Suche nach Erleuchtung: Das Tier in uns (Teil 60)

Dilas-Series02Suche nach Erleuchtung bzw. Erkenntnis ist eine Reihe von kontinuierlichen Erfahrungen mithilfe der Bewusstseinsprojektion in die Sphäre der alternativen Realitäten, die wie ein gigantisches Labyrinth angeordnet ist. Dort wird immer wieder mit mir über eine ganz bestimmte sehr umfassende Erleuchtung gesprochen, die nur wenige Menschen jemals erreicht haben…

Mittlerweile sind nun schon einige Jahre vergangen, seitdem ich diese Reihe hier regelmäßig verfolge und niederschreibe. Meine Suche nach der großen Erleuchtung schreitet nur bedingt voran. Zwar habe ich immer wieder Erkenntnisse und Einsichten erlangen können, aber die gewaltige Erkenntnis, von der der alte Mann so inbrünstig berichtet hatte, blieb bisher aus. Trotzdem hinderte es mich nicht daran, zum alten Mann in die Wahrscheinlichkeitsfraktale zurückzukehren oder mich mit den Padawanen zu treffen, um ihnen die eine oder andere Lektion zu vermitteln. Dieses Mal jedoch sollte alles anders kommen als ich es mir gedacht hatte…

Nachdem ich einige Minuten dissoziiert hatte, gelangte ich ohne jede Vorwarnung in eine andere Realität. Ich konnte sie nicht sehen, aber ich fühlte, dass sie existierte. Überhaupt waren eher meine inneren Sinne aktiv als der optische, aber ich konnte auf diese Weise trotzdem wahrnehmen. So flog ich durch diese andere Realität und versuchte sie zu erfassen bzw. irgendwie eine Orientierung zu gewinnen. Normalerweise wäre ich an dieser Stelle schon wieder ausgestiegen und in eine andere Realität gereist, aber irgendeine Neugier hielt mich hier.

Irgendwie kam mir diese Realität auch bekannt vor, als wäre ich bereits einmal hier gewesen. Angestrengt dachte ich nach, wo ich mich befand, aber mir fiel es einfach nicht ein. Dies sollte aber nicht lange anhalten, denn plötzlich erkannte ich sie wieder, weil ein Wesen auftauchte, dessen Kennung ich sofort wieder identifizieren konnte…

Dieses Wesen umkreiste mich wie ein Tiger seine Beute. Es raste um mich her und von ihm ging eine höchst spielerische Ausstrahlung aus. Ich konnte es, wie erwähnt, nicht sehen, aber in aller Deutlichkeit fühlen. Diese Art des Fühlens wirkte wie ein Scanner, der ein naturgetreues Abbild dieser Realität zeichnete. Sofort erkannte ich dieses Wesen wieder. Es ist in gewisser Weise einfach, es zu beschreiben, aber auf der anderen Seite auch sehr schwer, die Tragweite seiner Fähigkeiten zu erfassen und inwieweit es seinen Einfluss geltend machen kann. Ich bin auch überzeugt, dass jeder Mensch über ein solches Wesen verfügt.

Es wirkte fast wie ein Kind auf mich, das wie eine Fliege um mich herumschwirrte und darauf lauerte, dass ich endlich sagte: Ja, komm wir gehen spielen!

Ich erinnerte mich sofort an an unsere erste Begegnung. Diese ist mittlerweile über fünfzehn Jahre her. Zu dieser Zeit waren wir uns das erste Mal begegnet. Damals hatte ich gemeinsam mit Vivian einmal sehr lange dissoziiert und wurde dabei plötzlich auf diese Ebene geführt. Dort tauchte dieses Wesen auf und ich konnte es erstmalig identifizieren. Um nicht länger auf die Folter zu spannen, dieses Wesen ist eine Art Tier, ein sehr intelligentes Tier, dem Moral und Mitleid in jeder Form fehlt. Es ist jedoch hochgradig verspielt und besitzt nur eine einzige Fähigkeit. Es denkt und verführt einen potentiellen Spieler mithilfe von Gedankengängen, um sich energetisch an ihm zu nähren. Wenn ich diesem Tier einen Namen geben müsste, dann würde ich es vielleicht Verstand oder Ego nennen. Kein anderer Name passt zu ihm, denn es ist der Verstand selbst.

