Suche nach Erleuchtung: Der Weg (Teil 14)

suche nach erleuchtung

“Ich habe gerade im Labyrinth wieder all die Menschen gesehen, wie sie nach dem großen Verstehen, also ihre Erleuchtung streben bzw. versuchen, zu Spielebene 2 aufzusteigen”, sagte ich dem alten Mann, den ich in den Wahrscheinlichkeitsfraktalen erneut angetroffen hatte.

“Und was möchtest du mir damit sagen?”

“Obwohl ich gesehen habe, dass es für alle Menschen wichtig ist, Spielebene 2 zu erreichen, ist es gleichzeitig keinem von ihnen bewusst. Aus dem Grund frage ich mich, wie kann ein Mensch sich jemals dafür bewusst engagieren? Das kann er doch nur, wenn er sich dessen bewusst werden würde.”

“Das hast du gut erkannt. Jeder Mensch besitzt zwei Körperhälften wie du weißt. Und jede Körperhälfte wird von einem Selbst besetzt. Alle Menschen dieser Welt leben aber nur in ihrer rechten Körperhälfte. Ihr seid allesamt gespalten! Das ist keine Geschichte, sondern absolute Wahrheit. Die rechte Körperhälfte ist kühler, härter und stärker. Die linke Körperhälfte ist dem Menschen so gut wie unbewusst. Sie ist hingegen weich, emotional, verspielt. Sie hat einen direkteren Kontakt zum Tarner als der rechte Körper. Für dich ist die rechte Körperhälfte das Klonselbst”, erklärte mir der alte Mann.

“Das erinnert mich sehr an Anima und Animus. Sie müssen vereint werden, damit man wieder ganz wird…”

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“Richtig, man könnte es damit vergleichen, aber es trifft den Punkt nicht exakt so, wie es sich verhält. Das Klonselbst ist nicht in der Lage, die Reisen ins Labyrinth zu bewältigen, es ist zu sehr auf den Alltag gedrillt worden und unterdrückt das andere Selbst, weil es unterwürfiger ist. Somit ist es viel leichter zu ignorieren oder zu verdrängen. Das andere Selbst, das linke, weiche oder verspielte Selbst, ist sehr gut dazu in der Lage, das Labyrinth aufzusuchen. Es ist umfassender und kennt seine Wege. Der Wechsel von einem Selbst zum anderen ist nur schwer zu spüren und erfordert viel Aufmerksamkeit. Wenn du es schaffst, zwischen beiden Selbsten zu vermitteln, wirst du eine viel umfangreichere Wahrnehmung bekommen. Nicht nur im Träumen, sondern auch im Alltag! Wenn das Klonselbst sich dem linken Selbst bewusst wird, dann erkennt es, welches Ziel es sich mit dem physischen Leben auf der Erde gesetzt hat. Vorher irrt es nur herum und erfüllt gerade mal die Bedingungen, die ihm im Alltag vor die Nase gesetzt werden.”

“Aber es gibt doch einige Menschen, die fühlen können, dass sie im Leben mehr suchen als nur Beruf und Liebe”, hakte ich nach.

“Natürlich, sie fühlen, dass es mehr gibt. Das sind die intuitiven Empfindungen von dem Selbst der linken Körperhälfte. Doch das reicht nicht, um sich dem Ziel bewusst zu werden, dass ein jeder Mensch auf eurem Planeten verfolgt; und es reicht nicht, damit sich ein jeder seiner persönlichen Aufgabe bewusst wird. Selbst jetzt, wo du es geschafft hast, dir die linke Körperhälfte ein wenig bewusster zu machen, wird es nicht ausreichen, um Menschen auszubilden oder ihnen den Weg zu zeigen. Sie würden niemals verstehen, worauf es eigentlich ankommt. Sie können nicht verstehen, was das alles soll. Manche haben vielleicht Interesse und folgen dir ein paar Monate oder Jahre, aber sie werden wieder verschwinden, weil sie es nicht verstanden haben. Ebenso werden sie ihren eigenen Weg nicht dauerhaft verfolgen. Du kannst mir glauben, wenn ich dir sage, dass es nicht viele von dir gibt, die seit so vielen Jahren am Ball bleiben, ohne sich erschüttern zu lassen.”

