Retrieving: Albträume und Wahnvorstellungen

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Retrieving bedeutet so viel wie “Rettungsaktion”. Dabei kann man in seinem Astralkörper in die Zwischenzone bzw. untere Astralebene übergehen und verlorengegangene Menschen retten, die sich dort aufhalten und sich ihres Zustandes nicht bewusst sind oder man dringt in die Träume einer anderen noch lebenden Person ein, um dort zu helfen bzw. ihr Unterbewusstsein positiv zu beeinflussen. Aus Gründen der Privatsphäre werden hierbei keine Namen oder Orte genannt.

Kürzlich kontaktierte mich eine junge Frau, die starke Probleme mit Albträumen besaß, in denen ihre Freunde brutal getötet wurden. Sie hatte seitdem unkontrollierte Gefühlsschwankungen, Depressionen, weinte grundlos viel und in der Nacht derartig starke Ängste, die sie nicht einschlafen ließen. Darüber hinaus erlebte sie oft das Gefühl, ein dunkles Wesen beobachtete sie und plante ganz bewusst, gegen sie vorzugehen und sie zu quälen. Manche ihrer Albträume schienen im Mittelalter zu spielen, die meisten jedoch in ihrer Gegenwart.

Derartige Probleme werden mir des Öfteren in privaten E-Mails an mich geschildert und beinhalten ähnliche Beschreibungen. Diese können darum unterschiedliche Ursachen besitzen, die es herauszufinden gilt. Es können hierbei folgende Gründe vorliegen:

1. Ein posttraumatisches Erlebnis, d.h. etwas Unangenehmes und Belastendes ist in der Vergangenheit innerhalb dieses Lebens vorgefallen und kommt nun über Träume und Gefühlsschwankungen wieder hoch ins Bewusstsein und löst verschiedene Probleme aus.

2. Wesenheiten aus der unteren Astralebene sind aus irgendwelchen Gründen auf die betreffende Person aufmerksam geworden – entweder durch Besuche in der unteren Astralebene oder durch Kontakte mit Menschen, die entsprechende Interessen besitzen oder aber sie ständig negativen Energien ausgesetzt wird, die ihren natürlich-energetischen Schutzschirm geschwächt haben und nun nachteilige Wirkungen aufweisen.

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3. Andere Leben, d.h. eine der Persönlichkeiten der Ganzheit des Selbst hat derart traumatische Ereignisse erlebt oder selbst ausgeführt, dass sie übergreifend auf andere Persönlichkeiten wirken können und energetische Querverbindungen bzw. Kreuzungspunkte schufen.

4. Spukphänomene, die an das Haus gebunden sind, wie ein Mord, Selbstmord oder andere schlimme Ereignisse und die darin verwickelten Persönlichkeiten bzw. eine gewisse Restenergie noch an dem jeweiligen Ort wirkt und Persönlichkeiten in unmittelbarer Nähe unangenehm belasten.

5. Bestimmte Ernährungsweisen, Gifte oder Strahlungen, die die betreffende Person beeinflussen und daraufhin das Unterbewusstsein Warnungen in Form von Träumen zum Bewusstsein sendet.

Natürlich möchte ich hiermit nicht aussagen, dass keine weiteren Gründe vorliegen können, doch diese sind primär die gängigsten.

In diesem hier angesprochenen Fall erinnerte es mich gleich an eine astrale Auseinandersetzung, die ich mit einem “Albtraumwesen” mit der Speziesbeschreibung Alente vor einiger Zeit besaß (Link hier). Dieses Wesen kam jede Nacht zu einer Person ins Schlafzimmer und zog dort Energie ab. Das Unterbewusstsein reagierte auf dieses Problem und sandte Albträume ins Bewusstsein, um die betreffende Person darauf hinzuweisen.

Um nun im Vorfeld zu klären, welcher der aufgeführten Gründe hier vorlag, erklärte ich ihr, dass es erst einmal wichtig sei, sämtliche Albträume zu notieren, da hier der Schlüssel zur Lösung des Falls verborgen liegt. Im Weiteren war es auch hilfreich, dass ich in kommenden Nächten versuchte, mich in ihre Träume einzuklinken, um zusätzliche Informationen zu erhalten bzw. nachzusehen, womit wir es hier zu tun hatten.