Damit man überhaupt Gedanken denkt, verführt dieses Wesen unaufhörlich mit Einfällen oder Denkkapriolen, bestehen sie aus Sorgen, Ängsten, Wünschen, Komplexen, Beschreibungen, Vorstellungen, Interessen, Sehnsüchten, Zweifel oder Hoffnung u.v.m. Die Liste ist unendlich. Für dieses Wesen sind die Einladung zum Denken von höchster Priorität und sein allerliebster Schachzug. Er wird dieses Spiel auch nie müde, so wie wir auch immer wieder etwas unser ganzes Leben lang tun können, ohne, dass es uns leid wird. Auf diese Weise kann das Wesen einen Menschen anpirschen, um ihn zum Denken überhaupt zu bewegen.

In unserer ersten Begegnung trafen wir aufeinander und auch dort umschlich es mich wie eine Raubkatze, aber keineswegs feindlich gesinnt oder mit fletschenden Zähnen, sondern einfach nur auf eine Lücke in meinem Geist wartend, damit es hineinspringen und seine Gedanken zu den meinigen lassen werden konnte. Sobald das Wesen dann telepathisch eine Verbindung zu mir aufgebaut hatte, dachte ich seine Gedanken bzw. benutzte seinen Denkapparat und glaubte gleichzeitig, es seien meine Gedanken. Das war derart vertraut und normal, immerhin hat man dies sein Leben lang routiniert getan, dass durch das Denken seine Anwesenheit wieder verschleiert wurde. D.h. sobald ich seine Gedanken dachte, war ich er und er verschwand. Es ist wirklich nicht einfach zu erklären, aber in dieser Erfahrung hier, die ich eingangs eingeleitet hatte, tauchte eben wieder dieses Wesen auf.

In dem Moment versuchte ich Kontakt zu dem Wesen aufzubauen, d.h. herauszufinden, woher es kam, was es für eine Natur besaß und wie viele es davon gab und dergleichen. Doch es war nur bedingt zur Kommunikation bereit und wollte, wie immer, weiter spielen. Ich ließ jedoch nicht locker und als ich so beharrlich darauf pochte, eine Antwort zu erhalten, sprach es tatsächlich kurz mit mir:

„Wir sind viele…“

„Lebt ihr alle in dieser Ebene, in der wir hier gerade sind“?

„Ja.“

„Und was macht ihr hier?“

„Wir spielen. Wir laden euch ein, unsere Gedanken zu denken, bis ihr glaubt, dass unsere Gedanken eure sind.“

„Trifft das wirklich für alle Gedanken zu, die existieren?“

„Ja. Jeder einzelne Gedanke ist unser. Ich will nicht weiter darüber reden… denn du bist gekommen, als Einziger, wie ich das sehe, der uns herausfordern will! Ich werde dir aber eins der größten Geheimnisse verraten, die ich dir mit meiner Kraft mitteilen kann…“

„Was ist das für ein Geheimnis und was hat es damit auf sich?“, fragte ich nach.

„Wenn ich es dir sage, wirst du wissen, worum es geht, aber wer immer sonst noch davon hören wird, der wird es nicht verstehen. Die Menschen wissen nicht, dass es uns gibt und das liegt vor allem daran, weil wir das so wollen… Niemand wird jemals davon erfahren, dass ihr alle unsere Gedanken denkt.“

„Aber ich weiß es nun und auch vielleicht diejenigen, denen ich davon berichten werde…“, meinte ich.

„Die Wenigen, die das hören werden, sind ohne Bedeutung für uns“, triumphierte es.

„Sagst du mir das Geheimnis noch?“, beharrte ich.

„Ja, das werde ich. Du willst mich herausfordern? Ihr wollt uns herausfordern? Ich sage dir nun, was der springende Punkt bei all dem ist: Es ist alles nur eine Frage dessen, wer am weitesten geht. Es ist eine Mutprobe. Entweder du gehst so weit oder du bleibst, wer du bist.“

Als er zu Ende gesprochen hatte, löste sich die Szene auf und ich kam wieder in meinem Bett zu mir. Die Kraft meiner Dissoziation hatte sich erschöpft.

