Technik: Die Dissoziation

Konstruktive-Dissoziation

Ich wurde des Öfteren darauf angesprochen, was denn überhaupt die Dissoziation sei – immerhin ist sie das Hauptelement und Dreh- und Angelpunkt meiner sämtlichen Techniken, die ich selbst benutze und auf meinen Workshops unterrichte. Nun ist der Begriff der Dissoziation nicht geläufig und irritiert viele Leser, die meine Webseite oder meinen Blog besuchen. Aus dem Grund möchte ich nun eine umfangreiche Erklärung zur Dissoziation liefern.

Das Gegenstück zur Dissoziation ist die Assoziation. Letztere benutzen wir tagtäglich und in einem fort – und das eigentlich, ohne jemals wirklich in irgendeiner Form damit aufzuhören. Wenn wir einen Menschen sehen, der auf sein Auto zugeht und den Schlüssel in das Schloss der Wagentür steckt, dann beginnt in jedem von uns ganz automatisch der Assoziationsprozess. Denn im Geiste sehen wir die Person bereits in ihrem Auto sitzen und wie sie die Straße hinunterfährt, vielleicht sogar stellen wir uns vor, wohin die Person fährt, vielleicht zur Arbeit oder einkaufen. Tatsächlich jedoch nimmt man nur eine Person wahr, die vor einem Auto steht.

Auf diesem Prinzip beruhen auch Überraschungen. Solche sind nur möglich, wenn wir den weiteren Verlauf einer beobachteten Szene bereits assoziiert haben. Sollte sich die Person beispielsweise als Autodieb herausstellen, dann wären wir sehr überrascht, immerhin sahen wir ihn aufgrund unserer Assoziationen als Besitzer des Autos, der zur Arbeit fährt. Assoziationen und voreingenommene Wahrnehmung gehen also Hand in Hand und bedingen einander im höchsten Maße.

Edmund Husserl, ein Mathematiker und Philosoph zum Anfang des 20. Jahrhunderts, begründete die Phänomenologie, eine wissenschaftliche These, die von seinen Kollegen höchst abgelehnt und von ihnen als Wissenschaft daraufhin zu einer Philosophie degradiert wurde. Husserl erklärte, dass es unmöglich sei, eine vernünftige, wissenschaftliche These zu beweisen, wenn man daran mit all seinen Assoziationen, Vorurteilen, Erwartungen und Hoffnungen heranginge. Es wäre unabdingbar, dass man die Dissoziation einsetzt, um sich frei von allen Assoziationen, Erinnerungen und Erwartungen zu machen. Dazu ging er davon aus, dass nur dann ein wirklich offener Geist temporär möglich wäre, um eine Problemstellung oder eine Analyse vernünftig lösen bzw. erstellen zu können. Diesen Zustand bezeichnete er als reduktive Wahrnehmung, d.h. es sollte absolut nur versucht werden, die Gegenwart zu betrachten ohne etwas hinzuzudichten oder in die Vergangenheit oder Zukunft abzudriften.

Was ist möglich mit der Dissoziation?

Möglich ist hiermit eigentlich alles. Der Grund liegt hier bei den Erinnerungen. Nur aufgrund unserer Erinnerung sind wir die Person, die wir nun einmal sind. Auch unser Gehirn ist aufgrund der Erinnerungen auf eine spezielle Weise geschaltet, dass unser Alltag äußerst routiniert abläuft. Das Gehirn und die Persönlichkeit eines Menschen ist also in seinen festen Bahnen integriert und lebt diese schon allein aus Gewohnheit jeden Tag und auch jede Nacht auf ähnliche Weisen. Aus dem Grund ist die Dissoziation so wichtig, sie verdrahtet die Schaltungen in unserem Gehirn auf eine ganz neue Weise, kann andere Elemente unserer DNA aktivieren, ist in der Lage, andere Persönlichkeiten in unserem Geist anzusprechen und an die Oberfläche zu befördern, psychische und auch parapsychologische Möglichkeiten im Alltag erreichbar zu machen u.v.m. Eigentlich ist fast alles möglich mit der Dissoziation, was man sich vorstellen kann. Unsere DNA besitzt den Code für jede erdenkliche Situation und Fähigkeit, die in uns in irgendeiner Form potentiell vorhanden ist. Man kann mit der Dissoziation sogar die Realität wechseln oder die Alltagsrealität derartig kreativ verändern, dass sie uns viel mehr zusagt als zuvor. Wer sich für parapsychologische Fähigkeiten interessiert, der kann mithilfe der Dissoziation nicht nur luzides Träumen und außerkörperliche Erfahrungen schneller erlernen, sondern erlangt darüber hinaus psychische Energien, die es einem ermöglichen, seinen eigenen Alltag neu zu erschaffen, Talente zu fördern, verborgene Fähigkeiten ins Bewusstsein zu heben, sich selbst zu heilen oder zu Ruhm, Ansehen und Reichtum zu gelangen. Die Möglichkeiten sind unerschöpflich und Dissoziation ist keine Meditation, sondern eine Sache des persönlichen Willens.

Psycholektrizität und die DNA

Bei der Assoziation kommt man gern von Hölzchen auf Stöckchen. Eine solche Person bezeichnet man gern als jemanden, der in einem fort reden kann und immer wieder mit einem neuen Thema daherkommt, unabhängig davon, wie uninteressant es ist. Dabei wird auch ein starker Drang empfunden, sich mitzuteilen bzw. sogar dem anderen stets ins Wort zu fallen. Die so genannte Quasselstrippe ist darum ein gutes Beispiel, um einen Menschen als Beispiel darzustellen, der das Assoziieren mit Vorliebe praktiziert.

Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass es schlecht wäre, viel zu reden oder es nun darum ginge, das Gegenteil zu praktizieren, denn die Dissoziation ist stets ein temporärer Vorgang. Es geht dabei nur um Minuten, in denen man absolut keinen Gedanken mehr im Geiste hegt.

