Im Spukhaus: Flüsternde Stimmen – Teil 11

Wer sich noch erinnern kann, habe ich diese Spukhaus-Reihe vor einiger Zeit ausführlicher in mehreren vorangegangenen Teilen beschrieben. Darin berichte ich seit meinem Umzug in das neue Haus von einigen seltsamen Vorkommnissen, die gerade zum Anfang sehr auffällig waren. Das “neue” Haus, indem ich jetzt schon dreieinhalb Jahre wohne, schien mir von Beginn an unsichtbare Mitbewohner zu besitzen. Zuerst dachte ich an einen Verstorbenen, der hier herumspukte, dann aber von meinen Beobachtungen her doch wieder an Naturwesen. Immerhin stand das Haus hier eine lange Zeit leer und meines Wissens nach nutzen Naturwesen mal ganz gern leerstehende Häuser. Der Mensch nimmt ihnen ja auch Orte weg, ohne groß zu fragen. Wer also Interesse an der ganzen Geschichte besitzt, kann am Ende dieses Artikels die anderen Teile lesen.

Ich weiß, ich habe sehr lange nichts mehr zu den Ereignissen im Spukhaus verfasst. Dies allein deswegen, weil die Vorkommnisse zu gering oder zu kurz waren, als dass ich einen ganzen Artikel darüber hätte verfassen können. Nun ist es mal wieder für einen kurzen Zwischenbericht so weit…

Ich habe mir vor einiger Zeit noch einmal Gedanken über all diese Spukhaus-Vorgänge gemacht und den Umstand, dass ich nicht absolut sicher war, woher diese kleinen Spukphänomene stammten bzw. was dessen Quelle waren. Da gab es flüsternde Stimmen, seltsame weiße “Schokoladenstückchen” die auf der Fensterbank lagen und dessen Erscheinen niemand erklären konnte, eine Frau, die neben mir im Bett lag, Kichern, Schatten, die man im Augenwinkel vorbeihuschen sah (und sieht), Gegenstände waren verschwunden u.v.m.

Beispielsweise besaß ich auch einen sehr schönen Anhänger im Fantasy-Stil mit einem Drachen, der sich um ein Schwert schlang. Dieser verschwand spurlos. Auch Werkzeug und andere kleine Dinge ereilte das gleiche Schicksal. Nun gut, weder der Anhänger noch das Werkzeug waren jetzt wichtige Utensilien, die nicht schnell wieder gekauft wären, aber aufgefallen ist es halt.

Vom Gefühl her tippte ich von Anfang an sofort auf Naturwesen, doch gab es auch kurze Kontakte zu Verstorbenen, die mich dann wieder mal an die andere Version glauben ließen. Mittlerweile ist es jedoch ganz deutlich geworden, dass es Naturwesen sind. Welcher Art, das kann ich nicht sagen, aber da Werkzeug verschwunden ist und das Kichern etwas männlich und von kleineren Wesen zu stammen schien, tippe ich auf Zwerge oder etwas in dieser Art.

Eine ihrer beliebten Ecken befindet sich in meinem Arbeitszimmer, das sehr groß ist. In der erwähnten Ecke befindet sich ein alter Ofen, vor dem ich zwischenzeitlich einen Fotohintergrund aufgebaut habe, damit ich auch mal spontan Fotos machen kann, wenn Besuch kommt, aber ansonsten steht dort nichts Weiteres. Diese Ecke wird also nur selten genutzt. Aus der Perspektive der unsichtbaren Mitbewohner dürfte ich mich also quer durch ihre Wohnung bewegen, wenn ich mich mal dorthin begebe. Da die Wahrnehmung unterschiedlicher Dimensionen abwärtskompatibel ist, so ist es einfacher von “oben nach unten” als umgekehrt wahrzunehmen, will sagen, dass die Naturwesen mich einfacher wahrnehmen können als ich sie, da ihre Dimensionsebene einen halben Grad oberhalb der physischen liegt.

Heute Morgen erwachte ich gegen 7 Uhr ganz plötzlich aus dem Schlaf und war hellwach! Ich hatte das Gefühl, dass gerade etwas Interessantes passiert sei, aber es leider blitzschnell vergessen hatte. Da ich erst um 8 Uhr aufstehen wollte, nutzte ich die Zeit für eine Meditation. Dabei fiel mir auf, dass meine Nachbarin ebenfalls hellwach zu sein schien. Ich hörte sie über mir ins Bad gehen. Normalerweise stand sie wesentlich später auf. Nachdem ich dann aufgestanden war, kam sie zu mir herunter und erklärte, dass sie im Halbschlaf ein Flüstern vernommen hätte. Es schien ihr ziemlich sicher von kleineren Wesen zu stammten, die ein wenig grummelig wirkten – so ihre Worte. Auch besaß sie die Empfindung, dass eine Interaktion mit diesen Wesen stattgefunden hatte.

