Filmkritik: After Earth

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Seit eintausend Jahren existiert Nova Prime, die neue Heimat der Menschen. Die Erde wurde seit langem verlassen, da sie als nicht mehr lebensfähig gilt. General Cypher Raige (Will Smith) und sein Sohn Kitai (Jaden Smith) geraten in einen Meteoritensturm und müssen auf der verlassenen Erde notlanden. Während Raige verletzt auf dem Raumschiff zurückbleiben muss, schickt er seinen Sohn los, um Hilfe zu holen. Vater Raige dirigiert seinen emotional instabilen Sohn per Video- und Funkverbindung durch den gefährlichen Dschungel. Doch auf Mutter Erde tummeln sich mittlerweile diverse Aliens und mutierte Tiere, die nicht immer freundlich gesinnt sind…

Der Regisseur M. Night Shyamalan, berühmt für Filmklassiker wie “Sixth Sense” oder “Signs”, hat mittlerweile einiges an seinem Ruf einbüßen müssen und versucht nun mit “After Earth” einen neuen Start. Leider waren die ersten Einspielergebnisse seines neuen Films mehr schlecht als recht. Auch war es sicherlich ein Wagnis, die Smith-Familie als Hauptdarsteller einzusetzen und mit dem Film ein Zwei-Personen-Sci-Fi-Familiendrama zu präsentieren. Davon unabhängig imponiert der Film jedoch mit einer erstaunlichen und faszinierenden Dschungelumgebung und herausragenden Animationen sowie wilden Verfolgungsjagden durch beeindruckende Schluchten. Die Kulissen der Zukunftsumgebung wirken gut durchdacht und gelungen. Trotzdem gibt es einige langatmige Szenen und man wartet die ganze Zeit darauf, dass der Film endlich beginnt, aber es wurde mehr Wert auf emotionale Konflikte zwischen Vater und Sohn und deren Überlebenskampf gelegt. Gerade dies gestaltet den Film als etwas anstrengend und zermürbt die Spannung.

Die Idee zum Film entstammte von Will Smith persönlich und seine Mission “Vater dirigiert Sohn” mag daher vielleicht seine Wurzeln in der eigenen Familienstruktur finden. Kernpunkt ist jedoch die Auseinandersetzung mit der Angst und die Fähigkeit des “Ghostens”, das mit einer distanzierten Angstlosigkeit vergleichbar ist, um nicht mehr von pheromongeilen Aliens aufgespürt werden zu können. Nach Karate Kid hat der Sohnemann in diesem Film auf jeden Fall schauspielerisches Talent bewiesen. Wer jedoch am Ende auf den berühmten Shyamalan-Gänsehaut-Kick wartet, wird leider vergeblich ausharren.

Fazit: 5 von 10 Sternen.

Regie: M. Night Shyamalan
Mit:  Jaden Smith, Will Smith, Sophie Okonedo
Buch: Alex Kurtzmann, Roberto Orci
Genre: Sci-Fi, 100 min.
Land: USA 2013
Ähnliche Filme: Titan A.E.

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2 Kommentare zu “Filmkritik: After Earth

  1. Ich habe mir den Film vor einigen Tagen angesehen und war ziemlich enttäuscht :(

    Man hat nicht viel verpasst, wenn man ihn nicht gesehen hat :)

    Liebe Grüße
    Ostara

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