“Ich glaube nicht, dass ich große Lust habe, irgendwen anzuführen oder auszubilden”, entgegnete ich entschlossen.

Der alte Mann lachte laut auf: “Das tust du schon seit vielen Jahren. Nur niemand versteht es, selbst du nicht richtig. Aufgrund deines erlangten Wissens bildest du schon aus, wenn dir nur jemand begegnet und sich mit dir unterhält. Es muss dabei nicht um das Wetter oder um hochphilosophische Themen gehen. Ihre linke Körperhälfte wird fühlen, was du dir bewusst gemacht hast.”

“Manchmal habe ich aber eher den Eindruck, dass manche Angst vor mir haben oder mich verurteilen, um eine Wand aufzubauen.”

“Das ist kein Wunder. Das Klonselbst möchte seine Dominanz behalten. Wenn du ihnen begegnest und sie spüren, dass du deine linke Körperhälfte aktivieren willst, werden sie entweder vor dir fliehen oder sie werden dir folgen. Die Reaktionen werden stets gespalten sein, genau so gespalten wie ihr Menschen es nun einmal allesamt seid.”

Ich dachte über seine Worte nach. Mir gefiel nicht, was er mir zu erklären versuchte. Aufgrund meiner Erfahrungen konnte ich natürlich nachvollziehen, dass seine Aufteilung mit den Körperhälften durchaus zutrifft, aber ich hatte überhaupt keine Lust, irgendwem den Weg zu zeigen oder auszubilden. Ich hatte dies bereits in meiner Vergangenheit getan und das Ergebnis war ziemlich durchwachsen gewesen. Außerdem war es mir auch zu zeitraubend. Viel lieber bin ich für mich und bewege mich als Einzelgänger durch das Leben.

Der alte Mann lachte wieder. Vermutlich hatte er meine Gedanken gelesen: “Du musst doch nichts tun, was du nicht willst. Doch glaube mir, jeder, der dir begegnet und über einen klitzekleinen, bewussten Kontakt zu seiner linken Körperhälfte verfügt, wird dich erkennen und wissen, dass du diesen Weg verfolgst. Diese Person möchte lernen oder sich nur ein wenig mit dir unterhalten, um sich inspirieren zu lassen. Stell dir doch mal vor, du würdest nun jemanden treffen, der beide Körperhälften vereint hat. Du würdest ihm bis ans Ende der Welt folgen. Oder?”

Ich nickte. Das würde ich in der Tat tun, dachte ich. Schon allein deswegen, weil mich interessieren würde, wie er das hinbekommen hat.

“Siehst du! Und aus dem Grund erkennt ihr euch untereinander. Jeder, der einen halbwegs funktionierenden Kontakt hat, wird wissen, für welchen Weg du dich entschieden hast. Und wenn man all diesen Firlefanz weglässt, dann gibt es auf der Erde nur zwei Wege: Den Weg den alle gehen und den Weg, Spielebene 2 zu erreichen.”

“Trotzdem kann ich mir das nicht vorstellen. Ich kann doch nicht zu jemandem hingehen und sagen: Hey, du willst genau wie ich Spielebene 2 erreichen. Das sollte dein Ziel sein…”

“Nein, das kannst du nicht. Es würde nichts bewirken. Nur wer beginnt, seinen Kontakt zur linken Körperhälfte wiederherzustellen, wird irgendwann erkennen, wo er wirklich gelandet ist! Und damit meine ich den Ort, den du Alltag nennst.”

“Das klingt ein wenig unheilvoll…”, bemerkte ich an dieser Stelle.

“Ob dem so ist oder nicht, musst du selbst herausfinden. Du bist nun einmal hier, gespalten und deiner Erinnerungen und Fähigkeiten beraubt. Hol sie dir zurück!”

“Wie kann ich sie zurückerlangen? Durch weitere Reisen durch das Labyrinth?”

“Unter anderem, aber der wichtigste Schritt ist es, dass du das Ziel, Spielebene 2 zu erreichen, als das höchste Ziel setzt. Setze es über alles, was dir sonst wichtig ist. Nur so näherst du dich dem Bewusstsein der linken Körperhälfte. Danach wirst du irgendwann das Ziel deutlich vor dir sehen. Es ist übergreifend, es stellt alles in den Schatten, was du dir jemals zum Ziel gesetzt hast. Es ist das direkte Ziel.”