Interessanterweise fiel mir dann wieder ein, dass ich nach dem Aufwachen über Elfen und Feen nachgedacht hatte und wie der Unterschied bei diesen Begriffen gelagert ist. In Irland und überhaupt im englischsprachigen Raum dieser Insel, sind Elfen große Wesen, ähnlich wie jene aus “Herr der Ringe” und Feen kleine süße jugendlich wirkende Wesen, die nicht größer als ein Finger sind und mit libellenartigen Flügeln umherfliegen. In Deutschland hingegen denkt man bei Elfen oft an kleine fliegende Tinkerbells, wie in der Geschichte “Peter Pan” beschrieben, mit Flügeln und einer anmutigen Lichtspur, die sie hinter sich herziehen, und bei Feen an erwachsene Frauen mit einem Zauberstab, die Wünsche erfüllen. Warum es zu dieser umgekehrten Definition in Deutschland gekommen ist, ist noch unklar, aber die Engländer drehen ja gern mal etwas um – natürlich das jetzt nur aus unserer Perspektive so betrachtet. Aus deren Perspektive wird vermutlich gern ebenso argumentiert. Sie fahren auf der anderen Straßenseite, Schlösser öffnen sich nur, wenn man den Schlüssel vom Schloss hindreht, Schrauben die man nach rechts drehen muss, damit sie sich lösen usw. Es gibt da einige Beispiele der spiegelverkehrten Anwendungen im Alltag. Somit tut es nicht wunder, wenn auch die Elfen und Feen in ihrer Bezeichnung und Definition verdreht werden. Für die Autorenkollegin Tanis Helliwell, die sich sehr gut mit Naturwesen auskennt und sie auch wahrnehmen kann, trifft die englische Bezeichnung auf jeden Fall zu und die Deutschen haben es nur in ihren Definitionen verdreht. Man kann sich ja mal aus Interesse selbst einmal fragen, wie man das selber handhabt.

Ebenso sei zu erwähnen, dass bei meinem Einzug im Erdgeschoss bereits ein männlicher Elfen-Hybrid lebte und im Souterrain ein weiblicher Zwergen- oder Wichtel-Hybrid. Die beiden haben sich den ganzen Tag angegiftet und übereinander gelästert. Die Zwergen- bzw. Wichtel-Hybridin wohnt noch hier und der Elf ist mittlerweile ausgezogen. J.R.R. Tolkien erwähnte ja in seinem Buch “Herr der Ringe”, dass Elfen und Zwerge nicht die besten Freunde sind. Dies scheint durchaus zuzutreffen, immerhin hat Tolkien sich das auch nicht alles nur ausgedacht, sondern beruft sich dabei auf Informationen aus seinem Unterbewusstsein und aus einer Welt, die genau so aufgebaut ist, wie er sie beschrieb. Davon einmal abgesehen, steht das Haus hier in einem “Dreieck”, d.h. die Straßen sind richtig in einem Dreieck angeordnet und das Haus steht dort mitten drin. Ich hatte in einer Erfahrung mal den Eindruck, dass hier eine Art Dimensionstor oder Übergangstor existiert, das die einen oder anderen Wesen gelegentlich nutzen.

Jedenfalls scheinen sie noch immer hier zu sein und ihr Grummeln könnte vielleicht daher stammen, dass sie gern ein Glas Milch oder ein paar Plätzchen hätten, die man nur für sie herausstellt. Wer weiß?

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Links zu den vorherigen Teilen:
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Teil 6
Teil 7
Teil 8
Teil 9
Teil 10

6 Kommentare zu “Im Spukhaus: Flüsternde Stimmen – Teil 11

  1. hallo jona! danke ein echt spannender artikel von dir mal wieder!! was du alles schreibst, mir würden die finger abfliegen! so krass! ich freu mich immer auf deinen nächsten bericht aus der twilight zone!
    liebe grüsse von eva aus augsburg

  2. hallo jonathan, sehr schöner bericht von dir! hat mich sensibiliert besser die eigenen wahrnehmungen bei mir in meinem neuen zuhause in berlin einzuordnen. es hat mich auch befreit von seltsamen todesängsten, die ich in lezter zeit hier hatte, und die ich überhaupt nicht einordnen konnte. bin hier in einer schönen kleineren wohnung in einem gutbürgerlichen stadtteil, im parterr, wo ich mich an sich sehr gut fühle. seltsamerweise habe ich jedoch irgendwann plötzlich ganz furchtbare ängste in der nacht bekommen, immer wieder aufgewacht durch diese mir unerklärliche energie. als ob mich jemand töten will! ich wusste überhaupt nicht was das ist. hat jemand den ich kenne sehr negative gedanken und gefühle gegen mich? hat jemand von meinen mir nah stehenden todesängste? oder ist es jemand der gestorben ist der mit seinen ängsten in meiner nähe ist? es war greifbar nah, wie ich diese bedrohung erlebt habe, so das es immer auch eine weile gedauert hat, bis ich mich getraut habe, ein kleines licht anzumachen. was mir dann erst wirklich geholfen hat, war wenn ich ein CD mit vorträgen von den lehrern von dem bekannten DVD “The Secret” angehört habe :-)- die mir übrigens auch sonst helfen, wenn ich nicht einschalfen kann – es ist eine sehr starke positive, verändernde energie drin.
    und als ich dein artikel vor dem schlafen gelesen habe, habe ich viele feine, liebe wesen bei mir wahrgenommen, die sich sehr liebevoll über mich lustig gemacht haben, meine sorgen und problemchen. es war wirklich sehr lustig, mich mal so von diese seite wahrnehmen zu können! ich konnte dadurch auch anders an viele erlebnisse aus der vergangenheit oder auch gegenwart schauen, die ein zusammenhang mit dem sterben haben. letztendlich ging sehr viel bei mir ende des jahres zu ende und mit berlin scheint was ganz neues zu kommen. auf jedenfall danke für den wunderbaren artikel! glg grace

  3. Hallo Grace,
    danke für Deinen lieben Kommentar und das Kompliment.
    Dann kannst Du den lieben Wesen ja danken, dass sie Dir gezeigt haben, dass Du Dir nicht so viele Sorgen machen sollst.
    Liebe Grüße, Jonathan

  4. Oh ja, ich neige sehr dazu, sich sorgen machen – vor allem um andere, und das ist manchmal auch berechtigt, aber helfen tut es nicht. voller einsatz, egal in welchem bereich, ist die bessere strategie…:-)

    einen schönen tag!

    liebe grüsse, grace

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