Es fühlte sich tatsächlich wie eine Mutprobe an, von der es gesprochen hatte. Ich spürte mit jeder Faser meines Körpers, dass es Recht hatte. Es war eine Frage dessen, wie weit man bereit ist, zu dissoziieren und wie beharrlich man an der Sache bleibt. In unserer Begegnung hatte das Wesen wieder einmal gewonnen. Für mich war es nur möglich, temporär auf das Denken zu verzichten. Dauerhaft würde dies niemals gehen. Es könnte sich auch als sehr ungünstig erweisen, als einer der Wenigen in einer Welt herumzulaufen, in der allesamt das Denken anwendeten. Ich musste wieder einmal an einen Film denken, der Teil der Serie „Outer Limits“ mit dem Titel „Der Strom“ war und eine Welt zeigte, in der jeder Mensch mit einen Zentralcomputer vernetzt war, der alles Wissen sofort weitergab. Doch ganz bestimmte Sachen gab dieser Apparat nicht weiter und verheimlichte es vor dem globalen Netzwerk, nämlich, wie man es abschalten konnte.

Gleichzeitig erinnerte ich mich, dass sich vor kurzem ein junger Mann bei mir gemeldet hatte. Ich kannte ihn bereits, weil er mal auf einem meiner Workshops zugegen war, der mir, wie er es nannte, von einer äußerst seltsamen und gruseligen Erfahrung berichten wollte. Er schrieb mir Folgendes:

„Hallo Jonathan.  Ich habe etwas sehr Sonderbares erlebt und wollte dich fragen, was du dazu sagst. Es war das Unheimlichste was mir, glaube ich, je widerfahren ist. Ich bin auf ein seltsames Wesen getroffen. Dieses Wesen hatte mich mit einem einzigen Lacher komplett bloßgestellt. Aber starten wir am Anfang: Nachdem ich nach einigen Klarträumen endlich genug Energie gesammelt hatte, um komplett rauszukommen, war ich sofort an einem Platz mit einem unvorstellbar unheimlichen Vibe bzw. Kennung. Mir wurden anscheinend von einem Wesen Visionen zugespielt, kann das möglicherweise aber auch verwechseln. Das Wesen, hat alles, was mein Ego umschlingt und um was sich irgendwie mein Leben dreht, komplett enthauptet (nur metaphorisch), mir kurz etwas gezeigt, mir dann wieder das Ego zurückgegeben und mich einfach ausgelacht, was für ein schmutziges Accesoires ich doch da habe. Das Lachen war so unheimlich spöttisch, das kann man sich nicht vorstellen. Es hat mich komplett getroffen! Er hat mich einfach bloßgestellt. Ich fühlte mich richtig eklig und fand es auch ein wenig gemein, dass es das gemacht hatte. Ich denke,  dass es möglicherweise die Gestalt meines Egos war, das mir einfach vorführen wollte, wie es so leicht mit mir spielen kann und mich jederzeit im Griff hat, mich mit irgendwelchen Automatismen zu steuern und wie viel Macht es über mich hat. Es wollte mir nur mal zeigen, dass ich doch spielen sollte, da es die Freiheit nur am anderen Ende gibt. So ein bisschen wie eine Katze, die denkt, sie hätte ihre Beute sicher und mich zum Kampf mit ihm herausfordert. Ich stellte mir, ohne die Augen geöffnet zu haben, dieses Wesen möglichst plastisch mit einer inneren Sicherheit vor, sodass es in etwa so aussah, wie im folgenden Bild, nur in wesentlich böser und wolfiger:

Was ich aus diesem Erlebnis gelernt habe? Das Ego will auch bloß spielen und stellt keinen Feind dar. Von des Egos Perspektive aus, bin ich bloß ein Spielkamerad und es will mir nichts Böses, es ist möglicherweise jemand, der einen herausfordert, damit man einen Lebenswillen entwickelt. Das Leben soll eine Herausforderung sein, sich von den Belangen des Egos zu lösen. ohne jemals die Chance zu haben, wirklich „frei“ zu sein – so, wie ich in dem kurzen Moment, in dem mein Ego ‚enthauptet‘ wurde. Man soll das Spiel annehmen, um sich vom Ego/Täuscher zu befreien, wohlwissend, dass dies gar nicht möglich ist, sondern alles bloß ein Spiel ist.“

Seine Erfahrung erinnert durchaus an die beiden Erlebnisse, von denen ich hier gerade berichtet habe. Diese Gemeinsamkeiten sind kaum zu übersehen und berichten gemeinsam von der Existenz einer sonderbaren Rasse, die von einer verborgenen Seinsebene aus die Macht besitzen, ihre Gedanken an die Menschen zu senden, sodass diese davon ausgehen, ihr Verstand wäre der ihrige.

