Traumnacht: Der Leprechaun

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Als ich meine Augen öffnete, erkannte ich Fliesen. Sie sahen fast aus wie ein farbiger PVC-Belag oder ein Teppich aus den 70er Jahren. Ich richtete mich auf und sah mich um. Die ganze Wohnung war ein wenig schlauchförmig und es gab bräunliche Türen, die vom Hauptraum ausgingen. Dort erkannte ich eine seltsam aussehende Puppe, ähnlich einer Schaufenster- oder Schneiderpuppe, welche an der Wand stand. Ebenso einige Kunstwerke an die Wand gelehnt. Ich vermutete, in der Wohnung einer Freundin gelandet zu sein. War sie der Besucher gewesen, der mich in meinem Schlafzimmern aufgesucht hatte?

Plötzlich tauchte Esther neben mir auf. Sie hatte sich ebenfalls hergebeamt und begrüßte mich, als sei es das Normalste der Welt, sich mal so locker hinzuzugesellen. Ich ersparte mir auch die Frage “Was machst Du denn hier?”, da es in solchen Zuständen durchaus üblich ist.

“Ich glaube, wir sind hier in der Wohnung von A. Was meinst du?”, meinte ich.

“Das kann gut sein!”, antwortete Esther und schaute sich prüfend um.

“Doch wenn ich mir die Wohnung anschaue, sind wir nicht tatsächlich in ihrer Wohnung gelandet, sondern vielmehr in einer Parallelrealität und bei einer alternativen Ausgabe von ihr…”

“Am besten schauen wir uns ein wenig um, damit wir sicher gehen können…”.

Ich nickte.

Während sie in den einen Raum stiefelte, ging ich in einen anderen. Ich landete offensichtlich im Schlafzimmer. Ein großes Doppelbett stand dort. Der Boden schien einen dunklen Teppich zu haben. Das Bett war gemacht und eine Tagesdecke lag darauf.

Plötzlich hörte ich ein ungewohntes Geräusch. Es klang wie das eines Tieres… Leise, hell, langgezogen. Auf der Tagesdecke entdeckte ich dann ein wirklich verrücktes Tier! Es war doppelt so groß wie eine Hand und eher wurmartig würde ich sagen, ein richtig dicker Wurm mit einem Umfang von ca. 6-8 cm und einer violettgrauen Farbe. Auch besaß er sechs kleine Füße, große Kulleraugen, eine Nase, einen Mund und einige Härchen auf dem Kopf. Welch ein mysteriöses Tier! Es war definitiv mit keinem aus unserer bekannten Welt zu vergleichen.

Ich ging zum Bett und schaute nun von oben auf das Tier hinunter. Dann stellte es sich auf seine Hinterbeine und streckte sich mir entgegen wie ein Baby, das auf den Arm genommen werden wollte. In dem Moment schoss es einfach aus mir heraus: “Ach, du bist es, der Leprechaun!”

Ich glaubte in dem Moment, dass er sich einfach nur verwandelt hatte, da er das sehr gerne mal machte. Es gab einige Begegnungen mit diesem Leprechaun. Das allererste Mal begegnete ich ihm in der physischen Realität, ja im Alltag, nachts in einem Wald. Dort hatte ich mich mit einer Freundin getroffen, die ihn ebenfalls gesehen hat. Wir hatten etwas zu feiern und eine Flasche Wein dabei. Vermutlich lockte der Duft des Weines ihn damals an. Die zweite Begegnung fand statt, als ich ihn in einem Traum fangen wollte, um allen anderen zu beweisen, dass er tatsächlich existierte. Nicht jeder wollte mir auf Anhieb glauben, dass ich wirklich einen Leprechaun gesehen hatte.

Das dritte Mal tauchte er mit einem lauten ‘Plopp’ in einem Hotelzimmer auf, das ich gemietet hatte als ich auf dem Workshop für Naturwesen von Tanis Helliwell war. Ich bin überzeugt, dass ich ihn schon öfter getroffen habe, aber mich nicht mehr erinnern kann.

Während mir all diese Gedanken und Erinnerungen der vorigen Treffen durch den Kopf gingen, wachte ich darüber in meinem Bett auf.

Als ich wieder wach in meinem Bett lag, war ich jedoch überzeugt, einem Späher begegnet zu sein. Die Attribute passten perfekt! Zur Erinnerung: Ein Späher ist ein seltsames, unbekanntes Tier, das seltsame Geräusche macht, zischt, britzelt oder sonstiges, und es ermöglichen kann, Zugang zum Labyrinth von Penumbra zu erhalten. Penumbra ist eine nichtmenschliche Realität, aufgebaut wie ein Bienenstock, in dem psychische Energie gleichsam eifrig wie Honig gesammelt wird. Da habe ich mich ein wenig geärgert, dass ich meinte, es wäre der Leprechaun gewesen. Diese Verwechslung war halt verantwortlich dafür, dass ich ihn nicht genutzt hatte, um ins Labyrinth zu gelangen. Doch unabhängig davon ist es interessant zu sehen, dass es offensichtlich mehrere Begegnungen mit dem Leprechaun gegeben haben muss, sonst wäre er mir nicht gleich aufgefallen und ich hätte nicht wissen können, dass er sich gern mal verwandelt. Innerhalb dieser Erfahrung war es aber ganz normal zu wissen, dass er gern mal eine andere Gestalt annimmt.

Das Begehrenswerte daran, dass man nach Penumbra kommt, ist eben die große Menge an Energie, die man dort auf einmal erhalten kann. Mit einer solchen Energie kann man alles im Leben erreichen, was man sich wünscht. So kann man dort eintreten, seine Energiereserven kräftig volltanken und wieder raus.

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