Anonymous kündigt für 2013 umfassende Aktionen an!

Die Hackergruppe Anonymous kündigt für das Jahr 2013 noch mehr Aktionen an, um weiterhin für die Meinungsfreiheit, globale Informationsfreiheit, Redefreiheit, echte Demokratie, Unabhängigkeit des Internets und gegen Menschenrechtsverletzung einzutreten. Inspiriert durch den Film der Wachowski-Geschwister “V wie Vendetta” setzen sich Anhänger dieser leithammelfreien Gruppe Masken des Rebellen Guy Fawkes auf, um in ihren Tätigkeiten gemeinsam und vor allem anonym vorzugehen. In den ersten Jahren beschränkten sich ihre Tätigkeiten nur auf das Internet und Hackerangriffen, um beispielsweise Webseiten von Konzernen oder Firmen lahmzulegen, die ihrerseits dadurch finanzielle Verluste erlitten. Doch mittlerweile sind mehrere Demonstrationen in der Öffentlichkeit erschienen und die Bewegung hat nun auch viele Sympathisanten auf den Plan gerufen, die sich zumindest für Menschenrechte und echte Demokratie einsetzen. Der Höhepunkt fand sich im Oktober 2011 mit ca. 500.000 Demonstranten in Madrid und 150.000 in Barcelona, Spanien. In 700 weiteren Städten traten derartige Demos auf wie z.B. Wien, Berlin, Washington, Brüssel, Rom u.v.m.

Die letzte Riesen-Demo fand am 29. November 2012 in Madrid statt, an der wieder nahezu 100.000 Demonstranten teilnahmen. Die Fernsehanstalt ARD war auch hier vor Ort, aber spielte absichtlich die Teilnehmerzahl  auf ganze 3.000 herunter und sendete ihren Beitrag viel zu spät, um nicht noch weitere Demonstranten zu informieren, die vielleicht den Termin verschwitzt hatten. Sie filmten dazu eine etwas abseits stehende Gruppe mit einigen Schildern und interviewten diese, damit nicht deutlich wurde, wie groß die Demonstration wirklich war. Ebenso wurde von der ARD nicht darauf hingewiesen, dass dies eine friedliche Demonstration gewesen war und Polizeieinheiten mit offensiver Gewalt vorgingen, um die Demonstration möglichst schnell zu beenden. Während die Demo um 18 Uhr ihren Höhepunkt erreichte, veröffentlichte die ARD erst um ca. 20.15 Uhr, dass sich eine kleine Versammlung in Madrid ergeben hätte. In der darauf folgenden Tagesschau wurde die Demonstration nicht erwähnt bis schlussendlich am folgenden Morgen um 7.15 Uhr.

Ganz interessant, wenn man bedenkt, dass die GEZ (Gebühreneinzugs-Zentrale), für die jeder Haushalt nun jährlich 215 Euro Propagandagebühr (übrigens ein köstlicher Begriff!) zu zahlen hat, diesen Beitrag darüber rechtfertigt, dass die öffentlich-rechtlichen Sender unabhängig und unparteiisch die Demokratie unterstützen können, scheinbar mittlerweile doch parteiisch geworden sind und ihre Ziele nun an anderen Maßstäben orientiert. Zur Verteidigung der Anschuldigung, aus welchen Gründen sie denn bei der Demonstration vom letzten November so desinformativ vorgegangen seien, erwiderte die ARD, dass sie von Verschwörungstheorien allgemein nicht viel hielten und darüber berichten würden, was und wie es ihnen gefällt.

Diese Vorgehensweise der Großpresse hat einen regelrechten Shitstorm ausgelöst, d.h. es hagelte unzählige virtuelle Negativkommentare, denen die ARD auf ihren Webseiten kaum Herr werden kann. Selbst gegenwärtig gibt es viele negative Kommentare zu den neuen Bestimmungen der GEZ,, die sich nun mehr unbenannt hat zu AZDBS (ARD-ZDF-Deutschlandradio-Beitragsservice) und neue Bestimmungen festgelegt hat, bei denen es völlig unerheblich ist, ob man einen Fernseher oder ein Radio oder gar nichts von alledem besitzt. Eine Erhöhung des Jahresbeitrages wird künftig ebenso in Betracht gezogen. Irgendwoher kennt man das doch mit dem Umbenennen. Man erinnere sich, wie man ACTA durchzuboxen versuchte und als dies nicht gelang, wurde das Ganze schlichtweg umbenannt und erneut vorgelegt.

