Bitcoins als neuestes Zahlungsmittel

Bitcoins Blogartikel Währung EbayWeiterhin geht das Fieber um die virtuellen Bitcoins weiter, einer neuen Internetwährung, die sich zunehmen durchsetzt. Anfangs gingen die Banken global davon aus, die ja nun einmal mehr Macht besitzt als jede Regierung weltweit, dass die Bitcoins nur eine Modeerscheinung der Computer-Nerds sei, doch weit gefehlt. Zwischenzeitlich scheint sich die Währung stetig zu etablieren. Gegenwärtig jedoch ist der Kurs für die Bitcoins eingebrochen, da Chinas Zentralbank einen Handelsverbot mit Bitcoins ausgesprochen hat und dieses Land vorrangig an dessen Handel beteiligt war. Doch trotz alledem lässt sich der Bitcoin nicht unterkriegen. Anfangs kannte auch niemand die Internetbank Paypal, doch als Ebay sie fest in ihr Zahlungssystem einbaute, wurde diese Online-Bank sehr schnell berühmt und häufiger denn je genutzt.

Nun verhält es sich so, dass Ebay in United Kingdom ab dem 10. Februar Bitcoins als festes Zahlungsmittel in ihr System miteinbauen wird. Kurz darauf werden mit Sicherheit auch die Ebay-Portale der anderen Länder folgen und diese Option ebenfalls anbieten. Aus dem Grund ist momentan auch der Zeitpunkt günstig, Bitcoins einzukaufen, da sie in Kürze höchstwahrscheinlich wieder sehr ansteigen werden. Sollten auf Dauer sämtliche Ebay-Portale tatsächlich folgen, könnte es sein, dass China das Handelsverbot wieder aufheben wird. Natürlich sind die Banken weltweit ein Problem, da sie ganz einfach um ihre Überweisungsgebühren fürchten, denn Bitcoins überweisen zu lassen, geht innerhalb von Minuten und die Kosten sind dermaßen gering, dass sie überhaupt nicht auffallen.

In Deutschland hat eine Umfrage ergeben, dass Bitcoins noch sehr unbekannt sind, höchstens 15% wissen über das neue Zahlungsmittel Bescheid. Mittlerweile ist jedoch Entwicklung zu beobachten, denn die Tage wurde beispielsweise der erste Bitcoin-Automat in Berlin aufgestellt, an dem man Bitcoins gegen Euro austauschen kann. Ebenso in der Schweiz testen Bitcoin-Fans momentan den ersten Bitcoin-Bankautomaten, der gegen Bitcoins Bares ausspuckt. Im Weiteren wurde kürzlich bekanntgegeben, dass nun die erste Bitcoin-Börse als Bank operieren könne, bei der jeder Bitcoinnutzer sogar eine IBAN erhalten würde.

Die Anzahl der Bitcoins ist absolut auf 21 Millionen Stück begrenzt, d.h. mehr können nicht in Umlauf gebracht werden, dann ist das Limit erreicht. Gegenwärtig sind noch nicht sämtliche Bitcoins im Umlauf bzw. produziert worden, viele sind auch schon verlorengegangen, beispielsweise durch abhanden gekommene Wallets (Brieftaschen), in denen sich eine Menge Bitcoins befanden. Noch heute sucht ein Brite auf dem Müllplatz verzweifelt nach seiner Festplatte, auf welcher er Bitcoins im Wert von mehreren Millionen Pfund gebunkert und sie versehentlich entsorgt hatte. Sobald die Maximalzahl der Bitcoins erreicht ist, muss automatisch der Wert  in die Höhe rasen, um eine komplette Währung ausgleichen zu können – falls es jemals eine werden sollte.

