Filmkritik: Memory Effekt 2013

Der Wissenschaftler und Professor Tom (Sasha Roiz) hat ein Gerät erfunden, mit dem er sich in die Erinnerungen anderer Menschen hineinhacken kann. Bei der Präsentation mit dem Sponsor gelingt es ihm tatsächlich, in die betroffene Person zu gelangen, doch ein Systemfehler sorgt dafür, dass er nicht mehr zurückkehren kann. Während sein Körper ins Koma fällt, irrt Toms Geist in den Erinnerungen eines angeblichen Mörders herum und sucht verzweifelt nach einem Ausweg…

Eine schöne Idee, mit Erinnerungen spielen zu können, in diese zurückkehren und die vergangenen Erlebnisse noch einmal hautnah mitzuerleben, als wäre es wieder Gegenwart. Insbesondere wird hierbei kreativ mit aktiven und passiven Erinnerungen gespielt, d.h. erstere ist die Verbindung zwischen der Erinnerung und der Person in der Gegenwart, die sich an diese erinnert. Auf diese Weise gelingt es dem Protagonisten, Kontakt zu der Person aufzubauen, in der er feststeckt.

Inhaltlich eine sehr interessante Story, leider allzu dialoglastig mit langwierigen Strecken – obwohl der Film keine 90 Minuten läuft. Irgendwie wartet man dauernd auf den Clou der Story, aber dieser wurde in der Einleitung bereits mit allzu kurzen Zeitsprungsequenzen lieblos geliefert. Die Charaktere wirken blass und sind wenig gezeichnet. Man hätte sicherlich viel mehr aus dieser interessanten Idee herausholen können. Aus dem Grund ist er auch kaum in den Kinos gelaufen und erschien direkt auf DVD. Inhaltlich trotzalledem sehr gelungen, erinnert der Film doch irgendwie immer wieder an einen fiktional-modernisierten parapsychologischen Thriller, in dem es nur einen gibt, der Geister sehen kann…

Fazit: 6 von 10 Sternen. Interessant.

Regie: Nir Paniry
Mit: Sasha Roiz, Jenny Mollen, Dominic Bogart
Genre: Sci-Fi-Drama, 89 min., ab 12 Jahre
Land: USA 2012, DVD, Blueray 2013
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