Langsam erhob ich mich und verließ die Szene mit dem alten Mann. Ich flog durch das Labyrinth und erblickte eine Realität des 19. Jahrhunderts in England. Ich erblickte einen älteren Mann mit Vollbart, der mehrere Kinder um sich geschart hatte und sie zu Dieben ausbildete. Plötzlich vernahm ich die Stimme des alten Mannes in meinem Ohr:

“Genau wie dieser Mann diese Kinder zu Dieben ausbildet, so gibt es Menschen, die andere dazu ausbilden, Spielebene 2 zu erreichen. Es gibt nicht viele von ihnen, aber sie existieren…”

Ich beobnachtete den Mann weiterhin. Dann erkannte ich an einem bestimmten Punkt, dass dieser Mann diese Kinder nicht nur zu Dieben ausbildete, sondern dies war nur kleines Beiwerk, um sich durch den Alltag zu schleusen. Tatsächlich bildete er sie aus, um ihren spirituellen Weg durch das Labyrinth zu meistern. Er war ein harter Lehrer, aber sein Weg war klar und deutlich.

Kurz darauf kehrte ich wieder zurück in mein Klonselbst. Nur schwer konnte ich die Erinnerungen retten. Es war wieder einmal viel mehr geschehen als ich hier niederschreibe.

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20 Kommentare zu “Suche nach Erleuchtung: Der Weg (Teil 14)

  1. Vielen lieben Dank, Jonathan.
    Das sind für mich die wichtigsten Botschaften der Suche-Serie und sie berühren mich zutiefst!

    hihi, durch deine wundervolle Internetpräsenz und deinen Blog unterrichtest du doch schon lang die Suchenden. Und das macht dir doch auch Freude, oder?
    Liebe Ostergrüße von Momo

  2. Guten Morgen Jonathan,

    der Alte Mann scheint Recht zu haben. Mir ist aufgefallen, dass die Dinge, die du so schreibst von mir viel tiefer aufgenommen werden als der Inhalt so mancher Bücher. Es ist für mich ein einzigartiger Blick hinter den Vorhang.

    Daniel

  3. Hallo Jonathan;

    Wunderbar. Mir ist an dieser Stelle nur mal wieder nicht klar, WAS denn genau dieses Ziel ist, was über den irdischen Zielen stehen soll. Muss ich mich von meinen irdischen…”Leidenschaften” will ich nicht sagen, denn es klingt zu negativ. Ich meine es gibt Dinge (im Kunst-Bereich) und Menschen für die ich großes Enthusiasmus und Liebe empfinde. Muss ich dem absagen, um Ebene 2 zu erreichen? Und was genau erwartet mich dort, was ist die Absicht?

    Vielleicht hast Du das schon erwähnt und ich hab´s vergessen, hab nur grad keine Zeit noch mal alle Beiträge durchzulesen. Ach dieser Alltagsstress…

    Vielen Dank Jonathan, liebe Grüße

    Louis

  4. hallo jonathan,

    kann mich meinen vorrednern nur anschließen.
    ich glaub von deiner persönlichkeit her bist du dafür geeignet spirituelle führung zu übernehmen.
    in meinen augen bist du ein exzellenter lehrer und forscher.
    vieleicht irre ich mich auch aber ich glaub dir macht es auch “spaß” andere zu förden in ihrer entwicklung.
    dein erlebnis hat mir wieder viel freude bereitet,
    dank und gruß,
    marco

  5. Lieber Jonathan,

    in irgendeiner Werbung heißt es „..wenn ich nur aufhören könnte..!
    So geht es mir mit deinen Berichten. Immer wieder sehe ich nach, ob du Neues zu berichten weißt. Alles was du schreibst passt irgendwie mit meinen Erfahrungen zusammen und ich sehe an den anderen Antworten deiner lieben Fangemeinde, dass da viele so fühlen.
    Wir sind die Personen, die sich mit dir unterhalten möchten und sich inspirieren lassen wollen – auch weil, wie du schreibst – .“mich interessieren würde, wie er das hinbekommen hat.“
    Wir sind nun einmal hier, „gespalten und unserer Erinnerungen und Fähigkeiten beraubt“, aber viele haben das Gefühl von Kindheit an – da war ja noch etwas Anderes, wenn ich mich bloß erinnern könnte!
    An deinem Beispiel können wir lernen und die Erinnerungen welche du „herüber rettest“ sind schon großartige Bausteine für jeden, der ein echtes Interesse hat!

