Traumnacht: Die rollende Welle

Traumnacht” ist eine Reihe, in der ich mich bewusst darauf konzentriere, einen luziden Traum oder eine außerkörperliche Erfahrung zu erleben bzw. in der ich von einem interessanten oder außergewöhnlichen Traum berichte.

In der gestrigen Meditation gelangte ich in einen Zustand, bei dem ich eine gewaltige und gigantische Kraft rechts von mir wahrnehmen konnte. Sie war vielleicht, von meiner “inneren Wahrnehmung” her, mit dem Rad einer Dampfwalze zu vergleichen, die ständig neben mir herrollt. Sie kam auf mich zugerollt und überrollte mich fast, als ich dieses gigantische Dampfwalzenrad “sah”. Es war in Abteilungen aufgeteilt, schön gleichmäßig, und auf jeder dieser Abteilungen war eine Realität zu sehen. Auf der einen Abteilung sah ich eine große, grüne Wiese, auf der anderen einige Häuser und eine Straße, die zu einem Wohnviertel führte. Die Abteilung, die in dem Moment auf meiner Höhe war, als das Rad über mich rollte, beinhaltete eine Straße mit Kopfsteinpflaster. Außerdem waren einige Pferde mit Kutschen dort zu sehen. Für einen kurzen Moment erkannte ich sogar den Bordstein und das Kopfsteinpflaster so deutlich vor meinen Augen, dass ich beinahe in diese Realität überwechselte. Gleichzeitig zerrte etwas an mir. Es war eine intensive und unkontrollierbare Kraft.

Sie war so aufdringlich, dass ich das Gefühl bekam, als würde ich gleich mein Bewusstsein für immer verlieren. Es fühlte sich fast so an, als stünde ich dem Tod nahe und seine Kraft versuchte mich zu übermannen. Doch mit einem Mal stellte sich mir eine andere Kraft in den Weg, es war ein Wesen.

“Du bist noch zu stark. Du darfst noch nicht mitkommen?”

Die rollende Welle hielt inne und ich fühlte sie sehr stark über mir, wie sie meine rechte Körperseite bereits völlig eingenommen hatte.

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“Zu stark? Wofür?”, fragte ich nochmal nach.

“Du kannst noch nicht mitkommen, du bist zu stark. Du sollst weiterleben.”

Da wurde mir klar, dass diese rollende Welle die Kraft des Todes war. Sie rollt ständig neben uns her und prüft, ob wir bereit sind, mitzukommen. Meine Widerstandskräfte waren jedoch noch zu stark und die Welle entfernte sich wieder von mir.

Langsam nahm die Welle Abstand und ich verlor die Wahrnehmung von dem Kopfsteinpflaster und den Kutschen mit den Pferden. Danach gelangte ich wieder zurück in meinen gewohnten Zustand. Nun konnte ich mir sehr gut vorstellen, wie der Tod einen aufsucht und uns einlädt, sich von der rollenden Welle mitnehmen zu lassen. Man verliert sein Bewusstsein und gelangt dann in eine andere Realität… in eine Art Episode, die sich gerade auf gleicher Höhe mit der Person befindet, wenn sich das Fenster zu der rollenden Welle öffnet. Welche Episode das sein wird, erschien mir ziemlich spontan, da das Rad stets bei jeder Bewegung eine andere Realitätsebene präsentiert.

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1 kommentiert zu “Traumnacht: Die rollende Welle

  1. ich kenne die”welle” auch. man ist dem tod nah, wenn man die sieht. keiner wird wohl deinen einsatz den du leistest je verstehen.

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