Kürzlich hatte ich den Film „Revolver“ mit Jason Stratham gesehen, in dem der Hauptdarsteller von zwei Männern darüber aufgeklärt wurde, dass sein Verstand nicht ihm gehöre, sondern einem gewissen Sam Gold, der jeden Glauben machte, dass er die Person sei, die ihn dachte. Ein hervorragendes Zitat aus dem Film war wie folgt:

„Sie spielen ein Spiel, Jake. Sie spielen das Spiel… Jeder spielt sein Spiel und niemand weiß es. Wir spielen alle in seiner Welt. Sie ist sein Eigentum. Er kontrolliert Sie. Er sagt Ihnen, was Sie tun sollen und wann Sie es tun sollen. Er steckt hinter all dem Schmerz, der in der Welt ist und hinter jedem Verbrechen, das je verübt wurde. Und exakt jetzt, versucht er Ihnen einzureden, dass er gar nicht existiert. Wissen Sie, was mich an diesem Spiel fasziniert? Niemand weiß, wer der Feind ist oder ob er gar existiert. Er infiziert den Intellekt eines jeden Einzelnen hier und Sie vertrauen ihm. Denn Sie halten sich für ihn. Sein größter Schachzug war es, Sie glauben zu machen, er sei Sie.“

Wie oft wird in der Redewendung gesagt, dass es in jedem Menschen ein Tier gäbe? Was kann damit nur anderes gemeint sein, als dieses Wesen, das ich zum zweiten Mal traf. Durch diese Begegnung erkannte ich, dass es mich so lange anspielen wird, bis ich wieder denke… denn das Wesen, dieses Tier ist der menschliche Verstand.

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18 Antworten für “Suche nach Erleuchtung: Das Tier in uns (Teil 60)”

  1. Corvin sagt:

    Hi Jonathan,

    endlich wieder ein Beitrag dieser Reihe und auch ein sehr interessanter!

    Mit den von dir beschriebenen Bildern kann ich nicht viel anfangen, mit dem Gefühl bzw. der von mir empfundenen zugrunde liegenden Mechanik umso mehr.

    Wenn man akzeptiert, dass man großteils fremdgesteuert ist und die Kraft findet es wahrnehmend zuzulassen, sich darüber zu ärgern, aber doch gleichzeitig darüber zu schmunzeln, sodass aus Wut und Ironie ein harmonisch schwingendes Gefühl der Selbstvergessenheit wird, dann erfährt man, glaube ich, dass was viele als die Leichtigkeit des Seins bezeichnen würden.

    Interessant es aus deiner bildlichen Perspektive zu lesen ist es allemal. ;-)

  2. Niemand sagt:

    Das wird auch im Film „Fight Club“ ganz gut dargestellt. Wie Corvin schon geschrieben hat, jeder empfindet es anders, aber es geht immer um das Gleiche.

    Die Gedanken können auch weh tun.

    Man muss aber aufpassen, dass diese Mutprobe nicht bis zum Tod dauert. Die Bestie muss gebändigt werden. Sie ist wie ein roher Diamant, den man selbst schleifen muss. Daraus soll was wunderschönes entstehen!

    Aber jetzt im Ernst Leute, die selbstgemachten Alltagsprobleme sind doch viel aufregender, nicht wahr? ;)

  3. Albert sagt:

    Hallo Jonathan!

    Interessant. Solche Wesenheiten kommen auch in den Albträumen vor. Meine Tochter träumte vor Jahren von einer grünen Schlange die sie verfolgte. Auf meinen Rat hin, hat sie das Wesen gefragt was es denn will. Die Antwort war: spielen mit dir…
    Ansonsten, laut indischer Mahabarata, sind es die Werkzeuge der Maya-Illusion, uns über Gedanken und Wünsche zu kontrollieren. Dafür kommen alle erdenklichen Möglichkeiten zum Einsatz.
    Eine Befreiung aus der Maya-Kontrolle ist erst dann möglich wenn unsere Sinne und Wünsche unter Kontrolle gebracht werden. Dazu gehört etwas mehr Bescheidenheit in der Lebensführung und ein Leben für Gott durch das Integrieren des höheren Selbst.
    Ansonsten die Spielregeln ausfindig machen und beachten.
    Frage: ist das Dissoziieren dann nicht als eine Zuwiderhandlung (Provokation) betrachtet? LG

  4. Seppo sagt:

    Wie kann man jemals sicher sein ob man den Verstand benutzt oder er einen gerade leitet?