Nachdem dies geklärt war, legte ich mich nachts ins Bett und konzentrierte mich auf die junge Frau und ihre Umgebung. Nach einiger Zeit glaubte ich, sie im Bett liegend wahrnehmen zu können. In ihrer Nähe konnte ich jedoch nichts entdecken, dass vielleicht nach einem Astralwesen ausgesehen hätte, das ihr in irgendeiner Form hätte Energie abziehen wollen. Nachdem ich nichts Weiteres entdecken konnte, tauchte ich in ihre Träume ein, wohl wissend, dass ich hierbei meine Klarheit und das Bewusstsein über meinen Zustand verlieren könnte…

Plötzlich befand ich mich in zwei Träumen gleichzeitig. Es war schwer, diese beiden Träume auseinanderzuhalten. Einer davon spielte im Mittelalter, während der andere Traum in unserer Gegenwart des 21. Jahrhunderts ablief. Im Mittelalter trug ich einen Kapuzenumhang im Förstergrün oder in einer noch dunkleren Farbe. Damit bewegte ich mich durch dunkle Gassen und Straßen, die mit Kopfsteinpflaster ausgelegt waren. Sobald mir Menschen entgegenkamen, setzte ich meine Kapuze auf und zog mir ein gleichfarbiges Tuch über mein Gesicht, damit man mich nicht erkannte. Unter meinem Umhang, an einem Gürtel befestigt, trug ich zwei scharfgeschliffene Dolche. Diese zog ich heraus und stürmte auf zwei Männer zu, die mir geradewegs entgegenkamen. Sie waren durch mein plötzliches Auftreten irritiert, aber erkannten schnell, dass ich ihnen nichts Gutes wollte. Es kam zu einem Kampf, in denen ich die Männer nicht tötete, sondern sie ständig mit meinen Klingen schnitt. Ich schnitt ihre Arme, Beine, Oberkörper und manchmal das Gesicht auf, ohne einmal zuzustechen. Sie trugen sicherlich zwanzig oder mehr Schnitte durch diesen Kampf davon, bis sie blutüberströmt und entkräftet zusammenbrachen.

Es hatte ihr definitiv ein Persönlichkeitswechsel stattgefunden und ich war nicht mehr ich. Somit war meine Luzidität in diesem Traum längst verloren und ich agierte nur noch so, wie es mir der Traum auftrug. Es schien mir Spaß zu machen, ahnungslose Personen zu überfallen und diese mit meinen Dolchen anzugreifen. Danach ließ ich sie achtlos liegen und ging weiter.

Ich weiß nicht, wie viele ich in dieser Nacht aufschlitze, aber neben diesen grausamen Episoden folgten auch andere Arten von Albträume, die ich nicht recht einordnen konnte. Es ging jedenfalls ständig um Szenen, die aus übelsten Horrorfilmen hätten stammen können. Um den Appetit auf weiteres Lesen nicht zu unterbinden, gehe ich auch nicht auf weitere Details ein.

In der Nacht wurde ich auch einmal wach und dort spukten all die grausamen Szenen noch in meinem Kopf herum. Die Bilder verschiedenster Art liefen vor meinen Augen wie ein Film ab. Es war wirklich brutal. Kurz befürchtete ich, dass ich mir nun das Problem mit nach Hause geschleppt hatte, um es salopp zu formulieren. Gleichzeitig erinnerte es mich an die Auseinandersetzung mit dem Albtraumwesen Alente (s.o), aber ich konnte keine Persönlichkeit oder Wesen in meinem Zimmer wahrnehmen.

Am anderen Morgen erwachte ich völlig normal und die Albträume der Nacht konnte ich gut in mir auflösen. Auch hatte ich nicht das Gefühl, ich hätte mir nun das Problem der jungen Frau in meine eigene Psyche geholt. Offensichtlich jedoch ist, dass mein Aufenthalt in ihrem Zimmer bzw. Haus meine Psyche in irgendeiner Form beeinflusst haben muss – es war, als ob ich etwas aus ihren Problemen übernommen oder sich auf mich übertragen hätte.

An dieser Stelle muss man nicht denken, dass astrale oder luzide Traumerfahrungen unbedingt so aussehen müssen. Das ist natürlich nur im Falle des ‘Retrievings’ so. Also, bitte genau darüber nachdenken, ob man auch innerlich ausreichend dazu bereit ist, seine erlernten Fähigkeiten auf diese Weise einzusetzen. Für gewöhnlich erlebt man in luziden Träumen, in seinen eigenen wohlgemerkt, die schönsten und tollsten Abenteuer und auf den meisten Astralreisen ist das mindestens genau so aufregend, spannend und interessant. Das Retrieving jedoch kann häufiger sehr gruselig werden.

 

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