Suche nach Erleuchtung: Ich sehe Sterne (Teil 37)

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In meiner Absicht, mehr über den schwarzen Mann (s.u.) herauszufinden, entschloss ich mich heute dazu, in die Wahrscheinlichkeitsfraktale einzutauchen und den alten Mann aufzusuchen. Auf der einen Seite war für mich eigentlich alles geklärt und der zweite Teil des Nachtrages zu meinem Erlebnisbericht “Wer hat Angst vor’m schwarzen Mann” schon abgeschlossen, doch ich dachte mir, es könnte nicht schaden, den alten Mann hierzu noch mal anzuhören. Vielleicht gab es von seiner Seite aus neue Inspirationen oder recht gute Hinweise, um das Bild zu ergänzen. Doch konnte ich in dem Moment nicht ahnen, was auf mich zukommen würde…

Nachdem ich in die Wahrscheinlichkeitsfraktale gelangt war, richtete ich mich nach dem alten Mann aus. Kurze Zeit später stand ich auch schon vor ihm. Doch wir waren nicht allein. Während ihn noch zwei Männer, vielleicht gerade knapp 20 Jahre alt, stand links von mir mein junger Padawan. Es kam bisher äußerst selten vor, dass sich weitere Personen zu den Treffen mit mir und dem alten Mann gesellten. Von daher war ich sichtlich überrascht und versuchte, mich auf diese Situation einzustellen. Auf der einen Seite war der alte Mann schon ein Lehrer für mich, aber auf der anderen Seite war ich ein Lehrer für meinen Padawan.

“Oh, du hast deinen Padawan mitgebracht”, begrüßte mich der alte Mann und kam gleich zur Sache.

Aufgrund des scherzhaften, telepathischen Missverständnisses, mit der Verwechslung des Wortes Schülers mit dem Begriff Padawan, in meiner letzten Begegnung mit ihm, beließen wir es einfach so.

“Äh, ja, ich dachte, es wäre sehr lehrreich…”, gab ich breit grinsend vor.

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Eigentlich verhielt es sich so, dass ich von diesem Umstand selbst überrascht worden war. Aus dem Grund gab ich locker diesen Kommentar ab, selbst wenn mir völlig bewusst war, dass der alte Mann aus meinen Gedanken jederzeit herauslesen konnte, wie es sich tatsächlich verhielt.

“Mach dir keine Gedanken über das, was du denkst”, sagte er darauf. “Du hast das schon richtig gesehen, als du humorvoll sagtest, warum du deinen Padawan mitgebracht hast. All unsere Handlungen und Entscheidungen geschehen so, als wäre uns alles bewusst, auch wenn es im Alltag überhaupt nicht der Fall ist. Du hattest tatsächlich geplant, sie mitzunehmen und deine Aussage war somit völlig korrekt.”

Ich schaute meinen Padawan an. In ihrer Gegenwart fühlte ich stets ihre unglaubliche Energie und Kraft, die sie besaß – auch wenn sie vielleicht gerade mal zehn Jahre alt war. Heute hatte sie ihr langes Haar zu Zöpfen gebunden und es sah sehr lustig aus. Denn so erzeugte sie in jedem Betrachter, der nur ein wenig ‘sehen’ konnte, einen seltsamen Widerspruch. So harmlos sie damit aussah, fühlte man eben zusätzlich ihre immense Kraft. In ihrer Gegenwart hatte ich manchmal das Gefühl, als würde irgendwas in mir unter einem innerlichen Druck gesetzt, nicht psychologisch, sondern rein vom Gefühl her, so als könnte jeden Moment etwas in mir explodieren.

“Bist du dann sein Padawan?”, fragte mich das Mädchen und schaute den alten Mann neugierig an.

“Man könnte es so nennen”, entgegnete er. “Und diese beiden jungen Herren hier sind ebenfalls meine Padawane.”

“Wieso sind wir noch so jung?”, bohrte sie weiter.

