Traumnacht: Traumkraft

Traumnacht Nachtträume

Ich hörte eine meiner Meditations-CDs, um mich wieder auf eine Nacht voller außerkörperlicher Erfahrungen und luzider Träume vorzubereiten. Zwar gelang es mir nicht, während des Anhörens der CD, in einen außerkörperlichen Zustand zu gelangen, weil mir das Anhören einfach noch zu physisch ist, aber ich wusste, dass dies sicherlich einen späteren Effekt haben würde. Nachdem ich den MP3-Player zur Seite gelegt hatte, drehte ich mich auf die Seite und ließ meinen Körper einschlafen. Der Effekt ließ nicht lange auf sich warten…

Ich hatte Besuch! Denn jemand packte mich an meinem rechten Arm und versuchte mich, ziemlich unsanft aus meinem Körper zu ziehen. Dann spürte ich einen eisenharten Griff rechts an meinem Hals. Ich dachte mir, dass es ein Mann war, zumindest schlussfolgerte ich es. Der Griff wurde immer fester und es tat mittlerweile höllisch weh. Es war unglaublich, dass man jemandem so weh tun kann,wenn man schon halb außerkörperlich ist,  dachte ich, und bat ihn, doch bitte sanfter vorzugehen oder es gleich sein zu lassen.

Mittlerweile saß ich nun in meinem zweiten Körper auf dem Boden und versuchte mit meinem Besucher zu kommunizieren, aber er antwortete nicht. Ich fragte mich, ob es irgendwelche Bots (vgl.: Roboter) gibt, die einfach durch die Gegend reisen und Leute aus ihren Körper ziehen, nur um daraufhin schnell wieder zu verschwinden.  Es kann auch jemand gewesen sein, der noch nicht oft jemanden aus dem Körper herausgezogen hat und sich etwas ungeschickt angestellt hatte…

Dann fiel mir ein, dass ich heute vor dem Schlafengehen, als ich gespürt hatte, dass jemand in meinem Zimmer war,  zu mir gesagt hatte:

“Hey, wenn du mich aus meinem Körper ziehen möchtest, dann greif mal ein bisschen fester zu, damit es auch klappt.”

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Tja, man sollte aufpassen, was man Besuchern so mitteilt, sie könnten es vielleicht schneller in die Tat umsetzen als man glaubt.

Mittlerweile über meinem Körper schwebend, verlagere ich mein Bewusstsein und befand mich im nächsten Moment auch schon in einem Flugzeug, das gerade gelandet war.

“Bitte steigen Sie aus. Wir fliegen in einigen Stunden weiter”, hörte ich aus dem Lautsprecher.

Scheinbar war dies nur ein Zwischenstopp für den Flug gewesen. Also stieg ich aus und schaute mir die Umgebung an. Wo ich mich jetzt befand, das konnte ich nicht herausfinden.

Kaum war ich auf dem Rollfeld, erblickte ich eine gewaltige Felswand in der Nähe. Eigentlich direkt dort, wo das Flugzeug gelandet war. Ich stand davor und schaute diese atemberaubende Felswand hinauf. Es gab mehrere Einbuchtungen und sogar Andeutungen von Nischen, die künstlich in den Fels gehauen worden waren.

Noch immer luzid, lief ich mit den anderen einfach in das Flughafengebäude hinein. Ich wollte mal wieder wissen, wo ich hier gelandet war, und folgte dem Traumverlauf. Ein paar Minuten später traf ich auf Esther, einer Freundin von mir. Ich stellte mich vor sie und meinte:

“Hey, gut dass ich dich treffe.”

“Ah, hallo!”

Bevor ich sie fragen wollte, wo wir uns hier überhaupt befanden, wollte ich sie darauf aufmerksam machen, dass sie träumt:

“Fällt dir vielleicht irgendwas hier auf? Schau dich mal um! Irgendwas ist doch anders als sonst, oder?”, sagte ich.