Das Denken erfordert sozusagen die meiste Energie von uns, selbst wenn es uns nicht unbedingt so bewusst ist. Doch die Gedanken erschaffen unsere Interpretationen von der Welt, sie formen unsere Realität, und eine solche Kraft benötigt eben viel Energie. Die Dissoziation bewirkt also ganz automatisch eine persönliche Zunahme geistiger Energien. Diese geistige Energie möchte ich Psycholektrizität nennen, d.h. der Begriff ist eine Mischung aus Geist und energetischer Elektrizität. Jeder Gedanke, den wir denken, besteht aus dieser Psycholektrizität. Je mehr wir davon besitzen, desto mehr Einfluss besitzen wir, um unsere DNA bzw. Schaltungen im Gehirn zu beeinflussen, damit es Wirkung auf unseren Alltag bzw. Körper und Umfeld erhält. Jeder Gedanke, den wir denken, bildet um uns herum ein zeit- und ortsunabhängiges psycholektrisches Feld, das jeder ohne Rücksicht auf Ort und Zeit unterbewusst spüren und erfassen kann. Wenn eine Person beispielsweise glaubt, dass sie arm und mittellos ist, wird dies in ihrem psycholektrischen Feld abgespeichert und über das Unterbewusstsein telepathisch an alle anderen Personen ausgestrahlt, die mit dieser Person irgendwie im Kontakt ist oder kommt. Natürlich betrifft dies auch sämtliche positive Gedanken und Überzeugungen, die man hegt.

Wie erreicht man die Dissoziation?

Um die Dissoziation zu erreichen, gibt es mehrere Ansätze. Die Praxis der Selbstbeobachtung ist einer der ersten Schritte, um einmal in den Genuss zu kommen, sie zu erfahren. Dazu kann man sich während einer Unterhaltung mit einem Menschen ganz einfach mal selbst beobachten, zusehen, wie man sich verhält, versucht, sich von außen zu sehen, auf seine eigene Stimme zu hören usw. Dieser Vorgang bringt den Assoziationsfluss ins Stocken.

Manchmal kommt es vor, dass man für einen kurzen Augenblick den Faden verliert. Gerade hat man noch über etwas Wichtiges nachgedacht und im nächsten Augenblick ist es verschwunden. Es entstand ein kurzer Moment einer Erinnerungslücke. Man fühlt sich fremd sich selbst gegenüber oder man hat für einige Sekunden keine Orientierung. Die Welt wirkt fremd und man fühlt sich vielleicht sogar so, als wäre man gerade woanders gewesen und soeben auf die Erde zurückgekehrt. Das kann auch unmittelbar nach dem Aufwachen in Erscheinung treten, sodass man nicht weiß, welcher Tag es ist oder wie viel Uhr. All dies sind Momente, in denen eine leichte Dissoziation ganz natürlich auftritt. Hier sollte man versuchen, einen solchen Moment zu nutzen und versuchen, das Gefühl in die Länge zu ziehen. Hierbei kann nichts passieren und es ist auch ganz sicher kein Anzeichen einer aufkommenden Demenz. Auch ist es oft lohnenswert, wenn man dann die Augen schließt und sich zu erinnern versucht, was gerade eben noch gewesen ist und nichts mit dem Alltag zusammenhängt. Vielleicht erinnert man sich an etwas, das nicht in die unmittelbare Gegenwart gehört. Der Verstand mag solche Momente i.d.R. nicht, da er sich Sorgen macht und in Panik geraten kann. Dazu besteht wirklich kein Anlass. Solche Momente können genutzt werden, um sich der Dissoziation und ihren schier unfassbaren Möglichkeiten zu öffnen.

Es kann in seltenen Fällen vorkommen, dass man in Panik gerät oder ein Gefühl der Bedrohung wahrnimmt, ohne, dass ein Grund vorliegt. Auch dies ist eine normale Reaktion, ein Automatismus, von dem man sich nicht ablenken lassen sollte. Alles, was geschieht, ist in Wirklichkeit ein Öffnen der eigenen Psyche, die es erlaubt, alternative Erinnerungsstränge oder neue Sichtweisen ins Leben treten zu lassen. Selbst das Aufkommen einer anderen Persönlichkeit, die ins Bewusstsein tritt, ist nur vorübergehend da und liefert neue Informationen und neue Sichtweisen. In der Panik kann man schnell glauben, dass man nun für immer so sei. Das ist jedoch nicht richtig. Dissoziation ist immer nur ein vorübergehender Zustand.

Ziel der Dissoziation ist es, den so genannten “Beobachter” in sich zu erreichen. Er ist derjenige, der die Welt so sieht, wie sie tatsächlich ist und nicht so, wie man sie uns von Kindheit an mithilfe von unzähligen Assoziationen eingetrichtert hat. Der Beobachter ist jenseits aller Vorurteile und Erwartungshaltungen. Vom Beobachter aus kann man seine persönlichen Fragen beantworten und auch die Menschen, die anwesend sind, lesen, als seien sie ein gläsernes Buch. Man kann bis auf den Grund ihres Geistes blicken und erkennt jedes Problem und jedwede Absicht.

Man kann unbegründet anfangen zu lachen, weil man plötzlich erkennt, dass jeder Mensch in unserem Umfeld eine Rolle spielt, d.h. so tut als ob. Eine Mutter glaubt, Mutter zu sein oder ein Schaffner ein Schaffner. Man erkennt in dem Moment die Rollen, die jeder Mensch tagtäglich spielt, weil man hinter der Rolle einen Schauspieler erkennt. Wer so weit gekommen ist, ist meist bereit für den nächsten Schritt.

Probleme mit der Dissoziation

Es können auch Probleme bei Anfängern auftauchen, die mit der Dissoziation experimentieren. Gelangt man zu tief, können, wie erwähnt, Ängste auftauchen, man könnte glauben, nun wahnsinnig zu werden oder glaubt, die Realität würde in sich jeden Moment zusammenbrechen. In solchen Momenten ist es wichtig, dass man seinem höheren Selbst vertraut und nur auf die Gegenwart achtet. Denkt man in die Zukunft, glaubt man vielleicht, dass man bald in eine Psychiatrie überwiesen wird oder in Kürze stirbt. All das sind jedoch Tarnungen des Verstandes, der verzweifelt um seine Vorherrschaft kämpft. Vertrauen und Aufmerksamkeit sind hier der Schlüssel, der diese Erfahrung von Angst und Panik zu einem künstlerischen Akt der Bewusstseinserweiterung verwandeln kann.

Wenn dies geschafft ist, kommen die wirklich essentiellen Fragen ins Bewusstsein: Warum bin ich ich? Wo komme ich her? Wer bin ich? usw.