“In deinem Fall hat es einen besonderen Grund – und zwar aufgrund deiner deutlich spürbaren Kraft, die in dir schlummert. In dem Fall mussten wir sofort handeln. Dein Meister muss sie vorsichtig steuern, sonst explodiert sie und das wäre gar nicht gut für dich! Wer nur ein wenig ‘sehen’ kann, weiß sofort, was in dir ist. Bei dir ist Vorsicht angesagt und darum muss man sich deiner annehmen, so früh es eben geht. Meine Padawane hingegen sind so jung, weil es stets wichtig ist, sie frühzeitig zu unterrichten, bevor der Einfluss der alten Seher greift.”

Vermutlich hatte er auch den Begriff  ‘alte Seher’ aus meinem Kopf extrahiert. Ich hatte ihn des Öfteren bei Carlos Castaneda gelesen. Damit wurde ein sehr alter Zusammenschluss von vielen magisch begabten Menschen bezeichnet, die ihre Kräfte für dunkle Zwecke einsetzten.

“Die alten Seher? Was meinst du damit?”, fragte sie weiter.

“Damit meine ich jene, die ihre Kinder bereits in jungen Jahren massiv beeinflussen, damit sie so werden, wie sie selbst: Dunkel, gefährlich, ansteckend und egoistisch. Sie haben ihre Macht oft missbraucht und all ihren Nachfolgern ihr düsteres Weltbild aufgedrückt. Die Kinder können sich dagegen kaum wehren und aus dem Grund suchen wir jene heraus, dessen besondere Kraft wir spüren und dämpfen den Einfluss von ihrer Seite.”

“Ich bin bisher noch keinem dieser alten Seher begegnet. Wann sollten sie es tun?”, wollte die Kleine wissen und ich spürte, dass sie sich innerlich aufregte. Es war, als kam eine Erkenntnis auf sie zu. Ich grinste in mich hinein und ahnte, was auf sie zukommen würde.

“Doch, du begegnest ihnen jeden Tag…”, meinte der alte Mann und für einen Augenblick blitzten seine Augen schelmisch auf.

Mein Padawan erschrak innerlich und sie riss ihre Augen noch weiter auf als sie es schon getan hatte. Deutlich spürte ich nun zusätzlich die unheimliche Welle, die durch ihren Geist schoss. In dem Moment verstand sie genau, was der alte Mann ihr damit eigentlich sagte.

Nachdem sie sich gefangen hatte, schien es in ihrem Kopf zu rattern. Sie begann, ihre bisherigen Erlebnisse ihres Klonselbstes in ihren Begegnungen mit ihren Eltern, Lehrern und Freunden zu reflektieren. Auch ich erinnerte mich noch sehr deutlich an einige Erlebnisse und Empfindungen aus meiner Kindheit. Im Alltag erscheint es dem Klonselbst völlig normal, so zu sein, wie er ist und wie die anderen Menschen sind, aber betrachtet man die Menschen aus dem höheren Bewusstsein, erhält dies alles eine ganz andere Perspektive.”

“Sind sie denn böse?”, fragte sie vorsichtig.

“Nein, sie sind nicht böse. Sie sind nur Opfer ihrer eigenen dunklen Magie geworden und haben sich völlig verschätzt. Doch unser Einfluss ist groß und wir sind in der Lage, vieles zu dirigieren und einzuleiten. Dazu müssen wir sehr viel pirschen. Du bist von deinem Meister bestimmt schon ausgiebig darin unterrichtet worden, oder?”

“Ja, schon”, antwortete sie unsicher.

“Gut. Das ist wichtig. Insbesondere von Klonselbst zu Klonselbst sind die Pirschmanöver sehr wichtig zu erlernen. Dabei müssen wir stets darauf achten, dass das Klonselbst unter dem Einfluss des Fliegerwesens steht. Es wird ihn veranlassen zu fluchen, hassen, deprimiert, voller Angst und irritiert zu sein. Es wird alles dafür tun, damit alles so bleibt, wie es immer war. Der Bann der alten Seher ist unnachgiebig und kompromisslos. Lass dir von deinem Meister erklären, was es damit auf sich hat und warum ihr in der Nacht unheimliche, dunkle Menschen seht, die euch bis zu eurem Bett folgen und euch töten wollen.”

Er lachte, als fand er seine eigenen Worte sehr amüsant und fuhr gleich wieder fort: “Aber du sollst für dich selbst sehen, was es damit auf sich hat.”

