Traumarchiv: Zeitmanipulationen in Träumen

Zeitumkehreffekte in Träumen scheinen des Öfteren vorzukommen. Hierbei werden bestimmte Szenen durchgespielt und wenn der Ausgang der Situation in der Traumrealität ungünstig ist, wird einfach die Zeit zurückgedreht und die Szene neu durchlebt. Dabei werden mehrere Male unterschiedliche Verhaltensweisen durchgespielt, um zu sehen, welchen Verlauf sie haben. In der Regel scheint es dabei um ein zufriedenstellendes Abschließen der jeweiligen Situation zu gehen.

Traum vom 7. Oktober 2010:

Ich befinde mich auf dem Weg zu einer Freundin. Ich weiß, dass sie sich in einem Auto befindet und dort auf mich wartet. Als ich ankomme, sehe ich, wie ein Mann mit einem Kapuzenpulli an ihrem Auto steht, sie herauszerrt und umbringt. Ich war einfach zu spät angekommen und konnte ihr nicht zu Hilfe kommen. Plötzlich entschließe ich mich, die Zeit zurückzudrehen und meine vorherigen Verhaltensweisen so zu organisieren, dass ich rechtzeitig ankomme, um sie zu warnen. Im nächsten Durchlauf konnte ich sie also zeitig warnen und wir konnten fliehen.

Andere Zeitverschiebungseffekte tauchen ebenso immer wieder auf. Zeitreisen, Manipulationen der Zeit, berechenbare und unberechnebare Zeitverschiebungen.Traum vom 17.2.2009

Dann kamen zwei Soldaten herbeigerannt. Sie kamen grölend auf mich zu und hielten sich dabei freundschaftlich umarmt.
“Hallo, Soldat, komm doch mit uns! Wir gehen einen trinken!”
Es war eine befremdliche Situation, zumal ich mit dem Schlimmsten gerechnet hatte. Wenige Augenblicke später hatten mich die beiden Soldaten schon umarmt und gemeinsam ging es torkelnd in die Innenstadt.
Völlig unverhofft trafen wir auf drei weitere Männer. Sie stellten sich uns in den Weg. Doch sie waren freundschaftlich gesinnt. Ich wunderte mich über ihre seltsame Kleidung. Sie wirkte so authentisch und schmutzig.
“Das sind die drei aus der anderen Zeit”, meinte einer der Soldaten.
Da begriff ich und wurde mir der Traumsituation schon viel klarer. Die drei Männer hatten soeben eine Zeitreise gemacht und erhofften eine kleine Sightseeing-Tour.
“Und was machen wir nun mit ihnen?”, fragte einer der Soldaten.
“Am besten zeigen wir ihnen zuerst die Altstadt. Da werden sie vielleicht das eine oder andere wiedererkennen”, schlug ich vor und wir gingen gleich los.
Als wir durch die Altstadt gingen, zeigten unsere zeitreisenden Besucher immer wieder auf Dinge, die sie aus ihrer Zeit gut kannten und sich nicht verändert hatten. Sie schienen die Neuerungen nicht zu mögen, wie veränderte Gebäude oder Plakate an den Türen. So fingen sie an, diese Dinge einfach zu ignorieren und konzentrierten sich nur auf das, was ihnen vertraut vorkam.
So liefen wir stundenlang durch die Altstadt und lachten über ihre Reaktionen. Es war ein netter Abend.
Irgendwann erwachte ich in meinem Bett. Es war noch dunkel draußen. Ich dachte darüber nach, wieso ich diesen Traum dermaßen verpeilen konnte. Dann verstand ich, was eigentlich passiert war. Ab einem bestimmten Moment hatte ich die Realität und Zeit gewechselt und es war mir nicht aufgefallen.

