Neue Erkenntisse zum Voynich-Manuskript

Nach einigen Recherchen über das große Rätsel “Voynich-Mauskript” gibt es nun einige neue offizielle und wissenschaftliche Erkenntnisse, von denen ich im Folgenden berichten möchte:

1. Es wurde endlich erlaubt, eine Altersbestimmung des Manuskriptes zuzulassen. Das Alter konnte durch die Carbon-14-Methode zu 99% auf die Jahresspanne von 1404 bis 1438 bestimmt werden.

2. Die Pergamentseiten des Manuskripes sind aus Tierhaut und authentisch.

3.  Die Erstellung der Pergamentseiten und die Zeitspanne, bis die Tinte aufgetragen wurde, ist sehr kurz gewesen. Dies bedeutet, dass die Seiten extra für die Erstellung des Voynich-Manuskriptes erstellt wurden.

4. Durch die Carbon-Methode scheiden Edward Kelly, Leonardo da Vinci, Antonio Averlino, Anthony Ascham und John Dee als Hersteller bzw. Kopieträger des Manuskriptes aus.

5. Durch die Carbon-Datierung ist ausgeschlossen, dass das Manuskript eine Fälschung des 20. Jahrhunderts ist.

6. Die Tinte und die Handschrift konnte ebenfalls als authentisch bewiesen werden.

7. Der niederländische Voynich-Experte René Zandbergen hatte bereits vor einigen Jahren ein Schreiben aus dem Jahr 1639 aufgespürt, in dem einige Details des Manuskripts recht genau beschrieben werden. Somit ist dies ebenso ein Hinweis, dass es keine Fälschung des 20. Jahrhunderts sein konnte.

8. Auf der berühmten aufklappbaren Rosettenseite ist eine kleine Burg mit eingekerbten Zinnen erkennbar (so genannte Schwalbenschwanzzinnen). Laut ORF-Reportage belegen diese, dass das Manuskript in Norditalien erstellt wurde.

9. Als vielleicht mögliche neue Kandidaten als Autoren des Manuskriptes kommen u.a. der Astronom, Mathematiker und Musiktheoretiker Prosdocimus de Beldemandis (1380-1428) sowie der Arzt, Mathematiker, Astronom und Kartograf Paolo dal Pozzo Toscanelli (1397-1482), aber evtl. auch Gerolamo Cardano (1501-1576) und Giovanni Batista Porta (1535-1615) nun in Frage, da sie ihrerzeit Kryptologen und Multitalente gewesen sind. Doch dies basiert nur auf der Annahme, es handele sich weiterhin um einen Code.

10. Die Kryptografie erlebte ihre Anfangszeit in der Renaissance um 1400 bis 1450. Somit erscheint es höchst unwahrscheinlich, dass der Autor des Manuskriptes bereits ein ausgeklügeltes und hochwertiges Verschlüsselungsverfahren angewendet haben konnte. Dies unterstreicht, dass das Voynich-Manuskript keinen Code enthält, weil die Verschlüsselungsmethode selbst heutigen, so weit entwickelten Decodierern, unbekannt geblieben ist. Die Vermutung, dass es sich um einen Code handeln könne, ist nun mehr so gut wie verworfen und wird nur noch von letzten Enthusiasten als letzte Hoffnung aufrechterhalten. Als allerletzte Hoffnung wird behauptet, dass der Autor des Voynich-Manuskriptes mit einer Silbentabelle sowie der Tabelle-und-Gitter-Methode einen unverständlichen Fantasietext erschaffen habe.

11. Die Kleidung und Frisuren der abgebildeten Personen waren in den Jahren 1450 bis 1520 Mode. Somit würde die Carbon-Datierung in etwa zutreffen.

12. Weitere alternative Theorien zur Erklärung des Voynich-Manuskriptes sind:

a) dass das VM eine Alien-Schrift ist
b) es nur Unsinn enthält
c) es eine vergessene Sprache ist
d) es ein Anagramm-Rätsel ist
e) eine Anleitung für Hustenbonbons
f) eine Anleitung für einen Trank der ewiges Leben verspricht
g) eine Anleitung für Hexenkräuter, die es nicht (mehr) bei uns gibt
h) das Buch eines ausgestorbenes Volkes mit eigener Sprache
u.v.m.

Das Voynich-Manuskript ist also weiterhin das Rätsel zweier Jahrhunderte.
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Quellen:
http://www.matrixseite.de/Texte/voynich.html
http://www.jonathan-dilas.de/wordpress/?p=1526
http://www.youtube.com/watch?v=Q6Vgl-uVLHs

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