Traumnacht: Inception im Café

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“Traumnacht” ist eine Reihe, in der ich mich bewusst darauf konzentriere, einen luziden Traum oder eine außerkörperliche Erfahrung zu erleben bzw. in der ich von einem interessanten oder außergewöhnlichen Traum oder von Erinnerungen aus meinem Unterbewusstsein berichte sowie von telepathischen Ankopplungen an andere Menschen (Traumspionauge).

Die Konzentration auf einen aufschlussreichen und spannenden Traum kann immer viele interessante Sequenzen zutage fördern, doch in dieser Nacht war ich zu spät ins Bett gekommen und wollte einfach nur schlafen. Nachdem ich sanft entschlummert war, erschrak ich durch das Hupen eines Autos, das an dem Café vorbeifuhr, in dem ich gerade saß…

Plötzlich und ohne Vorwarnung befand ich mich bereits in einem Traum. Der Wechsel hatte unmittelbar stattgefunden und ich hatte anfangs Mühe, meine Klarheit über die Tatsache, dass ich nun in einem Traumcafé saß, fast völlig verloren. Das Bewusstsein ist manchmal eine Pottsau – ging mir kurz durch den Kopf und ich musste lachen.

Jedenfalls war meine Wahrnehmung glasklar und ich war völlig in das Traumgeschehen gewechselt. Ich erlebte eine ausgesprochen gute Klarheit und es war so deutlich, als befände ich mich tatsächlich in einem Café. Dort saßen ungefähr 12-15 Personen an mehreren Tischen. Sie unterhielten sich oder schauten einfach den Menschen zu, die ein- und ausgingen.

Ich beschloss, wie gewohnt, die ‚Passive Luzidität‘ zu praktizieren, d.h. ich bleibe bewusst in dem Traum, aber mische mich nicht ein. Dies handhabe ich gern so, denn auf diese Weise ist es möglich, den Traum zu verlängern, leichter klar zu halten und es dem Unterbewusstsein zu überlassen, was als nächstes geschieht. Außerdem kann ich mich auch auf diese Weise kreativ überraschen lassen.

Während ich vollbewusst dort saß, kam plötzlich die Kellnerin von links und ging an mir vorbei. In dem Moment hörte ich eine Stimme in meinem Kopf, sie kam eindeutig von Sonya. Sie ist meine Traumlehrerin und mischt sich ganz gern mal in meine Traumwelt ein, zudem ist sie in der Lage, wie ich selber auch, in die Träume anderer Menschen einzudringen.

Rechts von mir saß nun plötzlich Sonya. Sie schaute mich mit ihrem frechen Grinsen an:

„Gib zu, du hast mich nicht erwartet!“, sagte sie.

„Das stimmt, das habe ich nicht. Was verschafft mir die Ehre?“, wollte ich wissen.

„Ich erkannte, dass diese Traumsituation, in der du dich jetzt gerade befindest, optimal dafür ist, dir zu demonstrieren, was geschieht, wenn du in deinem alltäglichen Bewusstseinszustand bzw. Wachzustand, wie man in eurer Welt sagt, voll bewusst bist.“

„Und was genau möchtest du mir dann nun demonstrieren?“, fragte ich neugierig und angefixt.

„Sieh dir die Menschen in diesem Café an. Jeder einzelne von ihnen, uns beide ausgenommen, gehören zu dieser Traumkulisse. Dies bedeutet, dass du jeden von ihnen kontrollieren kannst, sobald du dir deiner vollbewusst bist. Da sich dies jetzt in diesem Moment so verhält, kannst du auch jeden steuern.“

„Das ist mir klar, dass ich innerhalb meiner Träume jeden einzelnen, der hier sitzt, nach Belieben steuern kann. Doch im Alltag fällt es den meisten Menschen ausgesprochen schwer, sich vorzustellen, jeden in ihrem Umfeld beliebig beeinflussen zu können. Der Mensch glaubt, er sei wach, sobald er morgens erwacht“, erklärte ich.

„Das ist richtig. Der Mensch kann sich das einfach nicht vorstellen, dass er eigentlich noch immer träumt, wenn er morgens in seinem Bett erwacht und müde zur Kaffeemaschine trottet.“

Sie wippte ein wenig mit dem Stuhl, fast wie ein kleines Kind. Ich musste breit grinsen.

