Traumnacht: Surrealer Ausflug

Ich hatte mich ungefähr um 1 Uhr hingelegt und begann zu meditieren. Während der Meditation gelang es mir mehrere Male zu dissoziieren und kam immer wieder in andere Bewusstseinszustände hinein. Einmal nahm ich seltsame Muster vor meinen Augen wahr. Es waren kleine, rechteckige Blöcke, die sich aneinanderfügten und ein interessantes, altgoldenes und aztekenähnliches Muster ergaben. Ich fragte mich, ob dieses Muster vielleicht eine Art Code war, um mir etwas mitzuteilen. Dabei dachte ich auch an den ASCII-Code, der einmal bei einem Kornkreis mit einem Aliengesicht zu sehen war. Also suchte ich darin eine Botschaft, konnte jedoch keine finden. Dann kam ich glücklicherweise zu dem Schluss, dass ich ohne die entsprechende Tabelle zur Vorlage diesen Code sicherlich auch nicht entschlüsseln könnte und ließ es dann.

Plötzlich verschwand dieses Muster und eine unbekannte Kraft riss mir die Arme auseinander, hin zu den Seiten, als hätte man mich kreuzigen wollen. Dort lag ich nun mit ausgebreiteten Armen schier bewegungsunfähig und vernahm augenblicklich im Anschluss eine dröhnende Stimme in meinem Kopf: “Ich bin dein Schöpfer!”

Ich zuckte erst einmal zusammen, da dies mit einer unglaublichen Plötzlichkeit und Intensität geschehen war. Es war natürlich auch ein wenig unheimlich, mit einer solch imposanten Botschaft überrascht zu werden. Doch machte es mich auch neugierig, wer diese Kraft besaß, sich derart intensiv und nahezu dröhnend in meinen Kopf einzuhacken. Also fragte ich innerlich nach, wer denn dort sei, aber es folgte keine Antwort. Daraufhin wartete ich noch eine Weile, aber als nichts weiter geschah, konzentrierte ich mich, um in eine andere Szene zu springen.

Ich flog am Himmel entlang. Es war Nacht. Es war schön, die Sterne zu sehen und die vielen Lichter einer unbekannten Stadt unter mir. Mir fiel daraufhin ein Licht auf, das sich auf einem der Dächer befand. Scheinbar war es jemand anderes in seinem Astralkörper. Ich flog steil nach unten und landete sicher auf dem Dach. Das Dach war ein flach gewiss mehr mehrere hundert Quadratmeter groß. An zwei Orten auf diesem Dach gab es Türen, die als Ausgänge dienten. Es war sehr dunkel, aber die Türen waren beleuchtet. Als ich mich weiter umschaute, erkannte ich C., eine alte Freundin von mir. Wir freuten uns sehr, uns wieder einmal zu treffen und umarmten uns. Aus dieser Umarmung wurde dann auch schnell mehr und wir küssten uns.

Kurze Zeit später tauchten plötzlich auf dem anfangs eigentlich sehr einsamen Dach immer mehr Leute auf. Einige von ihnen kamen aus den Türen und andere tauchten einfach aus dem Nichts auf. Interessanterweise sah nicht einer von den Personen wirklich menschlich aus. Sie besaßen zwar, genau wie wir, Kopf, Arme, Hände und Beine, aber ihr Körperbau war ganz anders. Der Torso wirkte wie ein Dreieck, d.h. ein sehr breiter Bauch und zum Hals hin wurde es ziemlich schmal. Die Arme wirkten sehr kurz und die Hände klobig und klein. Die Köpfe waren sehr langgezogen und glichen eher einer gezeichneten Karikatur, wie man sie manchmal von Politikern oder Prominenten sieht. Ansonsten hatten sie jedoch viel mit einem Menschen gemeinsam, sie trugen Kleidung, besaßen Haare, Finger und alles, was man bei einem Menschen optisch erkennen kann.

Ein paar Minuten später glaubte ich, bestimmt an die 30 Personen zu entdecken, die nun auf dem Dach herumliefen. Einige hatten Holztische aufgestellt und spontan einen Flohmarkt eröffnet. C. und ich gingen ein wenig über diesen Flohmarkt und mussten immer wieder mal lachen, weil diese Leute so lustig aussahen. Mir war mittlerweile sehr deutlich geworden, dass es sich hier um eine ganz andere Realität handelte. Wir waren nicht auf der Erde und dies waren keine Menschen.

“Warum sehen die so seltsam aus?”, fragte mich C.

“Ich denke, wir sind hier in einer anderen Realität. Es könnte eine entferntere, alternative Realität sein. Es ist nicht einfach, das menschliche Band zu verlassen, dafür muss man schon weit reisen. Anscheinend ist uns dies aus irgendeinem Grund gelungen.”

Das menschliche Band beinhaltet die bekannte Alltagsrealität, ebenso die Millionen alternativer menschlicher Realitäten und auch die Realitäten der Vergangenheit und Zukunft. Sie nickte, um mir zu zeigen, dass sie mich verstanden hatte.

“Hey”, rief ich, “lass mich mal ausprobieren, wie groß unser Einfluss auf diese Realität ist!”

Hier entschloss ich mich wieder einmal, meine psychokinetischen Fähigkeiten zu trainieren. Wenn sich die Gelegenheit in einem Traum bot, wandte ich sie an, in der Hoffnung, dass sich diese stetig wiederholende Handlung irgendwann meine DNS bzw. meine dafür entsprechenden Gehirnbereiche im Alltag aktivierte.

Also begann ich zuerst, einige der Gegenstände auf den Holztischen zu bewegen. Anfangs ging es nicht, aber nach ca. einer Minute bewegte sich eine Figur, die dort stand. Sie erhob sich in die Luft, schwebte umher und drehte sich, ganz so, wie ich es mir wünschte.

Wir lachten. Doch um dem Spaß noch eins drauf zu setzen, begann ich nun einen der seltsamen Personen psychokinetisch zu beeinflussen. Mit meiner Kraft hob ich ihn vom Boden empor und jetzt schwebte er ein paar Meter über dem Boden in der Luft herum. Er quiekte vor Freude und schien dies ganz offensichtlich amüsant zu finden. Sie werteten dies nicht als Angriff oder als eine Bedrohung, sondern empfanden es extrem spaßig. Was soll ich sagen? Wenige Minuten später schwebten sicherlich an die 20 Leute dieser seltsamen Spezies am Himmel herum! Irgendwie war es mir gelungen, sie allesamt schweben zu lassen und sie hatten daran einen Heidenspaß. Aufgrund ihres Körperbaus wirkten sie nun ein wenig wie große, dicke Hummeln am Himmel, die mit ihren Kapriolen schwerfällig in ihren Bewegungen wirkten.

Interessanterweise kam es mir so vor, als wögen sie auch nicht sonderlich viel. Mehr noch, denn es schien, als lernten sie durch meinen Einfluss das Fliegen! Selbst als ich mich nicht mehr darauf konzentrierte und meinen Energiefluss unterbrach, schwebten sie weiterhin noch in der Luft herum. Sie machten Purzelbäume, stießen mit den Bäuchen gegeneinander, nahmen sich an die Hand und trieben anderen Unsinn. Es war sehr schön, ihnen bei diesem ausgelassenen Spiel zuzusehen. Der Flohmarkt war nun ein richtiges Highlight geworden. Vermutlich hatte ich ihnen gerade das Fliegen beigebracht. Manchmal schauten sie lächelnd zu mir, weil sie wussten, dass ich für dieses Spektakel verantwortlich war und mancher Blick war voller Dankbarkeit und Freude.

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