Ebenso Zeitbeschleunigungen sind auf bestimmten Traumebenen immer wieder Teil der Wahrnehmung:

Traum vom 8. Januar 2010

Ich sah plötzlich im Zeitraffer die ständigen Sonnenauf- und -untergänge. Ich schaute ihnen zu und fragte mich, wieso sie so schnell vorüberzogen. Auf anderen Planeten, beispielsweise auf den äußeren Bahnen dauert eine Umdrehung um die Sonne, d.h. 1 Jahr, wesentlich länger. Dabei fragte ich mich, wie lange Menschen auf solchen Planeten leben würden, wenn bei ihnen ein Jahr zehn, zwanzig oder hundert Mal so lange dauert. Mir wurde wieder einmal bewusst, wie kurz der Mensch nur auf der Erde lebt und dass die vielleicht 80 Jahre Lebenszeit, die man besitzt, wirklich nicht viel sind.
Während ich die Erde aus dem Weltraum beobachtete, wie sie ihre andauernden Bahnen um die Sonne zog und die Jahre nur so dahin rasten, spürte ich plötzlich die Erde als Wesen! Es war ein unwahrscheinlich warmes und liebevolles Gefühl, das von ihr ausging und es berührte mich. Wie wundervoll doch der Planet ist… so empfand ich es nun deutlich. Doch nur wenige Sekunden später fühlte ich noch mehr, es war, als würde jemand zu mir sprechen oder mir gar nonverbal etwas mitteilen wollen…

Andere Formen der Zeitmanipulationen in vielfältiger Weise:

Traum vom 15. November 2008

Im nächsten Augenblick veränderte ich die Zeit. Ich konnte sie biegen und dehnen, beschleunigen und verlangsamen, ganz wie es mir gefiel. Wenige Sekunden später hatte sich das Land um uns her verändert. Mal schien es so als befänden wir uns in einer weit zurückliegenden Vergangenheit, doch dann waren wir in der Zukunft und sahen die seltsamsten Flugobjekte am Himmel. Dann endete unsere Zeitreise und niemand kann mehr sagen, welche Zeit es war.
In der Ferne sahen wir ein Unwetter toben. Dunkle Wolken, Blitze und heftiger Donner zerrissen die Stille. Plötzlich riss der Himmel entzwei und ein silberfarbener, hellleuchtender Spalt mit einem Durchmesser von mehreren Kilometern erschien aus dem Nichts und aus ihm heraus strömten Millionen von kleinen, goldleuchtenden Objekte.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Zeit auf viele Arten manipuliert werden kann:

1. Zeitreisen

Hierbei reist man in die Vergangenheit oder in die Zukunft. Manchmal Minuten, Stunden oder Tage, aber auch Jahre und Jahrhunderte.

2. Zeitraffer

Die Zeit wird schneller gedreht, es ist wie eine Form des Vorspulens. In einem Traum konnte ich diese Fähigkeit anwenden, um mich an einen Platz zu stellen und mich im Zeitraffer in die Vergangenheit zu bewegen, um genau nachprüfen zu können, ob ein Mensch oder ein Objekt jemals an diesem Ort vorbeigekommen ist.

3. Zeitdehnung

Die Zeit wird verlangsamt und somit werden wesentlich mehr Elemente einer einzelnen Szene wahrgenommen. Dinge, die einem für gewöhnlich entgangen sind, werden plötzlich offensichtlich. Dies kann man auch einsetzen, um einen Menschen in seiner Persönlichkeitsstruktur genauer zu erfassen.

4. Zeitsprünge

Bei Zeitsprüngen überspringt man gewisse Sequenzen, ähnlich dem Zeitraffer, nur dass man hierbei ganze Sequenzen überspring. Man erzeugt sozusagen Wahrnehmungsbrüche, um bestimmte Elemente nicht wahrzunehmen.

5. Zeitparallelen

Im Falle der Zeitparallelen kann man eine bestimmte Wahnehmungssequenz mehrfach wahrnehmen, d.h. die gleiche Szene wird in mehreren Variationen gleichzeitig oder hintereinander wahrgenommen.

6. Zeitverzerrungen

Diese tauchen auf, wenn zwei Realitäten mit unterschiedlichen Zeitabläufen aufeinandertreffen. Dies kann beispielsweise vorkommen, wenn ein Verstorbener versucht, wieder Zutritt zur physischen Realität zu erhalten. Spukphänomene fallen ebenso darunter. Geschichten über Spuk, bei denen berichtet wird, dass nachts zu einer bestimmten Uhrzeit ein Geist erscheint, ist ein Hinweis darauf. Wenn ein spukender Geist nachts um Mitternacht erscheint und für einige Minuten auftaucht, vielleicht sogar jede Nacht, dann besteht hier kein kontinuierliches Spukphänomen, da die Zeitverzerrungen einen längeren Aufenthalt nicht möglich macht. aus diesem Grund kann kein Spuk ununterbrochen anhalten.