„Jetzt grinse mal nicht so überheblich“, meinte sie plötzlich, „los, zeig mir, wie du die Hologramme hier steuern kannst…“

Damit meinte sie ganz offensichtlich die Menschen, die in dem Café saßen und ihren Beschäftigungen nachgingen.

Einer von ihnen las Zeitung. Ich konzentrierte mich darauf und zwang ihm meinen Willen auf, die Zeitung zur Seite zu legen. Kurz darauf geschah exakt das, was ich ihm telepathisch gesendet hatte.

Dann befahl ich ihm, die Kaffeetasse hochzunehmen. Auch dies ging sehr einfach und er nahm sie hoch. Doch dann wurde es ein wenig anspruchsvoller, denn ich sendete ihm den Befehl, dass er nun die Tasse einfach umdrehen solle. Es entstand ein zögerlicher Moment… doch dann drehte er die Kaffeetasse und bekippte sich mit dem Inhalt. Kurz darauf sprang er auf und putzte sich mit einem Taschentuch, das er aus seiner Tasche zog, aufgeregt ab.

„Du siehst, der zögerliche Moment entstand durch deinen eigenen Zweifel. Du hattest für einen kurzen Moment tatsächlich geglaubt, dass dieses Hologramm nicht so dumm sein würde, sich selbst mit Kaffee zu bekippen. Du hast diese Annahme aus dem Alltagsleben mit in den Traum genommen und das hat für diese Verzögerung gesorgt“, meinte Sonya.

Sie hatte völlig Recht! Genau das hatte ich in diesem Moment gedacht, als ich ihm den Befehl geschickt hatte, die Tasse einfach umzudrehen.

„Im Alltag kann man sich nur schwer vorstellen, dass einer das machen würde, nur weil man das selber so möchte…“, erklärte ich zu meiner Verteidigung.

„Du wiederholst dich! Ich glaube nicht, dass auch nur einer in deinem Alltag etwas anderes tun würde, als das, was du willst, wenn du vollbewusst wärst. Der Grad der Bewusstheit entscheidet darüber, wie klar und folgsam deine Wünsche bzw. Befehle befolgt werden. Und wenn jemand darunter ist, der dann immer noch nicht folgt, der ist dann von außen.“

„Von außen?“, fragte ich nach.

„Von außerhalb der Matrix oder außerhalb des physischen Systems, wie ich zum Beispiel. Ich komme von der mittleren Astralebene und wenn ich in deine Träume eindringe, dann kannst du all deinen Traumgestalten befehlen, was immer du willst, aber nicht mir.“

Ich erinnerte mich an eine Begegnung mit ihr, in der sollte ich sämtliche Traumgestalten auf einem Marktplatz mit Kraft meiner Gedanken einfrieren, d.h. sie sollten regungslos stehen bleiben, unabhängig davon, was sie gerade taten. Das war mir einigermaßen gut gelungen, aber Sonya war nicht zu beeinflussen. Sie konnte sich weiterhin frei bewegen.

„Ganz genau, mein Lieber“, entgegnete sie, als hätte sie meine Gedanken erraten. „Du kannst mich nicht steuern. Nicht einmal in deinem eigenen Traum…“

Danach wies sie mich an, weitere der Anwesenden zu beeinflussen. Es funktionierte immer besser. Das Chaos war nach zehn Minuten perfekt! Die Kellnerin lief von einem Tisch zum anderen, um beim Aufwischen zu helfen, eine ältere Dame schimpfte einen Mann aus, den sie für ihr Missgeschick verantwortlich machte, ein Hund war auf den Tisch gesprungen und hatte eine Teekanne umgeworfen und so weiter und so fort.

Sonya und ich saßen dort und lachten still in uns hinein, während wir dem aufgeregten Treiben optisch teilnahmslos zuschauten.

