Traumnacht: Der Scoper

Portal Uhr Zimmer StargateTraumnacht” ist eine Reihe, in der ich mich bewusst darauf konzentriere, einen luziden Traum oder eine außerkörperliche Erfahrung zu erleben bzw. in der ich von einen interessanten oder außergewöhnlichen Traum berichte.

Es war später Abend. Ich stand vor einer sehr großen Villa mit einem riesigen Vorplatz und mehreren Garagen. Dort zählte ich an die zehn Stück, in welcher ein jeweils anderes Auto stand. Ich ging an den Toren vorbei und warf manchmal einen Blick hinein. Ein Oldtimer, ein Porsche, ein Pickup, eine Harley-Davidson… Es war von jeder Karosserie etwas dabei, möchte man sagen. Der Besitzer dieses Anwesens war also sicherlich nicht mittellos. Ich konnte mich deutlich daran erinnern, dass ich eingeladen wurde, um Kontakt mit einer Gruppe von Jugendlichen aufzunehmen, die einige paranormale Experimente an sich ausgeführt hatten und einer von ihnen nun Hilfe benötigte.

Mir wurde gesagt, dass ich sie im Billardzimmer auffinden würde. Den Weg fand ich intuitiv und als ich den Raum auffand, betrat ich ihn. Die klickenden Billardkugeln hatte ich bereits auf dem Flur vernehmen können. Der Raum war ziemlich verraucht und es waren ungefähr fünf Jugendliche zu sehen. Sie tranken, rauchten, redeten, rissen ihre Sprüche und hatten ihren Spaß. Der Jugendliche, um den es eigentlich ging, begrüßte mich auch gleich –  jedoch etwas verstohlen, als wollte er nicht, dass die anderen etwas von dem Gespräch mitbekommen sollten.

“Wir haben etwas für uns entdeckt, das eine sehr starke Energie in uns freigesetzt hat…”, begann er zu erzählen.

“Und was ist dabei dein Problem? Ich meine, ich bin zu dir geschickt worden, um dir in einer bestimmten Sache zu helfen.”

“Das Problem ist, dass wir irgendwie mehr Energie in uns entfacht haben, als wir kontrollieren können. Die anderen kommen noch einigermaßen damit zurecht, aber seit ich das Scopen entdeckt habe, ist echt vorbei!”

“Dieses Scopen? Was ist das genau?”, fragte ich nach.

Das war auch der Moment, in dem ich erkannte, dass ich träume. Ich veränderte jedoch nicht den Traum, sondern spielte weiter mit.

“Ist nicht schwer zu erklären. Es geschieht fast von allein, wenn man die Energie ins Scoping verlagert. Dann beginnt sich der Körper zu verwandeln. Das Gefühl ist nicht nur sehr abschreckend und richtig ekelhaft, sondern wenn dieses Knacken und Bersten beginnt, also wenn die Knochen und die Haut sich verändern, das ist richtig übel! Ich glaube, ich will nichts mehr damit zu tun haben!”

Ich konnte deutlich fühlen, dass er die Wahrheit sprach. Mir kamen auch gleich Bilder in den Kopf, die mir seine Verwandlungen zeigten. Es waren einige dabei, die nicht gerade kontrolliert wirkten. Ich konnte mir sehr lebhaft vorstellen, dass einen dies zu Tode ängstigt, wenn der Arm oder die Beide und Rücken sich zu transformieren beginnen. Um ehrlich zu sein, fand ich seine Beschreibungen gleichzeitig sehr interessant, weil ich gerade heute Nachmittag in meiner Alltagswelt gelesen hatte, dass monoatomisches Gold, zumindest laut David Icke, das Formwandeln durch die Einnahme von monoatomischen Goldes möglich sei. Zwar glaube ich persönlich nicht daran, dass das in irgendeiner Form zutrifft, aber vielleicht würde ich innerhalb dieses Traumes eine Einsicht erlangen können, die auf die Kunst des Formwandeln hinweist. Eine solche Vorgehensweise ist mir wesentlich lieber, als wenn ich den Traum aktiv beeinflusse und mir einfach irgendwas erschaffe, um meinem hedonistischen Ego Flug- und Sexstunden zu liefern. Daher blieb ich luzide und versuchte an Informationen meines Unterbewusstseins zu gelangen.

“Geschieht dies denn automatisch?”

“Du musst wissen, wir haben einen Weg gefunden, um Telepathie, Telekinese und all das andere Zeug, was es so gibt an paranormalen Geschichten, bewusst auslösen zu können. Dabei habe ich halt das Scopen entdeckt. Es ist so krass! Ich will das nicht mehr!”

“Wie ist es dir den gelungen, diese Fähigkeiten in dir zu aktivieren? Es hört sich für mich jetzt nicht so an, als hättest du dafür jahrelang meditiert?”

“Das ist richtig”, entgegnete er, “ich habe nicht meditiert, sondern wir haben eine unfassbare Energie entfacht. Mit der Energie ist uns so vieles möglich geworden. Es ist wirklich alles nur eine Sache der Energie. Wenn man genug davon hat, dann gibt es keine Grenzen. Du musst nur einen Weg finden, um diese Energie zu aktivieren, dann geschieht alles von ganz allein!”