“Hat mein Meister noch mehr Padawane?”, meinte sie und ließ nicht locker.

“Allerdings. Er hat einige davon. Die meisten besucht er in seinen Träumen und unterrichtet sie dort, aber einigen davon begegnet er auch als Klonselbst. Meist sind es temporäre Padawane im Alltag, aber manchmal auch langjährige. Dich unterrichtet er nur in seinen Träumen. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass ihr euch in seinem Alltag begegnen werdet. Du kommst ursprünglich aus einer anderen, alternativen Realität. Aus dem Grund müsste dein Meister noch einige seiner Fähigkeiten entdecken, bevor er dazu in der Lage ist, seine Realität mitsamt seinem Körpers zu verlassen und eine andere zu betreten. Das können nur die großen Meister.”

Ich überlegte zwischenzeitlich, ob ich vielleicht einen langjährigen Padawan hätte und mir blitzte dauernd das Bild von einer guten Freundin auf. Mit ihr hatte ich schon seit vielen Jahren zu tun und einige unserer Pläne fanden immer wieder Übereinstimmung. Während ich im Alltag in meinem Klonselbst dessen vielleicht unsicher gewesen wäre, so war ich in dem Moment doch recht sicher.

“Das siehst du schon ganz richtig!”, meinte der alte Mann und schaute mich lächelnd an. “Doch der Worte genug, denn ich habe noch eine abschließende Bewegung mit dir vor und darum entführe ich dich für eine weitere, kleine Reise. Du sollst dort weitermachen, wo wir einst aufgehört hatten. Es geht um deine große Erleuchtung, nach der du schon seit einiger Zeit jagt. Ich möchte dir dabei ein wenig auf die Sprünge helfen.”

Der Padawan an meiner Seite nickte eifrig und trat einen Schritt zurück. Sie wollte damit respektvoll demonstrieren, indem sie nun das Feld für mich räumte. Nur wenige Augenblicke später verließ ich diesen interessanten Treffpunkt und raste mit einer unglaublichen Geschwindigkeit zurück in die Wahrscheinlichkeitsfraktale. Dort angekommen nahm ich für wenige Augenblicke sämtliche Realitäten wahr, die sich um mich herum befanden und die sowohl von meinem Klonselbst als auch von meinem reisenden Selbst wahrgenommen und ggf. ausgewählt oder abgelehnt werden können. Jeder Mensch hat unterbewusst auf diese Fraktale und sucht sie immer wieder in seinen Träumen auf, um den Alltag zu planen und zu gestalten. Doch was ich heute sah, verblüffte mich um so mehr. Ich konnte nämlich darüber hinaus sämtliche Realitäten, die ich in den letzten Wochen und Monaten ausgewählt hatte, um sie in meinem Alltag zu verwirklichen, erkennen. Dem nicht genug, denn ich erkannte hier einen starken Einfluss von meinem wissenden Selbst, dem wahren Selbst, das wir alle anstreben, es irgendwann zu sein, die optimale Version unserer Persönlichkeit. Ich erkannte sehr deutlich, wie es mein Klonselbst in der letzten Zeit mit viel Geschick angepirscht und in bestimmte Richtungen bewegt hatte. All meine Entscheidungen waren somit völlig absichtlich und absolut geplant gewesen. Es hatte dabei nicht einen einzigen Fehler gegeben. Es war dermaßen überraschend zu erkennen, dass es mir den Atem raubte. Nur wenige Sekunden später befand ich mich wieder an unserem Treffpunkt. Der alte Mann und die drei Padawane erwarteten mich dort.

“Ich wusste, dass vieles geplant war”, begann ich mich zu fangen, “aber ich hatte keine Ahnung, welche Planung und Absicht dahintersteckte!”

“Das Klonselbst ist sich solcher Dinge am wenigsten bewusst. Es glaubt immer daran, dass alles einfach rein zufällig geschieht. Überhaupt, dass alles irgendwie nur geschieht und passiert, doch tatsächlich verhält es sich so, dass fast alles absichtlich geplant und organisiert ist. Und wenn du, so wie es auch bei dir der Fall ist, dich in deiner Blaupause befindest, dann kannst du davon ausgehen, dass alles ebenso absolut und genau geplant wurde, damit du an dem Punkt bist, an dem du dich nun befindest. Damit du einen abschließenden Eindruck zu dem erhalten kannst, was du gerade ‘gesehen’ hast, gehe noch ein zweites Mal in die Fraktale.”