„In deiner Alltagsrealität gibt es viele Hologramme oder Platzhalter für mögliche temporäre Übernahmen“, erklärte sie weiter. „Versuche im Alltag solche zu erkennen und steuere sie doch einfach mal. Doch das wird dir erst gelingen, wenn du genügend erwacht bist in deinem Traum, den du Alltagsleben nennst. Eine der größten Herausforderungen in eurer Welt, eine der Haupaufgaben, die jeder von euch zu lösen hat.“

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3 Antworten für “Traumnacht: Inception im Café”

  1. Silas sagt:

    Vielen Dank für den Post :)

    Erinnert mich an meine Astralreise vor zwei Tagen… Naja, zumindest hab ich mich von meinem Körper gelöst, konnte danach aber meine Tür öffnen… Auf jeden Fall bin ich nach einiger Zeit in das Haus meines Nachbarn gegangen. Die Tür stand offen. Ich lief herein und sah ihn… Schnell machte ich mich unsichtbar in der Hoffnung, dass er mich nicht entdecken würde.
    Lustigerweise wusste ich in diesem Moment, dass der Nachbar ein Teil von mir war, er war ja quasi ich. Auf jeden Fall machte ich mich unsichtbar und verschwand in die Wand, flog ein wenig nach oben. Auf einmal wanderte sein Blick genau in meine Richtung. Ich dachte schon, er habe mich entdeckt. Aber bei genauerem Hinsehen konnte ich erkennen, dass er nicht auf mich geschaut hatte, sondern auf einen Riss in der Wand. In diesem Moment wollte ich ihn in irgend einer Weise kontrollieren, was aber nicht funktionierte. Ich lief noch ein wenig weiter durch’s Haus und traf eine ältere Dame, welche ich (zwar kann ich mich fast nicht mehr daran erinnern) dann kontrollieren konnte… Auf was ich eigentlich hinaus will:

    Wenig später bin ich wieder in meinen physischen Körper gekickt worden. Daraufhin habe ich ein wenig darüber nachgedacht, was gerade passiert war. Ich wunderte mich, dass ich den Mann nicht kontrollieren konnte, aber die Frau wunderbar… Vielleicht war es auch nur mein Ego, welches in dem Moment mit meinem „Traum“ interferiert hatte. Ich habe mich gefragt, ob der Mann vielleicht nicht aus einer höheren Ebene in meinen „Traum“ gestoßen war…

    Damit ich nicht immer (zwar hab ich Dir gerade einmal eine Mail geschrieben, aber ich weiß, dass es mehr werden) Mails verschicken muss, um dir meine Erfahrungen mitzuteilen, habe ich mir mal einen kleinen „Blog“ angelegt, in welchem ich schlicht meine Traumerfahrungen dokumentieren werde, welche Du dir, wenn Du möchtest, ab und zu durchlesen kannst :)

    Sorry wenn dieser Kommentar ein wenig unübersichtlich und durchgemischt aussieht, habe aber einfach mal drauflos geschrieben.

    Ich kann es kaum erwarten, meine Erfahrungen mit Dir und den anderen Oneironauten zu teilen :)

    Einen schönen Abend noch,

    Silas.

  2. Orchidee sagt:

    Hallo Jonathan,

    Sonya sagte zu dir: „In deiner Alltagsrealität gibt es viele Hologramme oder Platzhalter für mögliche temporäre Übernahmen“

    Woher erkenne ich denn, ob ich nicht selber nur ein Hologramm oder Platzhalter bin?

    Schönen Tag
    Orchidee

  3. Silas sagt:

    @Orchidee

    Alleine schon, dass Du es hinterfragst zeigt Dir, dass Du ein Mensch bist…

    Es gab einige Momente in meinem Leben, wo es sehr merkwürdige Situationen gegeben hat, in welchen ich realisiert habe, dass alles um mich herum wie ein Spiel aufgebaut ist… Erst letztens saß ich in einem Cafe und habe mich mit meiner Schwester unterhalten. Neben uns am Tisch, etwa 2 Meter entfernt saßen zwei etwas kräftigere Frauen. Meine Schwester erzählte mir etwas und fing an zu lachen. In der gleichen Sekunde fingen beide Frauen gleichzeitig übertrieben an zu Lachen, wie als ob sie meine Schwester nachmachen wollten… Es war, als wären sie auf einmal aufgefordert worden, dies zu tun… Es war ein wirklich sehr komischer Moment, welcher mir wieder mal gezeigt hat, dass wir in einer riesigen Illusion leben… Nichts ist so, wie es scheint…

    Aber zum Glück kann ich reinen Gewissens sagen, dass ich ein Mensch bin… Naja, so genau weiß ich es eigentlich nicht, wie viel menschliche DNA in mir steckt… ;)

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