Präventive Tarnungen des Verstandes

Der Verstand bzw. das Ego kann versuchen, die Dissoziation mit allen Mitteln zu boykottieren oder zu tarnen. Allein bei dem Versuch, sie erreichen zu wollen, treten seltsame Effekte auf. Störeffekte, wie dauerndes Telefonklingeln, jemand klopft an die Tür oder draußen mäht jemand im Regen den Rasen. Vielleicht vergisst man plötzlich, dass man doch dissoziieren wollte und denkt wieder fleißig seine alltäglichen Gedanken oder man schläft kurzerhand ein. Eventuell bekommt man plötzlich spontane Gelüste, Hunger oder Lust auf Sex, oder man bekommt geniale Ideen und möchte weiter darüber nachdenken. Der Möglichkeiten gibt es hier viele. All diese Nebeneffekte sollte man ignorieren. Nur wer beharrlich weitermacht, kommt hier zum Ziel.

Manche erfahren sogar ein Zittern am Körper, als wäre ihnen plötzlich kalt, Die Zähne klappern und die Beine vibrieren. Das Ego interpretiert meistens hier etwas sehr Unangenehmes und glaubt, der Körper wird nun krank, aber nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt! Der Körper freut sich über diese Aktionen und sammelt in diesem Moment Energie. Es werden Energiereserven mobilisiert, die schon seit langem darauf gewartet haben, ins Bewusstsein gehoben zu werden.

Dissoziation ist in der Psychologie verteufelt

Dissoziation besitzt viele Einstiegspunkte, sich “irreal” zu fühlen ist sicherlich eines der bekanntesten Symptome. Depersonalisierung, Persönlichkeitsstörung, Dissoziationsstörung und ähnliche Begriffe sind allesamt der Psychologie entsprungen, die sich weitgehend nur um jene Personen in diesem Bereich kümmert, die vorgeben, unter den Folgen einer Dissoziation zu leiden. Dies darf man niemals dabei vergessen. Wer sich der Dissoziation freiwillig und eigenverantwortlich nähert, macht i.d.R. nur positive Erfahrungen. Es ist wie mit dem Fasten. Wenn man freiwillig auf Nahrung verzichtet, kann man sehr gut damit leben und fühlt sich sehr gut dabei, doch wer auf Nahrung verzichten muss und sich dabei als Opfer betrachtet, leidet darunter und kann bereits nach einer Woche sterben, während der, der freiwillig fastet, es sogar bis zu mehrere Wochen ohne Nahrung aufzunehmen problemlos weiterleben kann. Die Dissoziation ist der direkte Weg zur Selbsterkenntnis und darum sicherlich mit Vorsicht zu genießen, aber wer ein gutes Selbstvertrauen besitzt und sich stets daran erinnern kann, dass die Dissoziation ausschließlich nur ein temporärer Vorgang ist, der wird erstaunliche und die besten Erfolge in kürzester Zeit erzielen. Instabile Persönlichkeiten oder jene, die sich schnell als Opfer gewisser Umstände oder Personen fühlen, für die ist die Dissoziation nicht empfehlenswert.

Selbsterkenntnis

Es gibt neben Psychedelika einfach kein besseres Mittel zur Gewinnung an Selbsterkenntnis und Bewusstseinserweiterung als mit der Dissoziation. Das kann ich nicht oft genug wiederholen, damit man es auch wirklich begreift. Wer sein Bewusstsein gründlich erweitern will, kommt um das Erlernen der Dissoziation nicht hinweg. Natürlich muss der Wille und die Selbstverantwortung zur Ausübung der temporären und konstruktiven Dissoziation vorhanden sein. Nur auf diese Weise gelangt man mit großen Schritten zur Selbsterkenntnis, aber auch zu seinen verborgenen Talenten und Fähigkeiten. Wer ein Künstler ist, wird ein noch besserer Künstler, wer Talent zum Mitgefühl besitzt, wird ein Empath oder gar Telepath usw. Jeder Wunsch kann durch die Dissoziation um ein Vielfaches verstärkt und somit in die Realität katapultiert werden. Fähigkeiten wie luzides Träumen, Astralreisen, Hellsehen, Rückführungen, Präkognition, Telepathie und Selbstheilung sind ebenso möglich wie Liebe, Reichtum, Ruhm und Ehre. Der Dissoziation sind keine Grenzen gesetzt. Wer beispielsweise es schafft, drei Minuten lang nicht eine Silbe zu denken, katapultiert sich aus seinem Körper heraus und hat augenblicklich eine außerkörperliche Erfahrung. Nicht zu erwähnen, dass jemand, der Angst vor solchen Dingen hat, es vielleicht sanfter angehen sollte, doch dieser kurze Zeitraum von nur 3 Minuten demonstriert sehr gut, welche Möglichkeiten bestehen. Auch Spontanheilungen oder der psychische Transfer in alternative Realitäten sind hiermit durchaus möglich.

Zum Erlernen dieser Technik kann man einiges in diesem Blog weiter recherchieren oder an meinem Workshop zur Dissoziation teilnehmen.

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Author: Matrixblogger

Der Matrixblogger ist Autor, Bewusstseinsforscher, Berater und Blogger, hat bislang neun Bücher veröffentlicht und ist bekannt aus Fernsehen, Radio, Interviews, Vorträge, Literaturwettbewerben, Workshops und vielen anderen Aktivitäten. Seine Interessen gelten der Bewusstseinserweiterung, außerkörperliche Erfahrungen, luzides Träumen, die Dissoziation, die Matrix und die Aktivierung der Zirbeldrüse.

28 Kommentare zu “Technik: Die Dissoziation

  1. Danke für diesen Beitrag!

    Erstaunlich, wie schnell der innere Schmerz und die innere Unruhe verschwinden, sobald man es wirklich schafft, in den “Beobachter” zu wechseln. :D

    Kann jetzt nicht mit Sicherheit sagen, ob das Ego in der Ausenwelt Ablenkungen geschaffen hat, aber ein paar Dinge erschienen mir verdächtig. Standart-Ablenkung sind Gedanken aller Art die sich regelrecht aufdrängen, man merkt richtig, wie das Programm automatisch abgespult wird.

    Sobald ich die Augen schloss, schlich sich ein Gefühl der Angst oder vielleicht eher Unbehaglichkeit ein, verusacht durch ein undefinierbares Geräuch, dass wie ein umherschleichendes Tier anmutete. Völlig irrational, was die Ratio da so anstellt. ;-)

    Solche Inspirationsquellen wie Dein Beitrag setzen hilfreiche Impulse, die Mancheiner von uns leider immer wieder braucht.

    Hab Dank!!

