Traumnacht: Dreamwalker Ingrid

Traumnacht” ist eine Reihe, in der ich mich bewusst darauf konzentriere, einen luziden Traum oder eine außerkörperliche Erfahrung zu erleben bzw. in der ich von einem interessanten oder außergewöhnlichen Traum berichte.

Heute Nacht war wieder ein wunderschöner Sternenhimmel zu sehen. Manchmal wünsche ich mir auf dem Land zu wohnen, denn dort ist die Lichtverschmutzung nicht so hoch und man sieht noch viel mehr. Ich war einmal in Österreich am Mondsee und durfte dort einen unvergesslichen Sternenhimmel genießen. Es waren Millionen von Sternen, die ich am Himmel sehen konnte. Natürlich weiß ich nicht, ob das auch heute noch der Fall ist.

Ich denke, wenn man sich vor dem Zubettgehen noch einmal eine viertel Stunde Zeit nimmt, indes über seine inneren Zielsetzungen nachdenkt und in den Himmel schaut, hilft es dabei, damit die gesetzten Ziele näher an einen heranrücken bzw. schneller wahr werden.

Als ich in meinem Bett lag, konnte ich mich sehr gut entspannen. Wieder strömte ein Gefühl der Leichtigkeit und Zuversicht durch mich hindurch. Die ganze Zeit lag ich dort und grinste breit vor mich hin. Als mein Körper eingeschlafen war, sprang ich direkt in einen Traum hinein…

“Ich hab meine Pille vergessen”, erklärte sie mir.

Wir kannten uns bereits seit den 90ern und hatten schon einige interessante und gemeinsame Erfahrungen erlebt. Wir schienen uns gerade über ein Problem von ihr zu unterhalten. Sie saß auf einer Matratze, die auf dem Boden lag und ich saß auf dem dunklen Teppich.

“Ups. Und was sagt dein Freund dazu?”, fragte ich nach.

“Er weiß noch nichts davon. Ich weiß auch gar nicht, wie er darauf reagieren wird.”

Ich kannte ihren Freund nicht besonders gut. Bisher war ich ihm nur einmal begegnet und er war mir eigentlich sofort sympathisch gewesen. Nun wusste ich aber nicht, wie stark die Bande zwischen den beiden war. Jedenfalls war ich sehr überrascht, das von ihr zu hören, zumal sie schon ein Kind besaß und immer geäußert hatte, dass sie auf keinen Fall ein weiteres haben wollte.

“Wie kam es denn dazu? Man vergisst doch nicht einfach so die Pille. Wie du und ich aufgrund unseres inneren Wissens nun einmal erfuhren druften, passiert einem nichts ohne Grund und nichts geschieht, ohne dass man es sich nicht auch so erwünscht hatte.”

“Ja, ich weiß”, antwortete sie.

“Also… sag schon! Du hast die Pille absichtlich vergessen!”

Nun konnte ich sehen, wie sie sich in zwei Persönlichkeitsanteile spaltete. Während der erste Anteil weiterhin behauptete, die Pille vergessen zu haben und nichts dafür zu können, konzentrierte ich mich immer mehr auf den anderen Anteil, der mehr zu wissen schien. Dieser andere Teil war ihr völlig unbewusst. Diese beiden Persönlichkeitsanteile spielten miteinander verstecken und so verbarg der eine bestimmtes Wissen vor dem anderen. Das war kein schizophrener Ausbruch oder dergleichen, sondern ein ganz normaler psychischer Vorgang, wie er tagtäglich weltweit milliardenfach geschieht. Wie oft haben wir etwas vergessen? Wie oft passiert uns etwas Tollpatschiges? Wie oft passiert uns etwas aus Versehen? Daran kann man erkennen, dass man einen Persönlichkeitsanteil in sich trägt, der Versteck spielt.

“Ich kann bei dir aber deutlich einen Aspekt sehen, der darüber ganz anders zu denken scheint.”

“Nein, ich hab sie wirklich einfach nur vergessen. Lass mich also jetzt in Ruhe.”

“Ich weiß, was ich sehe”, entgegnete ich und lächelte den noch von ihr verdrängten Aspekt an.

Dann plötzlich wechselte sie von dem einen Persönlichkeitsaspekt in den anderen und dann erfuhr sie selbst, wer hinter der Entscheidung gestanden hatte, der die Pille absichtlich vergessen hatte, aber ein Versteckspiel begonnen hatte.

“Ich will eben ein Kind ohne Trauer.”

“Wie meinst du das”, fragte ich nach.

Sie weinte. Ich verstand nicht gleich, was sie damit meinte und bevor ich weiter nachfragen konnte, geschah etwas Seltsames…

Die Luft begann zu knistern. Überall brutzelte es um uns herum. Der Punkt, an dem sich dieses Knistern zu sammeln schien, war vor der Zimmertür.

“Was ist das???”, rief sie und schaute mich mit weit geöffnetem Mund an.

“Ich habe keine Ahnung.”

Ihre Augen weiteten sich: “Das… das kommt mir so vor als würde irgendwas versuchen in mein Zimmer zu gelangen…”

“…oder irgendwer!”, beendete ich ihren Satz. “Ich glaube, es beamt sich jemand gerade in unsere Realität!”

“Wenn das so ist, dann müssten wir uns ja in einem Traum befinden… im Alltag macht das keiner. Dort ist es ja verboten!”, stellte sie fest und ihre Augen weiteten sich nun.

Gebannt schauten wir zur Tür. Plötzlich sahen wir schon die Umrisse einer Gestalt! Es war eine Frau! Sie trug Bluejeans, schwarze Schuhe und eine Bluse. Sie war schlank und besaß einen zierlichen Kopf mit halblangen, blonden Haaren. Ihre Frisur wirkte ein wenig wie ein Pagenschnitt und das Haar berührte kaum die Schultern. Leider konnte ich es nicht richtig erkennen, weil ihre Gestalt durchscheinend war. Durch sie hindurch konnte ich noch die komplette Tür erkennen.

“Wer ist das?”, rief meine Freundin laut, während es noch immer knisterte als entlud sich ständig Elektrizität in der Luft.

“Das… das ist ein Dreamwalker! Er kann in unsere Träume einbrechen…”, rief ich zurück…

Dann erwachte ich in meinem Bett.

Deutlich fühlte ich die Anwesenheit einer Frau. Sie stand nah an meinem Bett. Es war Ingrid. Die große Unbekannte, die mich schon einmal besucht hatte. Leider ist es bisher noch nicht zu einer direkten Unterhaltung oder dergleichen gekommen. Auch in dieser Nacht bin ich leider zuerst in meinem physischen Körper in meinem Bett erwacht und nicht im 2. Körper. Dies hatte zur Folge, dass ich wenige Sekunden später ihre emotionale Signatur verlor. Ich konzentrierte mich danach noch auf sie, aber sie schienbereits wieder fort zu sein.

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