Bitcoins sind also ebenso limitiert wie Gold. Es verhält sich also anders als das liebe Papiergeld, das man jederzeit nachdrucken kann, um noch höhere Schulden zu produzieren oder es eine Inflation auslöst. Der Schuldenberg Deutschlands ist dafür ein gutes Beispiel, wie es eine Bank geschafft hat, ganze Regierungssysteme im eisernen Griff zu halten, nur aufgrund illegalen Luftgeldes, das überhaupt nicht existiert und für das es keinen Gegenwert gibt.

Da die Banken nun langsam um  ihre Kontogebühren fürchten, was sicherlich nur wenige Euros sind, sich aber weltweit zu unglaublichen Beträgen summiert, sobald sich der Bitcoin mehr durchsetzen würde, wurden dahingehend, wie nicht anders zu erwarten, bereits von der USA Restriktionsmaßnahmen ergriffen. In New York versucht gegenwärtig der Staatsanwalt Cyrus Vance Jr. eine Lizenz für Bitcoin-Händler gesetzlich festzulegen. Rechtfertigungen sind hierbei von seiner Seite: Das Internet ist der Tatort des Jahrhunderts und der Verdacht nicht nur auf Geldwäsche proforma angebracht, sondern auch auf Cyberkriminalität, Identitätsdiebstahl, Drogenhandel, Kinderpornografie – dies rufe doch entschieden nach verstärkter behördlicher Aufsicht, erklärt Vance.

Zufälligerweise, was zuvor jahrelang problemlos toleriert wurde, hat man kürzlich Charlie Shrem, den Chef einer weltweit bekannten Bitcoinbörse, in den USA verhaftet und der Geldwäsche bezichtigt. Natürlich hat dies keine Auswirkungen auf den Bitcoin, da er bereits in ein Stadium getreten ist, indem es sehr schwer wird, dieses noch kontrollieren zu können. Denn es war bisher auch nicht zu verhindern, dass schmutzige Geschäfte mit Euro oder Dollar unternommen wurden. Von daher auch unsinnig, zu glauben, Bitcoins könnten hierfür nicht missbraucht werden. Ein Missbrauch ist immer möglich. Umso fragwürdiger als Zentralbank davon per se auszugehen, mit Bitcoins könne man doch viel mehr illegale Geschäfte durchführen als mit herkömmlichen Geld – obwohl Bitcoins bisher nicht einmal den hundertsten Anteil des Gesamtkapitals der Welt darstellt. Bitcoins und ebenso Euro oder Dollar sind weder Gut noch Böse. Es kommt natürlich immer darauf an, wie man damit umgeht und ob es Banken gibt, die damit Luftgeld fabrizieren wollen, um Druckmittel zu besitzen, falls die Kredite nicht termingerecht zurückgezahlt werden. Denn man muss bedenken, dass millionenfach mehr Kredite bestehen als die Bank überhaupt an Geldern zur Verfügung hat. Auf keine andere Weise war es möglich, die Staaten dieser Erde schuldentechnisch in die Knie zu zwingen. Somit bleibt zu hoffen, dass jemand Mutiges auf das Podest springt und den Umgang mit Luftgeld verbietet. Dies hätte eine sofortige Auflösung sämtlicher Schulden zur Folge und global wäre es möglich, einen neuen Anfang zu starten. Es muss nicht immer ein Tennisspiel zwischen Deflation und Inflation zu Lasten der Bürger mit ihrem Personalausweis sein.

Apple galt zu den Zeiten, als Microsoft die Lobby besaß, als kleine Firma für unabhängige Unternehmer und Rebellen. Ständig zeigten sie die Fehler von Microsoft auf, die sich doch nur dem Geld verschrieen hätten und Apple hingegen würde niemals auf diese Weise vorgehen. Doch nachdem Apple endlich nur halb so viel Einnahmen wie Microsoft erhielt, traten sie mit dem gleichen Geschäftsgebaren auf. Gegenwärtig hat Apple sämtliche nutzvollen Apps aus ihrem “App Store” entfernen lassen, die in irgendeiner Weise vernünftig mit Bitcoins hantieren ließen. Mit der App “Blockchain” verschwand dann die letzte brauchbare Handhabung mit Bitcoins auf sämtlichen iPhones. Auf diese Weise kann man einmal beobachten, wie die Wirtschafts- und Kartellstrukturen aufgebaut sind.

