Traumnacht: Scotty beam me up (Teil II)

Traumnacht” ist eine Reihe, in der ich mich bewusst darauf konzentriere, einen luziden Traum oder eine außerkörperliche Erfahrung zu erleben bzw. von einen interessanten oder außergewöhnlichen Traum berichte.

Nach ungefähr zwanzig Minuten der Konzentration gelangte ich innerhalb von Sekunden über die Vibrationen hinweg in den elektrischen Körper. Sofort rollte ich mich wie gewohnt nach rechts ab. Auf diese Weise landete ich, wie schon so oft, auf dem Teppich und richtete mich sogleich auf. Als nächstes plante ich eine Freundin zu besuchen, um zu sehen, wie es ihr wohl ginge. Also dachte ich an ihre emotionale Signatur (Kennung) und wenige Momente später stand ich auch schon vor ihrem Bett.

Es war dunkel in ihrem Zimmer und ich konnte soeben ihr Leuchten in der Finsternis erkennen. Langsam bewegte ich mich auf sie zu, legte meine Lippen an ihr Ohr und flüsterte ihren Namen. Ich musste dabei grinsen, denn ich wollte gar nicht wissen, wie viele Astralreisende sich solche Späße mit Freunden erlaubten…

Leider reagierte sie nicht sonderlich auf meinen Spaß. Doch dann schwebte ihr Astralkörper langsam auf, ganz automatisch, ohne, dass ich viel dafür hätte tun müssen. Bevor ich sie jedoch ansprechen konnte, war sie im nächsten Augenblick verschwunden. Sie hatte sich kurzerhand teleportiert. Allem Anschein nach hatte sie heute Nacht andere Pläne, als sich mit mir zu beschäftigen. Nun gut, das machte überhaupt nichts! Die Unendlichkeit ist groß und es warten grenzenlose Abenteuer auf mich. Plötzlich erhielt ich ein Signal. Ich konzentrierte mich darauf und folgte ihm…

Wenige Momente später befand ich mich draußen auf einer großen Wiese. Es war noch immer dunkel und ich vermutete daher, dass ich mich noch immer in der Echtzeit befand – d.h. ich hatte nicht in eine andere Realität gewechselt. Doch sicher konnte man in solchen Momenten nicht sein. Es war immerhin möglich, dass ich mich aus meinem zweiten Körper hinausgebeamt und mich in eine alternative Realität befördert hatte, in der es eben gerade ebenfalls noch dunkel war. Es konnte hier eine andere Zeit sein, ein anderes Datum oder ein völlig anderes Land. Ortsschilder gab es eben nur am Ortsanfang und -ende. Dies bedeutete im Klartext, wo ich mich hier befand, musste mir vorerst verschleiert bleiben.

Also war es Zeit für einen kleinen Test, um zumindest festzustellen, ob ich noch astral oder in einen luziden Traum gewechselt war. Ich erhob meine Hände und schaute sie mir an. Sie waren leicht durchsichtig und ich konnte durch sie hindurch auf den Boden sehen. Dies war zumindest schon einmal ein Hinweis, dass ich mich noch immer im zweiten Körper befand. Dann zählte ich die Finger und schaute, ob sie sich veränderten… Nein, es blieben zehn und besaßen allesamt die richtige Größe. Dann wurde ich kürzlich darum gebeten, ich solle doch mal im außerkörperlichen Zustand meine Nase zuhalten und dann versuchen, durch die verschlossene Nase zu atmen. Sollte es mir gelingen, wäre dies ein positiver Test, dass ich mich in einem luziden Traum befand. Da ich mir jedoch meiner Situation völlig bewusst war, empfand ich den Test als unsinnig, aber machte ihn aus leichtem Interesse dennoch. Ich hielt mir die Nase zu und… ich konnte nicht atmen. In diesem Sinne verlief der Test negativ. Normalerweise wäre ein luzider Träumer nun davon ausgegangen, er befände sich nicht in einem Traum, sondern in seinem gewohnten Alltag und hätte daraufhin seine sich anbahnende Luzidität verloren. Natürlich verlor ich sie nicht, da ich bereits über meinen Zustand Bescheid wusste, als ich mit der Realitätsprüfung begonnen hatte.

Jetzt hörte ich mit dem Unfug auf und bewegte mich auf einige Felsen zu, die sich in ungefähr 100 Metern Entfernung befanden. Ich vermutete dahinter den Blick auf ein Tal oder einen Hügel. Aufgrund des Geländes schien ich mich in einiger Höhe zu befinden. Als ich die kleinen Felsen erreichte, bestätigte sich meine Vermutung. Ich stand auf einem kleinen Berg, vielleicht mit einer Höhe von ca. 200 Metern, und konnte auf eine Straße blicken. Gegenüber war ein großer Wald zu sehen, rechts eine Kleinstadt und links am Ende der Straße glaubte ich eine Militärbasis zu entdecken.