    Liebe Ostergrüße
    Peter

  6. Oioioi…

    Ich glaube genau DAS will der Jonathan hier nicht lesen…

    Recht habt ihr ja alle, und ich glaube, lieber Jonathan, dass Du uns sicher verstehst…

    Hab Nachsicht mit uns Suchenden…

    Du musst ja eh nichts tun, was Du nicht willst, und wie der Alte schon sagte, helfen tust Du uns ohnehin schon.

    Die Worte der Vorredner zeigen (auch immer wieder) tiefe Dankbarkeit und große Wertschätzung für Deine Berichte und Deine Seite im allgemeinen. Nichts muss getan werden, was nicht schon längst getan wird.

    In diesem Sinne;

    ein Dankbarer Louis *noch so einer* ;)

    Alles ist gut, schöne Feiertage!

  7. Hallo zusammen,
    lieben Dank für Eure lieben Antworten. Ich freue mich sehr, dass Ihr so treu meine Erfahrungen verfolgt. Eure Worte sind darum für mich bewegend.
    Und auf jeden Fall macht es mir Freude, all diese Dinge für meine Leser aufzuschreiben. :-)
    Ich denke schon, dass man einiges lernen kann, in dem man meine Erlebnisse im Labyrinth verfolgt. Und ich kann versichern, dass man einfach seinem Herzen folgen muss, um zu seinem Ziel zu kommen. Auf etwas zu verzichten sollte man nur, wenn man nicht mit dem Herzen bei der Sache ist. Das spart Energie und schafft Energien und Raum für Wichtigeres. :-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  8. ein sehr besinnliches Osterfest wünsche ich Allen hier.

    Der Alte Mann, er spricht immer von dem Ziel der zweiten Ebene und von den Gegebenheiten wie sie nun sind, er hat recht und das fühle ich genau wie er,
    was ich aber brauche ist ein Hinweis, was kann ich denn tun um dort hin zu gelangen?
    Wie kann ich mein Bewusstsein jetzt fördern um zu dieser 2. Ebene zu gelangen?
    Die 2. Hälfte, diese spirituelle Seite meines Seins, die ist mir schon ziemlich bewusst und die nutze ich bei meinen Entscheidungen und meinem Tun im Leben
    aber wie fördert man diese Seite?
    Ich habe im Channeln gefragt was wichtig ist um ein höhere Ebene zu erreichen und gesagt bekommen,
    es sei wichtig die Harmonie zu finden, Kunst, Natur, Liebe, Schönheit, Musik das bringt die Seele weiter
    was garnicht förderlich ist, sei das Streben nach Erfolg und Anerkennung in der Gesellschaft, Macht und Geld etc., das bedeute nichts im Jenseits.

    Reicht es wirklich aus, wenn man nur seinem Herzen folgt?
    Kann ich durch Meditation durch künstlerische Entfaltung oder durch gute Werke vielleicht meine spirituelle Bestimmung meines Lebens eher finden?

    Ist es das Glücklichsein was die wichtige Energie beinhaltet, die wir ins Jenseits mitbringen sollen?
    Warum aber sind wir dann so oft unglücklich?
    Brauchen wir das, um das Glück erst besonders gut spüren zu können? brauchen wir den Kontrast um besser wahrnehmen zu können?
    Wenn man sich die christliche Lehre verinnerlicht so braucht man nur nach den 10 Geboten zu leben und man hat bereits die Gewähr im Jenseits in die höhere Ebene zu gelangen
    nur so einfach wird es nicht sein, denke ich.

    Lieber Jonathan, glaubst du dein Freund, der Alte Mann, wird uns helfen können?
    Was können wir hier in unserem Leben tun, um unser Bewusstsein ein wenig anzustoßen?