    Lieben Gruß

    Louis

  2. Hallo Louis,
    danke für Deinen überaus interessanten Beitrag!
    Deine Wahrnehmungen kann ich absolut bestätigen, die Du erfahren hast. Genau so war es bei mir anfangs auch. Alles wird unwichtig, Trauer, Schmerz, Probleme, Gedanken, Gefühle überhaupt und die Identifikation mit der Alltagsrealität usw. Es baute sich zu allem eine Distanz auf und der Lärm des Alltags konnte einen nicht mehr erreichen. Der Beobachter steigt in einem auf und das ist sehr entspannend.
    Deine Wahrnehmung von Unsicherheit und Angst kenne ich ebenfalls genau so wie Du es beschreibst. Und das mit dem umher schleichenden Tier trifft absolut auch auf das zu, was ich ebenfalls schon des Öfteren wahrgenommen habe. Eine sehr schöne Bestätigung, die Du mir hier gibst, habe ich doch diesen Punkt niemals wirklich erwähnt. :-) Auch das Gefühl von Bedrohung oder ein Anflug von Panik kann auftauchen. Hier wird eindeutig etwas getarnt, dass die Person, die dissoziiert, davon abhalten soll, tiefer zu schauen…
    Liebe Grüße, Jonathan

  3. Das verstehe ich nicht. Du kannst nicht einfach so 3 Minuten lang nicht denken und dabei Hellsehen. Nur weil dir nicht bewusst wird, dass du denkst heisst das nicht, dass dein Gehirn nicht denkt. Gerade dieser “innere Beobachter” (das Bewusstsein man selbst zu sein und zu existieren) hindert dich meist erfolgreich daran, nicht “nicht zu denken”. Meditation ist der Versuch diesen “inneren Beobachter” abzuschalten der dich ständig daran erinnert wer du bist. Ob du dich nun als du selbst betrachtest, oder als eine von vielen Teilpersönlichkeiten ist egal. Das macht doch keinen Unterschied, außer dass du dich schwerer im Leben tust wenn du nicht weißt wer du wirklich bist. Es ändert aber nichts daran, dass du dich als “jemand” erlebst. Eben in dem von dir beschriebenen Fall als jemand der vergessen hat wo er sich gerade befindet. Hättest du im Freien übernachtet und würde eine Schlange neben dir liegen, wäre das ein tödlicher Fehler. Deshalb weiß man normalerweise genau wo man ist wenn man wach wird, wer man ist und wovor man Angst haben muss. Auch wenn wir heute im sicheren Bett liegen, haben wir selbstverständlich noch alle Überlebensmechanismen in uns.

    Beim Ausschalten von Gedanken “vergisst” man aber nicht nur wer man ist, sondern auch “dass” man ist. Hat man keinen Gedanken, so hat man auch keinen “fremden” Gedanken. Man kann in diesem Zustand also auch nicht wissen was ein anderer denkt. Ich würde das eher als eine Form psychischer Paralyse bezeichnen. Das ist das Eine.

    Das andere ist die Notwendigkeit den Verstand zu benützen. Denn der Verstand ist nichts weiter als eine ordnende Kraft. Stelle dir ein Lebewesen als eine Bibliothek vor. Viele Bücher enthalten viel Wissen, aber natürlich auch Unsinn. Die Erinnerung ist der Bibliothekar, der sorgsam alles was du an Erfahrungen gesammelt hast, aufbewahrt. Der Leser der in diese Bibliothek geht ist dein Ego. Es gilt ein Problem zu lösen, deshalb geht das Ego in die Bibliothek und bittet den Bibliothekar um Bücher die helfen sollen das Problem zu lösen. Sagen wir du hast auf der Straße etwas verloren. Dann gibt dir der Bibliothekar Bücher in denen alles steht was du jemals in Bezug auf verlorene Gegenstände erlebt, oder gehört hast und Bücher in denen steht wo du in letzter Zeit warst. Aber was nützt dir all dein Wissen? Nichts. Also gehst du zum Verstand und zeigst ihm das Wissen = die Bücher. Der Verstand assoziiert nicht unbedingt, er analysiert und sucht die Informationen aus dieser unübersichtlichen Masse des Wissens heraus und sagt dir dann wo es sinnvoll ist zu suchen. Hast du keinen Verstand wirst du sinnlos herum rennen und überall suchen wo du hin kommst. Hast du verstand wird er dich an die Orte verweisen wo es am wahrscheinlichsten ist, das Verlorene zu finden.

    Wenn du den Verstand nicht hast, wird sich dein Bewusstsein nicht erweitern, sondern verirren. Das Bewusstsein ist der Teil des Lebewesens, welcher das Ergebnis all dieser beschriebenen Prozesse mitgeteilt bekommt und dann reagiert.

  4. Hallo Susanne,
    danke für Deinen kreativen Kommentar.
    Wir stoßen uns hier ganz klar nur an Definitionen. Erst einmal: Der Beobachter, der erst innerhalb der Dissoziation auftaucht (und sonst überhaupt nicht), ist ein ganz eigener und, im Vergleich, ein sehr seltener Bewusstseinszustand. Er beobachtet nur, er nimmt nicht teil, in keinster Weise. Selbst wenn Du dabei siehst, dass ein Kind einem Ball bis auf die Straße nachläuft, würde der Beobachter weiterhin einfach nur zusehen – um jetzt mal ein intensiveres Beispiel zu wählen. Den Beobachter den Du meinst, nenne ich wiederum Ego. Es ist das Alltagsselbst, das es in der Meditation vorübergehend auszuschalten gilt. Das ist richtig.

    Das ist richtig, das Ego will denken und darum ist es auch schwer, es dazu zu überreden, es mal nicht zu tun. Trotzdem ist es möglich und ich habe es hunderte Male erlebt und viele andere, denen ich begegnet bin und es ihnen lehrte, auch. Man gelangt in höhere Bewusstseinszustände und je länger man es schafft, VORÜBERGEHEND nicht zu denken, desto tiefer sind die Zustände. Ich sage hiermit ganz bestimmt nicht, dass man mit dem Denken für immer aufhören soll oder dass das Denken nutzlos ist. Das habe ich mit keiner Silbe erwähnt. :-) Ich spreche nur von Minuten der Dissoziation, danach darfst man ja gern wieder weiterdenken.

