Traumarchiv: Begegnung mit dem wahren Selbst (Teil 2)

Wahre Selbst Matrix“Aus dem Traumarchiv” ist immer ein Traum oder ein bewusstseinserweiterndes Erlebnis, das ich vor vielen Jahren erlebt und einen bleibenden Eindruck in mir hinterlassen hatte. Aus dem Grund gedenke ich ihnen hiermit noch einmal, so geraten diese interessanten Träume nicht in Vergessenheit und die Leser können auch an meinen Erfolgen zu jener Zeit nachträglich teilhaben. (Lies vorher Teil 1)

In Teil 1 vom 25. Januar 2013 berichtete ich bereits von einer mystischen Begegnung mit einer flüchtigen Bekannten, die ich mal vor vielen Jahren getroffen hatte. Wir hatten ein bewusstseinserweiterndes Erlebnis zusammen und doch fanden wir nie wirklich zueinander. Trotz dieses verzwickten Problems trafen wir einige Male aufeinander – scheinbar immer rein zufällig – und ich möchte von den wenigen Begegnungen berichten. Hier ist die zweite Begegnung mit ihr:

Dienstag, 20. März 2001

Wir saßen diesmal mit mehreren Bekannten in einem Café und unterhielten uns über Literatur. Ich hatte mir in den letzten Wochen Gedanken über eine Frau gemacht, die meinem Eindruck nach eine gute Verbindung zu ihrem wahren Selbst besaß. Ich möchte sie der Einfachheit halber fortan Lena nennen. Ich hatte mich gefragt, ob sie vielleicht sauer auf mich sein könnte, denn in unserer Unterhaltung in der Bibliothek (s. Teil 1) war ich doch ein wenig forsch gewesen, wenn ich das mal so sagen darf.

Während wir diskutierten, kamen von Lena immer kleine polemische Seitenhiebe in meine Richtung. Somit bestätigte sich für mich, dass sie noch etwas sauer wegen unserer Begegnung in der Bibliothek war.

Sie wurde nach jedem polemischen Kommentar mir gegenüber sogar rot im Gesicht, als würde es förmlich aus ihr herausgeplatzen, ohne etwas dafür zu können! Scheinbar hatte ich in der Bücherei ihr wahres Selbst in ihr angesprochen, weil ich andere Facetten ihrer Persönlichkeit angesprochen hatte, als jene, die nur in ihrem begrenzten Selbstbild lokalisiert waren. Anscheinend war doch alles nur meine Wahrnehmung gewesen und Lena war nicht bewusst dem kleinen Ausflug zum wahren Selbst gefolgt und hatte nur gespürt, dass ich irgendwas gemacht habe, was sie nicht verstanden hatte. Ich hatte es bereits des Öfteren erlebt, dass eine Kommunikation mit dem wahren Selbst einer anderen Person, dies spielend einfach über die Köpfe des Egos hinweg stattfanden, ohne dass sie etwas davon mitbekamen.

Kurze Zeit später folgte die Bestätigung, denn ich fragte sie direkt, vor all den anderen, warum sie denn heute so einen Spaß daran habe, unterschwellige Bemerkungen zu machen, die gegen mich gerichtet waren. Sie  antwortete kurzerhand recht laut darauf und erklärte vor versammelter Mannschaft, dass sie mich eben nicht möge! Für einen Moment war Stille in dem Raum und die anderen schauten uns an, nachdem sie dies gesagt hatte. Man kannte dieses Verhalten auch nicht von ihr, da sie eigentlich immer sehr freundlich und nett gewesen war.

Es war ein spannender Moment. Ich war überzeugt, dass sie alles vergessen hatte, aber plötzlich fühlte ich, dass ihr wahres Selbst über ihr Ego hinweg mit mir kommunizierte. Bekam ihr Ego das denn nun mit oder tänzelte das einfach über ihre Wahrnehmung hinweg? Ihr bewusstes und größeres Selbst teilte dann meinem mit, dass sie sich nur einen Spaß erlaubte und ich nicht auf die Fassade hereinfallen sollte. Anstatt mir dies zu verinnerlichen, empfand ich nun eine leichte Spaltung in mir, denn ein Teil ging davon aus, dass sie es doch ernst gemeint hatte, während ein anderer Teil wusste, dass es nur von ihr gespielt gewesen war.

