Suche nach Erleuchtung: Ausbildung (Teil 31)

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Für einen kurzen Moment verschob sich wieder mein Fokus und ich landete in den Wahrscheinlichkeitsfraktalen. Mein Körper war weit weg und ich konnte ihn nicht mehr fühlen. In einer sehr schnellen Bildfolge, in denen ich einige alternative Realitäten sehen konnte, stand ich wieder neben dem alten Mann. Er grinste mich breit an und begrüßte mich.

“Du bist lange nicht mehr hier gewesen. Hat dich die Alltagswelt so beschäftigt?”, fragte er.

“In der Tat”, entgegnete ich und wir lachten.

“Die meisten Menschen haben viel zu wenig Energie, um den Alltag zu managen und sich gleichzeitig noch mit der anderen Realität auseinanderzusetzen. So etwas muss koordiniert werden… Die Realität, in der du dich auf Erden befindest, ist eine Schule. Es ist eine Ausbildungsstätte für dein umfassenderes Selbst und das Klonselbst.”

Das Klonselbst ist eine kleine Kopie des größeren Selbstes, in das ich immer wieder zurückkehre, wenn ich in meinem Alltag erneut erwachte und von meinen Reisen in die Psyche zurückkehrte. Dieses Klonselbst dient dazu, es als Kopie auf der Erde zurückzulassen. Es ist der Teil in uns, der auf diesem Planeten und in dieser Realität sterben wird.

“Für diese Ausbildung sind zwei Hauptselbste, die in dir existieren, getrennt voneinander in der Alltagswelt aktiv. Aus dem Grund besteht ein Mensch auch aus zwei Körperhälften, genau so, wie er zwei Gehirnhälften besitzt. Die Eindrücke, die du in der Welt sammelst, werden von beiden Selbsten wahrgenommen und interpretiert. In eurer Psychologie werden diese beiden Selbste als Anima und Animus dargestellt. Das trifft nicht genau den Punkt, aber es ist eine gute Analogie. Alles in eurer Welt ist geteilt. Tag und Nacht, oben und unten, hell und dunkel, Leben und Tod. In eurer Psyche sind ähnliche Aufteilungen, die sich auf die Alltagsrealität beziehen. Und beide Selbst werden ausgebildet. Systematisch und umfassend. Es verhält sich also nicht so, dass das, was ihr lernt, keinen Bestand nach eurem Tode besitzt. Es baut alles aufeinander auf. Hierbei gibt es keinen sinnlosen Vorgang an dieser Stelle.”

“Wie ist denn die Kommunikation zwischen diesen Selbsten? Ist sie gut?”, fragte ich nach.

“Sie ist gleichzeitig aufgebaut und es ist natürlich eine Frage dessen, wen man gerade wahrnimmt. Manche können sogar beide Selbste gleichzeitig und bewusst wahrnehmen, die meisten Menschen jedoch nur dürftig. Sobald das Klonselbst stirbt, wird man sich beider bewusst.”

“Das erinnert mich ein wenig an diese Aufteilung mit dem physischen und dem emotionalen Körper”, überlegte ich.

“Das kann man so sehen. Nach dem Tod betritt man den emotionalen Körper. Das ist eine schmerzvolle Erfahrung, denn hier sind alle Gefühle um ein Vielfaches verstärkt. Du kannst dir vorstellen, wie es dann einem Mörder oder Selbstmörder ergeht, wenn er darin wieder zu sich kommt – um jetzt ein Extrembeispiel zu nennen”, entgegnete der alte Mann.

“Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es hier auch Querverbindungen zu anderen Leben geben kann…”

“Allerdings! Die Gefühle aller Leben können dann auftauchen.”

“Ich denke, dass sich hier auch das so genannte Karma aufbauen kann… Wie stehst du dazu?”, fragte ich.

“Die Sache mit dem Karma ist nicht so, wie es üblicherweise gelehrt wird. Es gibt einfach kein Gericht, das dich für deine Taten auf Erden zur Rechenschaft ziehen wird. Trotzdem scheint Karma irgendwie existent zu sein. Eigentlich ist es jedoch vielmehr die Schuld, die man Menschen gegenüber empfindet, denen man auf Erden Unrecht angetan hatte. Diese Gefühle werden im emotionalen Körper verstärkt. Dummerweise nehmen sich das viele Menschen dermaßen stark zu Herzen, dass sie in einigen Leben versuchen, Verbindungen zu jenen herzustellen, bei denen sie sich schuldig fühlen und meinen, denen etwas Gutes tun zu müssen. Leider entstehen hier unglaubliche Verstrickungen unter den Menschen und eine regelrechte Sucht entsteht, sich unbedingt wieder reinkarnieren zu wollen. Manche sind dermaßen stark darauf fixiert, wieder auf die Erde zu kommen, dass sie das nächstbeste Leben aufnehmen, auch wenn es eigentlich sinnlos ist. Denn was bringt es, wenn man als Kind der dritten Welt geboren wird, um jemandem zu helfen, der in München lebt? Du siehst, die Verstrickungen mit anderen Menschen durch das individuell-persönlich erzeugte Karma ist verheerend.”