    Man kann ohne Verstand durchaus Erfahrungen machen, mehr noch, man kann viel klarer und deutlicher “denken” als je zuvor, da man sich den ganzen Meinungen und Interpretationen enthebt. So unfassbar es vielleicht klingt, so offensichtlich und einfach ist es aber in der Dissoziation erfahrbar.
    Wenn Du NACH der erfolgreichen Dissoziation wieder normal denkst, kannst Du Deine Erfahrungen analysieren. Und dazu ist der Verstand auf jeden Fall wichtig. Wie gesagt, ich rede nicht von entweder Verstand oder Verstand aufgeben, sondern von einer taktisch-temporären Dissoziation. D.h. a) mit dem Denken aufhören, b) in einen höheren Bewusstseinszustand eintreten, c) Informationen sammeln, d) zurückkehren, e) wieder denken und f) dann analysieren.
    Also, einfach mal trainieren und selbst erleben. Wenn der Verstand über die Dissoziation nachdenkt, wird es nur ein Fiasko. Er kommt nicht klar damit. Und warum ist es so? Ganz einfach: Man fragt nicht die Frösche, wie man am besten einen Sumpf trocken legen kann. ;-) Der Verstand wird die Absicht und den Vorgang zu dissoziieren boykottieren und das auf alle erdenkliche Weisen. Auch Deine Inbrunst, mit der Du geantwortet hast, ist ein Zeugnis dessen. Versuche einfach zu dissoziieren, ohne es zu hinterfragen oder zu beurteilen. Tue es einfach und Du wirst eine große Überraschung erleben (falls Du natürlich erfolgreich sein wirst). :-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  5. Hallo Jonathan,
    was einen aus diesen normalen Gedankenabläufen gut herausreissen kann, sind diese Überraschungsmomente, die du angesprochen hast. Es ist sehr interessant zu beobachten, wie der Verstand reagiert, wenn er etwas nicht einordnen kann. Neulich kam ich z.B. nach Hause und da lag eine mir völlig fremde Jacke auf dem Sofa. Da ratterte es sofort durch meinen Kopf und spielte die verschiedenen Möglichkeiten durch von “wer hat einen Schlüssel zur Wohnung?” über “hab ich die Tür aufgelassen?” und “erwartet mich nun jemand in der Küche?” bis hin zu “hab ich die Realität gewechselt?”. Ich war einige Sekunden wirklich irritiert und traute mich kaum, die Jacke anzufassen. Zum Glück löste sich das Rätsel dann und es gab eine rationale Erklärung dafür (also ich war selbst dafür verantwortlich). Das könnte man nun für einen Anflug von Demenz halten aber ich vermute eher, dass ich mir mit solchen Aktionen selbst Traumzeichen im Alltag setze. :-)
    Liebe Grüsse, Christine

  6. Hallo Christine,
    ja, ein sehr schönes Beispiel. :-) Der Verstand hat die Aufgabe, Wahrscheinlichkeiten zu berechnen und aufgrund der persönlich gemachten Erfahrungen zu analysieren und die möglichst beste herauszusuchen. Welche nun die Beste ist, kann er nie mit Sicherheit sagen, weil er z.b. nicht in die Zukunft schauen kann. er kann nur vermuten. Und das ist eben, was wir den ganzen Tag machen: Wir vermuten. Und aufgrund dieser Vermutungen handeln wir und hoffen, dass alles gut hinhaut und möglichst viel für uns selbst dabei herausspringt. Er analysiert eben Puzzleteile und schaut, welches woran am besten passt… In der Dissoziation sieht man das ganze Bild und dann erkennt man erst einmal, woran man da sein ganzes Leben lang überhaupt gepuzzled hat. ;-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  7. Hallo, Jonathan

    vielen Dank, dass Du nochmal so ausführlich über die Dissoziation schreibst. Ich kann voll bestätigen, welche grossartige Wirkung die D. hat: Alle Alltagssorgen verfliegen, und man fühlt sich präsent und voller Energie wie nie.

    LG, Bernhard

  8. Hallo!

    Ja was Bernhard schreibt stimmt und ich kann´s ebenso wie bereits geschrieben bestätigen.

    Zur zeit will es aber par tout nicht klappen mit der Dissoziation. Weiß der Verstand da, was man da vorhat, nämlich mehr zu dissoziieren, und bloquiert mich mit Dauer-Unglücklich sein? Ich muss aber dazu erwähnen, dass ich leider dazu neige depressiv und antriebslos zu werden, stark bedingt durch Misserfolge und nicht erfüllte Sehnsüchte.

    Kann mir also nicht sicher sein, ob das Ego sein Standard-Angstprogramm abspult oder er grade alle Geschütze hochfährt weil es weiß, dass ich meinen Kopf endlich von Sorgen und Co. entleeren möchte. Und meine Wünsche erfüllen.

    Kann ich sonst noch was tun, ausser es immer wieder neu zu versuchen? Ist es hilfreiche dem ego zu sagen, dass er durch Entspannung und Urteilsfreiheit endlich dazu kommt, alles zu kontrollieren, dass er endlich WIRKLICH geschützt ist? Man bleibt ja schliesslich man Selbst, wenn man das Bewusstsein erweitert. Oder ist es besser, ihn einfach zu akzeptieren und zappeln lassen, bis sich dass nach viel Zeit legt?

    Dissoziieren ist SO gut! Wenn´s denn klappt. Wenn also das SELBST beobachtet und nicht das EGO, denn der bewertet wieder und lässt einen den mangel spüren, während er da “beobachtet”.

    What can I do?

    Liebe Grüße

    Louis

  9. Hallo Louis,
    danke für den Kommentar.
    Es gibt immer Phasen, in denen es mit der Disso nicht klappt. Vor allem, wenn der Kopf voll ist oder man Probleme hat, sich zu konzentrieren. Motivation ist auch entscheidend und mehrere Versuche.
    Das Ego ist kein großer Freund der Disso, noch weniger der Verstand. Problem ist eben, dass das Ego fürchtet, ausgeschaltet zu werden in diesen Prozess und dass es dann die Kontrolle verliert.
    Mit der Zeit lernt man seine Depris zu lieben. Aus dem Grund kann man sie dann auch weniger gut loslassen. Das Ego sehnt sich nach Stabilität und von daher lässt es andauernde emotionale Zustände auch ungern los ebenso die großen Wünsche, die in der Zukunft liegen – dabei liegt das Geheimnis und sämtliche Lösungen all dessen ja in der Gegenwart.
    Liebe Grüße, Jonathan

  10. Vielen Dank!! Es ist eine gute Hilfe, die Meschanismen zu verstehen.

    Nun gut, wenn aber nun ein Wunsch wieder emotional geladen wird, und man große Sehnsucht nach etwas/jemand/schönem-Erlebnis/Liebe/Gelassenheit/Abenteuer/Mut oder was auch immer verspürt, also diese Wünsche, die unser Herz zum Beben bringen, sind das Wünsche die das Selbst bejaht, oder sind es Wünsche die man loswerden muss, weil man ja während man wünscht immer in der Zukunft ist? Ist es ein Unterschied, ob ich mit Herz”schmerz” wünsche, schiere Sehnsucht habe oder träumerisch in Bilder schwelge, oder schwärme?