Kurzerhand fragte ich sie, warum sie mich denn nicht möge. Doch anstatt darauf zu antworten, begann sie einfach ein Gespräch mit einer anderen Person am Tisch und ignorierte mich.

Natürlich fühlte sich der Teil in mir bestätigt, der davon ausging, dass ihr Ego keinen blassen Schimmer besaß und ich vermutlich nur übertrieben hatte, wie bewusst sie sei usw. Dies kann ja mal in meinem Alter vorkommen, wenn mal ein Mädel nett lächelt und ein paar kluge Kommentare von sich gibt, dachte ich. Doch während ich darüber nachgrübelte, hörte ich mein anderes Selbst in mir laut über mich lachen.

Dann kam plötzlich eine Frau aus einem Nebenraum herein, der für gelegentliche Gruppentreffen genutzt wurde. Nebenan befand sich oft eine Theatergruppe und übte das eine oder andere Stück ein. Sie fragte, ob wir wüssten, wo denn das Theater hier sei? Es war für mich sofort deutlich, dass diese Frau nur eine Aufgabe erhalten hatte, nämlich irgendeine Rolle zu übernehmen und dabei möglichst glaubhaft zu wirken. Die anderen glaubten jedoch wirklich, dass sie die Theatergruppe suchte, aber ich lachte und meinte, sie müsse dazu nur einen Stock höher gehen – was natürlich überhaupt nicht stimmte.

Als sie wieder gegangen war und die anderen mich fragten, warum ich denn gelogen hätte, sagte ich, dass doch offensichtlich gewesen sei, dass sie das nur inszeniert hatte und es eine kleine Schauspielaufgabe gewesen sei. Somit war doch die Information, nach der sie gesucht hatte, irrelevant.

Während ich dies den anderen erklärte, benutzte ich meine Erklärung gleichzeitig als eine telepathische Anspielung in Richtung Lena. D.h. während ich ihnen das erklärte, dachte ich dabei an sie und sprach ihr bewusstes Selbst an. Ich wollte einen Köder auslegen, um herauszufinden, ob diese telepathischen Botschaft bei ihr ankam. Ich bekam daraufhin das Gefühl, dass sie durchaus die Doppeldeutigkeit der von uns wahrgenommenen Sequenz mit Frau aus dem Theater begriffen hatte und sich angesprochen fühlte. Sie reagierte jedoch in diesem Moment nicht darauf.

Wir verließen kurze Zeit später dann das Café und gingen nach draußen. Dort verabschiedeten wir uns und wie es der Zufall wollte, standen wir zwei plötzlich alleine da, weil jemand noch was vergessen hatte und in den Raum zurücklief. Es
schien, als hatte sie auch auf mich gewartet.

Jetzt oder nie, dachte ich, und fragte sie direkt, was sie denn habe? Sie schaute mich dann an, lachte und meinte, ob ich das wirklich geglaubt hätte, was sie gesagt hatte!

Das war ein interessanter Moment, denn nun öffnete sie sich und ich fühlte mit einem Mal auch deutlich, wie es sich wirklich verhielt, dass sie sich die ganze Zeit nur geschlossen und getarnt hatte! Ein Teil in mir hatte ihr die Tarnung abgekauft, während eine andere Stimme sich aber nicht wirklich hatte beirren lassen. Sie hatte nur so getan als ob. Selbst ihre Gesichtsrötung war inszeniert gewesen. Verblüffend echt! Nicht schlecht, dachte ich! Sie hatte tatsächlich ein schauspielerisches Talent. Das erklärte auch den Fingerzeig mit der Sequenz, die plötzlich auftrat, als die Schauspielerin aus der Theatergruppe hereingekommen war und nur so getan hatte als ob.

Wir lachten nun laut und ich meinte, dass ich sie die Tage anriefe. Lena lachte und meinte, dass ich das ruhig könnte.

Ich hatte mich dagegen entschieden, sie anzurufen. Trotzdem traf ich sie zwei Wochen später in der Stadt wieder. Es war verblüffend, irgendwie trafen wir immer aufeinander. Die Sonne ging gerade unter und es wurde langsam dunkel. Sie war in Begleitung eines schlanken, sehr großen Mannes. Mein spontaner aber seltsamer Eindruck war, dass sie sich nun einen Wächter zugelegt hatte, der sie beschützen sollte. Es war ein seltsames Gefühl, das ich mir in diesem Moment nicht direkt erklären konnte.