Sie schaute sich ein wenig um. Mal nach links, dann nach rechts, doch im nächsten Augenblick bekam sie einen starren Blick und dann geschah etwas sehr Seltsames! Es schien mir so, als würde sie ihren Körper verlassen. Mit einem Mal war sie plötzlich verschwunden, aber an der Stelle, an der sie sich befunden hatte, war der Platz nicht leer, sondern dort stand nun ein korpulenter Mann mit einem runden Gesicht, vermutlich türkischer Herkunft, mit kurzen schwarzen Haaren, einem Bart und in der Uniform des Flugpersonals.

“Hallo? Bist du da noch drin?”, fragte ich.

Doch der fremde Mann schaute mich irritiert an und ging dann weg. Ich dachte darüber nach, was geschehen war…

In dem Film ‘Die Matrix’ konnte man eine alte Frau sehen und im nächsten Moment wurde sie von einem Agenten der Matrix übernommen und verwandelte sich auch in einen solchen. Die Begegnung mit Esther war für mich so ähnlich, nur im umgekehrten Verlauf. Es schien mir so, als hätte sie diesen Mann im Anzug des Flugpersonals einfach übernommen und nachdem ich sie angesprochen und darauf aufmerksam gemacht, dass sie träumt, hat sie die Umklammerung des Mannes losgelassen und sich kurzerhand aus dem Staub gemacht. So konnte sich der fremde Mann wieder in den verwandeln, der er vorher gewesen war. Das Verhalten empfand ich als sehr sonderbar. Ich nahm mir vor, sie später in der Alltagsrealität darauf anzusprechen.

Dann hörte ich, wie jemand meinte, dass wir wieder zurück ins Flugzeug müssten. Kurz darauf hielten wir uns noch in einem abgesperrten Bereich auf und warteten. Wir waren an die 30 Personen und mir gegenüber standen ein paar Teenager, die die ganze Zeit herumlärmten und nervten. Einer von ihnen, der mit dem größten Mundwerk, wollte gar nicht mehr aufhören und dann machte ich mit meinem rechten Zeigefinger eine kurze Bewegung, als er mich anschaute, und sein Mund war im nächsten Moment wie verschlossen. Erschrocken wich er zurück und versuchte nun aus Leibeskräften irgendeinen Laut über seine Lippen zu bringen, doch es gelang ihm nicht. Er bekam immer mehr Panik, doch nach einigen Minuten ließ es nach und er konnte wieder sprechen.

“Was… was war denn das?”, sagte er kleinlaut und schaute mich mit seinem kreidebleichen Gesicht an. Offensichtlich hatte er mitbekommen, dass das von mir ausgegangen war.

Die anderen Personen hatten dies alles mitbekommen und fingen nun auch an zu debattieren, wie es mir wohl möglich gewesen sein konnte, dem Jungen mit einer kleinen Handbewegung das Sprechen zu blockieren.

“Er scheint irgendeine Superkraft zu haben, so, wie die aus dem Fernsehen!”, meinte ein anderer Teenager.

Ein Mann mit einem Stock im späteren Alter trat hervor: “Es kann auch sein, dass er eine Art von Kraft in dieser unseren Welt besitzt und sie auf uns ausüben kann. Vielleicht ist er aus einer anderen Welt und kann uns befehlen, was immer er wünscht. Oder es ist für ihn nur eine Spielebene, die er frei nutzen kann, um alles zu erschaffen, was ihm gerade gefällt! Er könnte jeder Frau befehlen, sich hier und jetzt auszuziehen oder er könnte uns mit einem Blick allesamt töten, ganz wie es ihm beliebt…”

Im ersten Moment wusste ich nicht viel dazu zu sagen, denn der Mann hatte Recht. Ich war ein Träumer, der voll bewusst in diese Welt eingetreten war und aus diesem Grund Kräfte besaß, die andere nicht besaßen. Ich musste an Superman denken, der auch fliegen kann oder mit seinem Röntgenblick durch Wände schaut. Dann dachte ich daran, dass Superman der einzige Superheld ist, der sich normale Kleidung aus dem Alltagsleben anziehen muss, um sich nicht zu verraten, während alle anderen Superhelden wie z.B. Spiderman, Batman und wie sie alle heißen, diese Kräfte nicht von Geburt an besaßen und erst viel später dazu gekommen waren. Sie hingegen nähten sich erst einen Anzug, um das zu demonstrieren, was sie geworden waren. Superman machte es genau anders herum. Es war eine seltsame Situation mit ihnen dort zu stehen, während sie sich den Kopf zerbrachen, was für ein seltsames Wesen ich doch war.

