Traumarchiv: Querverbindungen

Heute auf einem Waldspaziergang fiel mir wieder ein Traum ein…:

Ich befand mich in einer mir fremden Stadt und traf einen Freund von mir. Er war immer mehr der alternative Typ gewesen. Er trug eine braune Cordhose und eine graue Jacke. Sein Haar war kurz geschnitten und er besaß ein klein wenig Ähnlichkeit mit dem Komiker Johann König. Stets pflegte er sehr starr zu gucken mit seinen braunen Augen, so starr, dass man manchmal meinen konnte, dass er für eine kurze Zeit eingefroren war. Wir unterhielten uns eine Weile. Kurze Zeit später kam noch seine Freundin hinzu. Eine kleine Brünette mit langem Haar. Dann lud er uns zu sich nach Hause ein. Er wohnte direkt in der City mit Blick auf einen mittelalterlich gepflasterten Marktplatz. Ich stand an seinem Fenster und schaute nach draußen auf den Platz und beobachtete die Leute.

Dann bot er mir einen Platz auf seiner Couch an. Ich setzte mich. Über seiner Tür hingen einige Postkarten und Fotos von Freunden. Seine Freundin wollte uns einen Kaffee machen. Ich fragte ihn, wie es denn so wäre, so direkt in der City zu wohnen. Er antwortete, dass er es sehr kommunikativ fände und es auch praktische Vorteile hätte.

Irgendwann erwachte ich aus diesem völlig gewöhnlichen Traum, wäre da nicht der Umstand gewesen, dass er in meiner gewohnten Alltagsrealität überhaupt nicht mein Freund war. Doch das Interessante daran war, dass ich ihn vorgestern zufällig getroffen hatte. Er wirkte auf mich sehr nett, aber er war keiner der Charaktere, der mir als guter Freund unbedingt gefallen hätte. Doch in dieser anderen Realität war es anders. Eine Querverbindung, die mir hier durch diesen Traum bewusst wurde. Wir haben viele Freunde in unseren Träumen, die wir hier im Alltag, wenn überhaupt, vielleicht nur einmal kurz in der Stadt sehen und für immer an ihnen vorübergehen, ohne zu wissen, wer sie sind. Genau so, wie ich  ihn hier in meinem Alltag traf und wohl nie wieder treffen werde.

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