Filmtipp: Californication

Hank betritt eine Kirche und geht langsam auf den Altar zu. Dort angekommen will er ein Zwiegespräch mit Jesus beginnen, der wie gewohnt am Kreuz hängt. Doch wie aus dem Nichts erscheint eine Nonne und fragt ihn, ob er ein Problem habe. Er weiß nicht so recht zu antworten. Überraschenderweise bietet die Nonne an, ihm einen zu blasen und reißt sich das Nonnen-Outfit vom Leib und eine attraktive Blondine kommt zum Vorschein. Kurz darauf wacht er in seinem Bett auf… Es war ein Traum… aber kurz darauf enthuscht seiner Bettdecke genau diese Blondine, die ihn auf ähnliche Weise versüßt aus dem Schlaf befördern wollte…

Keine Angst, das ist jetzt kein Porno, sondern die neue Serie Californication mit David Duchovny. Man kennt ihn sicherlich noch aus der bekannten Serie Akte-X, die ihrerzeit in den 90ern eine der erfolgreichsten gewesen ist und sich mit unerklärlichen und mystischen Themen beschäftigt hat. In der neuen Serie spielt er einen berühmten Autor namens Hank, der jedoch seit Jahren ein Kreativitätsloch hat. Außerdem ist er noch unglücklich in seine Ex-Frau verliebt, mit der er zusammen eine Tochter hat. Aufgrund seines guten Aussehens besitzt er jedoch ein glückliches Händchen und lernt ständig neue Frauen kennen, die er an Ampeln, in Supermärkten oder Cafés kennenlernt und mit denen es schnell zum Beischlaf kommt. Die Serie ist jetzt keineswegs mystisch oder parapsychologisch, aber emotional, erotisch, abgefuckt, witzig und humorvoll, doch auch mit amüsanten, derben Sprüchen, die höchst vulgär, sexistisch und ganz im Stile von Charles Bukowski sind. Auf jeden Fall gut gelungen und ein interessantes Pendant zu der bekannten Serie “Sex and the City“, die ähnliche Tendenzen aufweist. Für einen Autor ist das durchaus inspirierend und auch gut für die Lachmuskeln, immer wieder mal in eine Folge hineinzuschauen. Personen, die zu ernst sind oder Probleme mit Sex haben, sollten sich Californication besser nicht anschauen.

Die alte Serie Akte-X hingegen trumpft momentan ja noch einmal mit einem Kinofilm auf. Leider ist der Film durchweg am Thema Mystery vorbeigerast und das gleich mit doppeltem Plot. Filme über Organhandel gab es schon in den 80ern und von jener Zeit an immer wieder in regelmäßigen Abständen.

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