Traumspionage: Die alten Sternentore

Der folgende Traum bezieht sich höchstwahrscheinlich auf die beiden Träume “Das Stargate von Juri” und einen Traumteil aus “20 luzide Träume in einer Nacht“, in dem ich das Gespräch eines Generals mitbekam, in dem über ein Stargate gesprochen wurde. Es scheint ganz so, als würde entweder ein Teil meiner Selbst in einer Realität leben, das mit dem authentischen “Projekt Stargate” zu tun hat oder dass ich mich gelegentlich an das Bewusstseins eines Soldaten anschließe, der diesem Thema immer wieder begegnet. Ich neige stark dazu, letzteres zu glauben, aber leider fehlen mir noch ein paar genauere Informationen. Wie auch immer, eines habe ich zumindest schon des Öfteren erlebt, nämlich, dass ich mich nachts in meinen Träumen immer wieder mal heimlich an das Bewusstsein von Soldaten oder Wissenschaftlern anschließe, die mit Geheimprojekten der Regierung zu tun haben. Nachdem ich feststellen musste, dass man vermutlich noch lange darauf warten kann, bis die Regierungen dieser Welt zu Themen der Parapsychologie und extraterrestrischen Kontakten den Völkern – und somit auch mir – reinen Wein einschenkt, hat sich mein Unterbewusstsein dafür entschieden, auf seine Weise diese Informationen einzuholen.

Bisher habe ich mein Bewusstsein noch nicht direkt darauf trainiert, gezielte Traumspionage zu betreiben, sondern ernte einfach jene Informationsträume, die “zufällig” hereinkommen. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Dem geschah auch in dieser Nacht, in welcher ich in einer Kaserne lebte und dort im gewohnt militanten Stil ausgebildet wurde. Mein Rang war nicht sonderlich hoch und die Vorgesetzten trainierten uns mit allen Schikanen. Hindernisbahnen, Gewaltmärsche, ABC-Testalarme, Ausbildung an der Waffe und dergleichen gehörten zum Alltag und doch wussten viele an diesem Militärstützpunkt, dass hier ein geheimes Projekt lief und jeder zu Dienstbeginn eine Vereinbarung unterschreiben musste, dass niemand unter ihnen ein Wort darüber verliere, was sich hinter den Stacheldrahtzäune dieser Militärbasis abspielte. In meinem Traum verbrachte ich allein in dieser Nacht gefühlte zwei Wochen dort.

Wenn der Dienst am Abend sein Ende fand, gingen wir oft in eine Art Mannschaftsheim oder Soldatenkneipe, die es dort gab. An diesem Ort konnte man trinken, Dart- und Gesellschaftsspiele spielen oder sich einfach nur unterhalten und kennenlernen. Dies geschah fast jeden Abend so und nur am Wochenende lohnte es sich vielleicht einmal, den weiten Weg nach Haus zu fahren. An diesem Abend jedoch kam “ich” mit einem Asiaten ins Gespräch, der einiges über das geheime Stargate-Projekt wusste. Wie alle anderen Gespräche auch in dieser Basis, wurde ausschließlich Englisch gesprochen. Ich übersetze also am besten die Unterhaltung gleich:

“Hast du mit dem Projekt zu tun oder kennst du jemanden?”, fragte ich ihn.

“Darüber darf ich nicht reden”, antwortete er und grinste.

“Was kannst du mir dann erzählen? Ich werde es ganz bestimmt nicht weitererzählen!”, erklärte ich.

Dies entsprach ja auch völlig den Tatsachen, denn der Soldat, der ihm zuhörtev und in dessen Rolle ich geschlüpft war, würde es auch nicht erzählen, da er militärisch-vertraglich daran gebunden war, für mich persönlich jedoch trifft dies natürlich nicht zu.

Er wiegte mit dem Kopf hin und her, schien sich unsicher, aber dann konnte er es sich doch nicht zusammenreißen:

“Es existiert ein Wissenschaftsteam, das den Ursprung und das Alter des Sternentores untersucht. Dabei sind ganz erstaunliche Ergebnisse zusammengekommen.

“Aha”, entgegnete ich. “Das ist ja sehr interessant! Ich glaube, ich hätte auch ein solches Team zusammengestellt, um das zu erfahren.”

“Richtig. Weißt du, wie alt diese Sternentore sind?”

