war der Pilotfilm überhaupt nicht bekannt, denn man hatte sich nach dessen Entstehung dagegen entschieden, ihn auszustrahlen. Man glaubte, er sei für die damaligen Zuschauer viel zu intellektuell. Daraufhin wurde eine neue Crew zusammengestellt, mit Captain Kirk, Chekov, Uhura usw., und natürlich wieder einmal mit Mr. Spock.

Nun zu einigen Zirbeldrüsen-Flashs, die ich während des Pilotfilms registrieren konnte:

Seltsam und eigentlich ungewöhnlich ist überhaupt einmal, dass sich der Captain stets dem ersten Besuch eines Planeten anschließt. Normalerweise bliebe doch der Captain an Bord und würde vom Raumschiff aus sein Erkundungsteam steuern. Dass er jedoch mit zum Planeten reist, so erkannte ich, ist symbolisch sehr wichtig, denn der Captain ist das Ego, die Persönlichkeit, mit der man sich in diesem Gleichnis identifiziert.

Die ursprüngliche Crew ist also so gut wie gar nicht mehr identisch mit der neuen Crew, die jeder, der die Serie Raumschiff Enterprise gesehen hat, kennt. Hier existiert also der Hinweis auf einen Wechsel von einer Realität in eine andere. In der alternativen Realität, die daraufhin in den folgenden Episoden mitverfolgt werden durfte, war nur Mr. Spock das einzige Überbleibsel.

Die Außerirdischen bzw. die Talosianer setzten Vina und Pike unterschiedlichen Illusionen aus, in denen sie Gefahren zu bestehen oder einfach nur schöne Momente miteinander zu teilen hatten. Sämtliche Dinge, die sich der Captain gewünscht hatte, z.B. schöne Momente mit Vina zu verbringen, konnte er in seinen Illusionen erleben.

Zum Schluss musste sich Pike entscheiden, ob er nun auf Talos IV bei Vina bleiben oder wieder zurück zu seinem Schiff gehen wolle. Er konnte sich nicht entscheiden und dies verursachte eine Spaltung in ihm, die wiederum zwei Pikes entstehen ließ. Gerechtfertigt wurde dies innerhalb des Filmes, dass die Talosianer eine Illusion von ihm erzeugten. Tatsächlich jedoch hatte man es hier mit der Erschaffung einer alternativen Realität zu tun.

Ich wunderte mich, warum Spock in den nächsten Folgen weiterhin dabei war. Diese Frage, die ich nach innen stellte, löste einen Kälteschauder in mir aus. Daraufhin erkannte ich, dass dieser Pilotfilm ein Originalfilm bzw. ein Film aus der Ursprungsrealität war. Das Ergebnis dieses Realitätswechsels war, dass die Schauspieler diese Crew nicht mehr spielen konnten, weil der Captain in seinen Illusionen zurückblieb und der andere Captain, der zurück auf das Schiff ging, gleichzeitig zu seiner Ursprungsrealität zurückkehrte. Dies ist vielleicht nicht einfach zu verstehen, was mir die Zirbeldrüse hier zeigte, aber es war mir völlig einleuchtend, warum die Crew gewechselt werden musste. Die Rechtfertigungen, die das Filmstudio dafür besaß, mögen andere gewesen sein, aber für mich erkannte ich den höheren Sinn und dieser bestimmte tatsächlich den Crew-Wechsel. Da ich als illusionäres Selbst in einer alternativen Realität lebte, war mir deutlich, dass ich den weiteren Verlauf der realen Star-Trek-Reihe nicht weiterverfolgen konnte, da sie die Realität gewechselt hatte. Die illusionäre/alternative Realität besaß keinen Captain mehr. Und wenn diese keinen mehr besaß, konnte es in meiner Realität auch keine weiterführende Episode mit dieser Crew mehr geben.

Am nächsten Tag berichtete mir Vivian, sie hatte in der Nacht darauf Albträume und dass sie ständig gegen jemanden gekämpft hätte. Dabei wäre sie in den Kämpfen zwischendurch des Öfteren im Kindesalter im Bett ihrer Eltern wachgeworden. Dort hätte sie erkannt, dass es zum Weg zur Bewusstseinserweiterung dazugehöre, an diesem Moment wieder anzuknüpfen, in dem man sich dazu entschieden hatte, sich lieber für die Illusion entschieden zu haben. Diese Entscheidung hat ein jeder von uns in seinem Leben getroffen. Als sie mir das erzählte, stimmte mir meine Zirbeldrüse sofort zu. Jeder von uns ist in der Lage, den Moment ausfindig zu machen, in der man die Illusion der Ursprungsrealität vorzog.