Unter mir, vielleicht keine 20 Meter tiefer, konnte ich einen schmalen Weg ausmachen, teilweise mit Grün und einigen arrangierten Steinen. Es machte auf mich den Eindruck einer Felsenpassage. Mit einem gekonnten Sprung hüpfte ich über die Felskante und kam butterweich 20 Meter tiefer auf dem Weg auf.

Es war eine sehr schöne Umgebung und ein ganz famoser Ausblick von ihr oben. Der Blick über den Wald und die Baumspitzen angenehm. Dies alles lud ein, durch den Wald zu laufen… Moment… das kam mir in diesem Moment äußerst bekannt vor! Richtig! Ich hatte vor einigen Tagen einen Traum, in dem ich eine Frau war, die doch dort unten auf der Straße aufgewacht und in den Wald gelaufen war! Zuvor hatte sie in der Militärbasis noch ein UFO gesehen und sich gewünscht, an dessen Bord gelangen zu können (s. “Scotty beam me up“).

Dieses Mal jedoch war ich hier nicht als Frau auf der Straße erwacht, sondern ich befand mich in meinem Astralkörper hier. Warum war ich nun hier schon wieder gelandet? Was hatte es mit dieser Umgebung auf sich? Was hat mich hier hingezogen?

Nun kam ein Pärchen den Weg entlang. Sie konnten mich nicht sehen und liefen ohne jede Bemerkung an mir vorbei. Ein weiterer Hinweis, dass ich mich in meinem zweiten Körper befand. Ich besaß eine ganz andere Phasendichte in diesem Augenblick, aus dem Grund konnten sie mich auch nicht wahrnehmen.

Ich hörte, wie sie über die Militärbasis sprachen und seltsame Vorkommnisse erwähnten. Leider gelang es mir nicht, mehr herauszuhören. Jedenfalls war mittlerweile meine Neugier geweckt, denn rein zufällig war ich hier gewiss nicht gelandet. Aus dem Grunde wollte ich ins Lager hinüberfliegen und selbst nachschauen, was dort vor sich ging…

Plötzlich hörte ich ein seltsames Geräusch… Mein Wecker! Verdammt! Ich musste zurück zu meinem Körper. Die physische Realität rief mich. Ziemlich flott beamte ich mich aus dieser Szene heraus und kam in meinem Körper wieder zu mir. Müde schaltete ich den Wecker aus und streckte mich erst einmal.

Als ich mich langsam erhob, besaß ich das Gefühl, an diesem unbekannten Ort nicht zum ersten oder zweiten Mal gewesen zu sein, sondern schon des Öfteren. Ich durchsuchte später meine Aufzeichnungen, konnte jedoch nichts finden. Trotzdem blieb das Gefühl zurück, dort bereits mehrere Male gewesen zu sein. Ich hoffe, dass ich in naher Zukunft noch einmal dorthin finde, damit ich diesem Rätsel auf die Spur komme. Immerhin soll man den Erfahrungen Augenmerk verleihen, die eine gewisse Kontinuität besitzen…

Spende an den Matrixblogger...
Du kannst unten einen Kommentar hinterlassen.

3 Antworten für “Traumnacht: Scotty beam me up (Teil II)”

  1. Philipp sagt:

    Hallo Jonathan,

    was kann ich unter “emotionaler Signatur” verstehen? An was genau muss ich denken wenn ich in meinem Astralkörper z.B. meinen Bruder besuchen möchte? Bis jetzt habe ich immer die Augen geschlossen und dann seinen Namen gesagt, und bin dann aber bei Irgendjemanden ganz Anderen gelandet.
    LG

  2. JonathanJonathan sagt:

    Hallo Philipp,
    danke für Deinen Kommentar.
    Die emotionale Signatur (ES) ist eigentlich schnell erfasst, wenn man jemanden persönlich kennenlernt. Sein Charakter, seine Ausstrahlung, seine Mimik, Bewegungen, Sprache, sprich das ganze Wesen einer Person wie man sie in einem gegenwärtigen Moment wahrnehmen kann. Über die ES geht es einfacher. Nur über den Namen kann man auch mal bei jemand anderen landen.
    Liebe Grüße, Jonathan

  3. Philipp sagt:

    Hallo Jonathan,

    Es hat geklappt. Letzte Nacht habe ich tatsächlich astral meinen Bruder besucht! Danke für Deine Hilfe!
    Nun stellt sich mir aber die Frage was passiert, wenn ich es schaffe z.B. Nachmittags astral zu reisen, wenn mein Bruder noch wach ist und irgendwo unterwegs ist. Was macht der Astralkörper wenn der “dazugehörige” Mensch wach ist? Was werde ich dann vorfinden?
    Danke und liebe Grüße!

Hinterlasse einen Kommentar

Powered by WordPress