Ich beschloss daraufhin, nicht mehr mit an Bord zu gehen und wollte mir die Felswand aus der Luft ansehen. Ich lief ein Stück und sprang dann hoch in die Luft, um das Gefühl des Fliegens auszulösen. Wenige Sekunden später flog ich schon über das Flughafengelände hinweg und schaute mir die Felswand an. Doch dann bekam ich Probleme mit dem Fliegen. Es ist irgendwie seltsam mit dem Fliegen. Es gibt Träume, in denen fällt es mir sehr leicht, anständig und schnell zu fliegen, doch dann gibt es wieder Traumerfahrungen, in denen ich nicht richtig von der Stelle komme. Ich kam maximal auf eine Höhe von 50 Metern. Dann probierte ich daraufhin mehrere Flugtechniken, aber es bewirkte nicht viel. Na ja, als Superman müsste ich aber noch eine Weile üben, dachte ich, und erwachte in meinem Bett.

Sodann richtete ich mich auf und schaute auf die Uhr. Oh man! Es war ja schon 11.49 Uhr. Ich hatte den halben Tag verträumt, dachte ich, und erhob mich. Plötzlich wusste ich, dass es ein Traum war. Nicht aufgrund der Uhrzeit, sondern es war eine innere Gewissheit. Ich war einfach nur ‘falsch’ aufgewacht. Zwar sah alles genau so aus, wie in meiner Alltagswelt, aber ich befand mich noch immer im Träumen. Oft hatte ich mir Gedanken darüber gemacht, wieso jeder Mensch nicht immer völlig automatisch weiß, dass er träumt, wenn er träumt. Es war nur selten ein Gefühl, das einem verrät, dass man träumt und selten eine rationale Schlussfolgerung, sondern primär ist es die innere Gewissheit, die einem das mitteilt. Aus diesem Grund, so dachte ich in diesem Moment, ist es auch so schwer, es immer wieder in einer beliebigen Traumsituation zu erkennen. Es liegt an dieser inneren Gewissheit. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt. Diese Gewissheit konnte ich in der heutigen Nacht immer wieder erleben und sie zeigte mir die vielen unterschiedlichen Träumen über, dass ich träumte.

Es folgten noch viele andere Erfahrungen dieser Art. In einigen dieser luziden Traumerfahrungen übte ich mich auch wieder in der Psychokinese. Ich möchte einfach gern wissen, ob es möglich ist, wenn man es im Träumen häufig genug trainiert, es sich dann im Alltag ebenso zeigte. Die Psychokinese fiel mir dabei am schnellsten ein, da es in unserer Realität doch eine umstrittene und sehr seltene Fähigkeit ist.

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2 Kommentare zu “Traumnacht: Traumkraft

  1. Interessante Nacht ! :)
    Was mich interessiert ist, was Esther später zu berichten hatte.
    Es scheint viele “Anomalien” im Traum zu geben, gerade was diese “Übernahme” von Esther und das betrifft… Warum, wieso, und was kann man davon in der/die “Alltagsrealität” umsetzen? :D
    LG und sweet dreams :)
    Pascal

  2. Hallo Pascal,
    danke für Deinen Beitrag.
    Esther kann sich an eine solche Sequenz leider nicht erinnern. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie in dem Moment einfach aufgewacht ist, als sie merkte, dass sie träumt. Das ist mir selbst auch schon öfter passiert. Trotzdem bleibt es sehr seltsam, wieso an ihrer Stelle dann ein fremder Mann zurückblieb.
    Liebe Grüße, Jonathan

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