Mit Blaupause meinte er einen Zustand bzw. ein Selbst, in dem man sein konnte, um sich auf dem richtigen Pfad zu befinden, damit man bald sein wahres Ich erreicht. Noch ehe ich weiter darüber nachdenken konnte, was er mir mitgeteilt hatte, schoss ich bereits in die Luft und erblickte erneut die Wahrscheinlichkeitsfraktale. Während ich wieder all die alternativen Realitäten, getroffenen und nicht getroffenen Entscheidungen deutlich sah, erkannte ich nun die Gegenwart meines Klonselbstes und wie dieser zu dem Punkt gelangt war, an dem er sich gerade eben befand. Ich wusste, dass er sich jetzt gerade in seinem Bett aufhielt und meditierte, aber meine Verbindung zu seinem/meinem Alltagsbewusstsein war nahezu abgeschnitten. Trotzdem konnte ich die Realitäten sehen, die absichtlich angepirscht und erfüllt wurden. Parallel dazu erkannte ich all die Menschen, denen ich jemals begegnet war. Sie alle waren darauf aus, zu der großen Erleuchtung zu gelangen. Manche waren noch viel weiter als ich zurück, andere waren schon weiter. Und jene, die weiter als ich waren, erschienen mir nur in einem dunklen Nebel, so als wollten sie unerkannt bleiben. Dabei fiel mir plötzlich auf, dass jede Realität, unabhängig davon, ob sie in der Vergangenheit, Zukunft, Gegenwart oder auf alternativer Ebene lag, mit Sternchen durchsetzt war. Es handelte sich dabei schlichtweg um jene Sternchen, die man ständig vor Augen sieht, wenn man beispielsweise in die Schwärze der Dunkelheit starrte oder nachts die Augen schloss. Aus irgendeinem Grund sah ich jetzt nicht mehr all die Realitäten im Vordergrund, sondern nur noch diese ganzen Sternchen. Ich sah tatsächlich nur noch Sterne! Und im gleichen Augenblick musste ich daran denken, wie mein Klonselbst kürzlich zur Entspannung ein Computerspiel gespielt hatte, in dem es darum ging, Sterne zu sammeln. Gleichzeitig ‘sah’  ich plötzlich meinen langjährigen Padawan vor mir, wie ich ihr das Computerspiel zeigte, sie es daraufhin auch spielte und es ihr viel Spaß machte. Nun sah ich eine Realität, in der ich Sternchen sammelte und eine, in der sie es tat. Ich hatte ihr das Spiel nicht gezeigt, weil es einfach nur Spaß machte, so wie man es vielleicht vermuten könnte, sondern weil dies ein Hinweis auf meine Erleuchtung sein sollte! Und so füllte sich mein ganzes Bewusstsein mit Sternchen. Immer mehr Sternchen erschienen vor meinen Augen, mehr noch, alles in mir wurde mit ihnen angefüllt und ich kam mir vor, wie ein gigantischer Sack, der mit Sternen aufgefüllt wurde. Mein ganzes Selbst, meine Wahrnehmung und mein ganzes Sein waren nun mit ihnen randgefüllt! Es war ein höchst sonderbares Gefühl, aber gleichzeitig ließ es mich meiner Suche nach der großen Erkenntnis wieder ein Stück näherkommen! Warum waren diese Sternchen so wichtig, dass ich von mehreren Seiten darauf hingewiesen werden musste? Weshalb zeigte ich meinem langjährigen Padawan ebenfalls diese Sternchen, nur damit sie sich dessen bewusst werden konnte? Über diese grübelnden Fragen verließ ich die Wahrscheinlichkeitsfraktale und das Klonselbst übernahm die Führung. Kurzum: Ich erwachte in meinem Bett. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es gerade halb sieben am Abend war. Es war eine lange Reise gewesen…

(Links zum Schwarzen Mann: 123)

