Traumnacht: Außerkörperliche Erfahrung – Kleiner Trip

Heute Nacht entspannte ich mich, bis ich mich wieder in dem Zustand befand, in dem ich mir aussuchen kann, in welche Richtung die Erfahrung verlaufen soll. Dies ist so, als würde ich an einer Kreuzung stehen und könnte verschiedene Wege erkennen und einen davon auswählen. Sobald der Weg ausgewählt wurde, geht die Erfahrung los. Meistens erblicke ich dann die Möglichkeit, ins Kollektive Unterbewusstsein der Menschen einzutauchen. Dort kann man sämtliche Gedanken hören, die irgendwer denkt, dachte oder sogar denken wird. In diesem Bereich ist es aber noch sehr schwer für mich, gezielt jemanden herauszupicken und ihn anzuzapfen. Oft kommen dann die Eindrücke sehr spontan, unberechenbar und plötzlich. Aus dem Grund entscheide ich mich in der Regel seltener für diesen Weg, weil es dabei meist Schwierigkeiten gibt, die empfangenen Informationen korrekt zuzuordnen.

Dann gibt es noch die Möglichkeit, direkt in einen Traum einzusteigen, auch bekannt unter der WILD-Technik oder eben den elektrischen Körper anzusprechen, um den physischen zu verlassen (auch bekannt unter dem Begriff Astralkörper). Es gibt noch einige andere Wege, die ich nehmen könnte, z.B. das Nachspüren bestimmter Fragestellungen oder die Kontaktaufnahme mit einer Wesenheit, aber das klappt leider nicht immer. Ich entschied mich dafür, in den elektrischen Körper zu wechseln…

Es brutzelte und knisterte um mich herum, bis es plötzlich Klick in meinem Kopf machte und ich meinen physischen Körper nicht mehr fühlte. Er war völlig paralysiert und ich konnte ihn nicht mehr bewegen. Es ist sehr ratsam, an dieser Stelle, nicht mehr an seinen Körper zu denken, wenn man nicht möchte, dass die Erfahrung vorzeitig beendet wird. Also konzentrierte ich mich auf das Vorhaben, mich gänzlich von meinem Körper zu lösen und mich aufrecht in mein Schlafzimmer zu stellen. Wenige Minuten später stand ich im Raum.  Ich blickte mich um. Überall schimmerten die Möbel und Objekte im Raum silbrigweiß. Ich konnte einmal ein BIF benutzen, das ist ein Nachtsichtgerät, mit dem man in der Nacht alles sehen kann, auch wenn es noch so dunkel ist. Es handelt sich dabei um eine Art Restlichtverstärker, der das geringste Licht dazu benutzt, um die Umgebung aufzuhellen. Dieses Gerät wird häufig im Militärwesen benutzt, um Gegener in der Dunkelheit schneller ausmachen zu können. Doch in meiner Wahrnehmung schien es nicht unbedingt so, dass Licht daran beteiligt war, sondern  vielmehr eine Art Strahlung. Es schien mir, als würden die Gegenstände aus sich heraus strahlen und somit ein Bild ihrer selbst erzeugen.

Kurz überlegte ich, wo ich nun hin wollte und beschloss, einige Bekannte zu besuchen. Die erste Person war nicht in ihrem Zimmer anzutreffen. Also beschloss ich, die nächste Person aufzusuchen. Da mir der Flugweg zu lang erschien und ich unterwegs sicherlich wieder von etwas Interessantem abgelenkt werden würde – wie es schon oft der Fall gewesen ist – entschied ich mich dazu, mich einfach zu teleportieren. Ich schloss die Augen und dachte an Vivian, die ja schon mehrere hundert Kilometer entfernt wohnt. Alles wurde schwarz um mich her und als ich meine Augen wieder öffnete, saß ich Vivian gegenüber. Sie hatte sich vermutlich an ihren Küchentisch gesetzt und wenige Sekunden später sprachen wir auch schon miteinander.

“Das ist ja schön, dass du mich besuchen kommst”, meinte sie und lächelte.

Ich grinste und fragte mich, ob es ihr wirklich klar war, dass wir uns gerade beide in unseren elektrischen Körpern befanden. Da ich das nicht unbedingt thematisieren wollte, nahm ich mir vor, das Gespräch einfach seinen Lauf zu lassen.