Eine frühere Apple-Werbung klang wie folgt: “Hier für die Verrückten unter euch, den Außenseitern, den Rebellen, die Störenfriede, die runden Stifte in den quadratischen Löchern. Jene, die die Dinge anders sehen und kein Freund von Regeln sind und keinen Respekt vor dem Status Quo besitzen. Man kann sie zitieren, ihnen widersprechen, sie verherrlichen oder auch verteufeln, aber die einzige Sache, die man nicht kann, ist, sie zu ignorieren. Die Dinge ändern sich immerzu. Sie drücken die menschliche Rasse nach vorn.”

Vielleicht, so hätten sie hinzufügen sollen: “…solange die Rebellen nicht unseren Profit drücken.”, denn auf allen Apple-Geräten darf es keine alternativen Zahlungssysteme mehr geben, an denen Apple nicht verdient. Ein Grund mehr, dann doch auf Android und Google zu wechseln. Diese spionieren zwar für die NSA, aber wer tut das nicht? Immerhin erlaubt Google nicht nur die Implementierung von alternativen Zahlungssystemen, wie eben Bitcoins, sondern plant sogar noch darüber hinaus einen größeren Komfort im Umgang mit innovativen Apps und Möglichkeiten, indem sie das Zahlungssystem mit Bitcoins vollständig zu integrieren gedenken.

Weitere Argumente, die gegen den Handel mit Bitcoins vonseiten der Banken zum Vorwurf angebracht werden, ist, dass dieser nicht zurückzuverfolgen wäre. Dies ist natürlich nicht zutreffend, zwar kann man anonym Geldbeträge an andere senden, aber beispielsweise in Deutschland nur bis 2500 Euro, danach ist eine PostIdent-Verfahren zur Bestätigung der Identität erforderlich. Außerdem ist immer nachvollziehbar, wer wem welche Beträge gesendet hat, wenn man den Computer der betreffenden Person analysiert. Bitcoins sind eben letzten Endes zwar virtuell, aber dennoch mit einem Portemonnaie gleichzusetzen – und in dieses kann man hineinschauen – falls man in den Computer schauen darf.

Die Zentralbank Chinas hat also vorerst den Handel mit Bitcoins untersagt, ebenso die von Estland warnt, doch besser die Finger von Bitcoins zu lassen. Doch andere gehen davon aus, dass der Handel mit Bitcoins schnell zu einer Lawine ausarten und dieser im Wert um ein Vielfaches in die Höhe schnellen könne, bevor man es überhaupt bemerkt. Bereits einmal schaffte es der Bitcoin, zum Erstaunen aller Händler, von seinem jahrelangen Wert von 11 hinauf auf 800 Euro zu schnellen. Natürlich ist der Vorwurf berechtigt, dass der Handel mit Bitcoins auch seine Gefahren birgt, denn sollte das virtuelle Geld gestohlen werden, wird niemand da sein, der diesen Schaden ersetzte. Doch sicherlich wird auch für dieses Problem auf Dauer eine Lösung möglich sein. Außerdem, sobald eine Zahlung getätigt wurde, kann sie nicht mehr rückgängig gemacht werden – es sei denn, man kennt den falschen Empfänger und bittet ihn, den Betrag wieder zurückzubuchen.

