Traumnacht: Vanessa und Jennifer

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Ich befand mich gerade in einem Traum, als ich spürte, dass an meinem Arm gezogen wurde! In dem Moment erkannte ich, dass ich träumte und schaltete zu meinem zweiten Körper um, an welchem offensichtlich herumgezogen wurde. Es bedeutete, dass ich Besuch hatte… Als ich mich in meinem zweiten Körper befand, spürte ich noch immer, dass jemand an meinem Arm zog. Von der Ausstrahlung her konnte ich deutlich spüren, dass es ein Mann war. Ich fragte mich, ob es vielleicht einer meiner Workshopbesucher ist, der einmal versprochen hatte, vorbei zu kommen. Offensichtlich war es nun so weit.

Der Besucher zog weiter an meinem Arm herum und irgendwann löste ich mich vom Körper. Als ich einsatzbereit in meinem dunklen Schlafzimmer stand, schaute ich mich um. Es war niemand da! Ich blickte zu meinem Bett und sah meinen Körper dort liegen. Er lag auf dem Rücken und atmete ganz normal. Es ist irgendwie seltsam und befremdlich, seinen schlafenden Körper anzuschauen. Er wirkt völlig anders als man ihn kennt – und ich kann behaupten, dass niemand meinen Körper besser kennt als ich selbst und dennoch wirkt er völlig ungewohnt und fremd. Interessanterweise neigt man auch sehr stark dazu, sich so schnell wie möglich von seinem Körper entfernen zu wollen bzw. nicht länger hinzusehen. Wenn ich das Gefühl näher beschreiben müsste, dann würde ich sagen, es scheint, als wolle man gar nichts mit ihm zu tun haben wollen. Also schoss ich durch das Hausdach nach draußen in den Himmel hinauf. Eine Weile flog ich umher und genoss den Flug und das Gefühl der Freiheit.

In solchen Situationen lasse ich mich gern führen und bin stets gespannt, wohin mich mein inneres Selbst wohl führen mag. Irgendwann wurde ich dann in ein mir fremdes Haus geführt, offensichtlich befand es sich innerhalb Deutschlands. Dort traf ich auf zwei Frauen, mit denen ich mich unterhielt. Ich kannte sie beide und überlegte, woher sich sie nur kannte. Als sie sich als Vanessa und Jennifer vorstellten, sie waren gute Freundinnen, kam ich ins Grübeln und sie stellten sich dann als zwei Frauen heraus, die ich in den Träumen unterrichte (s. Padawan). Beide schienen mir keine 20 Jahre alt zu sein. Gerade bei Vanessa wunderte es mich, da ich sie für gewöhnlich nur als 8jähriges Mädchen kennengelernt habe. Ich zweifelte sogar so sehr, dass ich mich fragte, ob diese Vanessa eigentlich die ist, mit der ich bereits so einige Erfahrungen erlebt hatte. Es war alles äußerst verwirrend in dem Augenblick.

Zu unserer Unterhaltung gesellte sich dann noch Esther, mit der ich mich über dieses seltsame Phänomen unterhielt. Wir beschlossen, uns auf die Alltagsebene zu begeben, um dort nachzuschauen, was es mit den beiden auf sich hat. Interessanterweise entdeckten wir sie sehr schnell. Sie besaßen beide einen physischen Körper und sie waren mir sogar bekannt, besaßen eben nur einen anderen Namen!

“Das ist völlig verrückt”, sagte ich zu Esther, “ich kenne die beiden aus dem Alltag, aber sie sind grundverschieden von den Versionen ihrer selbst, die ich von der spirituellen Ebene her kenne. Dieser Unterschied zwischen diesen beiden Versionen, sprich hier auf der Ebene und im Alltag, sind so unterschiedlich, dass man sehr leicht daran zweifeln könnte, dass sie überhaupt miteinander zu tun haben könnten. Mehr noch, ich würde sagen, sie sind so auffällig verschieden, dass ich behaupten könnte, sie sind es gar nicht. Wie kann es dann sein, dass sie dennoch zusammen gehören?”

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In dem Moment irritierte es mich, auch wenn es jetzt, nachdem ich wach bin, gar nicht mehr verwirrt. Die Alltagsversion gegenüber den Versionen auf anderen Bewusstseinsebenen können durchaus unterschiedlich sein. Viele bewegen sich auch stark von ihrem wahren Selbst fort und sind daher sehr verschieden in ihren projizierten Versionen ihrer selbst. Ich hatte bereits einmal eine Frau getroffen, die im Alltag völlig anders war als in der anderen Realität. Sie war im Alltag emotional, instabil, launisch, egoistisch, misstrauisch, ja, geradezu zickig, aber in der anderen Realität war sie ausgeglichen, selbstlos, stabil und liebevoll. Man konnte beinahe komplementär sagen. Dieser Umstand ermöglicht im Endeffekt sicherlich, dass das wahre Selbst unterschiedliche Erfahrungen auf mehreren Ebenen macht.