Ich hoffe, dass ich mit diesem Bericht aus meinem Archiv ein wenig vermitteln konnte, was es bedeutet, in einer alternativen Realität zu existieren, die sich immer weiter generiert und sich derart weiter von der Ursprungsrealität entfernt. Damit möchte ich nicht behaupten, dass dies schlecht sei, sondern nur, dass immer neue alternative Realitäten die Erinnerungen an die Ursprungsrealität verschütten. Wenn man sich nicht einmal an seine Ursprungsrealität erinnert, wie soll man sich an andere Leben erinnern, die so weit entfernt scheinen…?

 

15 Kommentare zu “Archiv: Der Käfig (Pilotfilm Raumschiff Enterprise)

  1. Sehr interessant! Manchmal habe solche Flashs. Ich erinnere mich für kurzen Moment an etwas Bekanntes, aber ich kann mich nicht erinnern was das war. Kurze Zeit später habe ich wieder alles vergessen. Dieses Gefühl ist schwer zu beschreiben. Vielleicht sind es Erinnerungen aus anderen Realitäten?

  2. Jonathan, ich glaub’ mich tritt ein Pferd!
    Eben lese ich deinen Artikel und denke mir noch “Interessant, ob das wirklich so ist…” denke mir nichts böses und setze mich auf den Balkon.
    Plötzlich sehe ich, wie aus den untersten Lichter hier am Fernsehturm aus zwei nebeneinander stehenden ein mittiges geworden ist und plötzlich ein anderes im oberen Drittel plötzlich mindestens doppelt so hell leuchtet wie als ich noch vor einer Stunde draußen war.
    Ich glaub’ ich bin im falschen Film oder, wie du sagen würdest, ich träume… o.0

    Lieben Gruß
    Corvin

  3. Hallo Jonathan,
    ist es zwangsläufig so, dass man sich durch die ständig neu erschafften Realitäten immer weiter weg von der Ursprungsrealität bewegt? Da man sowieso ständig wechselt, kann es doch gut sein, dass dabei auch Sequenzen der der U-Realität dabei sind, aber es eben nicht bemerkt wird. Der Film ist ja auch wieder aufgetaucht. :-) Wie findet man den Moment, als man die U-Realität (erstmals) verlassen hat?
    Liebe Grüsse
    Christine

  4. Hallo Jonathan!
    Ja, es ist ganz so wie Du es schilderst.
    Einige solche Flash hatte ich bereits. Angefangen hat es mit etwa 6 Jahren, nach einem Keuchhusten-Anfall mit hohem Fieber(43grad Celsius) und kurzen Haluzinationen. Die mit grosser Wehmut erinnerte Scene vom Ursprünglichen, war (vor dem Erkranken) eine bestimmte Farbe des Himmels und ein bestimter Duft, nach einem sehr warmen Sommerregen. Es hat mich fast zum Weinen gebracht, wie eine Trauer nach einem Verlust. LG

  5. Hallo Christine,
    danke für Deinen Kommentar.
    Diesen Verdacht habe ich auch, dass manchmal etwas von der Ursprungsrealität in der gewohnten gegenwärtigen hindurchsickert, aber völlig unauffällig bleibt. Wie man den Moment findet? Ich würde sagen, dies funktioniert nur mithilfe der Dissoziation.
    Liebe Grüße, Jonathan

  6. Hallo Jonathan,
    danke für deine Antwort. Hab gehofft, es ginge vielleicht auch ohne Dissoziation… :-)
    Liebe Grüsse, Christine

  7. Weiß jetzt nicht ob das hier passt.
    Deja-vu Erlebnisse kennt ja jeder.

    Mir passiert das sehr oft bei Filmen oder Filmszenen. Nachdem ich das gesehen habe oder auch erst eine Stunde danach, bekomme ich das Gefühl das Ganze schon mal gesehen zu haben obwohl ich mir zumindest in mehreren Einzelfällen sicher bin das noch nicht gesehen zu haben.
    Was kann das sein?

