Traumnacht: Die Traumstimme

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Wie gewohnt, die WBTB-Technik angewendet. Dummerweise ein wenig verschlafen und aus den 4,5 wurden dann einmal kurzerhand 5,5 Stunden. Nun gut, alter Spruch: “Niemals aufgeben, niemals kapitulieren!” Also um 4.30 Uhr aufgestanden, ein Stündchen wachgeblieben und dann wieder zurück ins warme Bett

Zuerst konnte ich nicht einschlafen, da ich normalerweise nach 5 Stunden schon völlig ausgeschlafen bin. Irgendwann konnte ich meinen Körper doch überreden und er schlief ein. Kurz darauf befand ich mich luzid auf einer mir unbekannten Straße, in der Nähe eines Hafens. Ein Bekannter ging neben mir her und erzählte mir gerade, wie er zu der äußerst preisgünstigen Wohnung mit einer Miete von 120 Euro im Monat gekommen war. Die Umgebung sah auch entsprechend aus! Das bisschen Wiese, die man hier sah, war nur noch teilweise vorhanden. Überall standen Geröll und alte Holzplanken herum. Das Haus selbst, in dem er wohnte, sah ziemlich heruntergekommen aus. Doch irgendwie besaß es auch einen artistischen Charme. Manche Künstler leben auch gerne auf diese Weise.

“Das ist doch das Schnäppchen überhaupt, oder?”, fragte er mich.

“Bei dem Preis musst du dir keine Gedanken um die Miete machen”, entgegnete ich. Die Vorteile lagen offensichtlich auf der Hand.

Wir gingen ein Stück am Hafen entlang und am Kanalrand erblickte ich auf einem Stück Wiese eine Frau, die es sich auf einer Decke bequem gemacht hatte. Sie war vielleicht Mitte 20 und las ein Buch.

Was ich schon immer einmal ausprobieren wollte, war die “Traumstimme” einzusetzen. Das ist eine Stimme, die jeder Person in einem Traum einen unausweichlichen Befehl geben kann. Jeder muss das tun, was die Stimme befiehlt. Ich stellte mich also vor diese Frau und sagte: “Steh auf!”

Sofort stand sie auf und schaute mich an. sie war auch nicht irritiert, dass sie nun plötzlich aufgestanden war. Offensichtlich interpretierte sie den Befehl meiner Traumstimme in ihrem Kopf als einen von ihr selbst ausgehenden Impuls, aufzustehen.

“Jetzt lass dich nach hinten fallen!”

Kurz darauf ließ sie sich einfach nicht hinten fallen und landete auf den Hosenboden.

“Ich muss wohl gestolpert sein…”, meinte sie lachend.

Dann ging ich mit meinem Freund weiter. Wir kamen dann an einer Art Bildungszentrum für Erwachsene vorbei. Durch das Fenster erblickte ich eine Gruppe von Leuten, die auf ihren Dozenten warteten.

“Ich geh mal eben dort hinein, bin gleich wieder zurück!”, sagte ich zu meinem Begleiter und schritt auch schon durch die Tür.

Als ich in den Unterrichtsraum eintrat, sah ich mehr als 20 Personen an Tischen sitzen. Einige redeten miteinander und andere lasen in ihren Unterlagen. War ich der Lehrer, auf den sie warteten oder bin ich wirklich nur zufällig vorbeigekommen…?

Jedenfalls glaubte ich, dass ich in diesen Raum gehen wollte, um zu sehen, wie stark die Traumstimme auf mehrere Personen wirkte!

“Stellt euch dort an der Wand in Reihe auf!”, befahl ich mit der Traumstimme.

Ungefähr die Hälfte von ihnen standen sofort auf und stellten sich vor die Wand. Die andere Hälfte schaute nicht einmal auf, sondern machten mit dem weiter, was sie gerade machten.

Noch einmal gab ich meinen Befehl von mir. Einige standen dann auf und stellten sich zu den anderen, doch es war immer noch fast die Hälfte, die nicht dem Befehl der Traumstimme Folge leisteten. Nun gut, dachte ich, nun weiß ich, dass diese Traumstimme entweder mehr Kraft benötigt oder eben nur eine begrenzte Anzahl von Traumpersönlichkeiten in Bewegung bringt.

Trotzalledem eine interessante Sache, das mit der Traumstimme, dachte ich. Es erinnerte mich leicht an die “Hexenstimme” aus dem Film “Dune” mit Kylie MacLachlan. Ein hervorragender Film und der erste Monumental-Science-Fiction seiner Zeit…

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5 Kommentare zu “Traumnacht: Die Traumstimme

  1. Hallo Jonathan,
    diese Traumpersönlichkeiten sind doch “richtige” Personen, die auch gerade träumen oder eben in der Szene sind? Die, die nicht reagieren, haben vielleicht eine stärkere eigene Ausrichtung. Ist ja glaub im Alltag auch so… :-)
    Liebe Grüsse, Christine

  2. Hallo, Jonathan
    das erinnert mich an die Hypnose, bei der Menschen ein Befehl eingegeben wird, den sie dann nach der Hypnose ausführen.
    Sie denken dann auch, dass es ihr eigener Impuls war. Und wenn man sie fragt, warum sie das gemacht haben, finden sie auch einen Grund.
    Die Massenhypnose funktioniert ja eigentlich auch so;-)
    In kleineren Dingen habe ich auch schon öfter erlebt, dass Leute genau das tun oder sagen, was ich spontan gedacht habe. Ich war dann immer überrascht. Das “funktioniert” aber nur, wenn es bei mir ganz von selbst und spontan geschieht. Wenn ich die Absicht habe oder einen Test machen will, dann funktionierte es nicht.
    Lieben Gruss
    Uwe

  3. Hallo Uwe,
    da hattest Du eine gute Intuition! :-) Ich hatte in meinem Artikel hier vergessen zu erwähnen, dass ich zwischendurch immer wieder erwachte und dabei manchmal in einem Zustand landete, in dem man Befehle auf der Hypnoseebene erteilen konnte. Für mich war dann da plötzlich auch ein deutlicher Zusammenhang zu sehen.
    Liebe Grüße, Jonathan

  4. Hallo Christine,
    in einem anderen Traum konnte ich einen kompletten Domplatz “einfrieren” lassen, bei dem jeder sich nicht mehr bewegen konnte (außer einer Person, die meine Traumlehrerin war). Demnach waren sämtliche Leute auf diesem Platz keine “richtigen” Personen, sondern Hologramme bzw. Statisten der Szene. Wenn ich es mal schaffe, im Alltag luzide zu werden, dann werde ich das gleich mal testen. ;-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  5. Hallo, Jonathan
    vielleicht war es manchmal auch Intuition, aber was ich beschrieben habe, fing bei mir genau da an, als ich bestimmte Übungen zur Verlagerung meines Bewusstseins gemacht hatte.
    LG, Uwe

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