Plötzlich begann er, sich ein Stück weit zu verwandeln. Sein Arm verformte sich und ich konnte nun live beobachten, wie die Zellen den Impuls erhielten, um eine Transformation einzuleiten.

“Bitte hilf mir! Ich will das nicht mehr! Das ist mir zu viel auf einmal. Was soll ich tun?”, rief er in Panik.

“Entspanne dich!”, forderte ich ihn auf. “Lass es einfach zu. Dein Körper und deine Zellen wissen genau, was zu tun ist. Der Prozess wird nun eingeleitet. Wenn du dich nun aktiv einzumischen versuchst, wird die Verwandelung erstens länger dauern und zweitens vielleicht sogar daneben gehen.”

“Ich… ich will mich aber nicht verwandeln! Ich will so bleiben…”

Ich legte meine Handfläche auf seinen Solar Plexus und half ihm somit, seine Energie zu beruhigen. Er wurde tatsächlich ruhiger und die Verwandlung ging wieder zurück. Offensichtlich war der Impuls, die Transformation bis zum Abschluss durchzuführen, nicht stark genug gewesen.

Nachdem er sich wieder beruhigt hatte, erklärte er: “Siehst, du, das ist es, was ich meine. Aus meiner Sicht geschieht es von allein. Das mit den telepathischen Effekten und der Psychokinese war ja noch cool, aber das Scopen ist mir eine Nummer zu groß!”

Ich konnte es ihm gut nachfühlen. Viele Menschen wünschen sich paranormale Fähigkeiten und wenn sie dann tatsächlich auftreten, flüchten die meisten und wollen es so schnell wie möglich wieder loswerden. Bei etwas “harmloseren” Fähigkeiten, wie das luzide Träumen oder auch das Astralreisen, ist es eher ein Abenteuer für die meisten Menschen, wenn sie so etwas erleben, aber es gibt auch Fähigkeiten, die in der Theorie zwar äußerst begehrenswert sind, aber in der Praxis doch ängstigen können.

Das Scoping, so, wie er es nannte, ist eigentlich das Formwandeln, das Shapeshifting, wie man in meinem Alltagsleben so schön bezeichnet. Hierfür wird ein Impuls an die Zellen gegeben, die das herkömmlich gespeicherte Menschenbild durch ein anderes austauschen. Innerhalb unserer DNS existiert eine vollumfängliche Anzahl möglicher Gestaltformen, d.h. sämtliche Tiere und Menschenbilder sind in ihr gespeichert und ruhen dort. Wer hierzu den Schlüssel finden könnte, um diese Gestaltformen innerhalb der DNS beliebig anzusprechen, wäre tatsächlich in der Lage, sich zu verwandeln.

Wie hatte er es geschafft, diese Energiequelle in sich so weit zu öffnen, dass diese Energie solcherlei Fähigkeiten, die noch in den brachliegenden Bereichen des Gehirns endlich auf ihre evolutionstechnische Aktivierung warten, derart direkt und unverzüglich herausbrechen konnte?

Über diese Gedankengänge erwachte ich langsam aus diesem Traum. Als ich wach im Bett lag und zum Fenster hinausblickte, dachte ich noch weiter darüber nach. Dieser Junge hatte völlig Recht. Es ist alles nur eine Sache der Energie. Wenn man sie hat, ist auch alles möglich…

 

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3 Antworten für “Traumnacht: Der Scoper”

  1. reproanja sagt:

    Ultraspannend. Vielleicht träumst du ja noch die Fortsetzung und berichtest uns, wie der Junge die Energieanhebung bewerkstelligt.

  2. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Anja,
    danke für Deinen Kommentar.
    Ja, mal sehen, ob da noch eine weitere Traumerfahrung folgt. Mich interessiert sein Auslöser ebenso. :-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  3. Moritz Löwenhonig sagt:

    Formwandeln ist wie du bzw. sie es beschreiben eine ziemlich abgefahrene Erfahrung. Für die alten Zauberer war es das Wissen um den sogenannten Montagepunkt.
    Was benötigt man dafür, Kraft (Energie) & Wissen über den MP der For die man beabsichtigt z.B. so wie man sich als Mensch fühlt.
    Praktische Erfahrungen sind nicht nur im Träumen ausführbar, sondern auch in unsere Alltagstraumwelt, wenn man sie als solches betrachtet und weis das dies nur eine Möglichkeit von Vielen ist.
    Wo bekommt man die Kraft z.B. für diese Alltagstraumwelt her? Indem man sich im klaren über diesen Wachtraumzustand ist und in diesem Zustand alle Dinge des Alltags tut. Atmen, Essen, Trinken, Freude und vor allem von den Ergebnissen der sehnsuchtvollen Aufgabe z.B. ein Buch zu vollenden, diese Kraft nicht abgibt, indem man Erwartungen auf Erfolg hat, sondern diese Energie speichert und sie dann für einen Formumwandlung verwendet.
    Das solls erst mal sein :)

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