  8. Hallo Tina,
    danke für Deinen Kommentar,
    Dann hast Du ihn vermutlich schon mal gesehen. Aufgrund der vielen alternativen Realitäten durchaus möglich.
    Liebe Grüße, Jonathan

  9. Vor etwa 10-12 Jahren fuhr ich nach Frankfurt/ Main um Jemanden zu besuchen. In der Straße gab es nur die Möglichkeit, meinen Renault R5 parallel zur Straße zu parken. Ich muss erwähnen, dass ich schon in der Fahrschule grottenschlecht darin war und zudem waren meine Einparkkünste rückwärts damals katastrophal (heute bin ich da geübter ^^). Aber das soll nur am Rande erwähnt sein…

    Am folgenden Tag wollten wir mit meinem Auto dann irgendwo hin fahren, ich glaube in die Stadt oder so. Ins Gespräch vertieft, startete ich den Wagen und schaltete in den Rückwärtsgang. Ich blickte über die Schulter um auf eventuell heranfahrende Gefährte zu achten, als es von den Rücksitzen rief: “Pass auf, der Baum!!!!!”

    Ich erschrak mich fast zu Tode und fragte: “Baum?! Welcher Baum!” “Der hinter dir!”, kam als Antwort. Ich blickte in den Rückspiegel und tatsächlich war da ein Baum unmittelbar hinter meinem kleinen Wagen…Die Sache war nur die: Da stand am Tag zuvor keiner. Als ich meinte “Der war da vorher aber nicht!”, konnten sich meine Mitfahrer trotz Schreck kaum noch halten vor lachen und gröhlten “Klaaaaaar, der ist da über Nacht gewachsen!!!” Zu dieser Zeit zweifelte ich auch stark an meiner eigenen Wahrnehmung, aber ich hätte schwören können, dass dieser Baum erst später da stand. Heute wüsste ich es wahrscheinlich besser :-D

    Danke, Jonathan!

  10. Hallo AllIneed,
    danke für Deinen Kommentar.
    Solche kleinen Realitätsverschiebungen bzw. -fluktuationen können durchaus auftauchen. Das ist mir auch schon häufiger passiert. Die anderen Personen befanden sich natürlich schon die ganze Zeit in der Realität und für die war dann bspw. der Baum auch die ganze Zeit vorhanden. Ähnliches passiert Kindern auch so oft. Sobald die Mutter sagt, bring mir mal das Salz aus dem Küchenschrank, dann finden es die Kinder öfter mal nicht. Das liegt daran, dass ihre Realität noch nicht so fein getuned ist bezüglich der erwarteten gemeinsamen Alltagsrealität und dann ist das Salz auch nicht da. Dann kommt die Mutter herbei und zeigt dem Kind, wo sich das Salz befindet. Wenn das Kind dann sagt, dass es vorher nicht da gestanden hat, ist dies auch völlig korrekt.
    Liebe Grüße, Jonathan

  11. Die Geschichte mit dem Salz oder auch anderen Dingen, die ich nach Aufforderung nicht finden konnte, ist ja interessant. Das erklärt mir manche seltsame Szenen aus der Vergangenheit. Wo ich dachte, bei mir stimmt etwas nicht.
    Wie ist denn dann das Salz in den Küchenschrank gekommen, wenn es für das Kind da nicht gestanden hat? Aber für die Mutter schon? Das heißt ja dann, das Mutter und Kind in 2 unterschiedlichen Realitäten leben, die Mutter das aber nicht weiß. Und einen dann fragt, ob man keine Augen im Kopf hat… Was man dann in der Situation als Gemeinheit aufgefasst hat, die es für einen als Kind dann auch war?
    Diese Situationsbeschreibung ist nicht ganz einfach.
    Was haben es heutigen Kinder einfacher, die einfach nur im Internet diesen Blogeintrag lesen müssen. Zu meiner Zeit, als ich zum Salzholen geschickt wurde, gab es gerade mal ein Wandtelefon und eine Fernseher mit Drehknöpfen…

  12. Hallo Karsten,
    danke für Deinen Kommentar.
    Ja, ganz richtig erkannt. Sobald dann die Mutter dazu kommt und zeigt, wo das Salz steht, erkennt es das Kind auch, weil ihre Gegenwart die Wahrnehmung leicht “korrigiert” und somit die Realität wahrnehmbar macht, in der sich das Salz an diesem Platz auch befindet.
    Liebe Grüße, Jonathan

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