    LG Amelie

  9. Danke Amelie, sehr gute Fragen, schliesse mich Deinen Fragen an, hab´s auch nocj längst nicht wirklich raus.

    Seit einer Woche hat mich der Alltag wieder, hatte zweo Wochen davor ein erweitertes bewusstsein, ganz ohne Meditation oder sonst was. Es war sehr schön, eine Art Bewertungsfreiheit mit der ich auch das Negative (innerliche) umarmen konnte, woraufhin es auch verschwand.

    Nur im Außen bleibt alles beim alten und es zieht mich wieder runter. Ich möchte ja nur bessere Umstände für mich auswählen dürfen… zur Entfaltung der inneren UND äußeren Freude, es sozusagen verschmelzen lassen.

    WAS genau mein Bewusstsein erweiterte…keine Ahnung, vielleicht die Vermutung, dass Engel (von einer helfenden Seele die auch leicht ausserkörperlich wird, weit weg von meiner Stadt) Nachts an mein Unterbewusstsein arbeiten, kann sein, aber skeptisch bin ich ja immer noch, und dann, nach zwei Wochen, da ist wieder alles trüb. Wieso? Das nähert wieder mein Zweifel und ich denke mir: “Ja doll, das waren keine spirituellen Helfer, dass war ich ganz alleine, und jetzt krieg ich´s net wieder hin…” Wie kann man ein erweitertes Bewusstsein aufrechterhalten?? Und muss immer dieser Kontrast sein?? Ich bin davon überzeugt, dass es Zustände gibt, die einfach da sind und auch ewig halten können, wenn man will, und man kann alles schöne ohne den hässlichen Kontrast geniessen, nur…WIE??

    Wünsche allen frohe Ostern, feiert besinnlich und gediegen, liebe Grüße

    Louis

  10. Hallo Amelie,
    danke für Deine Fragen.
    Die Möglichkeiten, auch dorthin zu gelangen, kann über Meditation oder Hilfsmittel erlangt werden. Ich verwende in der Regel die Dissoziation. Eine der besten Möglichkeiten, die es gibt, aber auch nicht einfach zu erreichen.
    Was Dir im Channeling mitgeteilt wurde, ist zumindest insofern hilfreich, dass es einem Menschen einen guten Ausgangspunkt liefert. Natürlich reicht das aber nicht vollends aus, ebenso wenig, wenn man nur seinem Herzen folgt. Man muss schon einiges mehr tun. Darunter fällt beispielsweise der praktische Umgang mit dem Träumen in der Nacht und der Dissoziation am Tage.
    Glücklichsein, Energie und Harmonie hängt ausschließlich davon ab, ob man rigoros seinem Herzen folgt. Wer konsequent ist, schaltet alles Störende aus, unabhängig der Konsequenzen. Das Herz würde niemals etwas raten, wenn es nicht irgendwie auch gut für alle Beteiligen wäre.
    Ob der alte Mann helfen kann? Ich weiß es nicht. Ich denke, er ist Lehrer, indem er die Worte an mich und somit indirekt an interessierte Leser richtet. :-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  11. Vielen Dank Jonathan,
    Das hilft mir schon sehr viel weiter.

    Die Dissoziation, :-) die übe ich doch vor jedem Einschlafen, ich will ja auch irgendwann fliegen :-)
    und über die Träume, das gefällt mir!

    Ich war in der vergangenen Nacht im Reich der Anderen
    ein Mann stand an einem sehr alten mit Moos bewachsenen Felsen aber er hatte ein Gesicht es war eine sehr merkwürdige Nase sie sah aus wie die Nase einer Eule sein Gesicht sah sehr fremd aus.
    Es hat mich aber nicht geängstigt es war ein freundliches Wesen :-)
    Auf jeden Fall werde ich versuchen, in meinem Leben mehr auf das alles zu achten,
    Danke und liebe Grüße
    Amelie

  12. Hallo, Jonathan

    hoffentlich hast Du nichts dagegen, aber
    hier (weiter unten)ein Bericht von jemand (Karl Renz), der es anscheinend gefunden hat. Es ist doch so: Wenn ich mich selbst als unerleuchtet oder suchend bezeichne oder als \”jemand\”, der noch irgendwo hin muss, begebe ich mich ja selbst wieder in eine Rolle und damit in eine Illusion, aus der ich dann wieder einen Ausweg finden will. Jederlei Gedanke, den ich über mich habe, kann nur falsch sein. \”Ich\”, \”wir\” sind, was vor jedem Gedanken und vor jeder Erfahrung schon ist und zwar vollkommen ist. Die Idee, nicht erleuchtet zu sein, erschafft den Nicht-Erleuchteten. Auch die Idee, erleuchtet zu sein, erschafft den Nicht-Erleuchteten, weil in der Erleuchtung keiner mehr da ist.