“Das wäre mitunter eine Erklärung, warum man sich in mehreren Leben wiedertreffen kann…”

“Richtig,” antwortete er, “doch das ist nicht immer so. Es gibt auch andere Gründe, warum man sich in einigen oder sogar allen Leben immer wiedertrifft. Das kann auf inniger Liebe beruhen oder auf Projekte, die zwei Persönlichkeiten, die eng miteinander verbunden sind, gemeinsam vor Antritt der kompletten Reinkarnationsserie beschlossen hatten.”

“Oder beides”, warf ich ein.

“Oder beides! Richtig! Die meisten Leben sind jedoch absolut durchgeplant. Es gibt hierfür extra Planungszentren auf einer höheren Bewusstseinsebene, die dies managen. Darin wird alles organisiert und koordiniert. Um Beispiele aus eurer Alltagswelt zu bringen: Selbst rote Ampeln, langsame Autofahrer oder kleine Zwischenfälle in der Stadt werden von diesem Zentrum geplant, um gewisse Dinge zu timen und zu ermöglichen. All dies geschieht in Zusammenarbeit mit der Ganzheit des Selbst, das für die Erschaffung deiner Realität verantwortlich ist.”

“Ist denn alles durchgeplant?”

“Nein, nicht alles. Es gibt natürlich immer wieder auch kleinere Zufälle, aber diese kommen seltener vor”, meinte der alte Mann.”Manchmal gibt es auch Einflüsse von außen, aber auf die möchte ich jetzt nicht eingehen…”

Ich sah vor meinen Augen ein gewaltiges Gebäude, wunderschön anzusehen und mit monströsen, hellbraunen Säulen im klassischen Stil. Scheinbar war dies das Planungszentrum, von dem der alte Mann hier berichtete. Ich konnte mir wirklich schwer vorstellen, dass alle Menschen auf Erden durch dieses eine Zentrum organisatorisch verplant werden. Dann erinnerte ich mich an einige Träume, die ich einmal hatte. In diesen Träumen lief ich in genau diesem Gebäude umher, habe mich dort mit Freunden getroffen und in einem Traum sogar darin Verstecken gespielt, da das Gebäude so riesig ist, dass man sich dort richtig austoben konnte.

Ich dachte über diese Träume nach und während ich das tat, glitt ich langsam wieder zurück in meinen Alltag.

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6 Kommentare zu “Suche nach Erleuchtung: Ausbildung (Teil 31)

  1. Hallo,

    ich hatte neulig im wachschlaf die Vision einer erweiterten Realitaet. Ich sah eine art Karte mit einigen Bergen. Eine Stimme erklärte mir, dass die schwarzen Punkte auf den Hügeln Punkte in einer möglichen 4D Realitaet sein können, abhängig von meinen Entscheidungen, die sich innerhalb dieses 5D Raumes ereignen müssen und sozusagen als interferenz aus interaktionen ergeben.
    Früh am morgen habe ich ein pulsierendes gebilde mit geschlossenen Augen gesehen. Kleine pulsierende Punkte liefn entlang von Bahnen, die Bienenwabenartig angeordneet waren. Ich konnte diese Struktur direkt vor meinem Auge erkennen. Leider verschwand sie in dem Moment als ich meinen Kopf zusehr bewegte.

  2. Lieber Jonathan,

    ich trau mich fast nicht zu fragen – aber ich tu’s dennoch und beziehe mich auf folgende Textstelle:
    “(…)Das ist eine schmerzvolle Erfahrung, denn hier sind alle Gefühle um ein Vielfaches verstärkt. Du kannst dir vorstellen, wie es dann einem Mörder oder Selbstmörder ergeht, wenn er darin wieder zu sich kommt (…)

    Wie steht es denn da um Menschen, die schon im Alltagsleben Emotionen sehr stark und intensiv empfinden? Mir schwant nichts Gutes um diese Geburtswehen… ;-) Oder gilt hier: Was ich bewusst in diesem Leben empfinde/auslebe/wahrnehme etc. ist später hinaus hilfreich?

    Und meine zweite Frage wäre:
    Wie kann man die eigenen Gedankenfelder von denen anderer in der Wahrnehmung unterscheiden? (Beim zweiten Lesen klingt die Frage irgendwie seltsam, aber ich lass sie mal so stehen – vlt. ist es ja doch verständlich…)

    Liebste Grüße
    Allineed

  3. Hallo AllIneed,
    danke für Deinen Kommentar.
    Wenn jemand bereits im Alltag stärker Emotionen empfindet, bedeutet dies, dass diese Person nurn einen direkteren Draht dazu hat. Die Intensität der Emotionen nach dem Tode sind bei allen gleich stark.
    Liebe Grüße, Jonathan

  4. Ist dann also gut für die Erfahrung. Ergo ist es dem SELBST dienlich, da Erfahrungen ja gewünscht sind :-)

    Danke für die erkenntnisfördernde Antwort, lieber Jonathan!

    Schönes Wochenende und Grüßle nach Freiburg! (Suuuuuperschöne Stadt, aber auch das Umland samt Feldberg, Belchen, etc. ist einfach traumhaft!!!)

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