    Das EGO (oder ist es der Verstand?) hat ja Angst, dass das Selbst diese Wünsche durch andere ersetzt oder diese gänzlich verschwinden lässt, es wird unberechenbar und das war´s mit der Stabilität. Und das Alltags-Ich hat Angst, das Gewünschte niemals erleben zu können/dürfen.

    Ja, hier ist definitiv der Verstand am sabotieren. Aber wie kann ich das oben genannte unterscheiden, und woher weiß ich, dass mein höheres Selbst konform mit meinen Wünschen geht, also nix gegen die Erfüllung dieser Wünsche hat?

    Was mache ich, wenn wir uns etwas so wunderschönes ausmalen, das es unser Herz berührt, so stark ist, dass die Abwesenheit davon im Jetzt weh tut? Erzeugen wir da nicht wieder Mangel?

    Meine Angst ist, dass wenn ich einen sehr starken Wunsch habe, die Erfüllung davon vom höheren Selbst verhindert wird, weil man ja so sehr an einer Vorstellung “klammert” und nicht im hier und jetzt ist.

    Mist, ich sollte meine “Teetasse” mal entleeren, damit Platz für neuen Geschmack ist. Ich geh jetzt raus und mach ne fette DISSO!!

    Wenn Du noch was über das oben gefragte schreiben könntest, würde mich das freuen und sicher sehr weiter helfen!!

    Hab Dank!!

    Lieben Gruß

    Louis

  11. Hallo Louis,
    es ist richtig. Wenn man z.b. in jemanden verliebt ist und die Person unerreichbar zu sein scheint (oder auch nicht), hat das Ego Angst, diesen speziellen Bewusstseinszustand zu verlassen. Aus dem Grund bleibt es dann in diesem hängen. Dabei könnte man mithilfe der Dissoziation in eine alternative Realität gehen, in der der Wunsch bereits erfüllt ist. Das Problem ist, dass uns daran die eigenen Überzeugungen und das Ego hindern. Außerdem muss man sich fragen, warum man dies nicht einfach macht und die Realität wechselt? Dies kann nur eine Antwort haben: Man will es gar nicht anders. Folglich geht es nicht wirklich um den erwünschten Partner, sondern um etwas ganz anderes – was man aber bewusst nicht erkennt bzw. was das Ego nicht in der Lage ist zu begreifen, weil es zu kurzsichtig ist.
    Das innere bzw. höhere Selbst hat nichts gegen Deine Wünsche. Es geht ja auf unserem Planeten um Selbstwerterfüllung und darum legt es Dir sicherlich keine Steine in den Weg oder ist nicht einverstanden, mit dem, was Du tust oder Dir wünschst. Es gibt einige Punkte, die sicherlich ungünstig für einen wären, die man aufgrund eines geringen Überblicks über die ganze Angelegenheit nicht recht erkennen kann, aber falls man die trotzdem unbedingt haben will, dann soll es so sein. Die Persönlichkeit kann aus jeder Realität ihre Lernerfahrungen ziehen. Jede Realität hat ihre Vor- und Nachteile. Bei der Selbsterkenntnis geht es auch nicht unbedingt darum, in welcher Realität man gerade (fest)steckt. Es geht um die wichtige, klare, unmissverständliche und gefühlte Initiations-Erkenntnis, dass alles, was man tut, Teil einer Rolle in einem Theaterstück ist. Nur darauf kann man seine Selbsterkenntnis aufbauen und dies ist das Portal überhaupt. Ein jeder, der mir begegnet, versuche ich auf Dauer in genau dieses Portal zu bewegen. Es ist aber sehr schwierig, da die meisten an ihrer Rolle verbissen, identifiziert und sogar rücksichtslos festhalten.
    Liebe Grüße, Jonathan

  12. Hallo, Louis

    mir geht es auch manchmal so, dass ich kein klares Gefühl habe und dass mein Kopf so voll ist. Dann klappt das Dissoziieren auch nicht. Ich hab dann das Gefühl, als wäre mein Kopf dann ne riesige Wolke von allen möglichen Gedanken und ich selbst wäre auch nur einer von vielen Gedanken mittendrin.
    Gestern war es auch so ähnlich, aber dann habe ich versucht, das, was ich da fühle, alles, was da gerade läuft, einfach nur mal zu beobachten-ohne es stoppen zu wollen-. Und plötzlich habe ich gespürt, wie ich Abstand dazu bekam und hatte wieder diese innere Klarheit. Die Wolke war dann kein Problem mehr und löste sich schon wieder auf.
    Vielleicht braucht man für die Disso schon einen gewissen Abstand zu seiner Persönlichkeit. Den Abstand zu der Persönlichkeit bekommt man dann eher durch geschehen lassen dessen, was im Kopf passiert als durch stoppen wollen.
    Ich denke, was Jonathan gesagt hat, hat genau diesen Zweck, Abstand von sich selbst zu nehmend durch die “wichtige, klare, unmissverständliche und gefühlte Initiations-Erkenntnis, dass alles, was man tut (und denkt), Teil einer Rolle in einem Theaterstück ist”

    Viel Erfolg
    Bernhard

  13. Hallo Leute,

    ich fand den Artikel sehr interessant und musste sofort an das kostenlose Buch “Wie man den Verstand verliert.” denken. Darin werden auch Techniken zur Dissoziation beschrieben, obwohl der Autor andere Wörter dafür benutzt. Sehr hilfreich sind für den Anfang wohl a)auf das Rauschen und Piepen im Kopf hören b) die abgefahrenen Kreiselpunkte am Himmel angucken c) das Körperfeld erspüren

    Ich hoffe es hilft euch weiter.
    Schöne Grüße,

    Jonfan

    http://www.orgon.de/WieMan.htm

  14. Hallo Jonathan,

    deine Blogeinträge sind echt von unschätzbarem Wert, danke dafür !