7. Zeitschleifen

In einer Zeitschleife zu sein, bedeutet, dass man eine bestimmte Situation bzw. Sequenz immer wieder wahrnimmt. In einem Traum fällt einem eine Zeitschleife sehr schnell auf. Man spielt eine Situation durch und erlebt sie immer wieder. Auch wiederkehrende Albträume können als Zeitschleife betrachtet werden. Eine Zeitschleife setzt nicht voraus, dass man ununterbrochen immer wieder eine Situation wahrnimmt, sondern sie vielmehr ab und zu mal wieder erfährt. Interessant ist an dieser Stelle, wenn man seinen Alltag auf Zeitschleifen hin beobachtet, denn auch dieser ist nicht frei davon. Bestimmte Muster, in die man immer wieder hineinfällt oder gewisse Szenen, die man schon oft im Leben erfahren hat, können als Zeitschleifen betrachtet werden.

8. Zeitstopps

Ebenso ist es möglich, die Zeit anzuhalten bzw. einzufrieren. Ein recht unangenehmes Gefühl, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. In diesem Fall können die Umgebung und/oder Menschen eingefroren werden, um vielleicht einen bestimmten Effekt zu erzielen oder in einem Traum die Szene zu wechseln bzw. sich für das Aufwachen in der physischen Realität zu entscheiden. In Notsituationen kann man ebenso die Zeit anhalten und sich für ein Rückspulen zu entscheiden, um vielleicht die Szene im Nachhinein zu verändern.

Ich würde sagen, dies sind die gängigsten Zeitmanipulationen, die in einem Traum möglich sind. Manche dieser Zeitmanipulationsformen sind auch im Alltag, d.h. in der physischen Realität anzutreffen. Hierfür benötigt man jedoch eine sehr sensible Wahrnehmung, um Hinweise zu entdecken.

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Matrixblogger

Author: Matrixblogger

Der Matrixblogger ist Autor, Bewusstseinsforscher, Berater und Blogger, hat bislang neun Bücher veröffentlicht und ist bekannt aus Fernsehen, Radio, Interviews, Vorträge, Literaturwettbewerben, Workshops und vielen anderen Aktivitäten. Seine Interessen gelten der Bewusstseinserweiterung, außerkörperliche Erfahrungen, luzides Träumen, die Dissoziation, die Matrix und die Aktivierung der Zirbeldrüse.

3 Kommentare zu “Traumarchiv: Zeitmanipulationen in Träumen

  1. “…spürte ich plötzlich die Erde als Wesen! Es war ein unwahrscheinlich warmes und liebevolles Gefühl, das von ihr ausging und es berührte mich. Wie wundervoll doch der Planet ist… so empfand ich es nun deutlich. Doch nur wenige Sekunden später fühlte ich noch mehr, es war, als würde jemand zu mir sprechen oder mir gar nonverbal etwas mitteilen wollen……”
    Hallo Jonathan. Als ich diese Worte las, musste ich lächeln und staunen. Ich habe vor ein paar Tagen sehr ähnliches Erlebniss gehabt – allerdings nicht in einem Traum, sondern als ich ganz wach war. Ich spürte diese Wärme und Liebe, die von der Erde ausging und strömte, ich spürte das Wesen der Erde und auch die grosse Dankbarkeit, die von der Erde ausging – dafür das sie jemand wirklich wahrnimmt und spürt, und anerkennt als ein Wesen, ein Wesen wie wir sind – ein ewiges Wesen. Und ich fühlte mich so verbunden mit der Erde, durch diese Liebe, das ich sie als meine eigentliche Heimat empfunden habe. Als der Planet der Liebe. Ich fühlte mich nicht mehr wie eine Fremde in dieser Welt. Im Gegenteil, dachte ich, wir sind doch gerade deswegen hier auf der Erde, um diese Liebe zu lernen. Wir sind ein Teil von Ihr. Sie ist unser Ursprung…Wir kommen doch aus der gleichen Quelle…

    Liebe Grüsse Sarah

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