Dieses Mal verhielt sie sich abermals so, als wäre sie wütend auf mich und schien darauf zu hoffen, dass ich bald wieder ging. Diese Spaltung in meiner Wahrnehmung von ihr hatte ich in dieser extremen Form noch nicht erlebt. Ich begann mich wieder zu fragen, wie bewusst ihr das alles eigentlich wirklich war. Vielleicht pendelte sie ebenfalls zwischen dem Ego und dem bewussten Selbst hin und her, ohne dass es ihr klar war oder sie bekam nur vereinzelte Elemente davon mit.

“Ist irgendwas?”, fragte ich.

“Du weißt doch genau, was ist…”, entgegnete sie. “Na ja, es war mal eine Bibliothek und da ist jemand sehr forsch vorgegangen! Weißt du noch?”, fragte sie mich.

“Natürlich”, antwortete ich, “ich wollte sehen, wie weit du gehen kannst.”

“Du willst also wirklich wissen, was hinter der Mauer ist?” fragte sie.

“Richtig.”

“Aber vielleicht ist hinter meiner Mauer was ganz Übles? Vielleicht findest du das gar nicht gut”, behauptete sie.

“Das kann sein”, entgegnete ich, “aber ich will es jedenfalls wissen, auch wenn es anfangs vielleicht unangenehm sein mag.” erklärte ich.

“Ich will aber nicht hinter die Mauer sehen, verstehst du? Ich brauche mein Ego hier noch. Ich will es nicht aufgeben. Ich will noch eine Weile hierbleiben. Ich will mein Leben noch genießen”, erklärte sie.

Das war deutlich, dachte ich. Sie hatte nun eine klare Aussage gemacht und mir damit gesagt, dass sie nicht dahinter schauen will. Daraufhin sagte ich ihr, dass ich nichts von ihr wolle.

“Du willst gar nichts von mir? Irgendwas willst du doch, oder nicht?”

Ich sagte, dass ich sicherlich nichts Beziehungstechnisches oder dergleichen von ihr wolle. Das stimmte auch, denn ich wollte nur wissen, ob sie mit mir zusammen hinter die Mauer schauen wollte oder nicht. Das war eigentlich alles gewesen. Doch genau genommen hatte sie eigentlich Recht. Ich wollte wirklich etwas von ihr, nämlich, dass sie mitgeht und ich nicht alleine diesen Weg zu gehen brauchte. Ich wollte dieses große Erlebnis mit jemanden teilen, der sich ebenso weit entwickelt hatte bzw. sich auf meinem Level befand.

Während ich darüber nachdachte, verstand ich plötzlich, dass dies einfach nicht möglich war. Ich war an einen Punkt meiner Entwicklung angelangt, an dem ich keine Hilfe mehr in Anspruch nehmen durfte, weil es mein eigener Schritt war, den ich zu gehen hatte, und weil es wichtig war, dass ich diesen Schritt allein und aus eigener Verantwortung heraus unternahm. Sollte ich dabei sterben, könnte ich niemandem etwas vorwerfen und wenn ich es überleben sollte, dann hätte ich es geschafft.

Ich verabschiedete mich an diesem Punkt von ihr und machte mich auf den Weg nach Hause.

Auf der Fahrt dachte ich über dieses komische Gespräch nach. Sie war in jedem Fall ein sehr bewusster Mensch, der schon einige Persönlichkeitsaspekte in ihrem Geist integriert hatte. Es war für mich stets sehr wohltuend gewesen, in ihrer Nähe zu sein und mich mit ihr zu unterhalten, da ich endlich jemanden getroffen hatte, der ebenfalls dieses höhere Bewusstsein zumindest teilweise besaß. Ansonsten hatte ich es stets mit unbewussten Menschen zu tun, die so stark mit ihrer Rolle identifiziert sind. Doch auf der anderen Seite war sie gerade erst 18 Jahre alt und machte momentan ihr Abitur. Ich konnte ihr nichts abverlangen oder Erwartungen ihr gegenüber aufbauen. Sie war noch sehr jung, sie hatte noch viel Zeit, sie wollte sie noch genießen. Doch dann hatte ich einen Einfall! Weswegen sie sich so verstohlen gab, sich derart zurückhielt und mir nun förmlich aus dem Weg ging:

In der Bücherei war ihre Persönlichkeit geöffnet gewesen und ich war mit meinem Geist in sie eingedrungen und mit ihr gemeinsam durch ihre Persönlichkeitsaspekte gegangen. Daraufhin kamen wir an die Barriere der Wahrnehmung, die “Mauer”, wie sie so schön sagte. Wenn man zu dieser Mauer kommt, muss man einmal einen großen Sprung machen, weil man dann den Level hier verlassen würde. Darum nahm ich auch eine bestimmte Zeitspanne lang mein wahres Selbst wahr, dass dort “drüben” auf dem Bett gelegen hatte. Ich hatte es geschafft, durch alle Aspekte zu gehen und jede Identifikation gemieden, um an keinem von ihnen hängenzubleiben.

In der Bücherei war ich ihr jedoch zu weit gegangen. Ich hatte sie aufgefordert, gleich mit über die Mauer zu gehen, aber sie hatte sich gesperrt. Von da an hatte sie auch nun diesen blonden Freund um sich, der nun wie ein Wächter fungierte. Es war für mich deutlich geworden, dass da noch ein größerer Kopf hinter saß, von dem sie vieles gelernt haben musste. Ich wusste nicht, um wen es sich dabei handelte. Darum wollte sie mich auch weiterhin nicht allein treffen, denn sie wusste, dass ich sofort wieder mit ihr bis zur Mauer laufen oder versuchen würde, an diese andere Person heranzukommen. Ich konnte nun einiges besser verstehen, auch ihr Verhalten und ihre Reaktionen. Darum wollte sie mich auch nur dann treffen, wenn es zufällig war. Anrufe oder Verabredungen mied sie.

Es war klar, was es zu tun gab: Entweder pirschte ich nun den Wächter an, um mehr zu erfahren oder ich trat zurück und kümmerte mich nicht  mehr um sie. Ich hatte mich dann für letzteres entschieden! Damit besaß ich ein besseres Gefühl. Denn ich musste den Sprung über die Mauer aus eigener Kraft und allein bewältigen. Danach würde gewiss einiges ganz anders aussehen. Ich hatte daraufhin beschlossen, sie heute das letzte Mal getroffen zu haben bzw. war damit einverstanden, dass es keine weiteren Treffen mehr geben würde. Entweder meldete sie sich, und wenn es ein paar Jährchen dauern sollte, oder wir ließen es mit dem Verabreden.

 

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8 Antworten für “Traumarchiv: Begegnung mit dem wahren Selbst (Teil 2)”

  1. Tina sagt:

    Hallo Jonathan,

    dein Erlebnis war sehr interessant zu lesen.
    Du schreibst von Lenas Wächter und meinst dies bestimmt nur als Freund. Das erinnert mich an einen Gedanken und auch Gefühl, welches ich oft habe. Ist es möglich, dass wir in einer Inkarnation einen “Wächter” haben, der uns unser ganzes Leben, oder eine lange Zeit begleitet?

    LG Tina

  2. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Tina,
    allerdings, das ist Dein Mentor bzw. Dein Traumlehrer. Er ist jedoch nicht physisch.
    Liebe Grüße, Jonathan

  3. Kerstin sagt:

    Hallo Jonathan,

    was bedeutet denn oben das “ABF VDU OBFANIMC”?

    Lieben Gruß
    Kerstin

  4. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Kerstin,
    also, wenn ich mir die Schrift anschaue, steht da “Are you dreaming”. Wenn Du etwas anderes liest oder sich die Buchstaben plötzlich verändern, dann musst Du wohl gerade träumen.
    Liebe Grüße, Jonathan

  5. Christa sagt:

    wo finde ich Teil 1?

  6. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Christa,
    auf den roten Link klicken, wo auch Teil 1 steht.
    Liebe Grüße, Jonathan

  7. Buntauge sagt:

    hallo Jonathan,
    Grüße aus der Nachbarschaft,
    hast u mit der zeit die Farben geändert?
    Von wegen roten link zu teil 1 .
    ick kann dir verzählen, dass alle deiner Links bei mir grün sind!!beste Grüße
    Buntauge

  8. Hallo Buntauge,
    danke für Deinen Kommentar.
    Ja, das stimmt. Die Links sind nun grün. Die grafische Oberfläche, die vor zwei Jahren geändert wurde, besaß ursprünglich rote Links.
    Liebe Grüße, Jonathan

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