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2 Kommentare zu “Suche nach Erleuchtung: Ich sehe Sterne (Teil 37)

  1. Hallo Jonathan,

    Über die Suche nach Erklärungen für die Fliegerchen bin ich einst auf deine Seite gestossen. Ich sehe sie schon seit der Kindheit, seit ca. 1 Jahr trainiere ich meine Wahrnehmung auf diese Dinger. In Carlos seinen Büchern hab ich bis jetzt noch nichts gefunden. Wenn ich meinen Augenfokus eine Fingerlänge vor die Nase richte kann ich sie fast berühren. Sobald ich tiefer in dieser Wahrnehmung bin kann ich sie unabhängig vom Fokus und Hintergrund wahrnehmen. Irgendwann fiel mir auf, dass ich im Hintergrund Wellen beobachten kann. Ich dachte zuerst dies sei Rauch, aber dieses Phänomen kann ich überall wahrnehmen. Ein pulsierendes, graues Flimmern im Himmel. Über Bäumen kann man fast eine Aura erahnen. Ein anderes Phänomen nenne ich Fallout. Bei guter Sonneneinstrahlung den Blick in eine dunkele Ecke richten, zb. ein Strauch. Dann den Fokus 50..100cm vor das Schwarz richten. Beim erreichen des Wellensehenzustands kann ich dann kleine, goldglänzende Partikel sehen, die auf und ab fallen. Sie sind wesentlich kleiner als die Fliegerchen und ähneln Nieselregen.
    Dann gibt es noch grosse Fliegerchen, die oft bei schwindelartigen Anfällen oder unglücklichen Kopfbewegungen erscheinen. Im Gegensatz zu den kleinen Fliegerchen, fliegen diese nicht wild durcheinander, sondern von der Periepherie zum Zentrum hin. Sogar bei geschlossenen Augen. Soviel dazu.
    Jetzt kommts, neulig Nacht, beim Lesen von Morpheus’s Matrix-Code ging ich kurz in mich über das Wesen der Dinge. Plötzlich sah ich kleine Fliegerchen, zum ersten Mal bei solchen Lichtverhältnissen. Doch nicht nur das, ich konzentrierte mich auf diesen Zustand, die Gegenstände der Umgebung erschienen fast durchsichtig, die Form war nicht mehr fest, sie bewegten sich wie Flammen. Vom Rand meines Laptopbildschirms floss eine nebelartige Substanz.
    Mir gelang es nur kurz diesen Zustand aufrecht zu erhalten. Der innere Zensor, der nur das sehen möchte was er kennt, unterbrach mich und zerriss diesen Zustand durch ein Gefühl der Angst. Dieser innere Zensor wird seit fühester Jugend an konditioniert. Obwohl 1/3 unserer Gehirnrechenleistung für das Sehen der Alltagswelt draufgeht, nehmen wir nur 10% direkt wahr. Der Rest wird vom inneren Zensor konstruiert. Diesen inneren Zensor für seine Zwecke umzuprogrammieren ist Sinn des Medetieren mit offenen Augen. Der Zensor ist wesentlich träger als der Verstand, aber man kann mit Übung den Zensor langsam umgewöhnen. Dadurch, das ich meinen Zensor schon daran gewöhnt hatte, die Fliegerchen als normale Erscheinung zu betrachten, konnte ich den Abend den Zustand erweitern und tiefer blicken. Dieser Zustand erfordert meine ganze Aufmerksamkeit. Ich nehme dann von der normalen Umwelt nicht mehr viel war. Die kleinste Ablenkung, und das Alltagssehen kehrt zurück. Was der Verstand nicht kennt, das macht ihm angst. Deshalb, befreie deinen Geist, glätte deine Insel der Wahrnehmung und sammele Energie.
    So.
    Ich denke diese kleinen Fliegerchen sind ein Artfakt der Matrix/Holographischen Natur und ein Entry-Point zum Sehen.

  2. Hallo Jonathan,

    Vielleicht sind die Sternchen die vielen Lebenslichter, die wir setzen?
    Ich sehe sie auch bei geschlossenen Augen und manchmal sind sie ganz geordnet ausgerichtet.
    Ein schönes Thema zum Grübeln ;)
    Momo

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