Ich überlegte: “Sie sind sicherlich sehr alt…”

“Genau genommen mehrere zehntausend Jahre! Man geht nun davon aus, dass dieser Art Tore auch vor uns benutzt worden sind”, meinte er und nippte an seinem Bier.

“Davon ist sicherlich auszugehen!”, entgegnete ich.

“Da kommt noch mehr! Von unserer Regierung wurden ja einige Teams zusammengestellt, die den Auftrag erhalten haben, das Tor zu benutzen und auf andere Planeten zu springen, damit diese erfasst werden können. Es geht aber nicht primär darum, die Erkundung oder diplomatische Beziehungen zu pflegen, sondern nur darum, an noch bessere Technologien heranzukommen. Das ist das Hauptding, mit dem sie sich beschäftigen! Sie stehlen Technologie, wo auch immer sie nur können! Und dies hat zur Folge, dass die diplomatischen Beziehungen nicht immer gut verlaufen. Man muss auch einmal bedenken, dass diese Teams für andere außerirdische Welten stets die Erde repräsentieren! Wenn einer von denen ein unschuldiges Kind tötet, dann heißt es ziemlich schnell, dass die Menschen Kinder töten. Du kannst dir bestimmt vorstellen, dass so etwas dem eigenen Ruf schnell vorauseilt.”

“Ich dachte immer, die Außerirdischen wären viel weiter entwickelt.”

“Nein, nicht unbedingt. Es gibt so viele Rassen dort draußen, das kannst du dir nicht vorstellen! Wir haben mittlerweile über hundert Rassen gezählt und es hört nicht auf! Manche sind viel weiter als wir entwickelt, das ist richtig, aber viele sind es auch nicht. Sie leben dann sehr primitiv und einfach. Für die ist dann schon eine Handfeuerwaffe Magie!”

Ich war sehr über die Details erstaunt, die er ausplauderte. Darum fragte ich mich, inwiefern er in diesem Projekt involviert war, doch ich vermutete, dass er mir das nicht verraten hätte. Jedenfalls durfte “ich” nicht darüber reden, was er mir mitteilte, sonst hätten wir uns beide in Schwierigkeiten gebracht. Davon unabhängig war er mir sympathisch und ich hoffte, ihn zukünftig öfter mal zu treffen.

“Man hat nun herausgefunden, dass unsere Teams nicht die ersten waren, die dieses Tor genutzt haben. Das war die Erkenntnis überhaupt. Es gab Zivilisationen vor uns, die das Tor ebenso bedienten. Man muss sich auch mal Gedanken darüber machen, wo dieses Tor herkommt und aus welchen Gründen es überhaupt jemanden in den Sinn kam, diese Dinger aufzustellen.”

“Es gab also schon vor tausenden von Jahren solche Teams?”, fragte ich nach.

“Richtig! Es wurden deutliche Hinweise entdeckt, die mit einem Team zu tun haben, die vor langer Zeit das gleiche Tor nutzten. Man muss auch bedenken, dass nur diejenigen das Tor bedienen können, die einen gewissen technischen Stand erreicht haben. Ansonsten bekommt man das Ding nicht zum Laufen! Und nur, wer diesen Stand aufweist, kann Teams lossenden. Wie es aussieht, gab es darum vor tausenden von Jahren bereits ein Team, sozusagen das allererste Team.”

“Waren die denn menschlich, also dieses Team?”

“Das wissen wir nicht. Wir vermuten nicht.”

“Kann man denn davon ausgehen, dass der Mensch, so, wie wir ihn heute kennen, vielleicht ursprünglich aus einer anderen Heimat kam bzw. er vielleicht ein Ableger einer anderen weit entfernten Zivilisation ist?”, wollte ich wissen.

“Das kann niemand genau sagen. Jedenfalls leben nicht nur auf der Erde Menschen, davon kann ausgegangen werden.”

“Aber was mich jetzt brennend interessiert: Was hat denn wohl das allererste Erkundungsteam mit ihrem Wissen und diesen Toren angestellt?”

Es entstand eine kurze Ruhepause. Er schaute mir direkt in die Augen und grinste breit:

“They created minds.”

 

Unterstütze den Matrixblogger...
Schreibe einen Kommentar, oder Trackback.

Ein Kommentar für “Traumspionage: Die alten Sternentore”

  1. blobber sagt:

    Klingt wie eine Folge der Serie Stargate

Hinterlasse einen Kommentar

Powered by WordPress