“Ich habe deutlich gefühlt, dass du kommst. Mir wurde ganz warm und ich fühlte mich sehr gut und deine Ausstrahlung bzw. Kennung war sehr deutlich und klar gewesen. Dann bin ich aufgestanden.”

“Das freut mich, dass ich so gut auf dich ausgestrahlt habe”, sagte ich.

“Um auf das andere Thema zurückzukommen: Die Zusammenhänge sind mir noch nicht richtig klar,” erklärte sie, “aber ich glaube, dass ich wieder an einem Punkt bin, an dem ich mich entscheiden muss. Für mich weiß ich, dass etwas geschehen muss. So, wie es jetzt ist, bin ich auch nicht zufrieden. Ich hatte mir alles etwas anders vorgestellt. Ich dachte, wenn ich mich um 180 Grad drehe, dass dann etwas Besonderes geschehen würde. Dem war aber nicht so. Und wenn meine gegenwärtige Situation nicht besser wird, dann handele ich wieder einfach. Ich kenne mich, was das betrifft. Es muss dann auch nicht unbedingt Sinn ergeben, also wundere dich dann nicht, wenn es so weit ist, aber es ist wichtig – das fühle ich.”

Ich nickte und konnte es ihr gut nachfühlen. Sie war wieder einmal an einen wichtigen Punkt in ihrem Leben gelangt, der eine Entscheidung erforderte. Das war es, was ich in diesem Moment fühlte. Ich wollte mich aber auch nicht in ihre Entscheidungen einmischen, weil sie letzten Endes wieder unzufrieden sein würde, sollte sie das Gefühl haben, ihre Entscheidung wurde irgendwie von außen beeinflusst.

Wir unterhielten uns noch über einige andere Sachen. Später verabschiedete ich mich dann von ihr und teleportierte mich wieder zurück in meinen Körper. Der Übergang ging sehr schnell. Ich spürte wieder meinen physischen Körper und schlug die Augen auf. Es war noch dunkel draußen.

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Matrixblogger

Author: Matrixblogger

Der Matrixblogger ist Autor, Bewusstseinsforscher, Berater und Blogger, hat bislang neun Bücher veröffentlicht und ist bekannt aus Fernsehen, Radio, Interviews, Vorträge, Literaturwettbewerben, Workshops und vielen anderen Aktivitäten. Seine Interessen gelten der Bewusstseinserweiterung, außerkörperliche Erfahrungen, luzides Träumen, die Dissoziation, die Matrix und die Aktivierung der Zirbeldrüse.

3 Kommentare zu “Traumnacht: Außerkörperliche Erfahrung – Kleiner Trip

  1. Die Strahlung die du oben erwähnst die von den Gegenständen abgestrahlt wird kann man auch im Alltags Leben wahr nehmen.
    Bei mir ist das zum Beispiel so wenn ich länger wach bin.
    Vorallem bei Lichtquellen eröffnet sich ein sehr breites Farb-und Strahlmuster.

  2. Hallo Jonathan,
    ich beobachte in letzter Zeit immer wieder ein seltsames Phänomen bei mir: Ich lege mich abends hin und versuche bewusst eine Schlafparalyse einzuleiten mit dem Ziel, mich in voller Paralyse von meinem Körper zu trennen. Mir gelingt es gut, mich physisch zu entspannen und auch geistig loszulassen. Doch bevor irgendeine Art von roll-over-signal auftaucht (es gelang mir früher oft, dieses Signal zu erreichen), fange ich unwillkürlich an, mich zu bewegen, induziert durch erste Anzeichen eines Traumes (bin aber noch bewusst). Aber ich will doch die Paralyse erreichen, bevor ich beginne wild herumzufuchteln. Warum fuchtelte ich jetzt, anstatt das altbekannte roll-over-signal zu erhalten und dann paralysiert zu werden?

  3. Hallo Tim,
    danke für Deinen Kommentar.
    Vertrauen in die Ganzheit des Selbst bzw. in das eigene höhere Selbst sind genau an diesem Punkt, den Du beschreibst, wichtig. Nehme den Tod in Kauf und Du wirst über ihn hinweghüpfen. :-)
    Liebe Grüße, Jonathan

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