    Das was du mit der Dissoziation meinst, dass ist doch das was allgemein als Erleuchtung bezeichnet wird, das suchen in sich selbst und nicht im aussen.

    Viele Lehren sind doch genau darauf aus, in diesen Zustand einzutreten und in diesem zu verweilen, da es einem aus dem Leid und der Identifikation mit Formen rausholt.

    Also das Erkennen, dass man dieses reine Bewusstsein ist, was widerum mit allem verbunden ist.

    Z.B. beruhen die Lehren von Eckhart Tolle und anderen spirituellen Pionieren wie Osho darauf, sich von seinem Ego, seinen Glaubenssätzen, Vorstellungen d.h. seinen Gedanken zu lösen und nicht mehr die Identifikation aus dem Ego zu beziehen, da es doch sowieso eine Illusion ist, wenn man das ganze nicht so wahrnimmt wie es ist, sondern gefiltert durch seine eigene Wahrnehmung, kurzum die Welt entsteht durch das Denken.

    Der Verstand kann dann immernoch genutzt werden, als ein Werkzeug, aber in der “Realität” sieht es doch durch diese ganze Manipulationsstruktur, die sich über Jahrzehnte aufgebaut hat eher so aus, dass der Verstand uns kontrolliert und ich denke dass kann jeder bestätigen, wenn er der Stimme im Kopf genau zuhört.

  15. Hallo Roman,
    danke für Deinen Kommentar.
    Das hast Du gut erfasst mit der Dissoziation und gut wiedergegeben. Doch viele meditieren und wissen gar nicht, wie die Abläufe sind und dass es dabei eigentlich nur darauf ankommt, zu dissoziieren. Eckart Tolle habe ich zu meiner Schande erst kürzlich entdeckt. Ich finde, er weiß worauf es ankommt und weiß es auch sehr gut rüberzubringen. Mir kam er sogar sehr bekannt vor, dass ich überlegt habe, ob ich ihn von der Schulzeit her kenne oder sonst woher.
    Liebe Grüße, Jonathan

  16. Hallo Jonathan,
    Bei mir wurden Dissoziationen diagnostiziert und es äußert sich,daß mein Kopf spontan,nicht kontrolliert abschaltet,umschaltet und ich das Hier und Jetzt nicht wahrnehme.Ich weiß nicht wo ich da bin,körperlich bin ich hier,aber sonst nicht.
    Dieser Zustand kommt und geht und ich kann es nicht beeinflussen,ich tue Dinge die ich nicht weiß das ich sie tue und das ist für mich erschreckend.
    Ich hatte einen Verkehrsunfall und habe das Auto zu Schrott gefahren,anderen und mir ist zum Glück nichts passiert,aber die Dissoziation hat mein Leben verändert ,keine Fahrerlaubnis mehr,keine Arbeit mehr,keinen Ehemann mehr,keine Finanzen mehr.Und das ist nicht gerade prickelnd.Und das zu erleben wünsche ich niemanden,denn das erlebe ich körperlich auch wenn es nur eine Rolle ist,aber ich will da raus,aber wie…

  17. Hallo Petra,
    danke für Deinen Kommentar.
    Es ist bedauerlich zu hören, dass die Dissoziation so sehr Dein Leben verändert hat und dass es Dir nicht gefällt. Ich kann durchaus verstehen, dass sich die Dissoziation unangenehm äußern kann, wenn man es als Fluch betrachtet und sich ihr zu entziehen versucht. Als ich darunter “litt”, dachte ich in den ersten drei Wochen auch, dass es um meinen gesunden Menschenverstand geschehen sei, aber später wurde mir klar, es war das Beste, was mir widerfahren konnte. Ich musste es nur trainieren, damit ich auch Erinnerungen aus meinen spontanen “Reisen” mitnehmen konnte. Als ich disziplinierter wurde und lernte, diese spontanen Dissoziationsausbrüche zu kontrollieren, da konnte ich ganz bewusst bestimmen, wann sie auftauchen sollten. Jedoch war und blieb dies Bedingung, dass ich nicht versuchte, diese loszuwerden, sondern mich mit ihnen bewusst auseinandersetzte. Später konnte ich immer mehr diese Kraft kontrollieren und sie tat, was ich wollte. Mit den Jahren habe ich die Dissoziation jedoch etwas verlernt und muss mich mittlerweile schon länger konzentrieren, um bewusst zu dissoziieren. Jedoch möchte ich keinesfalls diese (Lern-) Erfahrungen missen,denn ich weiß, mit ihr hat man den Schlüssel der Weisen. Doch ich weiß, jede mediale Begabung wirkt für das Ego zuerst wie ein fieser Fluch, der das komplette Leben umkrempelt.
    Wenn Du Deine Fahrerlaubnis, Deinen Partner und Deine Finanzen verloren hast, dann nicht wegen der Dissoziation, sondern wegen Deines Umgangs mit ihr. Das ist ein Unterschied. Aus dem Grund kann ich Dir nur empfehlen, Dich mit dieser Fähigkeit auseinanderzusetzen, so, wie sich jemand damit auseinandersetzen müsste, der ganz plötzlich eine Firma vererbt bekommt und nun zusehen muss, diese aufrecht zu erhalten und gleichzeitig noch seinen Alltag zu bewahren hat. ;-) Am besten liest Du Dir meine Erfahrungen unter der Kategorie “Träume” aufmerksam durch und vielleicht verschafft Dir dies einen Einblick in das, was Dein höheres Selbst mir Dir vor hat… oder Du fliehst. Ich wünsche Dir in jedem dieser Fälle viel Erfolg und habe für weitere Fragen natürlich ein offenes Ohr! :-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  18. Lieber Jonathan,
    ich danke Dir sehr für Deine hilfreiche Antwort und ich möchte nicht fliehen vor dieser Dissoziation,sondern mich damit auseinander setzen,denn nichts passiert umsonst.Ich habe auch schon andere Erfahrungen machen dürfen und diese brachten mich zur Hellsicht und eine Erfahrung des Hellhörens,wo eine Männerstimme zu mir sagte ,in sehr ruhigem Ton;Du bist Gott.Und ich verneinte damals vehement,aber inzwischen ist mir sehr viel klar geworden.
    Ich habe nur für mich den Weg im Hier und Jetzt noch nicht gefunden,wie ich damit umgehen und für mich das alles nutzen kann.Denn Jeder hat ja seinen eigenen Weg .Ich bin auch offen für Ratschläge,Hinweise und danke Dir sehr.
    Alles liebe Petra

  19. Hallo Petra,
    das ist schön zu lesen, dass Du bereits diesen Punkt in Dir erreicht hast.
    Gib doch mal in der suche Dissoziation ein und Du wirst viele interessante und hilfreiche Beiträge finden. :-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  20. Die Dissoziation ähnelt sich sehr dem Zazen (Zen-Meditation). Beim Zen geht es auch darum, das man die Dinge so sieht wie die sind.