    Sobald man diese Frage im Geiste stellt, ist die Antwort doch schon gegeben…

    Er ist gerade wieder dabei mit uns zu spielen :)

    Aber die Momente in denen man sich vom Ego/Verstand gelöst hat, sind die schönsten die man überhaupt erleben kann. Da sind wir wieder bei der Sucht -> Sehnsucht was uns jenseits dieser Welt erwartet (ohne diese niedlichen Wesen, die bloß spielen wollen).

    Echt schön geschrieben der Beitrag Jonathan

    Seppo sagt:
    16. Juni, 2014 um 09:59 Uhr
    Als ich Revolver geschaut hatte, war ich so fasziniert. Vor allem weil mein Verstand mir weis machen wollte, dass so ein Film mit Jason Statham nicht im entferntesten solch einen spirituellen Inhalt haben könnte.
    Der Beste Film den ich je gesehen habe, weil er das Leben eines jeden Menschen für immer verändern kann.

    “Man findet immer einen würdigen Gegner, vor allem dort, wo man ihn zuletzt erwartet.”

  5. Uwe sagt:

    Danke allen für den interessanten Beitrag. Mir ist es vor eineinhalb Jahren gelungen, acht Stunden fast vollständig ohne Gedanken zu sein. Klarer Kopf und ungetrübte Freude pur. Ich habe nur dann gedacht, wenn ich es musste, z.B. als ich einkaufen ging und überlegte, was ich brauche. Dabei habe ich aber auch gemerkt, dass das Denken dann wieder zurückkommt, auch ohne, dass ich es will. Erreicht habe ich diesen Zustand durch die webseite „liberation unleashed“, in der Gespräche wiedergegeben werden, in denen es immer um die Frage geht: Wer bin ich? Wenn man intensiv nachforscht, wer oder wo dieses ich ist, hört irgendwann jeder Ich-Gedanke auf, weil er als sinnlos durchschaut und einfach nicht mehr geglaubt wird.
    Und mit dem Ich-Gedanken hört das Denken ganz auf, weil keiner mehr geglaubt wird, um den man sich Gedanken machen muss. Das, was man bisher als Ich betrachtet hat, existiert einfach nicht, nur in der Vorstellung. Damit will ich nicht sagen, dass es kein Ich gibt (auch wenn die auf lib. unl. das teilweise anders sehen) oder dass wir keine Individuen seien, aber wir sind nicht das Ich, für das wir uns gewöhnlich halten, also nicht die person soundso oder dieser Körper, sondern das Seelen-Gesamtselbst, das sich in all den Inkarnationen zum Ausdruck bringt. Unsere Gedanken drehen sich aber immer um dieses persönliche Ich. Hier liegt meiner Meinung nach der Schlüssel. Ich glaube, ich hätte auch gar nicht überlegen müssen,was ich einkaufen soll, ich hätte es sowieso gesehen im Laden. Intuitiv handeln ist sowieso besser als nur durch den Verstand.

  6. Niemand sagt:

    „Wie kann man jemals sicher sein ob man den Verstand benutzt oder er einen gerade leitet?“

    Mit der Zeit kann man gut rechts von links unterscheiden. Man muss aber wirklich sein ganzes Leben auf eine Karte setzen und man darf nie zweifeln, sonst hat man verloren.

    https://www.youtube.com/watch?v=icUC32-0WuY

  7. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Niemand und Seppo,
    danke für Deinen Kommentar.
    Ich glaube, Ihr habt den Text nicht komplett verstanden. Es gibt dabei keinen Unterschied.
    Liebe Grüße, Jonathan

  8. Paul sagt:

    Hallo Jonathan!
    Auf jeden Fall ein sehr interessanter Beitrag, danke dafür.
    Ich habe auch eine Theorie dazu. Wenn ich tagtrâume rutsche ich oft auf so hohe Bewusstseinsebenen, dass ich vergesse was genau passiert ist. Aber ich bemerke dass man in der Welt der Vorstellungen und Gedanken so stark mit anderen verbunden ist, dass man ihnen solche übertragen kann. Beim Karten spielen mit Freunden geht es bei uns ganz schôn ab..
    Mein Leben ist gerade ziemlich einfach geworden. Irgendwann weist und besser gesagt erkennst du einfach in jedem Moment, dass es aus der Ego Perspektive dein eigener Traum ist und alles zu jedem Zeitpunkt perfekt für dich zugeschnitten ist. Es passiert einfach.