Das alles erinnert auch an den Fauxpas des RTL im letzten Jahr über die Gamescom 2011, in der der Sender ganz gezielt eine Gruppe von drei Jugendlichen herausfischte, die aussahen wie maskierte Terror-Sympathisanten und diese nach ihren realistisch aussehenden Spielzeugwaffen befragten. Nachdem der Shitstorm auf RTL losging und massenweise Parodie und Negativ-Videos auf Youtube veröffentlicht wurden, ließ RTL sämtliche Videos auf dem Internetportal verschwinden oder klagte ihre Rechte zur Veröffentlichung ein, nur um nachträglich eine abgemilderte und weniger manipulative Version des Beitrags zu platzieren. Erst nach einiger Zeit entschuldigte sich RTL für ihren Beitrag.

Erfolgreich konnte sich die Gruppe Anonymous beispielsweise bei ACTA durchsetzen und bewegte Tausende von Menschen dazu, sich gegen diese geplanten Bestimmungen zu stellen, bis sie tatsächlich abgelehnt wurde. Mit ACTA wurde der Versuch gestartet, das Internet zu zensieren und die Internetdienstanbieter als Hilfs-Sheriffs zu verdonnern, damit sie jede Internetbewegung aller privaten Benutzer aufzeichnen und Strafgebühren verteilen, sobald vermutet wird, dass Urheberrechte verletzt werden könnten. Auch schaffte es Anonymous PayPal, die weltweit bekannte Internetbank, davon zu überzeugen, die Spenden an Julian Assange (s. Wikileaks) weiterhin entgegen zu nehmen und auch auszuzahlen. Assange hat mit seinen Informationsenthüllungen über den Krieg gegen Irak den ganzen Zorn der US-Regierung auf sich gezogen – diese droht ihm nun mit der Todesstrafe. Schweden hingegen droht ihm mit einer langen Haft, da ihm unbegründet und ohne konkrete Beweise Vergewaltigung vorgeworfen wird und England plant ihn sofort festzunehmen und einzusperren, wenn er nur einen Schritt aus der Botschaft mache. Mittlerweile fand er nämlich rechtzeitig Asyl in der ecuadorianischen Botschaft und deren Botschafter steht hinter seinen Aussagen und gibt an, dass Assange nur deshalb verfolgt werde, weil er frei denke und sich frei ausdrücke. Gegenwärtig plant er weitere Enthüllungen an Millionen Dokumenten. Im letzten Jahr ließ er bereits eine Bombe platzen, indem er Dokumente über Syrien veröffentlichte.

Doch Anonymous ist nicht nur im Falle von ACTA tätig gewesen, sondern gerät natürlich auch immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt, wie dem FBI, Justizministerium, Musikkonzerne, die Filmindustrie und belastet sogar Regierungen, die Gewaltaktionen gegen andere Länder planen und durchführen. Während die Unternehmungen von Anonymous in der Presse nur selten erwähnt werden, um den Eindruck zu erwecken, diese sei nur eine Sternschnuppe am Firmament des weltpolitischen Himmels. Als Schriftsteller habe ich zwar nicht die besten Karten bei dieser Gruppe, da sie nicht viel Wert auf Urheberrechte legen, aber davon unabhängig ist das Besondere an ihr, dass sie keinen Vorsprecher, Anführer oder dergleichen besitzt. Sie ist also herrenlos und dies in vollster Absicht. Somit teilen sie sich in unzählige Splittergruppen auf, Partisanen gleich könnte man sagen, und agieren in Übereinstimmung mit ihren Zielen. Somit ist die Qualität ihrer Vorgehensweisen sehr durchwachsen. Manche Gruppen unternehmen nahezu lächerliche Aktionen, andere wiederum sind ganz hervorragend. Aus dem Grund sind ihre Aktionen nicht immer elegant oder wohl durchdacht. Dies ist auch kaum möglich, da sich jeder von einem Tag zum anderen dazu entschließen kann, sich den Zielen von Anonymous anzuschließen, doch wird man hierbei erst einmal allein auf weiter Flur stehen, denn es ist in diesem Sinne kein Verein oder eine Bewegung, der man sich anschließt, sondern die von den vereinzelten Gruppen lebt, die völlig unabhängig voneinander vorgehen. Das zu verstehen, ist erst einmal nicht einfach, denn es gibt keine Statuten oder Regeln, jeder ist auf sich allein gestellt. Sollte man dennoch Anschluss zu einer bestehenden lokalen Anonymous-Gruppe finden, wird diese auch nicht größer als einige Personen sein.

Gegenwärtig kämpft Anonymous gegen die Scientologen, Pädophile, gegen das Meldegesetz, GEMA u.a. und unterstützen auch die Tätigkeiten von Wikileaks.

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Quellen:
Wikipedia
Spiegel
Spottblog
Video
RTL-Bericht
Wikileaks bei Focus

 

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1 kommentiert zu “Anonymous kündigt für 2013 umfassende Aktionen an!

  1. Die Anonymous-Gruppierung tritt für diejenigen ein, die es nicht (mehr) selbst können.
    In Zeiten einer permanenten Ellbogengesellschaft ein echter Lichtblick!
    Grüße

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