    “Wenn Du verstehst sind die Dinge wie sie sind.
    Wenn Du nicht verstehst sind die Dinge wie sie sind.”

    D?gen Zenji

  21. Hallo Jonathan,

    das Thema Realität erschaffen taucht in vielen Bücher und in unterschiedlichsten Zusammenhängen auf, z. B. Bestellungen beim Universum, Lebenshilfe-Bücher, Schamanen und und und. Was ich mich immer frage ist, geht es nur darum die eigene Sichtweise zu ändern, also das positive in allem zu sehen, und ist die positive Veränderung meines Lebens nur eine logische Folge meiner optimistischen Einstellung (weil ich anders handle), oder ist es eher wie “zaubern”. Also dass ich meine Wünsche wie durch Magie entstehen lassen kann.

    Ich würde mich freuen, wenn du mich darüber aufklären könntest. :-)

    Und noch eine zweite Frage: Das Dissoziieren gelingt schon ganz gut, aber was muss ich denn tun, um diese Energie in eine bestimmte Richtung zu lenken um dieses oder jenes zu erreichen?

    Vielen Dank!

    Sabrina

  22. Hallo Sabrina,
    danke für Deinen Kommentar.
    Unsere Erwartungen und Interpretationen erschaffen ja die Realität. Diese gezielt zu verändern, erbringt auch andere Ergebnisse. Gleichzeitig ist es jedoch wichtig, dass man sich des Schöpfers in sich selbst bewusst wird und erkennt, warum er die Realität auf die Weise schafft, wie sie vorliegt.
    In den meisten Fällen reicht es, seinen Wunsch drei Mal zu äußern und dann zu dissoziieren. Wird die Dissoziation unterbrochen, dann von vorn beginnen. Auf diese Weise sammelt man psychische Energie, um die Realität zu füttern, auf die es einem ankommt.
    Liebe Grüße, Jonathan

  23. Hallo Jonathan,

    danke für die Erklärung!

    Ist es denn auch wichtig, wie man nach der Dissoziation mit der Energie umgeht oder zählen nur die Gedanken/Äußerungen davor?

    Liebe Grüße

  24. Hallo Sabrina,
    danke für Deinen Kommentar.
    Der letzte Gedanke gilt als erwünschtes Ziel für den Energieaufbau durch die Dissoziation.
    Liebe Grüße, Jonathan

  25. Herzliche Grüße. Nun muss ich doch auch mal eine Frage loswerden. Ich mache das schon seit langer Zeit, diese Dissoziation, lese aber nun erst davon was das denn ist. Also tat es quasi unbewusst, allein dadurch, das ich gerne in die Stille gehe und Beobachte.

    Wenn ich zb. in den Himmel gucke, einfach nur Beobachte ohne zu denken,…sehe ich den Himmel bzw den Horizont ( lebe am Feldrand am Stadtrand ) stehts in anderen Farben. Meist tief Rot fast ins Pinke hineingehend. Wieso seh ich das so?
    Gibt es dafür eine Erklärung?

    Das nächste, was mir seit einigen Tagen auffällt und was mich sehr irritiert ist, dass wenn ich in mich hinein beobachte, ich sofort mich als sehr groß Wahrnehme, wie eine Wolke die fast das ganze Haus einnimmt…..und wenn ich tief hineingehe in dieses weiterbeobachten um so stärker fühle ich mich als diese Wolke um mich herum. Es ist ein sehr merkwürdiges Gefühl, da ich mir in diesem Moment dem Körper fast schon fremd fühle.
    Was habe ich davon zu halten, spinn ich?`Oder ist dieses Erklärbar? Kann man es ausbauen? Ist es überhaupt etwas zum ausbauen? Wäre dankbar um Antwort! Alles liebe! Und nochmals….
    ein wirklich tolles Lebenswerk hier :)
    LG Anja

  26. Hallo Anja,
    danke für Deinen Kommentar und Dein Lob. :-)
    Pink wird es i.d.R. nur, wenn man zu lange starrt. Die Komplementärfarbe taucht dann nach einer Weile auf. Interessant wird es erst, wenn Du ein gelbes Gitter o.ä. wahrnimmst.
    Und Dein Ausdehnungsgefühl kenne ich auch sehr gut. Das ist ein veränderter Bewusstseinszustand, der gut für eine Kommunikation mit anderen ist.
    Liebe Grüße, Jonathan

  27. Hallo Jonathan,

    aus Deinem Bericht habe ich herausgelesen, dass Dissoziation durch den Versuch des Nicht-Denkens erzeugt wird. Ich bin aber seit geraumer Zeit, so ca. einem halben Jahr in der Lage bei starker Konzentration nicht zu denken über sagen wir eine halbe Stunde. Mir ist jedoch noch nicht aufgefallen irgendetwas anders zu empfinden oder zu können. Bloß Losgelöstheit und Freiheit und Leichtigkeit habe ich zu verbuchen. Könnte ich denn Dissoziation mittels optischer und akustischer Reize herstellen, oder wie Eckart Tolle über Leiden und Erkenntnis?
    Ich finde Deine Arbeit Toll!
    Herzliche Grüße Uwe

  28. Hallo Uwe,
    danke für Deinen Kommentar und Dein Lob. :-)
    Was Tolle lehrt und Du auch praktizierst, würde ich als Gedankenstille bzw. als Vorstufe zur Dissoziation bezeichnen. Die Gedanken fließen ruhig bzw. man besitzt den Eindruck, dass man nicht denkt. Es verbleibt jedoch eine Art Hintergrundrauschen. Bei der Dissoziation ist der Gedankenfluss völlig blockiert. Auf meinem kommenden Workshop werde ich den Teilnehmern dies auch demonstrieren.
    Liebe Grüße, Jonathan

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