    \”Schon als Kind machte ich sehr geteilte Erfahrungen. In dem einen Moment war ich vollkommen losgelöst und in uneingeschränkter Harmonie mit der Welt, im nächsten in tiefster Depression mit dem Wunsch nach Auflösung, nach Sterben; entweder himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt.
    Natürlich wollte ich nur in der angenehmen Erfahrung verweilen. So fing ich an danach zu suchen. Es war also nicht die Suche nach Wahrheit oder Erleuchtung, sondern nach dem uneingeschränkten Glück, nach dem Ende des Leidens. Ich suchte nach geeigneten Mitteln oder Werkzeugen in der Welt. Zuerst war es der Sex und daraus die Erfahrung, dass der sogenannte kleine Tod (Orgasmus) nur eine sehr flüchtige Erfüllung bedeutet und vom Partner abhängig, also keine Lösung ist.
    Dann Erfahrungen mit Drogen, die kurzfristig einen Zustand der Leidfreiheit erzeugen können. Sobald aber die Wirkung nachlässt, ist da umso mehr Leiden. Zuwendung oder Liebe von Freunden, Familie und Partnern verloren ebenfalls ihre Bedeutung in dem Erkennen, das mein Befinden nichts mit ihrem Verhalten zu tun hatte, und das Problem sich so auch nicht lösen ließ.
    Dann begann ich, esoterische Bücher zu lesen: alles über Religionen, Schamanen, Magie etc. Lange war ich fasziniert von Castaneda und Don Juan und dieser Idee von Freiheit.
    Bis ich mir Ende der 70er Jahre im Traum spontan bewusst wurde, zu träumen. Ich erinnerte mich an diese Don Juan Technik, bei der man seine Hände betrachtet. Also hob ich meine Hände und fing an, sie zu untersuchen. Plötzlich wurde etwas wach in mir, was scheinbar geschlafen hatte, und in diesem Erwachen fingen erst meine Hände, dann der ganze Körper an, sich aufzulösen. Ich erkannte den Tod und in dem Erkennen tauchte plötzlich Angst auf. Also begann ich um mein Leben zu kämpfen, wie ich noch nie in meinem Leben um etwas gekämpft hatte. Eine unerklärliche Kraft war im Begriff, mich auszulöschen, wobei sie sich als unendliches schwarzes Nichts in der Wahrnehmung zeigte. Obwohl ich im Bett erwachte, hörte der Kampf nicht auf. Dann geschah die plötzliche Akzeptanz dieser Auflösung und aus dem vorher dunklen Nichts wurde gleißendes Licht und ich dieses Licht seiend. Ein in sich selbst leuchtendes Licht.
    Nach einer Ewigkeit wurde langsam aus dem Licht wieder die normale Wahrnehmung von Karl und der Welt. Alles schien wie vor diesem Erlebnis, doch die Wahrnehmung hatte sich absolut gelöst von dem, was wahrgenommen wurde. Totale Distanz und Fremde zur Welt waren da.
    \”Dies ist nicht mein Zuhause,\” war der einzige Gedanke. Das MEIN verlor sich in der Ichlosigkeit.
    Mit diesem Erwachen des kosmischen Bewusstseins hatte der Prozess der Auflösung des Konzeptes \”Karl\” begonnen. In diesem Gewahrsein der Falschheit der Erfahrungen und ihrer Traumhaftigkeit war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die persönliche Geschichte und damit die Geschichte des gesamten Universums in diesem Feuer des Gewahrseins verbrannten.

