Filmkritik: Caotica Ana

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Die Künstlerin Ana wird von einer Sponsorin auf Ibiza entdeckt und fortan von ihr finanziell unterstützt. Sie schickt Ana in eine Künstlerkommune und soll dort viele Bilder malen. In der Auseinandersetzung mit ihrer Kunst und durch die Begegnung mit dem Araber Sahid erfährt sie plötzlich spontane Visionen aus vergangenen Leben. Mal ist sie seine Geliebte auf der Flucht vor Marrokanern, dann wieder ein arabisches Mädchen in einem Gefangenenlager oder eine Bergsteigerin, die in der Kälte ihren Tod findet. Ein Hypnotiseur nimmt sich ihrer an und erforscht mit ihr die vielen verschiedenen Leben und Tode, die sie bereits erfuhr, und reist mit ihr immer weiter in die Vergangenheit auf der Suche nach der ersten Inkarnation, dem Ursprung aller Leben…

Kein filmisches Meisterwerk, aber thematisch gelungen und inspirierend. Nicht für jedermann interessant, denn der Zuschauer betrachtet das Leben aus Anas Perspektive und erfährt somit kaum mehr als sie selbst. Sie gewöhnt sich nachher so an die Hypnose, dass sie von den eigenen Reinkarnationserinnerungen kaum etwas mitbekommt. Somit haben wir es nicht nur mit einer chaotischen Ana, sondern auch mit entsprechenden Filmteilen zu tun. Der Film lebt jedoch von diesen einzelnen Sequenzen, die trotz chaotischer Präsentation von den vielen Momenten zehren, seien sie aus diesem oder einem anderen Leben, die – wie in einer Hypnose – von 10 bis 1 rückwärtig gezeigt werden. Dabei fragt man sich immer mehr, was wird geschehen, wenn die letzte Sequenz erfolgt.

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