Technik: Dissoziatives Blinzeln

Dissoziation Jonathan Dilas Welt anhalten Gedankenstille GurdjieffEine weitere Technik zur Erlangung der konstruktiven und kontrollierten Dissoziation stellt das “Dissoziative Blinzeln” dar. Sie ist hervorragend für Anfänger und Fortgeschrittene, wird in zwei miteinander abwechselnden Phasen angewendet und erleichtert die Einschränkung assoziativer Gedankenprozesse.Wer noch nicht mit der Kunst der Dissoziation vertraut ist, sollte sich vor dem Lesen der folgenden Technik unbedingt hier im Blog darüber informieren (s. Dissoziation).

Hierzu schließt man die Augen und verschränkt die Hände über der Brust. Die Daumenkuppen sind aneinandergelegt und weisen zum Kinn, liegen aber ebenso auf der Brust auf. Die Kuppen der Zeigefinger sind aneinandergelegt, aber weisen aufrecht nach oben. Diese Haltung ist Phase I. Die zweite Phase besteht einfach darin, dass man die Hände entspannt und gefaltet auf der Brust ruhen lässt, ohne dass die Zeigefinger noch nach oben weisen.

Die Technik beginnt nun mit Phase I. Die Zeigefinger weisen nach oben und man versucht nun aktiv, jeden Gedanken und jede bildliche Vorstellung so schnell wie möglich zu unterbrechen, sobald er auftaucht. Dieses Unterbrechen geschieht mit einem Augenblinzeln, d.h. sobald ein Gedanke auftaucht, blinzelt man ihn fort. Auf diese Weise geht man mit jedem Gedanken um, unabhängig davon, wie wichtig und interessant er erscheinen mag. So verfährt man nun gefühlte drei Minuten lang. Danach entspannt man in Phase II für weitere drei Minuten. In Phase II versucht man nicht mehr, die Gedanken und Vorstellungen aktiv zu unterbrechen, sondern fühlt einfach der Ruhe nach, die zuvor aufgebaut wurde.

Dann wird wieder zu Phase I gewechselt und jeder Gedanke und jede Vorstellung für erneute drei Minuten hinfortgeblinzelt. Nun wird gleichzeitig dabei leicht nach oben geblickt. Wenn die gefühlten drei Minuten vorüber sind, wechselt man wieder zu Phase II, wobei dann der Blick nach unten gesenkt wird.

Auf diese Weise fährt man nun 20 Minuten fort. Danach ist die Technik erfolgreich absolviert worden.

Überhaupt ist das Hinfortblinzeln von Gedanken für sich allein stehend eine hervorragende Technik, die man in jeder beliebigen Situation anwenden kann, ohne nun unbedingt in den Phasen hin- und herzuwechseln. Sei es im Supermarkt, in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf einem Spaziergang, einer Parkbank oder im Wald. Diese Vorgehensweise kann nämlich mit der Zeit eine Konditionierung bewirken,  automatisch ankommende Gedanken hinfortzublinzeln. Je mehr die Gedanken derart behandelt werden, desto mehr psychische Energie wird daraufhin angesammelt.

 

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3 Antworten für “Technik: Dissoziatives Blinzeln”

  1. Hans sagt:

    Hallo,

    was ich jetzt nicht verstehe ich die Sache mit den Fingern. Wozu ist das gut?

    Gruß,
    der Hans

  2. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Hans,
    danke für Deinen Kommentar.
    Die Sache mit den Fingern hat mehrere Zwecke. Erst einmal, damit man nicht vergisst, dass man dissoziieren wollte. Außerdem ist die Aufteilung in aktiver und passiver Vorgang eine schöne unterschiedliche Vorgehensweise. Der Übende wird dabei bemerken, dass ihm eines davon leichter fällt und sich vermutlich auf Dauer darauf festlegen.
    Liebe Grüße, Jonathan

  3. Gino sagt:

    Hey Jonathan (;,
    Wenn ich eine bestimmte Zeit Versuche in die Gedankenleere zu kommen, entsteht bei mir eine Art Druckpunkt im Gehirn, bei dem ich bei Konzentration auf ihn besser dissozieren kann. War oder ist das bei dir auch so? Was kann ich damit anfangen?
    Danke im voraus (:
    Gino

    Ps: Wenn ich am Computer Kommis schreib oder mich registrieren will kommt immer ich soll das captcha ausfüllen da ist aber keins.

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