    Dieser Prozess vom \”Individuellen zum Kosmischen Bewusstsein\”, vom Persönlichen zum Unpersönlichen Bewusstsein, der als Erleuchtung bezeichnet wird, ist immer einmalig, kann weder wiederholt noch nachgeahmt werden. So wie es nur ein absolutes Sein gibt, so ist jede Erfahrung absolut einmalig.
    Lange Zeit war dieses unpersönliche Bewusstsein mein Zuhause, aus einem KO (Koma) war OK (Amok) geworden. Ich war ein wandelndes NICHTS. Absolut identifiziert mit diesem NICHTS.
    Der Besitzer vom NICHTS. Das kleine Ich war sehr groß geworden, ein überdimensionales NICHTS. Wie der Hintergrund, der den Vordergrund als Illusion betrachtete. Eine Illusion betrachtete eine andere Illusion. Der sogenannte ZEUGE, die Weisheit, die sagt: ich bin NICHTS.

    Es gab scheinbar etwas, das dieses \”nicht sein\” als Vorteil ansah, und somit war da auch eine unterschwellige Angst, diesen Vorteil der Klarheit zu verlieren. Bis Mitte der 90er Jahre, von jetzt auf jetzt, das absolute Erkennen geschah, die einfache Erkenntnis, wie ein kleines Aha: Ich bin das, was ist. Ich bin das, was nie etwas anderes sein kann oder war als das \”Selbst\”. Das Selbst ist und nichts als das Selbst ist. In der Selbsterkenntnis oder der Realisation des \”SELBST\” ist absolute \”Akzeptanz\”.
    Das Absolute \”IST\” in der persönlichen wie in der unpersönlichen Erfahrung, es ist immer das Absolute Selbst, und es gab nie die Notwendigkeit von Erleuchtung. Das Selbst ist ewig realisiert und das was in der Realisation (Verwirklichung der Wirklichkeit) als Bewusstsein erscheint, wird sich nie realisieren. In diesem Sinne gab es nie einen Unerleuchteten und somit auch keine Notwendigkeit von Erleuchtung.\”

    Liebe Grüsse, Uwe

  13. Hallo Uwe,
    lieben Dank für den Auszug von Herrn Renz.
    Natürlich stimmt es, dass wir gleichzeitig unerleuchtet sind und doch erleuchtet. Wenn es jedoch keine Notwendigkeit gäbe, erleuchtet zu werden, gäbe es keine Bewusstseinserweiterung. Damit würde die komplette Bewusstseinserweiterung unnötig sein. Da hinkt etwas. Somit ist das Streben nach Nicht-Erleuchtung ebenso ein Versuch der Erleuchtung, d.h. diese Form der Erleuchtung soll vermitteln, dass wir eh allesamt erleuchtet sind (auf einer unbewussten Ebene). Von daher hatte Herr Renz genau diese Erleuchtung. Denn die Erleuchtung, dass alle erleuchtet sind, ist eine klassische Erleuchtung, wenn ich das mal so sagen darf, und nicht schwer zu erreichen.
    Als Beispiel: Ich möchte Spanisch lernen. Wenn ich mir vornehme, Spanisch zu lernen, existiert bereits eine alternative Realität, in der ich bereits Spanisch kann. Wozu sollte ich also Spanisch lernen, wenn es diese andere Realität bereits gibt? Also lasse ich es doch lieber sein. :-) Du siehst, wenn aber jeder so denken würde, gäbe es überhaupt keine Völkerverständigung. Und dieses Beispiel kann auf das Laufenlernen, Sprechen und vieles andere übertragen werden.
    Meiner Ansicht nach ist Bewusstseinserweiterung ein Akt, der zum Ziel besitzt, sich das direkt bewusst zu machen, was wir bereits (in einer anderen Realität) können. Sich aufgrund des Wissens jedoch einer Aktion zu enthalten, weil es gibt ja diese andere Realität bereits, wo es so ist, wie man sein möchte, ist ein Trugschluss. Wer eine Sprache lernen will, sollte sie lernen und nicht darauf warten, bis er sie irgendwann automatisch kann.
    Liebe Grüße, Jonathan

  14. Hallo Louis,
    vielleicht bewertest du das Außen ein bisschen zu sehr?

    Da gibt es ein sehr wahres Sprichwort
    ‘Wer sich an Andere hält dem wankt die Welt,
    wer auf sich selber ruht, steht gut’

    Konzentriere dich mehr auf dein inneres Gleichgewicht, wende deine Kraft für deine Seele und deine Freude auf.
    Wenn es dir gelingt, in dir selbst zu Ruhen und dein Glück zu finden dann ziehst du das Gute im Leben an, ohne dich dafür anzustrengen, es wird dir zufliegen.