Wer also trotz der Schwierigkeiten und tobender Machtkämpfe noch daran interessiert ist, das kleine Geschäft mit den Bitcoins zu wagen, dem sei möglichst schnell ein Kauf angeraten, denn momentan stehen die Sterne gut. Hierfür kann man auf zweierlei Weisen vorgehen: Entweder man erstellt auf seinem Computer mithilfe einer Software eine Wallet (Geldbörse) oder man nutzt einen Server im Internet, z.B. ein Bitcoin-Portal. Letzteres ist sicherlich am einfachsten, denn hierzu braucht man sich nur auf einem Portal anmelden und kann gleich mit dem Handel beginnen, nachdem man seinen Namen und seine Kontodaten eingegeben und das PostIdent-Verfahren durchgeführt hat. Um Eindringlinge ins System zu vorzubeugen, ist es sicherlich empfehlenswert, die 2-Auth-Methode zu aktivieren, d.h. man möchte bei jedem Betreten des Bitcoin-Kontos zwei Passwörter benutzen, einmal das Standard-Passwort und zusätzlich eins, das immer anders lautet und über das Smartphone per SMS empfangen wird. Wer dann das Konto knacken und die Bitcoins stehlen möchte, der benötigt den Computer und das Smartphone.

Die Nutzer der Bitcoins-Automaten und überhaupt das ganze Netzwerk, das sich gerade zunehmen im Aufbau befindet, wird auch mit Humor genommen. So findet man in dem bekannten Kurznachrichten-Portal Twitter Sprüche wie: “Wir haben gerade Bitcoins gekauft und meine Freundin ist besoffen. Alles wie immer.” oder “Liege hier verkatert auf der Couch, während meine Freundin versucht, mir zu erklären, wie man Bitcoins kauft”. Offensichtlich gewinnen Bitcoins an Status Quo.

Wer jedoch versäumt hat, ins Bitcoin-Geschäft einzusteigen, kann noch bei anderen virtuellen Coins seine Chance ergreifen. Litecoins, Quarkcoins und Dogecoins sind noch die momentan bekanntesten Alternativen und sind für sehr wenig Geld in Mengen zu haben. Sollte Bitcoin sich derart durchsetzen, ist es möglich, dass sich die sekundären Coins an dessen Erfolg hängen und ebenfalls steigen. Beispielsweise sind Dogecoins momentan für 0,001 Cent zu bekommen. Mit 10 Euro ist es bereits möglich, 10.000 Stück zu ergattern. Sollten diese auf einen Euro aufsteigen, sobald der Bitcoin in die Höhe schnellt, hat man unter geringstem Aufwand ein schönes Taschengeld erworben.

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Quellen:
http://www.mobilegeeks.de/apple-mag-keine-bitcoins-auf-dem-iphone/?utm_source=feedburner&utm_medium=twitter&utm_campaign=Feed%3A+AsusEeePcNews+%28Netbook+News%29&ModPagespeed=noscript
http://www.shortnews.de/id/1020031/bitcoins-sind-rueckverfolgbar-und-nicht-anonym
http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/bitcoins-alles-nur-ein-schneeballsystem/9428650.html
http://www.t-online.de/wirtschaft/boerse/devisen/id_67738676/bitcoins-ware-oder-waehrung-.html
http://www.zeit.de/wirtschaft/geldanlage/2014-01/bitcoins-new-york
http://etailment.de/thema/e-commerce/Kurz-vor-9-eBay-Bitcoins-Bertelsmann-SportScheck-+Amorelie-2138?utm_content=bufferdf2ff&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer
http://www.channelobserver.de/artikel/internet-waehrung-bitcoins-unbekannt
http://t3n.de/news/meilenstein-bitcoins-virtuelle-431370/
http://www.Bitcoin-Central.net
http://coinmarketcap.com
http://www.Bitcoin.de

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Ein Kommentar für “Bitcoins als neuestes Zahlungsmittel”

  1. reproanja sagt:

    Gerade eben crasht die Bitcoin-Währung. Angeblich wegen Softwarefehler.
    Ich glaube eher daß das gesamte Währungssystem crasht und einfach nicht will, daß man keine alternative Währung zum umschichten hat. Deswegen wird ja auch immer der Gold- und Silberkurs nach unten manipuliert.
    Es ist 5 vor 12 Uhr. Mein Gefühl sagt, daß es nicht mehr lange dauert.

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