Filmkritik: Paranormal Activity 4

Katie verschwand im Jahre 2006 aufgrund fürchterlicher Begebenheiten in ihrer Wohngegend. Jahre später kommt eine neue Familie und diese beginnen, in ihrem Haus ebenfalls seltsame Spukphänomene wahrzunehmen. Die Ereignisse fangen mit einem Jungen an, den die Familie für einige Tage aufnimmt und sich sehr seltsam verhält. Kaum hatte er das Haus betreten, beginnen die Spukereignisse aufzutauchen. Das Stromnetz schwankt, telekinetische Phänomene werden registriert und sogar der Kronleuchter fällt von Geisterhand bewegt zu Boden und gefährdete das Leben der Tochter Alice. Erst mit der Zeit kann Alice beweisen, dass es in dem Haus nicht mit rechten Dingen vor sich geht.

Die unprofessionelle Kameraführung hat immer wieder einen realitätsnahen Eindruck vermittelt und den Zuschauer etwas mehr mit der jeweiligen Szene identifiziert, wenn auch eine laufende Kamera innerhalb des Films plotmäßig ständig irgendwie gerechtfertigt werden muss. Im vierten Teil dieser Filmreihe wird mit einigen Ängsten gespielt, die man nachts in seinem Bett liegend empfinden kann – wie beispielsweise die Vorstellung, dass jemand Unsichtbares einem die Decke wegzieht, undefinierbare Schatten durch das Bild huschen, man gegen seinen Willen aus dem Bett gezogen wird oder andere vergleichbare gruselige Dinge in der Nacht vorfallen, die man vielleicht gar nicht richtig mitbekommt. Das Spiel mit unterbewussten Ängsten und einer amateurhaften Kameraführung hat jedenfalls in den USA einen gewissen Erfolg verbuchen können, um zumindest Teenager ab 16 Jahren zu erschrecken. So ist dies ein aufregender Popcorn-Spass, indem man seine zukünftige Liebe vielleicht einmal dazu bewegen kann, sich in den Arm des Jungen zu krallen, der sich ein wenig Zuwendung erhoffte. Zu etwas anderem ist der Film leider nicht zu gebrauchen, als sich ein wenig zu gruseln.

Parapsychologische Phänomene werden eher seltener in Filmen benutzt, um einen Horrorfilm zu konstruieren, der völlig ohne Blut und Splatter auskommt. In Paranormal Activity 4 und in den vorangegangenen Filmen wird stets Wert darauf gelegt, den Zuschauer mit noch mehr fragen aus dem Kino zu schicken, mit denen er es betreten hatte. Kathryn Newton, bekannt aus der Komödie “Bad Teacher” wird in Zukunft gewiss häufiger in Kinofilmen anzutreffen sein und ist ein neues Starlet am Hollywood-Himmel.

Sicherlich ist dies einer der von der FSK allzu streng beurteilten Filme, in dem an der Kinokasse auch ruhig mal ein Auge zugedrückt werden kann, wenn sich jemand im Alter von 14 Jahren hindurchschmuggeln möchte.

Fazit: Unterhaltsam. 4 Sterne.

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Regie: Henry Joost und Ariel Schulman
Cast: Katie Featherston, Kathryn Newton, Spraque Grayden
Genre: Horror
Land: USA 2012, ab 16 Jahren

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