Irgendwann erwachte ich in meinem physischen Körper in meinem Bett und dachte darüber nach. es ist nicht so, als wäre mir dieser Umstand fremd, denn ich hatte schon mehrere Male Personen kennengelernt, die auf der anderen Seite charakterlich ganz anders gestrickt waren. Ich erinnere mich an eine Frau, wunderschön und jeder drehte sich nach ihr um, die immer sehr brav und zurückhaltend war. Alkohol und Rauchen waren ebenso tabu wie Männergeschichten. Auf der anderen Seite jedoch führte sie ein sehr flatterhaftes Leben, in dem sie hedonistisch keinen Spaß ausließ. Es war immer wieder erfrischend für mich gewesen, beide Seiten kennenlernen zu dürfen.

Während ich weiter darüber nachdachte, schlief ich ein… Plötzlich ohne jede Vorwarnung switchte (schnelles Umschalten vom Alltag auf die andere Seite der Realität) ich in ein mir völlig fremdes Haus. Es war luxuriös eingerichtet, teilweise mit Kronleuchter und weinroten Wänden. Die Stockwerke waren mit einer Wendeltreppe verbunden. Ich war gerade im ersten Stock und im Augenwinkel erkannte ich eine jüngere Frau neben mir und eine recht alte Frau ging gerade die Wendeltreppe nach oben.

Während ich mich zu orientieren versuchte, da ich keinen blassen Schimmer besaß, wo ich mich hier überhaupt befand, sprach die jüngere Frau mich an:

“Ja, ich weiß…”

“Was weißt du?”, fragte ich nach,

“…Ich kriech’ ihr in den Arsch.”

“Und warum machst du das?”

Sie schaute mich nun direkt an: “Meinst du, ich will krepieren? Sie ist eben unsere einzige Chance, hier heile und an einem Stück herauszukommen! Nur sie besitzt das notwendige Wissen…”

Sie meinte damit offensichtlich die ältere Frau, die gerade nach oben gegangen war. Sicherlich war sie schon über 70 Jahre alt. Ihre Ausstrahlung, so weit ich es in dem kurzen Moment intuitiv wahrgenommen hatte, schien sehr knöchern und ernst gewesen zu sein, nahezu bissig, eigen und tyrannisch. Telepathisch fing ich dann die Informationen von ihr auf, dass wir hier schon seit geraumer Zeit festsaßen, Jahre wohl möglich, und dass wir immer wieder versucht hatten, dieses Haus zu verlassen. Sie hatte der Frau stets alles Recht gemacht, damit sie irgendwann milde gestimmt würde, um das Verlassen des Hauses zu ermöglichen.

“…und wenn sie uns beibringt, was wir wissen müssen, dann können wir hier verschwinden!”

Ich dachte über ihre Worte nach. Waren wir hier etwa eingesperrt?

“Wieso? Wenn wir gehen wollen, können wir doch jetzt gehen!”, meinte ich zu ihr.

“Ja? Dann geh mal, wenn du meinst, du kannst es! Unten ist die Tür!”, entgegnete die Frau und schaute mich provokativ an.

Also ging ich die Treppe hinunter in Richtung Haustür. Dort angekommen erwartete ich eigentlich eine verschlossene Tür, aber sie war leicht zu öffnen. So riss ich die Tür auf und grinste breit…

“Siehst du, wir können jederzeit…”

Meinen Satz brachte ich nicht zu Ende. Was ich dort draußen erblickte, war höchst irritierend. Ich schaute auf einen großen Vorplatz mit einem Feld und Zaun im Hintergrund. Viele schwarze Bäume und Pflanzen. Die Wiese wirkte an allen Stellen, zu denen ich blickte, grau und farblos. Ein starker Wind zog über das Land und fegte durch das graue Gras. Es war definitiv eine Albtraumlandschaft! Ein so ungemütlicher Ort, dass man sich wirklich weigern könnte, nur einen Fuß vor die Tür zu setzen! Mehr noch, ich spürte, wie etwas in mir sich bedroht fühlte, von dem, was da draußen in dieser unangenehmen Umgebung lauern könnte. So standen wir dort ratlos in dieser Tür…

Kurz darauf war ich wieder zurück in meinem Schlafzimmer. Als ich die Augen aufschlug, hatte ich das Gefühl, nur wenige Sekunden eingenickt gewesen zu sein! Es war deutlich eine Erfahrung gewesen, die mehrere Minuten gedauert hatte, aber im Vergleich zum Alltag waren es nur Sekunden gewesen. Ich fragte mich, was das für ein Selbst von mir gewesen sein mag, das dort in dem Haus eingesperrt war. Konnte ich es befreien? Was war das für eine seltsame Umgebung gewesen?

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2 Kommentare zu “Traumnacht: Vanessa und Jennifer

  1. Hallo Jonathan,

    bist Du noch jemals in das Haus mit der Alptraumumgebung zurückgekehrt?

    Interessante Information über die Persönlichkeitsaspekte die hier und in anderen Realitäten ausgelebt werden. Wäre spannend herauszufinden welche Persönlichkeitsaspekte man sonst so bekleidet… mich beruhigt die Information nicht nur der kleine Ausschnitt an Aspekten zu sein, die ich in dieser Realität auslebe.

    Liebe Grüße,
    Julia

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