    Hallo Uwe,
    Danke für diesen Beitrag, es ist eine neue Sicht über den Sinn des Lebens für mich.
    Was dieser Herr Renz erfahren hat, das ist die Antwort auf meine Frage an meinen verstorbenen Freund.
    Er sagt, der Sinn warum wir hier auf der Erde sein müssen, ist
    Das Leben! DAs habe ich bisher nicht richtig verstanden was er damit meinte.

    Es würde dann nur alleine darum gehen, hier sein Leben zu leben und es würde auch keine Rolle spielen, ob wir auf Erden große Taten vollbringen oder uns sehr anstrengen,
    es ginge lediglich darum, ein möglichst positives Leben zu führen und vor allem viel Lebensfreude zu empfinden.
    Eigentlich ist die Lebensfreude doch die größte Huldigung an die Schöpfung,
    womit könnte man der Schöpfung ein größeres Lob erbringen als sich an dem Geschenk des Lebens zu erfreuen.
    Was im Gegensatz bedeutet, das Leben zu missachten ist gleichzeitig ein Ausdruck der Missachtung der Schöpfung.
    LG Amelie

  15. Hallo, Jonathan

    ich bin auch nicht ganz mit Karl Renz einverstanden, wenn er sagt, man kann nichts tun für die Erleuchtung und sie auch nicht verhindern und dass es gar keinen Unerleuchteten gibt. Denn in unserer Erfahrung erleben wir uns selbst ja als begrenzt und oft unwissend, also alles andere als erleuchtet.
    Aber während für Dich Bewusstseinserweiterung ein eher aktiver Prozess zu sein scheint, in dem wir immer mehr erkennen und erfahren, bis wir den vollständigen Überblick haben, sehe ich das eher als passiven Prozess, in dem wir Beschränkungen aufgeben, die wir selbst errichtet haben. Im Endeffekt ist es aber wahrscheinlich das gleiche:-).

    Liebe Grüsse
    Uwe

  16. Hallo Amelie
    ich sehe das auch so, das das Leben selbst der Sinn ist. Es gibt keinen höheren Zweck als uns selbst :-)
    Liebe Grüsse,
    Uwe

  17. Hallo Amelie;

    ich weiß, dass ich manchmal etwas obsessiv klinge. Ich strebe aber nun mal zur Verschmelzung des Inneren mit den Äusseren. Ich sehe keinen Grund, weshalb ich auf von mir als schön empfundene innere und äußere Zustände verzichten sollte oder müsste.

    Zu denken, ich “darf” nicht oder “das geht so nicht” ist wieder eine geistige Schranke die wir uns selbst stellen. Zunächst einmal muss ich mich vom lästigen Konzept der “Schuld” befreien, denn Schuld ist in Wahrheit eine unmöglichkeit.

    Wir verdienen alle nur das beste.

    Bevor ich wieder auschweife möchte ich mich lieber bei Dir und allen bedanken für Eure wertvollen Beiträge!!

    Habt abermals Dank, weiter so und niemals aufgeben!

    ;)

  18. Hallo Uwe,
    richtig, hätte er nicht nach einer Erleuchtung gesucht, hätte er nicht die Erleuchtung erhalten, dass eigentlich alle erleuchtet sind. ;-)
    Ich denke auch, dass es im Endeffekt das Gleiche ist. Für mich ist es wirklich so, das hast Du gut erkannt, dass ich aktiv vorgehe. Mir ist jedes mögliche Verfahren attraktiv, das Ergebnis ist entscheidend.
    Liebe Grüße, Jonathan

  19. Hallo Jonathan,

    jetzt weiss ich, was du mit der linken Hälfte meinst! Ja sie ist da, ich spüre sie. Sie war aber schwer rauszufiltern. Vielleicht schreibt das jetzt gerade meine linke Hälfte? Vielleicht bin ich deswegen so verwirrt, weil ich die Hälften wechsle ohne es zu merken? Alles was du hier beschreibst, kann ich zu 100% bestätigen.

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