    Liebe Grüße und weiterhin viel Glück, Paul :-)

  9. Seppo sagt:

    Hi Jonathan

    Also ist jeder Gedanke vom Verstand (den Wesen) gegeben?

    “Wir spielen. Wir laden euch ein, unsere Gedanken zu denken, bis ihr glaubt, dass unsere Gedanken eure sind.”

    “Trifft das wirklich für alle Gedanken zu, die existieren?”

    “Ja. Jeder einzelne Gedanke ist unser.

    lg Seppo

  10. Albert sagt:

    Hallo Jonathan!

    Erste Frage: Wirkt das Dissoziieren nicht provokativ, sogar verletzend gegen diese Wesen?

    Zweite Frage: Sind diese denkenden Wesen vielleicht als Gegenpart im Verstand, zum Dialog einmontiert?
    Etwa wie die Mikroorganismen im Darm?

    Die vielen „Unerleuchteten“ Bauern, Arbeiter und Sklaven brauchten einen Dialog-Partner und Berater. Dazu auch noch einen Spiel-Kamerad und Tröster.
    Persönlich habe ich seid Kindheit den inneren Dialog mit meinen Gedanken und habe immer die optimalen Entscheidungen getroffen. Durch das lautlose Summen des Inneren (Kopf)Tons wird der Gedankenfluss komplett reduziert, so lange man es durchhält eben. Also das Dissoziieren ist kein so grosses Problem mehr. LG Albert

  11. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Albert,
    danke für Deinen Kommentar.
    1. Das ist richtig, es wirkt sogar verletzend bzw. stößt sie irgendwann ab.
    2. Es ist eine Art Symbiose bzw. Übereinkunft zwischen Mensch und dem Wesen. Daher ist es gar nicht mal so verkehrt zu sagen, dass die Bauern einen Spielkamerad suchten. ;-)
    Liebe Grüße, Jonathan

  12. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Paul,
    danke für Deinen Kommentar.
    Das ist korrekt. Wenn man seine Wahrnehmung einigermaßen justiert hat, dann erkennt man, dass alles perfekt auf einen zugeschnitten ist.
    Liebe Grüße, Jonathan

  13. Jonathan Jonathan sagt:

    Hallo Seppo,
    danke für Deinen Kommentar.
    Korrekt. Jeder Gedanke wird von ihnen gesendet.
    Liebe Grüße, Jonathan

  14. Albert sagt:

    Hallo Jonathan!

    Deine Meinung ist nochmals gefragt:

    Unsere Handlungen und Pläne sind meistens rational, also geschehen über den Verstand mit seinen Denk-Kameraden (w.o.).
    Es gibt aber unzählig viele irationale, nonkonformiste Gedanken und Handlungen. Ist hier das sogenannte „Bauchgehirn“, in Bezug zum Überleben allgemein (individuell und Kollektiv), im Einsatz? Ein natürlicher „Dompteur“? LG Albert

  15. Albert sagt:

    Hallo Jonathan!

    Frage:

    Unsere Handlungen und Pläne sind meistens rational, also geschehen über den Verstand mit seinen Denk-Kameraden (w.o.).
    Es gibt aber unzählig viele irationale, nonkonformiste Gedanken und Handlungen. Ist hier das sogenannte “Bauchgehirn”, in Bezug zum Überleben allgemein (individuell und Kollektiv), im Einsatz? Ein natürlicher “Dompteur” (Gegenspieler bzw Mitspieler) ?

    Bitte um Deine Meinung. LG Albert

  16. Niemand sagt:

    Aber die Gedanken muss man doch annehmen, damit man eigene Kopie erstellen kann? Sonst macht dieses Spiel kein Sinn.

  17. Niemand sagt:

    “Nichts was wir in unserer Umwelt wahrnehmen, zeigt ihr wahres Gesicht. Alles versteckt sich hinter Masken, die ein unerforschtes Wesen geformt hat. Der weiße Wal fordert mich heraus, er lässt mich nicht mehr los. Wenn ich auch nur die Maske sehe, ist es das, was hinter der Maske versteckt ist, was ich so hasse. Das Böse ist es, das die Menschheit seit Uhrzeiten plagt und verängstigt und ihr Denken beherrscht. Das uns verletzt und verstümmelt, statt uns einen schnellen Tod zu schenken und uns Menschen zwingt weiter zu leben mit einem halben Herzen, einer halben Lunge…”

    Hermann Melville, Moby-Dick

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